*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Zerspanungsmechaniker

Datenbasis: 1.051 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.997 € 2.929 € 4.231 €
Baden-Württemberg 2.238 € 3.254 € 4.597 € Jobs Zerspanungsmechaniker
Bayern 1.979 € 2.920 € 4.328 € Jobs Zerspanungsmechaniker
Berlin 1.902 € 2.603 € 3.625 € Jobs Zerspanungsmechaniker
Brandenburg 1.576 € 1.985 € 3.809 € Jobs Zerspanungsmechaniker
Bremen 2.098 € 2.992 € 3.487 € Jobs Zerspanungsmechaniker
Hamburg 1.783 € 2.846 € 5.226 € Jobs Zerspanungsmechaniker
Hessen 1.950 € 2.734 € 4.090 € Jobs Zerspanungsmechaniker
Mecklenburg-Vorpommern 1.644 € 2.304 € 2.829 € Jobs Zerspanungsmechaniker
Niedersachsen 1.940 € 2.803 € 3.806 € Jobs Zerspanungsmechaniker
Nordrhein-Westfalen 2.147 € 3.118 € 4.144 € Jobs Zerspanungsmechaniker
Rheinland-Pfalz 1.958 € 2.854 € 3.939 € Jobs Zerspanungsmechaniker
Saarland 2.096 € 3.100 € 4.612 € Jobs Zerspanungsmechaniker
Sachsen 1.827 € 2.147 € 3.439 € Jobs Zerspanungsmechaniker
Sachsen-Anhalt 1.672 € 2.292 € 3.591 € Jobs Zerspanungsmechaniker
Schleswig-Holstein 2.126 € 2.878 € 4.549 € Jobs Zerspanungsmechaniker
Thüringen 1.687 € 2.378 € 3.269 € Jobs Zerspanungsmechaniker

Zerspanungsmechaniker / Zerspanungsmechanikerin:

1. Gehalt

Drehen, Fräsen, Schleifen – der berufliche Alltag eines Zerspanungsmechanikers. Unser Vorschlag: Drehen und schleifen Sie doch auch mal an Ihrem Gehalt. Das nötige Rüstzeug finden Sie hier. Oder – wenn Sie noch ganz am Anfang Ihrer beruflichen Laufbahn stehen – informieren Sie sich in diesem Text, was Zerspanungsmechaniker überhaupt verdienen.

Das deutschlandweite Durchschnittsgehalt als Zerspanungsmechaniker oder Zerspanungsmechanikerin liegt bei 2.929 € brutto im Monat. Umgerechnet entspricht das einem Jahresgehalt von 35.148 €. Doch sowohl nach unten als auch nach oben sind Abweichungen an der Tagesordnung.

  • So verdienen die unteren 25% der Einkommenstabelle monatlich 1.997 € oder weniger,
  • die oberen 25% hingegen 4.231 € oder mehr.

Basis für diese Durchschnittswerte sind 1.051 Datensätze, die wir innerhalb der letzten beiden Jahre erhoben und ausgewertet haben. Dabei existieren zahlreiche Faktoren, die auf die Höhe des Gehalts Einfluss nehmen können. Ein besonders gewichtiger: der Tarifvertrag. Denn tarifgebundene Löhne sind häufig höher als solche ohne Tarifbindung.

Beim Blick auf die Daten fällt zudem auf, dass der Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen noch sehr groß ist. So verdienen Zerspanungsmechaniker im Schnitt 2.943 €, Zerspanungsmechanikerinnen hingegen nur 2.351 €. Auf die statistischen Gesamtwerte hat das jedoch kaum Einfluss, da der Beruf an sich immer noch eine ausgeprägte Männerdomäne ist, also nur wenige Frauen in die Statistik einfließen.

Folgen den Lehrjahren auch finanziell Herrenjahre?

