*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Barista

Datenbasis: 36 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.335 € 1.814 € 2.512 €
Baden-Württemberg 1.469 € 1.996 € 2.764 € Jobs Barista
Bayern 1.524 € 1.961 € 2.501 € Jobs Barista
Berlin 1.249 € 1.697 € 2.350 € Jobs Barista
Brandenburg 920 € 1.250 € 1.731 € Jobs Barista
Bremen 1.245 € 1.692 € 2.343 € Jobs Barista
Hamburg 1.416 € 1.924 € 2.664 € Jobs Barista
Hessen 1.545 € 2.100 € 2.908 € Jobs Barista
Mecklenburg-Vorpommern 981 € 1.333 € 1.846 € Jobs Barista
Niedersachsen 1.329 € 1.806 € 2.501 € Jobs Barista
Nordrhein-Westfalen 1.350 € 1.835 € 2.541 € Jobs Barista
Rheinland-Pfalz 1.313 € 1.784 € 2.470 € Jobs Barista
Saarland 1.270 € 1.725 € 2.389 € Jobs Barista
Sachsen 1.027 € 1.395 € 1.932 € Jobs Barista
Sachsen-Anhalt 1.069 € 1.452 € 2.011 € Jobs Barista
Schleswig-Holstein 1.172 € 1.593 € 2.206 € Jobs Barista
Thüringen 1.044 € 1.418 € 1.964 € Jobs Barista

Barista:

1. Gehalt

Als Barista liegt das deutschlandweite Gehalt bei 1.814 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 36 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.335 € beginnen, Barista in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 2.512 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.593 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 1.996 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Barista in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.711 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.743 Euro brutto
  • 35 Jahre = 1.817 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.306 Euro brutto
  • 45 Jahre = 1.866 Euro brutto
  • 50 Jahre = 1.947 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 1.833 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 1.767 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 1.797 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Um als Barista (m/w) beruflich tätig zu werden, besuchen Interessenten Weiterbildungskurse zu bestimmten Themen. Es handelt sich immer um Kaffeespezialitäten. Eine klassische Berufsausbildung gibt es nicht.

Naheliegend ist für Schulabgänger, die sich zum/zur Barista fortbilden möchten, eine Lehre zur Fachkraft im Gastgewerbe. Der Weg zur Abschlussprüfung dauert in der Regel zwei Jahre. Eine schulische Vorbildung ist rechtlich nicht vorgeschrieben. Viele Ausbildungsbetriebe stellen Hauptschulabgänger ein. Wichtig sind gute Schulnoten in den Fächern Mathematik und Deutsch. Interessenten kommunizieren mit Kunden und berechnen den Verzehr beim Kassieren.

Angehende Fachkräfte im Gastgewerbe tragen in Abhängigkeit vom Ausbildungsbetrieb einheitliche berufstypische Arbeitskleidung. Sie schaffen am Wochenende, an Feiertagen oder in Nachtschichten. Diese Eigenschaften bringen Interessenten /-innen für die Ausbildung im Gastronomiebereich mit:

  • Kundenorientierung und Kontaktbereitschaft (Eingehen auf spezielle Wünsche und Bedürfnisse von Gästen),
  • Rechnerisches Talent und Merkfähigkeit (Aufnahme von Bestellungen ohne Hilfsmittel, Zuordnung von Speisen und Getränken zu Tischen, Abrechnung des Verzehrs),
  • Organisationsgeschick und genaue Beobachtungsgabe (Erstellung von Schichtplänen, Kontrolle der Hotelwäsche und –zimmer, Herrichtung von Gästetischen),
  • Körperliche Belastbarkeit (Arbeiten im Gehen und Stehen, Tragen und Heben von Gegenständen und Tabletts).

Die Ausbildungsinhalte erweitern sich im Laufe der zwei Jahre um die Themen

  • Ökonomischer Einsatz von Geräten, Gebrauchsgütern und Maschinen inklusive Reinigung und Wartung,
  • Prüfung von Küchenprodukten auf Beschaffenheit und Verwendungsmöglichkeit,
  • Ernährungslehre inklusive Zubereitung und Anrichten einfacher Speisen,
  • Überwachung und Kontrolle von Bestellungen und Warenlieferungen einschließlich betriebsüblicher Maßnahmenergreifung im Schadensfall,
  • Lagerung und Bestandskontrolle von Waren.

Baristi, die sich weiterqualifizieren wollen, erarbeiten einen Abschluss als Restaurantmeister /-in. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung können sie ein Bachelorstudium im Fach Hotel- und Tourismusmanagement erlangen. Der Schritt in eine Selbstständigkeit ist durch ein eigenes Café realisierbar.

3. Studium

Zahlreiche Bildungsträger bieten Lehrgänge zum/zur Barista an. Die Workshops dauern je nach Institution einige Stunden oder mehrere Tage. Die Fortbildungen absolvieren Interessenten /-innen nebenberuflich, häufig am Wochenende. Die anfallenden Kosten tragen die Teilnehmer /-innen im Allgemeinen selbst.

