*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Berufsschullehrer

Datenbasis: 256 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.344 € 3.559 € 5.310 €
Baden-Württemberg 2.682 € 3.777 € 5.241 € Jobs Berufsschullehrer
Bayern 2.061 € 3.423 € 5.676 € Jobs Berufsschullehrer
Berlin 2.279 € 3.447 € 6.324 € Jobs Berufsschullehrer
Brandenburg 2.295 € 2.908 € 4.362 € Jobs Berufsschullehrer
Bremen 2.252 € 3.420 € 5.103 € Jobs Berufsschullehrer
Hamburg 2.547 € 3.710 € 6.260 € Jobs Berufsschullehrer
Hessen 2.713 € 4.119 € 6.146 € Jobs Berufsschullehrer
Mecklenburg-Vorpommern 2.209 € 2.754 € 4.276 € Jobs Berufsschullehrer
Niedersachsen 2.589 € 3.679 € 5.029 € Jobs Berufsschullehrer
Nordrhein-Westfalen 2.566 € 4.125 € 5.831 € Jobs Berufsschullehrer
Rheinland-Pfalz 2.305 € 3.500 € 5.222 € Jobs Berufsschullehrer
Saarland 1.957 € 2.972 € 4.434 € Jobs Berufsschullehrer
Sachsen 2.419 € 2.864 € 4.948 € Jobs Berufsschullehrer
Sachsen-Anhalt 1.767 € 2.683 € 4.003 € Jobs Berufsschullehrer
Schleswig-Holstein 2.058 € 3.125 € 4.662 € Jobs Berufsschullehrer
Thüringen 2.032 € 2.782 € 3.860 € Jobs Berufsschullehrer

Berufsschullehrer / Berufsschullehrerin:

1. Gehalt

Über ein Drittel der Berufsschullehrer arbeiten an einer Schule mit 21 bis 100 Mitarbeitern. Weniger Lehrende haben Stellen bei kleineren oder größeren Schulen. Die Berufserfahrung macht in wenigen Fällen einen Unterschied, was die Höhe des Gehalts anbelangt. Berufsschullehrer mit 20 Jahren an der Schule verdienen durchschnittlich 3.800 Euro brutto im Monat. Bei elf bis 20 Jahren bekommen sie 3.500 Euro. Sechs bis zehn Jahre erfahrene Lehrer erhalten wiederum ein durchschnittliches Gehalt von 3.100 Euro. Alle mit weniger Jahren im Schuldienst verdienen um die 3.000 Euro.

Auch die Branche spielt für die Höhe des Gehalts eine Rolle. Das höchste Gehalt erhalten Lehrer im Öffentlichen Dienst mit durchschnittlich knapp 4.200 Euro im Monat. Berufsschullehrer in der Aus- und Weiterbildung bekommen 3.300 Euro. Die Branchen Dienstleistungen, Automobil und Gesundheitswesen liegen im Bezug auf das Gehalt dahinter.

2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Mehrzahl der Berufsschullehrer beginnt ihre Ausbildungsphase mit einem Studium auf Lehramt an beruflichen Schulen. Aufgrund der mangelnden Fachkräfte im Bereich der berufsbildenden Schulen haben aber auch Quereinsteiger aus der Wirtschaft gute Chancen, die Lehrtätigkeit aufnehmen zu können. Voraussetzung für Quereinsteiger ist dennoch, dass sie Hochschulabsolventen sind und so gibt es mehr Informationen im folgenden Kapitel.

3. Studium

Um Lehrer bzw. Lehrerin an einer berufsbildenden Schule zu werden, ist der übliche Weg ein Lehramtsstudium von neun Semestern, das den Schwerpunkt auf einen spezifischen Fachbereich oder die Pädagogik legt. Zu den denkbaren Fachbereichen gehören Metalltechnik, Elektrotechnik, Wirtschaft und Verwaltung, Chemie / Physik / Biologie oder Körperpflege. Außerdem zählen Drucktechnik, Gesundheit, Raumgestaltung und Gestaltungstechnik, Agrarwirtschaft, Ernährung und Hauswirtschaft, Pflege und Sozialpädagogik zu den möglichen Studiengängen. Alternative Studiengänge können diejenigen sein, die zum Berufspädagogen oder Handelslehrer führen.
An das Studium schließt sich in der Regel ein Vorbereitungsdienst von 24 Monaten, das Referendariat, an. In manchen Bundesländern dauert er 18 Monate.

