*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Datenschutzbeauftragte

Datenbasis: 183 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.550 € 4.274 € 7.916 €
Baden-Württemberg 2.576 € 4.360 € 7.916 € Jobs Datenschutzbeauftragte
Bayern 2.834 € 4.345 € 8.256 € Jobs Datenschutzbeauftragte
Berlin 2.949 € 4.063 € 8.291 € Jobs Datenschutzbeauftragte
Brandenburg 1.943 € 3.256 € 6.031 € Jobs Datenschutzbeauftragte
Bremen 2.353 € 3.943 € 7.303 € Jobs Datenschutzbeauftragte
Hamburg 2.509 € 4.577 € 10.897 € Jobs Datenschutzbeauftragte
Hessen 2.553 € 3.759 € 7.294 € Jobs Datenschutzbeauftragte
Mecklenburg-Vorpommern 1.875 € 3.142 € 5.819 € Jobs Datenschutzbeauftragte
Niedersachsen 2.370 € 3.733 € 8.359 € Jobs Datenschutzbeauftragte
Nordrhein-Westfalen 2.268 € 4.577 € 8.977 € Jobs Datenschutzbeauftragte
Rheinland-Pfalz 2.508 € 4.203 € 7.784 € Jobs Datenschutzbeauftragte
Saarland 2.425 € 4.064 € 7.527 € Jobs Datenschutzbeauftragte
Sachsen 1.961 € 3.287 € 6.088 € Jobs Datenschutzbeauftragte
Sachsen-Anhalt 2.039 € 3.418 € 6.331 € Jobs Datenschutzbeauftragte
Schleswig-Holstein 2.447 € 4.101 € 7.596 € Jobs Datenschutzbeauftragte
Thüringen 1.993 € 3.340 € 6.186 € Jobs Datenschutzbeauftragte

Datenschutzbeauftragter / Datenschutzbeauftragte:

1. Gehalt

Als Datenschutzbeauftragter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 4.274 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 183 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.550 € beginnen, Datenschutzbeauftragte in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 7.916 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 4.101 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.360 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Datenschutzbeauftragter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.222 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.222 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.008 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.549 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.731 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.557 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.482 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.101 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.570 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Es gibt keine klassische Ausbildung zum/r Datenschutzbeauftragten. Datenschutzbeauftragte /-r wird man durch eine Weiterbildung. In diesem Bereich gibt es inzwischen ein großes Kursangebot für Einsteiger und Fortgeschrittene. Diese Kurse dauern von einem Tag bis hin zu mehreren Wochen und werden von Bildungseinrichtungen sowie Industrie- und Handelskammern angeboten. In den Seminaren werden erforderliche und weiterführende Fachkunde vermittelt. Dazu gehören:

  • grundsätzliche datenschutzrechtliche Regelungen,
  • umfassende IT-Kenntnisse,
  • fundiertes juristisches und organisatorisches Wissen,
  • Kenntnisse über Datenverarbeitung,
  • technisches Verständnis,
  • Aufbau, Funktionsweise und Anforderungen von Datenverarbeitungssystemen.

Von Datenschutzbeauftragten wird ein größtmögliches Maß an Zuverlässigkeit verlangt. Diese wird zum Einen über die charakterliche Eignung definiert. Außerdem darf kein Interessenkonflikt mit andern Aufgabenbereichen vorliegen.

3. Studium

Es gibt keinen Studiengang, der explizit für den Beruf des / der Datenschutzbeauftragten qualifiziert. Geeignet sind Mitarbeiter aus den Bereichen IT, Qualitätsmanagement, Revision und Organisation. Daher bieten sich Studiengänge wie Informatik, Betriebswirtschaftslehre sowie solche mit Schwerpunkten in Management und Kommunikation als Basis an. Ein juristisches Studium kann ebenfalls Grundlage für die Tätigkeit dienen. In diesem Fall müssen allerdings - wie auch bei Marketing- oder Kommunikationsfächern - IT-Kenntnisse erworben werden.

Bei der Benennung des oder der Datenschutzbeauftragten dürfen Personen nicht berücksichtigt werden, die aus der Geschäftsführung, der Leitungsebene von IT-, Marketing- und Vertriebsabteilung oder aus anderen Bereichen, in denen sehr sensible Daten verarbeitet werden, stammen. Auch im Fall der Rechtsabteilungsleitung kann es zu Schwierigkeiten kommen. Grund dafür ist der Parameter "Zuverlässigkeit", der von Datenschutzbeauftragten grundsätzlich verlangt wird. Ein aus der Führungsebene Benannter widerspricht dem Prinzip, dass die zu Kontrollierenden sich nicht selbst prüfen dürfen.

