*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Beamter / Beamtin

Datenbasis: 377 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.304 € 3.222 € 5.097 €
Baden-Württemberg 2.343 € 3.720 € 4.720 € Jobs Beamter / Beamtin
Bayern 2.312 € 2.962 € 5.208 € Jobs Beamter / Beamtin
Berlin 2.086 € 3.902 € 5.708 € Jobs Beamter / Beamtin
Brandenburg 1.755 € 2.454 € 3.882 € Jobs Beamter / Beamtin
Bremen 2.214 € 3.096 € 4.898 € Jobs Beamter / Beamtin
Hamburg 2.444 € 3.418 € 5.407 € Jobs Beamter / Beamtin
Hessen 2.182 € 3.118 € 5.403 € Jobs Beamter / Beamtin
Mecklenburg-Vorpommern 1.808 € 2.528 € 3.999 € Jobs Beamter / Beamtin
Niedersachsen 2.382 € 3.418 € 4.877 € Jobs Beamter / Beamtin
Nordrhein-Westfalen 2.298 € 3.419 € 5.645 € Jobs Beamter / Beamtin
Rheinland-Pfalz 2.441 € 3.460 € 5.423 € Jobs Beamter / Beamtin
Saarland 2.441 € 2.610 € 4.820 € Jobs Beamter / Beamtin
Sachsen 1.772 € 2.478 € 3.920 € Jobs Beamter / Beamtin
Sachsen-Anhalt 1.737 € 2.429 € 3.843 € Jobs Beamter / Beamtin
Schleswig-Holstein 1.871 € 3.135 € 4.339 € Jobs Beamter / Beamtin
Thüringen 2.244 € 2.629 € 3.064 € Jobs Beamter / Beamtin

Beamte:

1. Gehalt

Als Beamter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.222 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 377 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.304 € beginnen, Beamte in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.097 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.135 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.720 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Beamter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.475 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.783 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.293 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.617 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.902 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.963 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.936 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.215 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.334 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Bundesbeamte sind überall dort tätig, wo im Bereich von Kommunen, Landkreisen oder Bundesländern Aufgaben anfallen, die von einem/r qualifizierten Sachbearbeiter /-in erledigt werden sollen. Und auch wenn es viele verschiedene Schwerpunkte gibt, die ein/-e Beamter/-in während der Ausbildung setzen kann, so sind doch die folgenden grundlegenden Kernkompetenzen wichtig, um als Beamter erfolgreich zu werden:

  • Rechtliches: Beamtenrecht, Sozialrecht, Steuerrecht, Umweltrecht, Polizei- /Ordnungsrecht, Gewerberecht, Kommunalrecht
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Abrechnung, Buchführung, Buchhaltung
  • Kundenberatung /-betreuung
  • Sachmittelorganisation

Um Beamter/-in des mittleren Dienstes zu werden, ist ein mittlerer Bildungsabschluss Grundvoraussetzung. Alternativ wird zur Ausbildung zum Beamten zugelassen, wer einen Mittelschulabschluss hat und bereits eine Ausbildung abgeschlossen hat. Das Interesse an juristischen Sachverhalten ist für Beamten ebenso wichtig wie akribisch genau die geltenden Gesetze auch praktisch anzuwenden. Allgemeinwissen sowie Deutsch- und Mathematikkenntnisse runden das Anforderungsprofil an künftige Beamte ab.

Während der zweijährigen Ausbildung zum/zur Beamten/-in im mittleren Dienst stehen die folgenden Lerninhalte auf dem Stundenplan:

  • Verfassungsrecht, Staatsrecht, Verwaltungsrecht, bürgerliches Recht
  • Juristisches aus dem öffentlichen Dienst: Beamtenrecht, Besoldungsrecht, Reisekostenrecht, Arbeitsrecht, Tarifrecht
  • Finanzwirtschaft: Rechnungswesen, Kostenrechnung, Leistungsrechnung, Controlling
  • Verwaltungsorganisation, Informationstechnik, Vergaberecht

Wer nach einem Beruf sucht, der juristisches Know-how mit Verwaltungstätigkeiten verknüpft, hat – neben dem Berufsziel Bundesbeamter/-in einige Spezialisierungsmöglichkeiten. In der Sozialverwaltung und im Auswärtigen Dienst ist beispielsweise eine Laufbahn als Beamter/-in im mittleren Dienst möglich. In der Steuerverwaltung, der Wehrverwaltung und dem Justizdienst werden künftige Beamte im mittleren nichttechnischen Dienst ausgebildet. Eine Alternative ist die Ausbildung zum /zur Verwaltungsfachangestellten mit einer der folgenden Fachrichtungen: Bundesverwaltung, Landesverwaltung, Kommunalverwaltung, Handwerksorganisationen /Industrie- und Handelskammer oder Kirchenverwaltung.

