*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Galerist / Galeristin

Datenbasis: 45 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.739 € 2.691 € 4.219 €
Baden-Württemberg 1.913 € 2.961 € 4.642 € Jobs Galerist / Galeristin
Bayern 1.758 € 2.444 € 3.320 € Jobs Galerist / Galeristin
Berlin 1.627 € 2.518 € 3.948 € Jobs Galerist / Galeristin
Brandenburg 1.325 € 2.050 € 3.214 € Jobs Galerist / Galeristin
Bremen 1.893 € 2.929 € 4.592 € Jobs Galerist / Galeristin
Hamburg 1.845 € 2.855 € 4.476 € Jobs Galerist / Galeristin
Hessen 2.013 € 3.115 € 4.884 € Jobs Galerist / Galeristin
Mecklenburg-Vorpommern 1.278 € 1.978 € 3.101 € Jobs Galerist / Galeristin
Niedersachsen 1.586 € 2.455 € 3.849 € Jobs Galerist / Galeristin
Nordrhein-Westfalen 2.453 € 2.636 € 4.610 € Jobs Galerist / Galeristin
Rheinland-Pfalz 1.710 € 2.646 € 4.148 € Jobs Galerist / Galeristin
Saarland 1.654 € 2.559 € 4.012 € Jobs Galerist / Galeristin
Sachsen 1.518 € 2.349 € 3.683 € Jobs Galerist / Galeristin
Sachsen-Anhalt 1.311 € 2.028 € 3.180 € Jobs Galerist / Galeristin
Schleswig-Holstein 1.527 € 2.363 € 3.705 € Jobs Galerist / Galeristin
Thüringen 1.359 € 2.103 € 3.297 € Jobs Galerist / Galeristin

Galerist / Galeristin:

1. Gehalt

Als Galerist liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.691 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 45 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.739 € beginnen, Galeristen in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.219 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.363 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.961 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Galerist in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.810 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.452 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.466 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.431 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.283 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.247 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.691 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.941 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 6.665 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Galeristen handeln mit Gebrauchs- und Kunstgegenständen sowie modernen Kunstobjekten. Häufig spezialisieren Sie ihre Galerie auf ein bestimmtes Produktgebiet wie Bilder, Bücher, Ikonen, Möbel, Münzen, Schmuck, Waffen oder Porzellan. Dabei liegt oft eine bestimmte Stilrichtung oder eine besondere Epoche, aus der die Gegenstände stammen, zugrunde. Wer beruflich als Galerist /-in wirken möchte, braucht eine kaufmännische Ausbildung oder einen Hochschulabschluss im Fach Kunstgeschichte oder –wissenschaft. Eine direkte Berufsausbildung zum/zur Galerist /-in existiert nicht.

Zugang zu dieser außergewöhnlichen Profession erlangen Interessenten über die Mitarbeit als Assistent /-in in einer Galerie oder einem Auktionshaus. Ein passender Einstieg für die Tätigkeit ist eine Ausbildung zum/zur Kaufmann /-frau im Einzelhandel. Dieser anerkannte Ausbildungsberuf dauert drei Jahre. Unternehmen aus Handel und Handwerk stellen ihn zur Verfügung. In Abhängigkeit vom Ausbildungsbetrieb liegen die Kerninhalte in Beratung und Verkauf, Beschaffungsorientierte Warenwirtschaft, Marketing und Vertrieb.

Galeristen, die sich beruflich höher qualifizieren möchten, besuchen Lehrgänge und Seminare, die das Berufsbild sinnvoll ergänzen. Für die Führung einer eigenen Galerie wählen sie beispielsweise Fortbildungen zu den Themen

  • Waren- und Verkaufskunde,
  • Verkaufstraining, Didaktik,
  • Dekoration und Raumgestaltung,
  • Rechnungswesen,
  • Werbung und Verkaufsförderung.

Eine Hochschulberechtigung ermöglicht Galeristen ein Studium der Kunstgeschichte. Auch eine Spezialisierung zum/zur Restaurator /-in oder Konservator /-in ist durch entsprechende Weiterbildungen für Galeristen denkbar.

3. Studium

Um eine Karriere als Galerist /-in zu realisieren ist der Abschluss eines Hochschulstudiums gut geeignet. Ein naheliegendes Studienfach ist Kunstgeschichte. Am Ende steht der Titel eines Bachelors. Kunstgeschichte beleuchtet die historische Entwicklung der bildenden Künste. Studierende befassen sich mit der Entstehung der vielfältigen Stilrichtungen und Kunstformen. Sie erlernen, künstlerische Werke in definierte Kategorien einzuordnen. Das Studium beschäftigt sich mit den Inhalten und der Analyse von Kunstwerken. Dabei werden psychologische, soziologische, ökonomische und historische Gesichtspunkte berücksichtigt. Studenten erforschen schwerpunktmäßig die folgenden Kunstbereiche:

  • Architektur,
  • Bildhauerei,
  • Malerei,
  • Grafik.