Nach der abgeschlossenen Ausbildung winkt Zerspanungsmechanikern ein Einstiegsgehalt von 2.470 €. Und mit steigender Erfahrung, steigt auch das durchschnittliche Einkommen:

  • 25 Jahre = 2.744 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.959 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.125 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.125 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.249 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.208 Euro brutto

Fort- und Weiterbildungen oder gar ein Studium sind zudem immer eine gute Möglichkeit, nicht nur die Karriereleiter, sondern auch gehaltstechnisch aufzusteigen.

Große Betriebe, großer Verdienst

Ein Phänomen, das sich in vielen Berufen wiederfindet, ist das steigende Gehalt parallel zur steigenden Mitarbeiterzahl eines Unternehmens. So lässt sich auch für Zerspanungsmechaniker feststellen: je mehr Angestellte ein Betrieb hat, desto mehr kann man im Schnitt verdienen:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.723 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.132 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.778 Euro brutto

In welcher Region wird am besten gezahlt?

In nahezu allen Berufen finden sich Einkommensunterschiede, die von der Region, in welcher der Arbeitsplatz liegt, abhängig sind. So verdienen Zerspanungsmechaniker im Saarland, in Baden-Württemberg oder in Schleswig-Holstein im Schnitt deutlich mehr als beispielsweise in Sachsen-Anhalt, Sachsen oder Thüringen. Regional unterschiedlich hohe Lebenshaltungskosten, können diese Differenz zumindest teilweise erklären.

Bei allen genannten Angaben zum Gehalt als Zerspanungsmechaniker /-in handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf des Zerspanungsmechanikers beziehungsweise der Zerspanungsmechanikerin gilt laut dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) als anerkannter Ausbildungsberuf. Die Ausbildung erstreckt sich über dreieinhalb Jahre. Dabei halten sich die Absolventen entweder in einer zuständigen Schule oder einem industriellen Betrieb auf. Sie benötigen für ihre zukünftige Tätigkeit gute Kenntnisse im naturwissenschaftlichen Bereich. Insbesondere Mathematik und Physik gelten als Voraussetzungen für den Beruf des Zerspanungsmechanikers oder der Zerspanungsmechanikerin. Zusätzlich sind technische Kenntnisse willkommen.

Für eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker ist eine mittlere Reife vonnöten. In Ausnahmefällen genügt ein Hauptschulabschluss. Die Lehre setzt sich in der Regel aus Theorie- und Praxiseinheiten zusammen. Während der Theoriestunden lernen die Auszubildenden wichtige Grundkenntnisse, die sie in ihrer späteren Tätigkeit benötigen. Dazu gehören Informationen aus folgenden Bereichen:

  • Materialeigenschaften,
  • Anfertigen von Skizzen,
  • Bedienen von Maschinen,
  • Bearbeitungsverfahren,
  • Mathematik und Physik.

Darüber hinaus verbringen die Auszubildenden ihre Praxiseinheiten in verschiedenen Betrieben. Dabei wenden sie ihr erworbenes Wissen an und vertiefen es in den folgenden Tätigkeiten:

  • der Beurteilung von Werkstoffeigenschaften und deren Veränderungsmöglichkeiten und Auswahl von Stoffen gemäß des gewünschten Verwendungszwecks,
  • der Sicherstellung der Einsatzbereitschaft von Werkzeugmaschinen,
  • der Anfertigung von Bauteilen und Werkstücken,
  • der Auswertung von steuerungstechnischen Dokumenten und der Handhabung von Steuerungstechniken,
  • der Beschaffung, Prüfung und Umsetzung von auftragsspezifischen Informationen und Kundenanforderungen,
  • der Planung und Realisierung von Arbeitsprozessen und Teilaufgaben unter Berücksichtigung von wirtschaftlichen und terminlichen Vorgaben,
  • der Analyse von Fertigungsaufträgen und Einschätzung der technischen Umsetzbarkeit,
  • der Eingabe, Änderung und Optimierung von Programmen für numerisch gesteuerte Anlagen und Werkzeugmaschinen sowie weiterer Fertigungssysteme,
  • der Einstellung von Parametern für die Produktion einschließlich der Durchführung von Testläufen,
  • der Nutzung spanabhebender Fertigungsmethoden anhand technischer Unterlagen,
  • der Einhaltung betriebseigener Qualitätsstandards und der Anwendung von Qualitätssicherungssystemen bis hin zur systematischen Behebung von Qualitätsmängeln.

