Papiertechnologe/-in Ausbildung

Das Papier gehört zu den größten Errungenschaften unserer Zeit, hat es teure Stoffe wie Pergament oder Textilien in vielen Bereichen doch unnötig gemacht. Papier ist allerdings kein wachsender Rohstoff, sondern muss erst hergestellt und dann für den jeweiligen Verwendungszweck weiter verarbeitet werden. Für diese Arbeit gibt es die Ausbildung zum Papiertechniker. Er ist neben der Produktion von Papier auch für die Entwicklung von Karton, Pappe, Tissue, Zellstoff und ähnlichem zuständig. Während das Papiermachen ursprünglich noch ein harter Handwerksberuf war, trägt die Ausbildung zur Papiertechnologin der Tatsache Rechnung, dass die Produktionsabläufe sich erheblich technisiert haben. Dementsprechend ist das Hauptaufgabengebiet in diesem Beruf heute auch das Bedienen und Überwachen von Produktionsanlagen.

Wer eine Ausbildung zum Papiertechnologen abgeschlossen hat, der richtet die Maschinen entsprechend ein, überwacht die Qualität des fertigen Papiers und behebt Störungen an den Geräten. Gearbeitet wird vor allem in herstellenden Betrieben, seltener auch bei Zulieferern für die Papierindustrie. Die Arbeit findet fast immer im Schichtbetrieb ein, auf Nacht- und Wochenendschichten sollte man später also eingestellt sein. Dafür ist das Gehalt dieser Mehrarbeit gegenüber aber auch angemessen.

Ausbildungsgehalt Papiertechnologe/-in (alle Fachrichtungen)

In der Industrie und dem Handel Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 910 € 974 € 1037 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 846 € 907 € 968 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Das Wichtigste zur Ausbildung zum Papiertechnologen

Der Hauptschulabschluss oder die Mittlere Reife sind die häufigsten Schulabschlüsse für alle, die sich auf einen Ausbildungsplatz in diesem Bereich bewerben. Besonders wichtig sind gute Schulnoten in Physik und Chemie. Schon mit der Wahl des Betriebes legt man sich bei der Ausbildung zum Papiertechnologen auf einen der beiden Bereiche Papier, Karton und Pappe oder Zellstoffe fest. Sie sind noch einmal in verschiedene Wahlqualifikationseinheiten unterteilt, aus denen sich der Azubi zwei aussucht. Bei einer Ausbildungsdauer von drei Jahren stehen in der Berufsschule und im Betrieb dann Fächer wie Chemie und Physik, Mechanik, Rohstoffkunde, Mess- und Regeltechnik, Verfahrenstechnik und Umwelttechnik auf dem Lehrplan.

Die typische Fortbildung bei der Ausbildung zum Papiertechnologen ist der Meister. Wer sehr gute Noten oder bereits das Abitur hat, kann auch ein Studium in Erwägung ziehen, in dem man sich zum Ingenieur oder zum Techniker weiter bildet.