Die Dynamik der Kunst von der Antike bis in die Gegenwart ist ein großer Bestandteil des Studienfachs. Im Detail untersuchen die Studierenden die Lebensgeschichte einzelner Künstler und die mannigfaltigen Techniken. Die Felder feministische Kunstgeschichte, Rezeptionsästhetik, Kunst im Kontext und Kunstsoziologie sind ebenfalls im Studienplan enthalten.

In der modernen Gesellschaft legen immer noch manche Hochschulen großen Wert auf Lateinkenntnisse zur Aufnahme des Studiums der Kunstgeschichte. Wer in der Schule keinen Lateinunterricht besucht hat, kann dieses in den ersten Semestern in universitätseigenen Kursen nachholen. Die weiteren Inhalte der frühen Studiensemester beschäftigen sich mit der Geschichte der vorgenannten Kunstgattungen. Daran schließen sich Bereiche wie Kunsttechnologie, Kunsttheorie, Denkmalpflege und Formanalyse an. Studenten ergründen die ausschlaggebenden Arbeitstechniken der Epochen Barock und/oder Mittelalter. In praxisnaher Ausbildung finden die Studierenden die Möglichkeit, bei Galerien, Museen oder Denkmalämtern das theoretische Wissen umzusetzen.

Die nachstehenden Kernkompetenzen sind für angehende Galeristen sehr wertvoll:

  • Kunst- und Kulturgeschichte,
  • Kunst- und Antiquitätenhandel,
  • Einkauf und Beschaffung sowie Preisfindung,
  • Kundenberatung und –betreuung,
  • Abschätzung und Bewertung von Kunstgegenständen,
  • Organisation von Ausstellungen,
  • Restaurierungsarbeiten,
  • Versteigerungen durchführen,
  • E-Business und –Commerce,
  • Handelsbetriebslehre,
  • Handelsrecht.

Die Expertise im Bereich der Künste erlaubt Galeristen, eine Funktion als Gutachter oder Sachverständiger wahrzunehmen. Studienabsolventen haben ebenso die Chance, einen pädagogischen Beruf zu ergreifen. Diesen üben sie im Schulsystem oder in der Erwachsenenbildung aus.

4. Tätigkeit

Ein Galerist bzw. eine Galeristin ist Betreiber einer Kunstgalerie. Die Liebe zur Kunst ist quasi Voraussetzung, um diesen Beruf ausüben zu können. Dabei ist nicht immer Voraussetzung, dass der Galerist oder die Galeristin direkte Inhaber der Kunstgalerie sind, das kann auch über ein Angestelltenverhältnis geschehen. Diejenigen, die nicht mit einer eigenen Galerie selbstständig sind, finden Anstellungen bei

  • Kunst- und Antiquitätengeschäften,
  • Kunstgalerien,
  • Internet-Auktionshäusern,
  • Auktionshäusern,
  • Museen.

Galeristen vermitteln die Werke ihrer auftraggebenden Künstler an das kunstinteressierte Publikum, indem sie die Werke ausstellen. Dabei können die Kunden sich in Ruhe umsehen und auch Fragen stellen zum Objekt. Meist stellt ein/e Galerist /-in Werke nach bestimmten Themen aus. Dazu zählen u.a. gefühlsbetonte, abstrakte, moderne oder antike bzw. ältere Werke verschiedener oder eines einzigen Künstlers. Das Thema richtet sich manchmal auch nach dem persönlichen Geschmack der Galeristin oder des Galeristen, nach aktuellen Themen oder auch der Nachfrage. "Eine Galerie ist immer so gut wie ihr Ruf" heißt es. Das bedeutet, dass Galerien, welche das gehobenere Publikum ansprechen möchten, meist auch Werke angesehener und bekannter Künstler ausstellen. Galerien, die auch das gemeine Publikum an den Werken teilhaben lassen möchten, stellen auch von unbekannten oder neuen Künstlern aus. Somit sind die Preise auch für Kunstliebhaber mit kleinerem Geldbeutel erschwinglich.

Galeristen sind wie Kunst- und Antiquitätenhändler stets auf der Suche nach Kunstgegenständen. Dazu verfügen sie über ein weites Netzwerk an Kontakten. Für die Klassifizierung unterschiedlicher Gegenstände aus verschiedenen Epochen brauchen Galeristen fundiertes Wachwissen. Die korrekte Werteinschätzung ist schwierig. Im Kunsthandel gelten keine Material- oder Handwerkspreise, sondern Liebhaberpreise. Die Preise unterliegen stattlichen Schwankungen. Galeristen besuchen Privatpersonen, internationale Märkte, Auktionen oder Vermittler von Kunstwerken. Sie fahren zu Messen und sind präsent bei Nachlassversteigerungen oder Haushaltsauflösungen. Falls erforderlich reinigen und restaurieren Galeristen einzelne Stücke. Sie integrieren diese positiv in den Verkaufsraum. Außerdem erledigen Galeristen die Katalogisierung von Gegenständen. Mittels moderner Büromaschinen regeln sie die Buchführung, führen Korrespondenzen und aktualisieren die Kundenkartei.

Der Verdienst in diesem Beruf richtet sich in der Regel nach den Umsätzen der Galerie oder auch den darin ausgestellten Waren. Somit schwanken Löhne und Einstiegsgehalt.