Oberflächenbeschichter/-in Ausbildung

Viele Stoffe, die im Bau und in der Industrie verwendet werden, haben empfindliche Oberflächen und sind unbehandelt eigentlich nicht zur weiteren Verwendung zu benutzen. Aus diesem Grund gibt es den Galvaniseur. Nachdem er seine Ausbildung zum Oberflächenbeschichter abgeschlossen hat, kümmert er sich darum, leitende Metalle auf Werkstoffe aufzubringen, die normalerweise keine leitende Funktion hätten. Das kann zum Beispiel eine Stoßstange aus Kunststoff sein, die verchromt wird. Durch seine Arbeit kann der Galvaniseur Objekte optisch verschönern, ihre Form verändern, ihnen mechanische Fähigkeiten verleihen oder sie korrosionsbeständig zu machen. Da die Metallschichten individuell hergestellt werden, sollte man für die Ausbildung zum Oberflächenbeschichter nicht nur Freude am Handwerk haben, sondern sich auch für Chemie und Physik interessieren.

Zur täglichen Arbeit des Galvaniseurs gehört es, sogenannte galvanische Bäder vorzubereiten, in die die späteren Werkstücke dann eingetaucht werden. Das Zusammenbauen behandelter Einzelteile, die Bedienung der Anlagen, Reinigung und Nachbehandlung der Werkstoffe sowie die Vorbearbeitung von Bauteilen gehören ebenfalls zum Beruf. In größeren Betrieben kann es vorkommen, dass im Schichtdienst gearbeitet wird. Dann muss man nach der Ausbildung zum Oberflächenbeschichter mit entsprechenden Arbeitszeiten rechnen.

Ausbildungsgehalt Oberflächenbeschichter/-in

Im Handwerk Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 730 € 760 € 810 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 0 € 0 € 0 € 0 €

Ausbildungsgehalt Oberflächenbeschichter/-in

In der Industrie und dem Handel Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 955 € 1007 € 1081 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 0 € 0 € 0 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Erfahren Sie mehr über die Ausbildung zum Oberflächenbeschichter

Einen Ausbildungsplatz als Oberflächenbeschichter kann man im Handwerk ebenso finden wie in der Industrie. Ein guter Hauptschulabschluss reicht den meisten Betrieben dabei vollständig aus, wichtiger ist das Interesse an der Arbeit. Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre, allerdings kann sie bei einer entsprechenden Vorbildung, einem höheren Schulabschluss oder guten Leistungen während der Berufsausbildung auch um sechs Monate verkürzt werden. In der Berufsschule und im Betrieb lernt der Azubi alles über die Werkstoffe und das Anmischen galvanischer Lösungen, aber auch über Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.

Nach einigen Jahren Gesellenzeit besteht die Möglichkeit, seinen Meistertitel zu erwerben. Da beim Galvanisieren umfangreiche Arbeiten vorgenommen werden, die nur mittelbar mit der eigentlichen Oberflächenbeschichtung im Zusammenhang stehen, lautet der Meistertitel „Meister im Galvaniseur- und Metallschleiferhandwerk“. In Solingen, Pforzheim und Schwäbisch Gmünd kann man sich außerdem zum Galvanotechniker weiter bilden; die LGA Fachschule in Nürnberg bietet außerdem die Möglichkeit, ein Studium zum Techniker der Fachrichtung Galvanotechnik zu absolvieren.

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