Aufgrund der mangelnden Fachkräfte an berufsbildenden Schulen haben aber auch Hochschulabsolventen mit Fachstudium gute Chancen, Beruffschullehrer werden zu können. Hinzu kommt: Studierende auf Lehramt meiden die Berufsschulen häufig und bieten damit Quereinsteigern gute Einstiegschancen. Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium, aus dem der Anwärter bzw. die Anwärterin ein relevantes Berufsschulfach, besser zwei Fächer ableitet.
Quereinsteiger benötigen natürlich Freude am Lehren. Möchten sie in den Schuldienst treten, erklären sich dazu bereit, einen pädagogischen, weiterbildenden Lehrgang zu absolvieren. Dort erlernen sie Aspekte aus Methodik, Didaktik, Schulorganisation und Schulrecht. Das genaue Verfahren unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. Details zur Dauer und den Inhalten regeln die Kultusministerien der einzelnen Länder.

Erfahrungswerte aus dem außerschulischen, beruflichen Bereich haben sich als Vorteil erwiesen. Dadurch bilden beispielsweise Diplom-Ingenieure einen wichtigen Teil des Kollegiums.

4. Tätigkeit

Lehrer /-innen für berufliche Schulen unterrichten Schüler, die eine berufliche Aus- oder Weiterbildung durchlaufen. Sie können an Berufsschulen, Berufsaufbauschulen, Berufs- oder Fachakademien sowie allen Bildungsstätten, die ihre Schüler auf einen Beruf vorbereiten, tätig sein. Die klassische Berufsschule wird von Auszubildenden für den theoretischen Teil ihrer Ausbildung besucht. Die Berufsvorbereitungs-Klasse stellt eine weitere Form dar. In dieser lernen Schüler ohne Schulabschluss für einen mittleren Abschluss für Fachoberschule, Fachschule oder berufsbildendes Gymnasium.

Berufsschullehrer vermitteln berufstheoretische und -praktische Lehreinheiten, aber auch allgemeinbildende Inhalte. Sie beziehen sich dabei stark auf die Kenntnisse und Fähigkeiten, die ihre Schüler in dem gewählten Beruf haben sollten. Vor dem Unterricht stellen sie die Unterrichtsmaterialien zusammen und planen, welche Lernmittel sie einsetzen, um den im Lehrplan vorgesehen Lernstoff vermitteln zu können. Sie erarbeiten Tests und Klausuren, um das Wissen der Schüler und Schülerinnen zu kontrollieren. Weitergehend bereiten sie ihre Schüler auf Prüfungen vor. Dabei halten sie sich streng an die Berufausbildungsrichtlinien und – verordnungen.
Außerdem übernehmen sie Büroaufgaben, betreuen Schüler und Studenten, halten Tutorials, recherchieren nach neuen Unterrichtsmaterialien und Arbeitsmitteln, nehmen an Klassenfahrten teil und leiten Exkursionen.

Der heterogene Hintergrund der Lehrenden entspricht dem, wie die Schüler in der Berufsschule zusammenfinden. Die Spanne der Abschlüsse der Berufsschüler umfasst Hauptschul- und Realschulabschluss sowie die Allgemeine Hochschulreife. Die Lehrkräfte wechseln zwischen den verschiedenen berufsbildenden Schulformen und treffen auf unterschiedliche Bildungs- und Leistungsgrade. Sie stehen vor Klassen mit Fachinformatikern und vor Klassen mit Bankkaufleuten. Demzufolge bildet Flexibilität eine der wichtigsten Stärken, die einen Pädagogen an der berufsbildenden Schule auszeichnen. Ein ausgeprägtes Sozial- und Arbeitsverhalten, Durchhaltevermögen, Verantwortungsbewusstsein sowie Belastbarkeit, Konfliktfähigkeit und Einfühlungsvermögen sind notwendige Eigenschaften von Berufsschullehrern.

Besonders Quereinsteiger sollten sich zudem bewusst machen, dass sich der Berufsalltag eines Berufsschullehrers von dem eines Lehrers für allgemeinbildende Schulen unterscheidet. An berufsbildenden Schulen stehen die Lehrenden vor allem jungen Erwachsenen gegenüber. Dieser Beruf eignet sich also besonders für diejenigen, die sich beim Unterrichten von Erwachsenen selbstsicher und gut fühlen.