*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Jurist / Juristin

Datenbasis: 43 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.898 € 4.481 € 6.775 €
Baden-Württemberg 3.189 € 4.931 € 7.455 € Jobs Jurist / Juristin
Bayern 2.993 € 4.103 € 4.443 € Jobs Jurist / Juristin
Berlin 2.712 € 4.193 € 6.340 € Jobs Jurist / Juristin
Brandenburg 2.207 € 3.413 € 5.160 € Jobs Jurist / Juristin
Bremen 2.785 € 4.306 € 6.510 € Jobs Jurist / Juristin
Hamburg 3.046 € 4.710 € 7.121 € Jobs Jurist / Juristin
Hessen 3.355 € 5.187 € 7.842 € Jobs Jurist / Juristin
Mecklenburg-Vorpommern 2.130 € 3.294 € 4.980 € Jobs Jurist / Juristin
Niedersachsen 2.644 € 4.088 € 6.181 € Jobs Jurist / Juristin
Nordrhein-Westfalen 2.932 € 4.534 € 6.855 € Jobs Jurist / Juristin
Rheinland-Pfalz 2.850 € 4.407 € 6.663 € Jobs Jurist / Juristin
Saarland 2.756 € 4.261 € 6.442 € Jobs Jurist / Juristin
Sachsen 2.229 € 3.446 € 5.210 € Jobs Jurist / Juristin
Sachsen-Anhalt 2.185 € 3.378 € 5.107 € Jobs Jurist / Juristin
Schleswig-Holstein 2.545 € 3.935 € 5.949 € Jobs Jurist / Juristin
Thüringen 2.265 € 3.502 € 5.295 € Jobs Jurist / Juristin

Jurist / Juristin:

1. Gehalt

Bundesweit verdienen Juristen durchschnittlich 4.481 € brutto im Monat. Das entspricht einem Jahresgehalt von 53.772 €. Da das Einkommen von vielen Faktoren abhängig und meist auch Verhandlungssache ist, gibt es selbstverständlich Abweichungen nach unten wie nach oben.

  • So verdient das hintere Viertel der Gehaltstabelle 2.898 € und weniger,
  • das vordere Viertel hingegen mindestens 6.775 € monatlich.

All diese Zahlen gehen auf Datensätze zurück, die wir in den letzten zwei Jahren erhoben und analysiert haben.

Indizien für eine Gehaltssteigerung

Nach Vollendung des Jura-Studiums erwartet den Volljuristen durchschnittlich ein Einstiegsgehalt von 3.779 €. Wer es aber beispielsweise als Top-Absolvent in eine der renommierten Großkanzleien schafft, kann zum Einstieg auch gut und gerne das Doppelte einstreichen. Doch das ist selbstverständlich die Ausnahme. Im Schnitt entwickeln sich die Gehälter mit den Jahren wie folgt:

  • 25 Jahre = 3.770 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.691 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.355 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.707 Euro brutto
  • 45 Jahre = 5.413 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.773 Euro brutto

Bestimmte Spezialisierungen können den monatlichen Verdienst weiter ansteigen lassen.

In Sachen gleicher Bezahlung von Männern und Frauen sind die Juristen schon ein gutes Stück weiter als viele andere Berufe. Zwar sind auch in diesem Berufsfeld noch geschlechteranhängige Unterschiede zu finden, allerdings sind diese eher gering. So verdient ein Jurist im Schnitt 4.815 € und eine Juristin 4.372 € pro Monat.

Die Macht der Großen

Wenn es um die Gehaltsstruktur in Bezug auf die Größe des Arbeitgebers geht, folgen auch die Juristen einer Art Faustregel, die für fast alle Berufe gilt: Je mehr Mitarbeiter eine Firma hat, desto höher sind die durchschnittlichen Einkommen.

  • bis 500 Mitarbeiter = 4.582 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.356 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.899 Euro brutto

Eine Anstellung bei einer großen Kanzlei kann finanziell also durchaus für beachtliche Unterschiede sorgen.

Aussage zu bundesweiten Gehaltsunterschieden

Den gleichen Effekt kann auch der Standort der Kanzlei haben. So verdienen Juristen in Baden-Württemberg (4.931 €), Nordrhein-Westfalen und Hessen in der Regel deutlich mehr als beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern (3.294 €), Sachsen-Anhalt oder Brandenburg. Grund für diese Differenzen sind zumindest zum Teil die regional unterschiedlich hohen Lebenshaltungskosten.

