*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Fondsmanager

Datenbasis: 115 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 4.133 € 6.982 € 11.860 €
Baden-Württemberg 5.025 € 7.194 € 10.027 € Jobs Fondsmanager
Bayern 4.095 € 5.899 € 11.360 € Jobs Fondsmanager
Berlin 3.867 € 6.533 € 11.097 € Jobs Fondsmanager
Brandenburg 3.149 € 5.319 € 9.035 € Jobs Fondsmanager
Bremen 3.971 € 6.709 € 11.396 € Jobs Fondsmanager
Hamburg 3.692 € 6.445 € 10.253 € Jobs Fondsmanager
Hessen 4.085 € 7.363 € 11.881 € Jobs Fondsmanager
Mecklenburg-Vorpommern 3.038 € 5.133 € 8.719 € Jobs Fondsmanager
Niedersachsen 3.771 € 6.370 € 10.820 € Jobs Fondsmanager
Nordrhein-Westfalen 4.719 € 6.812 € 8.167 € Jobs Fondsmanager
Rheinland-Pfalz 4.064 € 6.866 € 11.663 € Jobs Fondsmanager
Saarland 3.930 € 6.639 € 11.277 € Jobs Fondsmanager
Sachsen 3.179 € 5.370 € 9.122 € Jobs Fondsmanager
Sachsen-Anhalt 3.115 € 5.263 € 8.940 € Jobs Fondsmanager
Schleswig-Holstein 3.629 € 6.131 € 10.414 € Jobs Fondsmanager
Thüringen 3.230 € 5.456 € 9.268 € Jobs Fondsmanager

Fondsmanager / Fondsmanagerin:

1. Gehalt

Als Fondsmanager liegt das deutschlandweite Gehalt bei 6.982 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 115 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 4.133 € beginnen, Fondsmanager in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 11.860 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 6.131 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 7.194 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Fondsmanager in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 4.668 Euro brutto
  • 30 Jahre = 5.291 Euro brutto
  • 35 Jahre = 6.184 Euro brutto
  • 40 Jahre = 7.532 Euro brutto
  • 45 Jahre = 9.244 Euro brutto
  • 50 Jahre = 9.513 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 6.127 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 7.496 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 6.696 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

In den vergangenen Jahren etablierten sich verschiedene Wege, um als Fondsmanager zu arbeiten. Ein angehender Mitarbeiter in dem Bereich verfügt primär über Erfahrung. Kenntnisse im Bereich des Wertpapierhandels und der Finanzanalyse gehören zu den obligatorischen Voraussetzungen. Die Manager tragen ein hohes Maß an Verantwortung. Dementsprechend vertrauen Kunden ihnen ausschließlich ihr Vermögen an, wenn sie einen entsprechenden Erfahrungsschatz vorweisen.

Eine optimale nicht-akademische Grundausbildung erhalten Bankkaufleute. Sie kennen das Bankwesen und gehen in Bezug auf Finanzprodukte offen auf Kunden zu. Darüber hinaus benötigen sie Fachkenntnisse im Bereich des Fondswesens. Seit Anfang der 2000er-Jahre existiert eine anerkannte Ausbildung zum Investmentfond-Kaufmann. Im Rahmen dieses Berufes betreuen die Angestellten Kundenvermögen und handeln in deren Namen mit Fondsanteilen. Sie analysieren regelmäßig Märkte und verfolgen aktiv das Wirtschaftsgeschehen. Weiterhin kennen sie sich im Controlling und Management von Fonds aus.

Das Beraten von Kunden und das Analysieren von Wertpapieren gehört zu den wesentlichen Inhalten der Ausbildung. Darüber hinaus lernen die Auszubildenden Grundzüge der Betriebswirtschaft und rechtliche Aspekte kennen. Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. Rechtlich existiert keine Mindest-Voraussetzung für einen Abschluss. Die Mehrheit der ausbildenden Betriebe setzt die Hochschulreife voraus. Dabei kommt es auf gute bis sehr gute Noten in den Bereichen Mathematik und Wirtschaft an. Die Ausbildung erfolgt dual, in der Berufsschule und im Ausbildungs-Betrieb. Ausbildende Unternehmen sind Kreditinstitute und Fondsgesellschaften.