Namhafte Barista Akademien offerieren Lehrgänge, die mit einer Zertifizierung des SCAE (Speciality Coffee Association of Europe) abschließen. Einen IHK-Abschluss als Barista (m/w) gibt es derzeit in Deutschland noch nicht. Das Angebot der Ausbildungsträger richtet sich gleichermaßen an Kaffeeexperten wie an unerfahrene Kaffeetrinker. Alle Teilnehmer /-innen werden praktisch und theoretisch in die Kunst des Kaffeezubereitens eingewiesen.

Ein klassisches Barista Seminar vermittelt

  • Historische Hintergründe zum Thema Kaffee,
  • Grundwissen über Kaffee vom Anbau bis zur aufgebrühten Tasse,
  • die Abstimmung von Mühle und Maschine,
  • die Vermahlung von Kaffeebohnen sowie Zubereitungsformen,
  • die Optimierung des Geschmacks und Fehlerbeseitigung,
  • praktisches Training an Siebträgermaschinen,
  • die Zubereitung und Verköstigung von beispielsweise Cappuccino, Espresso, Latte Macchiato und Americano.

Für ein Seminar „Latte Art“ sind Erfahrungen mit Espressomaschinen erforderlich. Die Teilnehmer /-innen studieren Theorie zur Kunst von Latte. Sie praktizieren an der Siebträgermaschine. Perfektes Milchschäumen steht auf der Lernliste, ebenso das Testen und Verkosten von Milch. Angehende Barista (m/w) erlernen die Zubereitung von so genannten Latte Art Mustern.

Lehrgänge vermitteln künftigen Kaffeekünstlern das Zusammenwirken von Maschine, Wasser, Kaffee und dem/der Barista. Ein wichtiges Thema ist der optimale Arbeitsablauf an einer Kaffeebar. Hier sind Qualitätsprüfung und –manangement entscheidende Sachkenntnisse.

Weiterbildungen für kommende Baristi gibt es ebenfalls im Bereich Wirtschaftlichkeit einer Kaffeebar. Diese Kurse vertiefen Kenntnisse in serviceorientiertem Verkauf, der Erweckung und Erkennung von Kundenwünschen, Umsatzsteigerung durch verkaufsfördernde Maßnahmen und wertvolle Kommunikations- und Fragetechniken für Baristi.

Schon kleine Veränderungen modifizieren den Geschmack von Espresso. Die Zubereitung unterschiedlicher Espressovarianten ist sehr populär. Die besten internationalen Baristi tragen Weltmeisterschaften aus. Zu einer Weltmeisterschafteilnahme sind entsprechende Zertifikate und Berufsjahre nachzuweisen. Das Genussmittel Kaffee wird zum Kunstobjekt.

4. Tätigkeit

Sind auch Sie ein durchaus kreativer Mensch und haben Sie Freude an Kaffee und dessen edlem Geschmack? Dann ist der Beruf des Barista möglicherweise genau das Richtige für Sie. Ein Barista ist ein sogenannter "Kaffeekünstler", der seinen Arbeitsplatz an der Espressomaschine hat. Er besitzt ein immenses Wissen über das beliebte Heißgetränk Kaffee und kennt verschiedenste Möglichkeiten, diesen zuzubereiten, zu verzieren und dem Kunden edel zu servieren. Sein theoretisches Wissen über Kaffee bezieht sich auf

  • Herkunft,
  • Ernte,
  • Röstung,
  • Mahlung,
  • Geschmackseigenschaften verschiedener Bohnen.

Die Bezeichnung Barista kommt aus dem Italienischen und bedeutet soviel wie Barkeeper oder Theker. Durch die Aufnahme des Begriffes ins Englische wurde seine Bedeutung etwas verändert. Im Gegensatz zu dem italienischen Barista, welcher ursprünglich sämtliche Arten von Getränken serviert, wird der Barista nun -durch die Verbindung zu den englischen Coffee Shops- hauptsächlich als fachgerechter Zubereiter und Servierer von Getränken auf Espressobasis gesehen. Diese Bedeutung ist bis heute geläufig.

Ein Barista beherrscht die vollendete Zubereitung von Espresso. Dazu berücksichtigen er/sie die korrekte Wassertemperatur, den richtigen Brühvorgang und ist vertraut mit den technischen Geräten und Maschinen, beispielsweise dem Kaffeestopfer/Tamper. Ebenso sind die Berufsangehörigen Experten in der sogenannten "Latte Art". Hier wird beim Eingießen der aufgeschäumten Milch in den Espresso ein Cappuccino mit Gemälde geschaffen. Konsistenz und Aussehen sind dabei wesentlich: der Schaum darf nicht zu fest oder zu flüssig sein. Den meisterhaften Umgang mit dem Milchaufschäumer bewältigen Baristi täglich.

Baristi finden Tätigkeitsfelder in Cafés, Bars, Restaurants und Hotels.

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