Verwaltungsfachangestellte/-r Ausbildung

Einen großen Teil der Arbeit im öffentlichen Dienst nimmt die Verwaltung ein. Damit diese möglichst zügig und gut bewältigt wird, gibt es dafür eigene Verwaltungfachangestellte. Sie übernehmen eine ganze Reihe von Aufgaben, können zum Beispiel im Sekretariat von Behörden oder Schulen sitzen, in einzelnen Ämtern bei der Sachbearbeitung helfen oder seltener auch in der Kirchenverwaltung arbeiten. Da man Aufgaben im öffentlichen Dienst wahrnimmt, ist man nach seiner Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten zumindest aus strafrechtlicher Sicht mit einem Beamten gleichgestellt. Allerdings hält man nicht dasselbe Gehalt, sondern wird tariflich bezahlt.
Es gibt verschiedene Fachrichtungen in der Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten, die meistens über den Ausbildungsbetrieb festgelegt werden. Wer in Bundesministerien und Bundesämtern lernt, erhält zum Beispiel die Spezialisierung auf Bundesverwaltung, es gibt aber auch die Landesverwaltung, die Kommunalverwaltung, die Handwerksorganisation und die Kirchenverwaltung in der evangelischen Kirche. Möchte man sich in einem dieser Bereiche auf einen Ausbildungsplatz bewerben, hat man mit der Mittleren Reife, dem Abitur oder dem Abschluss einer Wirtschaftsschule die besten Chancen auf eine Berufsausbildung. Darüber hinaus sollte man gute Noten in Mathematik und Deutsch haben.

Ausbildungsgehalt Verwaltungsfachangestellte/-r (alle Fachrichtungen)

Öffentlicher Dienst Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 878 € 930 € 978 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 878 € 930 € 978 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Erfahren Sie alles über die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten

Die meisten Schüler, die sich für eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten interessieren, sind weiblich. Prinzipiell steht dieser Beruf aber natürlich auch männlichen Bewerbern offen. Mit einer Ausbildungsdauer von drei Jahren findet die Berufsausbildung im dualen System, also in der Berufsschule und im Betrieb statt. Wer während der Ausbildung gute Leistungen zeigt, kann die Zeit um etwa sechs Monate verkürzen. Während der Ausbildung lernt der Azubi alle späteren Arbeitsbereiche kennen. Er wechselt daher regelmäßig die Sachgebiete wie das Einwohnermeldeamt, die Kasse, das Bauamt, das Beschaffungswesen und so weiter. Häufig werden auch interne Lehrgänge angeboten, in denen man seine Kenntnisse noch vertiefen kann. In der Berufsschule dreht sich alles um juristische Fächer, aber auch um Rechnungswesen und Textverarbeitung, Deutsch und Englisch.
Die meisten, die ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten abgeschlossen haben, steigen als Bürosachbearbeiter ein und erhalten ein tariflich geregeltes Gehalt. Ihr Aufgabenfeld entspricht dabei in etwa denen des mittleren Dienstes. Verwaltungsfachangestellte können zum Beispiel im Jobcenter, als Standesbeamter oder Buchhalter arbeiten oder ins Ordnungsamt gehen. Darüber hinaus kann man auch einen kaufmännischen Beruf in der freien Wirtschaft einsteigen. Im öffentlichen Dienst besteht die Möglichkeit, eine Beamtenlaufbahn im Mittleren, oder mit Studium auch im Höheren Dienst einzuschlagen. Darüber hinaus sind auch Fortbildungen zum Fachkaufmann oder ein Studium der Betriebswirtschaftslehre denkbar.