Sie möchten es noch genauer wissen?
Bei allen genannten Angaben zum Verdienst als Jurist bzw. Juristin handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

3. Studium

Jursiten haben ein universitäres Studium der Rechtswissenschaften abgeschlossen und zwei Staatsexamen abgelegt. Die erste Staatsprüfung findet nach Abschluss des Studiums statt und die zweite Staatsprüfung nach einer Referendarzeit. Das Referendariat dauert mindestens zwei Jahre und vermittelt praktisches Wissen in den Rechtsgebieten Strafrecht, Zivilrecht und öffentlichem Recht an einem Gericht, bei einer Verwaltungsbehörde und einem Rechtsanwalt.

Im Grundstudium stehen unter Anderem diese Fächer auf dem Stundenplan:/p>

  • Rechtsgeschichte,
  • Rechts-Philosophie,
  • Grundlagen Zivilrecht,
  • Grundlagen Strafrecht,
  • Grundlagen öffentliches Recht

In neun Semestern führt der Studiengang zum ersten juristischen Staatsexamen, auch staatliche Pflichtfach-Prüfung genannt.

Die universitäre Schwerpunkts-Bereichsprüfung oder juristische Universitäts-Prüfung ist das zweite Examen zum Studienabschluss. Diese besteht neben dem mündlichen und schriftlichen Teil aus einer wissenschaftlichen Arbeit. Vorteilhaft ist das Erwerben von Schlüssel- und Zusatzqualifikationen mittels Wahlfächer. Jugend-Strafrecht, Wirtschafts-Strafrecht und Kriminologie stehen zur Auswahl. In Praktika bei Verwaltungs-Behörden, Notariaten, Wirtschafts-Unternehmen oder Rechtsanwalts-Kanzleien erwerben die Studenten praktische Fähigkeiten und lernen, die theoretischen Grundlagen des Studiums anzuwenden.

Nach bestandenem erstem Staatsexamen bewirbt sich der Absolvent auf eine Referendariats-Stelle. Bei großer Nachfrage spielt die Examens-Note dabei eine wichtige Rolle. Das Praktikum dient als Test. Die Arbeitgeber beobachten und bewerten den Kandidaten nach Kriterien. Sie beurteilen, ob er befähigt ist, ein Richteramt zu bekleiden. In 24 Monaten durchläuft der zukünftige Jurist verschiedene Stationen:

  • Zivilgericht,
  • Rechtsanwaltskanzlei,
  • Staatsanwaltschaft,
  • Verwaltunsgbehörde.

Das Referendariat ist Teil des zweiten Staatsexamens. Am Schluss folgen eine mündliche und eine schriftliche Prüfung. Der erste Teil beinhaltet den Stoff der gesamten Ausbildung. Der Kandidat erhält eine Akte und bereitet in einer bestimmten Zeit einen Vortrag darüber vor. Die Prüfungs-Kommission benotet ihn. Der zweite Examensteil prüft den Pflichtbereich der Ausbildung.

Der zukünftige Jurist bereitet sich während des Referendariats mittels Studium und Kursen auf die schwierige Abschluss-Prüfung vor. Eine exzellente Note öffnet viele Türen. Kandidaten mit mittelmäßigem Erfolg schneiden in der Bewerbung um den gewünschten Arbeitsplatz schlecht ab. Gerichte bieten als Vorbereitung Klausuren-Kurse an. Diese sind eine gute Gelegenheit, das Klausuren-Schreiben unter Zeitdruck mithilfe von Original-Aufgaben zu üben. Da der Prüfling im Examen viel in kurzer Zeit lösen muss, empfiehlt es sich, einen oder mehrere Trainings-Kurse zu besuchen.

Wer sich zu Anfang des Referendariats den Lernstoff bereits einteilt und die Prüfungs-Ordnung studiert, hat bessere Chancen auf ein erfolgreiches Examen. Dabei ist zu beachten, dass sich die Hälfte der Prüfung um das materielle Recht dreht. Private Institutionen bieten kostenpflichtige Repetitorien an. Ihre Leiter vermitteln examensrelevantes Wissen und helfen dem künftigen Prüfling bei Fragen zum Stoff. Die Lehrer sind vertraut mit der Prüfungs-Ordnung und dem relevanten Wissen. So leisten sie zur Vorbereitung einen wichtigen Beitrag.

4. Tätigkeit

Juristen arbeiten als selbstständige Anwälte, als Richter oder Notare, in einer Justizbehörde oder in Rechtsabteilungen von Unternehmen. Spezialisierungen gibt es beispielsweise für Wirtschafts- und Medienrechtler.

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