*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Fitnesstrainer / Fitnesstrainerin

Datenbasis: 324 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.596 € 2.033 € 2.997 €
Baden-Württemberg 1.566 € 2.360 € 3.541 € Jobs Fitnesstrainer / Fitnesstrainerin
Bayern 1.767 € 2.308 € 3.040 € Jobs Fitnesstrainer / Fitnesstrainerin
Berlin 1.521 € 1.726 € 2.899 € Jobs Fitnesstrainer / Fitnesstrainerin
Brandenburg 1.216 € 1.549 € 2.283 € Jobs Fitnesstrainer / Fitnesstrainerin
Bremen 1.534 € 1.954 € 2.881 € Jobs Fitnesstrainer / Fitnesstrainerin
Hamburg 1.758 € 2.129 € 3.037 € Jobs Fitnesstrainer / Fitnesstrainerin
Hessen 1.674 € 2.179 € 2.871 € Jobs Fitnesstrainer / Fitnesstrainerin
Mecklenburg-Vorpommern 1.194 € 1.521 € 2.242 € Jobs Fitnesstrainer / Fitnesstrainerin
Niedersachsen 1.513 € 1.954 € 2.812 € Jobs Fitnesstrainer / Fitnesstrainerin
Nordrhein-Westfalen 1.616 € 1.996 € 3.067 € Jobs Fitnesstrainer / Fitnesstrainerin
Rheinland-Pfalz 1.380 € 1.758 € 2.592 € Jobs Fitnesstrainer / Fitnesstrainerin
Saarland 1.613 € 2.055 € 3.029 € Jobs Fitnesstrainer / Fitnesstrainerin
Sachsen 1.339 € 1.705 € 2.513 € Jobs Fitnesstrainer / Fitnesstrainerin
Sachsen-Anhalt 1.203 € 1.532 € 2.258 € Jobs Fitnesstrainer / Fitnesstrainerin
Schleswig-Holstein 1.627 € 1.855 € 3.515 € Jobs Fitnesstrainer / Fitnesstrainerin
Thüringen 1.331 € 1.696 € 2.500 € Jobs Fitnesstrainer / Fitnesstrainerin

Fitnesstrainer / Fitnesstrainerin:

1. Gehalt

Als Fitnesstrainer bzw. Fitnesstrainerin sollten Sie nicht nur Ihre Kunden fit machen, sondern auch darauf achten, dass Sie Ihr Gehalt in Schwung bringen. Hier finden Sie ausführliche Informationen über das Gehalt von Fitnesstrainern und darüber, welche Faktoren Einfluss auf das Einkommen nehmen.

Deutschlandweit verdienen Fitnesstrainer und -trainerinnen durchschnittlich 2.033 € brutto im Monat. Das entspricht einem Stundenlohn von 14,12 €. Nach unten und oben ist allerdings einiges möglich:

  • So erhalten die unteren 25% der Einkommenstabelle nur 1.596 € oder weniger,
  • die oberen 25% hingegen bekommen 2.997 € und mehr.

Basis für diese Zahlen sind 324 Datensätze, die wir innerhalb der letzten zwei Jahre erhoben und ausgewertet haben. Wichtig: Diese Werte sind bereits auf volle Stellen (40 Stunden pro Woche) hochgerechnet. Das heißt auch, dass Fitnesstrainer mit Teilzeit-Verträgen dementsprechend weniger verdienen.

Finanziell auch im Alter fit?

Nach abgeschlossener Weiterbildung zum Fitnesstrainer, winkt ein Einstiegsgehalt von 1.918 € monatlich. In fast allen Berufen steigt mit dem Alter, das ja meist durch wachsende Erfahrung begleitet wird, auch das Gehalt. Grundsätzlich ist diese Tendenz auch im Fitnesstraining zu finden, allerdings in sehr geringem Maße:

  • 25 Jahre = 1.935 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.001 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.102 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.043 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.302 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.196 Euro brutto

Altersbedingte Gehaltssteigerungen finden also offenbar kaum statt. Vermutlich liegt dies zu einem großen Teil daran, dass die Fitnessbranche tendenziell eher eine junge Branche ist. Die wenigen älteren Arbeitnehmer in diesem Bereich übernehmen häufig Leitungsfunktionen – diese sind aber rar und haben dementsprechend nicht viel Gewicht in der Statistik. Wer mittel- bis langfristig als Trainer durchstarten und mehr verdienen möchte, sollte nach der C- und B-Lizenz auch die A-Lizenz machen. Diese eröffnet weitere Möglichkeiten. Auch wer selbständig als (Personal-)Trainer arbeitet, verdient oft mehr, als Angestellte im Fitnessstudio.

Große Sprünge durch große Arbeitgeber?

Ein weiterer Faktor, der sich häufig auf die Einkommenshöhe auswirkt, ist die Unternehmensgröße. In den meisten Berufen steigt der Verdienst mit der Anzahl der Mitarbeiter:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.035 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.282 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 1.930 Euro brutto

Diese Steigerungen sind auch bei Fitnesstrainern zu finden – wenn auch in geringem Maße. Dass der Wert der kleinen Firmen (bis 500 Mitarbeiter) nahezu dem allgemeinen Durchschnittswert entspricht, ist leicht dadurch zu erklären, dass Fitnessstudios und andere häufige Arbeitgeber für Fitnesstrainer meist nicht besonders viele Angestellte haben.
Besonders positiv, weil leider immer noch nicht selbstverständlich: Frauen und Männer verdienen nahezu das Gleiche (1.984 € vs. 2.100 €).

