*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Galvaniseur

Datenbasis: 118 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.904 € 2.781 € 4.514 €
Baden-Württemberg 2.239 € 2.769 € 5.000 € Jobs Galvaniseur
Bayern 1.729 € 2.638 € 3.586 € Jobs Galvaniseur
Berlin 1.879 € 2.470 € 3.306 € Jobs Galvaniseur
Brandenburg 1.450 € 2.118 € 3.438 € Jobs Galvaniseur
Bremen 1.829 € 2.672 € 4.337 € Jobs Galvaniseur
Hamburg 2.020 € 2.950 € 4.788 € Jobs Galvaniseur
Hessen 2.204 € 3.219 € 5.225 € Jobs Galvaniseur
Mecklenburg-Vorpommern 1.399 € 2.044 € 3.318 € Jobs Galvaniseur
Niedersachsen 1.762 € 2.573 € 4.176 € Jobs Galvaniseur
Nordrhein-Westfalen 1.852 € 3.429 € 5.459 € Jobs Galvaniseur
Rheinland-Pfalz 1.794 € 2.620 € 4.253 € Jobs Galvaniseur
Saarland 1.811 € 2.645 € 4.293 € Jobs Galvaniseur
Sachsen 1.796 € 2.153 € 3.065 € Jobs Galvaniseur
Sachsen-Anhalt 1.435 € 2.096 € 3.402 € Jobs Galvaniseur
Schleswig-Holstein 1.633 € 2.385 € 3.871 € Jobs Galvaniseur
Thüringen 1.536 € 2.244 € 3.642 € Jobs Galvaniseur

Galvaniseur / Galvaniseurin:

1. Gehalt

Als Galvaniseur liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.781 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 118 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.904 € beginnen, Galvaniseure in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.514 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.385 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.769 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Galvaniseur in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.573 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.904 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.878 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.874 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.940 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.122 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.661 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.835 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.443 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Rostfreiheit, Widerstandsfähigkeit und Chromlook sind Anforderungen an Produkte des täglichen Lebens, die in der Galvanik erfüllt werden. Galvaniseur /-in ist ein Beruf mit vielen Facetten. Interessenten, die mit dieser Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen möchten, beginnen nach dem Schulabschluss die dreijährige anerkannte Ausbildung. Industrie- und Handwerksbetriebe stellen Lehrling ein. Die Unternehmen erwarten in der Regel einen mittleren Schulabschluss. Ebenso sind Bewerber mit Hauptschulabschluss nach dem Besuch einer weiterführenden Berufsfachschule geeignet.

Die Bezeichnung für eine/n Galvaniseur /-in ist gleichbedeutend mit Oberflächenbeschichter /-in. Die Bewerber stellen sich für die Ausbildung zum/zur Galvaniseur /-in auf folgende Anforderungen ein:

  • Sorgfältiges Arbeiten (Einhaltung und Prüfung vorgegebener Produktionszeiten),
  • Aufmerksamkeit und Beobachtungsgenauigkeit (Erkennung von Unregelmäßigkeiten),
  • Handwerkliches Talent (Vor- und Nachbehandlung von Werkstücken),
  • Reaktionsschnelles Handeln und Entscheiden (Beseitigung von Störungen im Fertigungsprozess).

Auszubildende zum/zur Oberflächenbeschichter /-in lernen, wie sie Metalle gegen mechanische und thermische Belastungen schützen. Sie erfahren, wie sie Korrosion verhindern und die Umwelt nachhaltig schützen.

Die sehr praktisch orientierte Ausbildung als Galvaniseur /-in vermittelt den Lehrlingen die nachstehenden Kompetenzen:

  • Umformung von Werkstücken aus unterschiedlichen Materialien durch Sägen, Bohren, Feilen, Senken, Schweißen, Löten oder Kleben,
  • Überprüfung von Halbzeugen auf Beschichtbarkeit,
  • Vorbereitung und Behandlung von unbeschichteten und beschichteten Oberflächen mittels Mechanik, Chemie, Elektrolyten,
  • inklusive der Bedienung entsprechender Fertigungsanlagen,
  • Umwelt- und verantwortungsbewusster Umgang mit Gefahr- und Betriebsstoffen,
  • Verfahren zu Wassereinsparungen und Rohstoffrückgewinnung,
  • Handhabung von diversen Messgeräten,
  • Korrekte Kennzeichnung von Werkstücken,
  • Durchführung von Korrosionsprüfungen,
  • Erfassung und Protokollierung von Umweltparametern.

Die angehenden Oberflächenbeschichter erlangen Kenntnisse in der Bedienung und Wartung zahlreicher Geräte und Anlagen. Sie sind in der Lage, die richtigen Anlagen für die jeweils gewünschte Oberflächentechnologie auszuwählen und zu betätigen.