Auch in punkto Weiterbildung ist der Beruf des Beamten vielseitig, denn es gibt sowohl die Möglichkeit, in die nächsthöhere Laufbahn – den gehobenen nichttechnischen Dienst – aufzusteigen oder diverse Weiterqualifizierungen im Job zu absolvieren. Hierbei gibt’s sowohl die Bereiche Verwaltung, Verwaltungsrecht, Rechnungswesen, Sozialwesen, Einkauf, Datenschutz oder Arbeitstechniken als mögliche Weiterqualifizierungsoptionen.

3. Studium

Auch wenn sie eine politisch anmutende Aufgabe zu erfüllen haben, sind die Politikwissenschaften hier nicht die richtige Wahl, wenn der Berufswunsch „Beamter /-in“ lautet. Besser geeignet sind hingegen Studienrichtungen wie

Verwaltungsmanagement /Public Management:

Hierzu zählen BWL-Studiengänge, die den Schwerpunkt auf den öffentlichen Non-Profit-Bereich legen. Zudem sollte es Wahlmöglichkeiten geben wie kommunales Verwaltungsmanagement, Verwaltungsökonomie oder Verwaltungswirtschaft.

Staatswissenschaften /Verwaltungswissenschaften:

In dieser Studienrichtung sind Politik- und Gesellschaftswissenschaften vergleichsweise dominant. Auch Volkswirtschaftslehre und Sozialwissenschaften werden nicht selten zum Schwerpunkt.

Öffentliches Recht:

Die Vermutung ist berechtigt, dass in dieser Studienrichtung Paragrafen und Rechtslehren intensiv studiert werden. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf nationalen Rechtssystemen, sondern auch auf internationalem Recht. Alternativ ist eine Spezialisierung auf Europarecht, Staatsrecht, Verfassungsrecht etc. möglich.

Verwaltungsinformatik:

Jura-Fans mit einem Faible für IT sind hier bestens aufgehoben, denn die Studiengänge in diesem Bereich sind sowohl von Jura als auch von IT geprägt. Zu den Rechtswissenschaften kommen Module in IT-Infrastruktur, Programmierung, Softwareentwicklung sowie Datenbankmanagement.

Wer ein Studium im Bereich der Rechts- und Verwaltungswissenschaften anstrebt, wird in aller Regel nicht die mittlere Dienstlaufbahn einschlagen, sondern im gehobenen oder höheren Dienst aktiv werden. Auch hier gibt es die Unterscheidung in technische und nichttechnische Laufbahnen. Wer sich während des Studiums stark an Verwaltungswissenschaften orientiert, wird später wohl in der Inneren Verwaltung, im Archivdienst, im Auswärtigen Dienst oder im Bereich Bibliotheks- und Dokumentationsdienst tätig werden.

Steuerverwaltung, Sozialverwaltung, Verfassungsschutz und Gewerbeaufsicht hingegen sind stärker an juristischen Inhalten orientiert, denn hier gilt es, das im jeweiligen Fall geltende Recht zu kennen und entsprechend anzuwenden. Auch Polizeibeamte, Feuerwehrmänner, Justizvollzugsbeamte und Lehrer haben den Beamtenstatus, doch haben sie fachspezifische Ausbildungen absolviert. Beamtenrecht ist hier nur ein Bruchteil dessen, was Verwaltungsfachleute während ihrer Ausbildung oder während dem Studium lernen.

4. Tätigkeit

Ein Beamter und eine Beamtin des Bundes im mittleren Dienst finden sein/ihr Arbeitsumfeld direkt bei den Behörden des Bundes. In jeder Kommune, jeder Stadt und jedem Landkreis gibt es verschiedene Ämter. Viele der dort sitzenden Ansprechpartner sind Beamte. Das heißt auch, dass ihre Hauptaufgabe in der Prüfung und Bearbeitung von Anträgen liegt sowie der Entscheidung über das weitere Vorgehen. Auch die Informationen all jener, die Anträge stellen sowie die strukturierte Datenerfassung und -verwaltung ist Aufgabe von Beamten. Mit der Veränderung der Rolle der Kommune vom reinen Sachbearbeiten hin zur Verwaltung als Dienstleister können Beamte /-innen nun auch aktiv an Veränderungsprozessen mitwirken.

Je nach vorangegangener praxisbezogener Fachausbildung können sie in den verschiedensten Abteilungen einer Behörde tätig werden. Aktiv werden Beamten /-innen in Meldeämtern, Bauverwaltungen, Liegenschaftsämtern, Zulassungs- und Führerscheinstellen sowie im Standesamt. Hierbei gilt es geltende Gesetze zu befolgen und Anträge entsprechend der Gesetzgebung abzuwickeln. Stärker an Finanzen orientieren sich hingegen Einsatzbereiche wie das Kassenwesen, das Materialwesen und auch die Personalverwaltung. Beamte in diesem Bereich ermitteln Gebühren, verfassen Bescheide und überprüfen die Zahlungsabwicklung. Auch Lohnbuchhaltung sowie klassische Aufgaben im Personalwesen gehören zu ihren Aufgabenbereichen.

Abhängig vom Arbeitsumfeld und Arbeitsort kann der Verdienst in dieser Berufsgruppe variieren. Das Gehalt setzt sich in der Regel aus einem Stundensatz und tariflich festgelegten Zuschlägen zusammen.