Zu Beginn der Ausbildung erlernen die Lehrlinge wichtige Grundlagen bezüglich der eingesetzten Materialien und der Bearbeitungsmöglichkeiten. Später beginnen sie, erste eigene Werkstücke herzustellen und zu bearbeiten. Weist der Auszubildende gute Leistungen vor, endet seine Ausbildung nach drei Jahren. Trotz der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten macht es Sinn, in regelmäßigen Abständen Weiterbildungen zu absolvieren. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich im Zuge eines Studiums auf einen Bereich zu spezialisieren.

Weitere Informationen zum Gehalt in der Ausbildung als Zerspanungsmechaniker/-in.

3. Studium

Nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung zum Zerspanungsmechaniker oder zur Zerspanungsmechanikerin empfiehlt es sich, ein Studium im Bereich des Maschinenbaus anzuschließen. Dieses vertieft die im Zuge der Lehre erworbenen Kenntnisse und bietet die Möglichkeit, sich weiter zu spezialisieren. Je nach Ausbildungsort gilt die Fachhochschulreife beziehungsweise das Abitur als Zugangsvoraussetzung. Nach einem erfolgreichen Studium stehen dem Absolventen breit gefächerte Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung. Ein Studienabschluss geht darüber hinaus mit einem höheren Gehalt einher. Das Maschinenbau-Studium endet mit dem Bachelor of Engineering.

Das Studium des Maschinenbaus gliedert sich in mehrere Module. Diese umfassen folgende Themen:

  • Mathematische und naturwissenschaftliche Grundlagen,
  • Maschinensteuerung,
  • Materialbearbeitung,
  • Ingenieurwissenschaftliche Grundlagen,
  • Erstellen von technischen Unterlagen,
  • Warten von Maschinen,
  • Grundlagen der Werk- und Grundstoffe,
  • Bearbeiten von Werkstücken.

Je nach Ausbildungsort beinhaltet das Studium neben den Theoriestunden mehrere Praxiseinheiten. In der Regel beginnen die Studierenden mit einem Grundpraktikum. Dieses ermöglicht es, erste Erfahrungen im Umgang mit Maschinen und verschiedenen Materialien zu sammeln. Darüber hinaus bieten diverse Fachhochschulen ein Praxissemester an. Dieses absolvieren die Studierenden in einem technischen Betrieb. Dabei wenden sie ihr Wissen an und knüpfen erste Kontakte mit den Mitarbeitern.

Das Maschinenbau-Studium beinhaltet Pflicht- und Wahlmodule. Letztere bieten den Studierenden die Möglichkeit, sich auf einen Bereich ihres Interesses zu spezialisieren. Dabei wählen sie zwischen verschiedenen Angeboten diejenigen aus, die ihren Vorlieben entsprechen. Das Studium endet mit der Bachelorarbeit.

4. Tätigkeit

Der Zerspanungsmechaniker oder die Zerspanungsmechanikerin findet ein Arbeitsumfeld in Unternehmen des Werkzeug- und Maschinenbaus, ebenso im Leichtmetallbau und in der Automobilindustrie.

Angehörige dieser Berufsgruppe bedienen Produktionsmaschinen, mit denen sie Metalle bearbeiten. So fertigen sie diverse Werkstücke und Bauteile durch Drehen, Fräsen und Schleifen. Sie bestücken die Anlagen, nehmen sie in Betrieb und überwachen ihre Arbeit. Sie überprüfen die fertigen Werkstücke auf ihre Qualität und justieren gegebenenfalls die Maschinen neu. Kleinere Reparaturen führen sie selbstständig aus.