Galvaniseure qualifizieren sich durch berufsnahe Seminare für Führungspositionen. Eine beliebte und auf dem Arbeitsmarkt gefragte Zusatzqualifikation bringt den Titel „Europaassistent /-in Handwerk“. Expertise in europäischem Wirtschafts- und Warenrecht ermöglicht berufliches Aufsteigen. Strebsame Galvaniseure legen die Prüfung zum/zur Meister /-in ab. Mit einer Hochschulzulassung studieren Oberflächenbeschichter beispielsweise Werkstoffwissenschaften.

3. Studium

Ein Hochschulstudium ist eine gute Basis, um als Oberflächenbeschichter /-in beruflich aktiv zu werden. Ein naheliegendes Studienfach ist Werkstofftechnik. Der Bachelor-Studiengang findet in Vollzeit statt. Die Regelstudienzeit beträgt sieben Semester. Das Fach Werkstofftechnik ist ein äußerst kreativer Studiengang im Grenzbereich zwischen Chemie und Physik. Zahlreiche praktische Anwendungen stehen auf dem Studienplan. Die Schwerpunkte umfassen die Bereiche

  • Materialkunde,
  • Materialprüfung,
  • Fertigungstechniken,
  • Konstruktion,
  • Keramik
  • Metalle,
  • Kunststofftechnik,
  • Nano- und Oberflächentechnologie.

Der Studiengang erforscht den Einsatz moderner Materialen in allen Gebieten der Technologie. Ein besonderer Fokus liegt auf Medizintechnik. Gleichermaßen beschäftigen sich die Studierenden mit Elektrotechnik, Mess- und Fertigungstechnik und Mikrosystemtechnik. Sie erarbeiten, wie sie Materialen überprüfen und Qualitätsstandards sichern. Die künftigen Einsatzgebiete für Studienabsolventen liegen in den Abteilungen für Produktveredelung und –entwicklung, Materialprüfung und –analyse oder Prozessentwicklung.

Während des Studiums der Werkstofftechnik wirken die Studenten in Labors. Viele Industriebetriebe kooperieren mit Universitäten. Manche Universitäten verfügen über eigene Forschungslabors. Ringvorlesungen mit Spezialisten aus der Industrie sind Pflicht. Einige Hochschulen stellen den Studierenden Experten aus der Industrie als Mentoren zur Seite. Die Praktika beinhalten unter anderen die Themen

  • Werkstofftechnik,
  • Automatisierungstechnik,
  • Sensorik,
  • Informatik,
  • Werkstoffprüfung.

Die Werkstoffentwicklung geht der Forderung nach, Herstellungsverfahren zu entwickeln, die dafür sorgen, dass Produkte durch geringeres Gewicht und Volumen eine bessere Funktionalität aufweisen. Dabei werden Ressourcen eingespart. Studierende untersuchen maßgeschneiderte Funktionsmaterialen und Werkstoffe, die den Leichtstoffbau revolutionieren. Neue Konstruktionswerkstoffe sind recycelbar und biokompatibel. Die Stoffe passen sich intelligent veränderten Betriebsbedingungen an. Studenten entwickeln neue Verbundwerkstoffe. Sie mischen Werkstoffe zu „Smart Materials“. Diese besitzen ein Formgedächtnis und können äußere Einflüsse adaptieren. Studierende behandeln zeitgenössische Technologien wie Nanostrukturtechnik.

Galvaniseure können nach dem Studium als Gutachter oder Sachverständige arbeiten.

4. Tätigkeit

Als Galvaniseur /-in veredelt man Oberflächen, dazu bearbeitet man Werkstücke und hängt sie dann in Gestelle ein. Anschließend entnehmen Galvaniseure die Werkstücke und prüfen die Oberflächenveredelung. Auch überwachen sie Entlackungs- und Eloxierprozesse und kontrollieren Tauch- und Beschichtungsvorgänge. Sie wirken in Werkstätten oder Produktionshallen. Dort sind sie unter Umständen Dämpfen und Gerüchen sowie Wärme ausgesetzt, sodass sie bei ihrer Arbeit Schutzkleidung wie Handschuhe, Schutzbrille und Overall tragen.

Die Arbeitszeit dieser Oberflächenbeschichter kann im Akkord- oder Schichtsystem geleistet werden. Galvaniseure finden Betätigung bei spezialisierten Galvanisierwerkstätten oder Feuerverzinkereien. Die Beschichter garantieren die Ebenheit, Schichtdicke und Genauigkeit der Oberflächen, die sie veredeln. Qualifizierte Galvaniseure führen Mitarbeiterteams und beaufsichtigen die entsprechenden Arbeitsabläufe. Sie werden in verschiedenen Organisationsfeldern eingesetzt, wie etwa in der Personalorganisation und Betriebs- oder Arbeitsorganisation. Galvaniseure fertigen mithilfe von EDV Skizzen an und protokollieren Arbeitsergebnisse. Sie kennen sich mit den aktuellen Umweltrichtlinien aus und wissen um die korrekte Entsorgung von Abfällen und Reststoffen.