Obwohl es keine eigene Ausbildung beziehungsweise keinen schwerpunktmäßigen Studiengang für den Beruf gibt, werden Datenschutzbeauftragte dringend gebraucht. Denn der Gesetzgeber schreibt die Erfüllung dieser Tätigkeit für einige Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen vor. Die Stelle des / der Datenschutzbeauftragten muss besetzt sein, wenn

  • mehr als 20 Mitarbeiter im Unternehmen mit der Verarbeitung von Daten befasst sind und diese nicht automatisiert abläuft,
  • mehr als 10 Mitarbeiter im Unternehmen mit der automatisierten Verarbeitung von Daten befasst sind,
  • in einer öffentlichen Stelle personenbezogene Daten automatisiert verarbeitet werden - unabhängig von der Zahl der Mitarbeiter,
  • das Unternehmen Verfahren anwendet, die der Vorabkontrolle unterliegen,
  • das Unternehmen geschäftsmäßig mit personenbezogenen Daten arbeitet, also übermittelt, anonymisiert übermittelt oder für Markt- und Meinungsforschung auswertet.

Mit einem technisch orientierten, betriebswirtschaftlichen oder Marketingstudium und der entsprechenden Affinität zu Themen rund um den Datenschutz kann man nach einer entsprechenden Weiterbildung Datenschutzbeauftragte /-r werden.

4. Tätigkeit

Als Datenschutzbeauftragte /-r ist man dafür zuständig, dass die gesetzlichen Vorschriften zum Datenschutz eingehalten werden. Meistens finden Berufsangehörige ein Arbeitsumfeld in großen Unternehmen, deren Arbeitsgrundlage Computernetzwerke sind und in öffentlichen Einrichtungen wie Universitäten, Ämtern und Behörden. Es gibt sowohl interne Datenschutzbeauftragte als auch extern Beauftragte, die bei Dienstleistern angestellt sind. Interne Beauftragte erfüllen ihre Funktion meist zusätzlich zu ihrem ausgeübten Beruf. Große Firmen beschäftigen auch Beauftragte in Vollzeit.

Datenschutzbeauftragte haben zentrale Aufgaben, die sie erfüllen müssen. In Zusammenarbeit mit der Unternehmensführung entwickeln sie Konzepte zum Schutz der Daten von Kunden und setzen diese um, sorgen jedoch auch dafür, dass firmeninterne Daten vor einem Zugang von außen geschützt werden.

Sie kontrollieren die ordnungsgemäße Anwendung von Programmen zur Datenverarbeitung. So müssen gewisse Arbeitsschritte eingehalten werden, ohne die sich eine lückenlose Sicherung der Daten nicht mehr gewährleisten lässt. Ein Verfahrensverzeichnis ist gewissenhaft zu führen. Dabei handelt es sich um eine Übersicht, in der beispielsweise Angaben über die auf die Daten zugriffsberechtigten Personen aufgeführt werden. Das Personal, das mit personenbezogenen Daten arbeitet, muss kontinuierlich geschult werden. Das ist besonders wichtig, da sich Bestimmungen für den Datenschutz vor allem in Bezug auf das Internet schnell ändern.

Ständige Weiterbildung ist für Berufsangehörige Pflicht. Dazu zählen Kenntnisse über die aktuelle Rechtslage sowie zu Entwicklungen im Bereich der Datenverarbeitungssysteme und der übergreifenden IT.

Datenschutzbeauftragte können allerdings nicht allein für die Umsetzung des Datenschutzes sorgen, da alle Mitarbeiter im Unternehmen, die mit sensiblen Daten zu tun haben, entsprechend sorgsam handeln müssen. Sie können jedoch das Verhalten der Mitarbeiter im Unternehmen kontrollieren und analysieren und gegebenenfalls Vorschläge zur Verbesserung machen. Eine eigene Entscheidungsgewalt haben Datenschutzbeauftrage nicht.

Je nach Umfang der Arbeit für den Datenschutz kann es zu Überstunden und Wochenendarbeiten kommen, denn einige Arbeiten können nur dann ausgeführt werden, wenn die Server und PCs stillstehen, im Betrieb also kein Mitarbeiter mehr im System arbeitet.

Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab und kann bei Selbstständigen aus einem Projektlohn bestehen. Eine freiberufliche, beratende Tätigkeit ist möglich.

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