*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Chefredakteur / Chefredakteurin

Datenbasis: 107 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.695 € 5.255 € 11.045 €
Baden-Württemberg 2.965 € 5.782 € 12.153 € Jobs Chefredakteur / Chefredakteurin
Bayern 2.888 € 6.038 € 8.064 € Jobs Chefredakteur / Chefredakteurin
Berlin 2.522 € 4.917 € 10.335 € Jobs Chefredakteur / Chefredakteurin
Brandenburg 2.053 € 4.003 € 8.414 € Jobs Chefredakteur / Chefredakteurin
Bremen 2.590 € 5.050 € 10.614 € Jobs Chefredakteur / Chefredakteurin
Hamburg 1.912 € 4.765 € 15.934 € Jobs Chefredakteur / Chefredakteurin
Hessen 2.621 € 4.952 € 12.698 € Jobs Chefredakteur / Chefredakteurin
Mecklenburg-Vorpommern 1.981 € 3.863 € 8.119 € Jobs Chefredakteur / Chefredakteurin
Niedersachsen 2.301 € 4.486 € 9.429 € Jobs Chefredakteur / Chefredakteurin
Nordrhein-Westfalen 3.076 € 6.298 € 13.719 € Jobs Chefredakteur / Chefredakteurin
Rheinland-Pfalz 2.650 € 5.168 € 10.862 € Jobs Chefredakteur / Chefredakteurin
Saarland 2.563 € 4.997 € 10.503 € Jobs Chefredakteur / Chefredakteurin
Sachsen 2.073 € 4.042 € 8.496 € Jobs Chefredakteur / Chefredakteurin
Sachsen-Anhalt 2.031 € 3.961 € 8.325 € Jobs Chefredakteur / Chefredakteurin
Schleswig-Holstein 2.316 € 4.516 € 9.492 € Jobs Chefredakteur / Chefredakteurin
Thüringen 2.106 € 4.107 € 8.632 € Jobs Chefredakteur / Chefredakteurin

Chefredakteur / Chefredakteurin:

1. Gehalt

Als Chefredakteur liegt das deutschlandweite Gehalt bei 5.255 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 107 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.695 € beginnen, Chefredakteure in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 11.045 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 4.516 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 5.782 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Chefredakteur in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.009 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.423 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.906 Euro brutto
  • 40 Jahre = 6.738 Euro brutto
  • 45 Jahre = 6.258 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.807 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 4.028 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 6.835 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 7.279 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Da die Aufgaben eines/r Chefredakteurs /-in sehr vielfältig sind und neben der journalistischen Tätigkeit, Führungs- und Organisationsqualitäten sowie Kontrolle und Koordination verlangt werden, ist eine Weiterbildung von Vorteil. Zumal der Beruf nicht über eine Ausbildung erlernt werden kann. Die Person, die sich für diese Tätigkeit interessiert, muss nach einer journalistischen Grundausbildung, wie einem Volontariat mehrere Jahre in einer Redaktion gearbeitet haben, bis sie die Möglichkeit bekommt, als Chefredakteur /-in zu arbeiten.

Der Journalistenverband bietet zahlreiche Lehrgänge und Seminare an, mit denen der Redakteur oder Chefredakteur seine Kenntnisse erweitern kann. Die Weiterbildungen finden in der Regel berufsbegleitend statt. Es gibt aber auch weiterbildende Studiengänge. Die Kosten für die Fortbildung werden vom Arbeitgeber finanziert. Wer freiberuflich arbeitet, kann die Weiterbildungskosten von der Steuer absetzen.

Mit der Leitung kommt auch die Verantwortung. Ein guter Chefredakteur sollte sich unbedingt mit der Rechtslage auskennen und hervorragende Managementqualitäten besitzen.

Wichtige Weiterbildungen für Chefredakteure /-innen:

  • Urheberrecht und Bildrecht
  • Rechte auf Auskunft und Recherche
  • Datenschutz und Kommunikationssicherheit
  • Kostenmanagement
  • Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung
  • Redaktionsorganisation und Konzepte
  • Personalmanagement und Personalführung
  • Motivations- und Führungstechniken
  • Wettbewerbsfähigkeit und Effizienzsteigerung
  • Redaktionelles Marketing

Bei den Weiterbildungen geht es in erster Linie darum, dass der Teilnehmer Kompetenzen erhält, mit denen er eine Redaktion oder ein Ressort erfolgreich, ökonomisch und zukunftsorientiert leiten kann. Ziel der Weiterbildungen für Chefredakteure ist es, wirtschaftswissenschaftliches Denken mit redaktioneller Arbeit zu verbinden. Da der Journalismus sich gerade im Wandlungsprozess befindet, wird von den Chefredakteuren zudem verlangt, dass sie sich ständig an die veränderte Umwelt anpassen.