Einkommensstärkste Regionen auf der Fitness-Landkarte

Bei Betrachtung der detaillierten Gehaltszahlen, wird schnell deutlich, dass Fitnesstrainer und Fitnesstrainerinnen bundesweit unterschiedlich gut bezahlt werden. In Bundesländern wie Hamburg, Bayern und Baden-Württemberg steht am Monatsende im Schnitt deutlich mehr auf dem Lohnzettel als in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen oder Brandenburg. Die unterschiedlich hohen Lebenshaltungskosten der einzelnen Regionen erklären dies zumindest zum Teil.

Bei allen genannten Angaben zum Gehalt als Fitnesstrainer bzw. Fitnesstrainerin handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Bei der Ausbildung zum Fitnesstrainer bzw. zur Fitnesstraionerin handelt es sich nicht um eine gängige dreijährige Berufsausbildung. Sie erfolgt in Lehrgängen in Teilzeit- oder Vollzeitform, besteht aus Wochenend-Lehrgängen oder einem Fernunterricht.

Die Dauer der Ausbildung variiert zwischen einem Monat und drei Jahren. Da jeder Anbieter die Bedingungen für die Ausbildung selbst festlegt, ist rechtlich kein bestimmter Bildungsgrad bestimmt. Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder einem mittleren Bildungsabschluss nehmen bei der Auswahl eine bevorzugte Stellung ein. Die Bewerber sind in der Regel mindestens 18 Jahre alt und weisen ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung vor.

Wer sich für den Beruf Fitnesstrainer entscheidet, ist sich über einige Aspekte im Klaren. Derzeit gibt es nur in wenigen Städten in Deutschland passende Bildungseinrichtungen. Vollzeit-Lehrgänge erfordern oft das Suchen einer neuen Unterkunft für die Zeit der Ausbildung. Ein Fernstudium birgt das Risiko fehlender Selbstdisziplin. Jede Bildungseinrichtung legt die Inhalte der Ausbildung selbst fest. In der Regel gehören Anatomie und Physiologie, funktionelle Bewegungslehre und unterschiedliche Trainingsformen, wie Aerobic oder Geräte-Training zu den behandelten Themen. Zusätzlich bietet die Ausbildung eine frühzeitige Spezialisierung auf Bereiche. Dazu gehören Massage, Yoga und Methoden zur Entspannung.

Fitnesstrainer entscheiden sich zwischen unterschiedlichen Einsatzgebieten. Hierzu zählen Fitness-Studios, Sportvereine, Ferienzentren und -clubs, sowie Hotels.

Abhängig von erworbenen Lizenzen spezialisiert er sich auf

  • Training von Einzelpersonen oder Gruppen
  • Ernährungs- und trainingsberatung
  • Leitung eines Fitnessstudios

Um dauerhaft auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen, aktualisiert er regelmäßig seine Fachkenntnisse und widmet Fitnesstrends Aufmerksamkeit.

3. Studium

Um die durch die Ausbildung erworbenen Kenntnisse zu erweitern oder sich noch besser im Sport- und Fitnessbereich zu qualifizieren, bietet sich beispielsweise ein Bachelor-Abschluss im Studienfach Gesundheitssport an. Das Studium lehrt eine große Bandbreite an sportwissenschaftlichen Grundlagen, wie Sportpädagogik, Rehabilitations- und Fitnesssport. Möglich ist auch ein duales Studium. Die Regelstudienzeit beträgt sechs bis acht Semester, wobei in der Regel sieben Semester ausreichen. Voraussetzung für dieses Studium ist die Hochschulreife oder an Fachhochschulen die Fachhochschulreife. Ein von zuständigen Behörden der Länder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis reicht für die Zulassung aus.

Das Studienfach Gesundheitssport führt zum Abschluss Bachelor of Science oder Bachelor of Arts. Damit ist nach dem Studium möglich, direkt in einen Beruf einzusteigen. Dazu zählen die Tätigkeitsfelder:

  • Sportunterricht,
  • Gesundheits-Förderung und -beratung
  • sowie nichtärztliche Behandlungen, Therapie.

Zu Letzteren gehören Berufe wie Physio- und Ergotherapeut, oder Logopäde.

Das Studium ermöglicht den Schritt in die Selbstständigkeit. Hierbei bietet sich eine Laufbahn als Fitness- und Ernährungs-Berater oder Sportpädagoge an. Um in bereits bestehenden Betrieben eine Führungsposition einzunehmen, ist in der Regel der Abschluss eines weiterführenden Studiums Voraussetzung. Es gibt einige Alternativen zu dem Studienfach Gesundheitssport. Dazu zählen Sportwissenschaft, Gesundheitsförderung oder auch Sporttechnik.

4. Tätigkeit

Fitnesstrainer finden ihr Arbeitsumfeld fast ausschließlich in Fitness-Centern oder -Studios. Möglichkeiten bieten sich auch im touristischen Bereich als sportlicher Animateure in Hotels. Wenige Fitnesstrainer sind an Sportschulen oder bei professionellen Sportvereinen tätig.
Angehörige dieser Berufsgruppe unterweisen ihre Kunden in der richtigen Anwendung verschiedener Fitnessgeräte. Sie analysieren die körperliche Verfassung des Kunden und stellen mit ihm zusammen einen Trainingsplan zur Verbesserung der Fitness auf. Bezüglich richtiger Erwärmung, Dehnung der Muskeln und eine richtige Ernährung stehen sie beratend zur Seite.