3. Studium

Als Fondsmanager benötigen Berufsanfänger ohne Erfahrung einen aussagekräftigen Hochschulabschluss. In der Praxis setzen Unternehmen ein Studium der Wirtschaftswissenschaften oder der Betriebswirtschaftslehre voraus. Volkswirtschafter haben ebenfalls eine reelle Chance. Der Schwerpunkt im Studium liegt deutlich im Bereich der Finanzen und Kapitalmärkte. Dementsprechend wählt der Student rechtzeitig passende Schwerpunkte nach dem Grundstudium.

Die Mehrheit der Bachelor-Studiengänge dauert drei Jahre. Um einen hoch qualifizierenden Abschluss zu erlangen, absolvieren die Studenten das Masterstudium im Anschluss. Dort stellen sie unter Beweis, dass sie das Finanzwesen zur Gänze verstehen und mit komplexen Sachverhalten umgehen. Mathematisch geprägte Studenten erhalten regelmäßig direkt im Anschluss eine Anstellung als Junior Manager oder in einem verwandten Beruf mit steilen Aufstiegs-Chancen. Erfahrungen im Wertpapierhandel eignen sich die Studenten während der obligatorischen Praxis-Semester und in Praktika an.

Neben den Studiengängen an den Universitäten bieten Fachhochschulen speziellere Studiengänge. Studiengänge im Bereich Management und Controlling eignen sich hervorragend für einen Einstieg. Alternativ verdienen sich Wirtschaftsingenieure während des Studiums Geld mit einer Tätigkeit als Vermögensberater-Assistent. Verschiedene Optionen bringen den Studenten die nötige Praxis. Andere Quereinsteiger absolvieren Abschlüsse im Bereich des Versicherungswesens. Diese weisen Verknüpfungen mit dem Fondsgeschäft auf und beinhalten fließende Übergänge.

Der internationale Bezug ergibt sich aus der zunehmenden Internationalisierung der Kapitalmärkte. Dementsprechend eignen sich Absolventen sowohl der Ausbildungen als auch der Studien Fremdsprachen an. Business-Englisch und vertiefende Kenntnisse in mindestens einer Weltsprache gehören zum Pflichtprogramm. Ansprechpartner während des Berufslebens sind:

  • Rating-Agenturen,
  • Produktpartner,
  • internationale Gutachter,
  • Kunden.
Die Handelssprache ist Englisch. Dennoch öffnet ein breit gefächertes Sprachenspektrum Möglichkeiten für den internationalen Handel mit Wertpapieren und internationale Kunden. Persönlich kennzeichnen den akademischen Absolventen Kommunikationsfähigkeit, Analysefähigkeit und Verantwortungs-Bewusstsein

4. Tätigkeit

Der Fondsmanager / die Fondsmanagerin arbeitet mit dem Vermögen seiner / ihrer Kunden. Die Tätigkeit weist Ähnlichkeiten mit einem Vermögens-Verwalter auf. Die Beschäftigten erhalten Vermögenswerte, um sie gewinnbringend und nach Risikoklassen sortiert, anzulegen. Die Anlageform bilden Fonds verschiedener Kategorien. Auf den internationalen Finanzmärkten existieren verschiedene Formen, die unterschiedliche Risiken und Rendite-Chancen mit sich bringen.

Während dieser Verwaltungs-Tätigkeit unterliegt der Fondsmanager verschiedenen aufsichtsrechtlichen Regelungen. Die Bundesaufsicht für Finanz-Dienstleistungen, kurz BaFin, verfasst regelmäßig neue gesetzliche Rahmen-Bedingungen für den professionellen Handel mit Vermögen in Fonds. Zunehmend erscheinen auf dem Markt kompliziertere Finanzprodukte. Dementsprechend passen sich die Manager dem aktuellen Marktgeschehen an. In höheren Positionen entwickeln sie selbstständig Finanzinstrumente für Banken und Investment-Gesellschaften.

Das Geld der Anleger verwaltet der Manager getrennt vom übrigen Vermögen. Eine Depotbank fungiert als Schnittstelle zwischen den Anlegern und den Fondsgesellschaften. Den Transfer von Fondsanteilen übernimmt ebenfalls die Depotbank. Das Arbeitsverhältnis zwischen den Managern und den Kunden besteht über Verträge. Diese regeln zwingend die Gewinnerzielungs-Absicht sowie das Vorgehen der Manager. Das Anlageziel und eine individuelle, kundenorientierte Strategie sind weitere Bestandteile.