3. Studium

Es ist ein langer Weg, der gegangen werden muss, um Chefredakteur /-in werden zu können. Eine journalistische Ausbildung und mehrjährige Berufserfahrung sind in jedem Fall notwendig. Daneben ist es wichtig, Soft Skills und soziale Kompetenzen zu besitzen, um sich neuen Herausforderungen und Verantwortung stellen zu können. Da immer mehr Medienunternehmen Chefredakteure einstellen, die Wettbewerbskenntnisse, Marktforschungs-Know-how und Projektmanagement-Erfahrung mitbringen, ist ein entsprechendes Studium von großem Vorteil. Interessenten können dort bereits wichtige Funktionen und Bereiche erlernen, die er für die spätere Tätigkeit als Chefredakteur /-in benötigt. In einem Redaktionsmanagement-, Mediapublishing- oder Medienmanagementstudium (Bachelor oder Master) lernt der Student Managementkonzepte und Organisationsstrukturen, mit denen er eine Redaktion auf Qualitätskurs bringen kann.

Mögliche Studienorte sind unter anderem die Hochschule der Medien in Stuttgart, die Stensington Akademie, die Europäische Medien- und Businessakademie, die Hochschule für Medien in Köln, die Hochschule für angewandtes Management in Erding, die Technische Akademie Wuppertal, die Fachhochschule Kiel, die Hochschule Mainz, die Hochschule Karlsruhe oder die Bauhaus Universität Weimar. Die Voraussetzungen für die Zulassung zu einem Redaktions- oder Medienmanagementstudium sind Abitur oder fachgebundene Hochschulreife. Einen Numerus Clausus (NC) gibt es bisher nicht.

Studieninhalte eines Redaktionsmanagement-Studiums:

  • Führungskompetenzen und Managementaufgaben
  • Mitarbeiterführung
  • Betriebswirtschaftslehre und Rechnungswesen
  • Redaktionsmanagement und Personalmanagement
  • Marketing und Controlling
  • Medienethik und Gesellschaft
  • Rechtliche Grundlagen wie Medienrecht und Urheberrecht
  • Medienpsychologie und Mediensysteme
  • Rhetoriktraining und Fremdsprachenunterricht
  • Praktikum, Auslandssemester

Wie man sieht, umfasst das Studium alle Management-Aktivitäten von der Planung und Organisation bis zur Kontrolle und Mitarbeiterführung. Nach dem Studium kann der Absolvent in einer Rundfunk- oder TV-Anstalt, einem Verlag, in einer Werbeagentur, einer Marketingabteilung, in einem Filmproduktionsunternehmen oder in einer Bildungseinrichtung arbeiten. Die Arbeitsgebiete sind vielfältig. Eine mögliche Tätigkeit ist die eines leitenden Redakteurs mit anschließender Beförderung zum/zur Chefredakteur /-in.

4. Tätigkeit

Ein Chefredakteur bzw. eine Chefredakteurin ist Vorgesetzter in einer journalistischen Redaktion und handelt dort als leitender Redakteur. Er/sie ist für den Inhalt des Programms, der Zeitung oder der Zeitschrift verantwortlich und repräsentiert die Redaktion nach außen hin. Häufig ist der/die Chefredakteur /-in gleichzeitig Herausgeber /-in der Zeitung oder Zeitschrift. Der Beruf bedeutet oftmals Stress, da Chefredakteure sämtliche Abläufe einer Redaktion beaufsichtigen müssen und vor allem abends vor Redaktionsschluss viel zu tun haben. Die meisten Chefredakteure haben, wie viele Journalisten, Germanistik oder Medienwissenschaften studiert.

In das Aufgabenfeld fallen neben der Aufsicht der Redaktion das Führen der Redaktionssitzungen und oftmals auch die Verteilung der Aufgaben. Die Haupttätigkeit ist daher das Redaktionsmanagement und die professionelle Steuerung und Organisation der Redaktion. Dabei benutzt der/die Chefredakteur /-in betriebswirtschaftliche Funktionen, um die Zeitung, den Verlag, den Fernsehsender oder die Redaktion erfolgreich zu leiten. Er analysiert dabei wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenstrukturen, um die Ziele und Strategien der Redaktion umzusetzen. Er gewährleistet seinen Mitarbeitern journalistische Freiheit und entwickelt gleichzeitig ein Marketing für seine Redaktion, um eine Gewinnoptimierung und Zukunftssicherung zu garantieren.

Zudem gibt er dem veröffentlichten Produkt ein unverwechselbares Gesicht und sorgt durch die ständige Kontrolle der Redaktion für Qualitätsstandards. Das bedeutet, er überprüft die journalistischen Beiträge seiner Mitarbeiter. Außerdem hilft der/die Chefredakteur /-in dem Personal, sich weiterentwickeln und weiterbilden zu können. Bei Klärungsbedarf steht er ständig zu Verfügung.

Zusätzlich muss ein Chefredakteur die finanzielle Situation im Blick haben und darauf Wert legen, dass die Zeitung oder die Zeitschrift im Interesse des Verlegers handelt. Auf die Fähigkeiten eines Chefredakteurs kann häufig nicht verzichtet werden. Ein durchschnittlicher Arbeitstag liegt daher bei acht bis zehneinhalb Stunden. Überstunden und flexible Arbeitszeiten müssen akzeptiert werden. Der Verdienst eines Chefredakteurs kann je nach Größe des Verlags und der Zeitung stark variieren.

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