*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Kinderpflegerin / Kinderpfleger

Datenbasis: 299 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.718 € 2.406 € 3.042 €
Baden-Württemberg 1.859 € 2.513 € 3.171 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Bayern 1.772 € 2.409 € 3.030 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Berlin 1.607 € 2.251 € 2.846 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Brandenburg 1.309 € 1.833 € 2.318 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Bremen 1.412 € 1.978 € 2.501 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Hamburg 2.020 € 2.462 € 2.848 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Hessen 1.989 € 2.785 € 3.521 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Mecklenburg-Vorpommern 1.325 € 1.855 € 2.345 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Niedersachsen 1.767 € 2.561 € 3.140 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Nordrhein-Westfalen 1.749 € 2.248 € 3.493 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Rheinland-Pfalz 2.263 € 2.515 € 3.087 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Saarland 1.924 € 2.602 € 2.985 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Sachsen 1.126 € 1.577 € 1.994 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Sachsen-Anhalt 1.506 € 1.688 € 2.421 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Schleswig-Holstein 1.953 € 2.181 € 2.671 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Thüringen 1.342 € 1.880 € 2.377 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger

Kinderpflegerin / Kinderpfleger:

1. Gehalt

Kinderpfleger /-innen pflegen, unterhalten und bespaßen Kinder. Doch jetzt mal kurz Schluss mit lustig, denn jetzt geht es ums Gehalt. Was kann man in diesem Beruf eigentlich verdienen?

Deutschlandweit bekommt man als Kinderpfleger bzw. Kinderpflegerin durchschnittlich 2.406 € brutto im Monat. Das entspricht in etwa einem Stundenlohn von 16,71 €. Dabei sind sowohl nach unten als auch nach oben Abweichungen üblich:

  • So verdienen 25% aller Kinderpfleger und Kinderpflegerinnen 1.718 € oder weniger im Monat,
  • weitere 25% wiederum 3.042 € und mehr.
  • Alle anderen Gehälter liegen dazwischen.

In einem Punkt unterscheidet sich dieser Beruf von den meisten anderen – beim Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen. So verdient eine Kinderpflegerin im Schnitt sogar etwas mehr als ein Kinderpfleger (2.409 € vs. 2.295 €). Allerdings ist die Anzahl der Männer in diesem Bereich äußerst gering, so dass deren Einkommen kaum Einfluss auf den Gesamtdurchschnitt hat. Diese Zahlen basieren auf 299 Datensätzen, die wir innerhalb der letzten zwei Jahre für Sie erhoben und ausgewertet haben.

Ein Punkt, der neben vielen anderen Faktoren Einfluss auf die Höhe des Lohns nehmen kann, ist ein Tarifvertrag. So ist das Gehalt für Kinderpfleger /-innen im öffentlichen Dienst – zum Beispiel in städtischen Kindergärten oder Krankenhäusern – fest vorgegeben. Für alle anderen gibt es, abgesehen vom gesetzlichen Mindestlohn, keine fixen Richtlinien.

Einstiegsgehalt als Kinderpflegerin - und danach?

Nach dem Ende der Ausbildung winkt Ihnen als staatlich geprüfte/r und anerkannte/r Kinderpfleger/in ein durchschnittliches Einstiegsgehalt in Höhe von 2.406 €. Im Laufe der Jahre steigt mit Ihrer Erfahrung auch der Verdienst:

  • 25 Jahre = 2.257 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.314 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.387 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.393 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.459 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.518 Euro brutto

Wer sich gehaltstechnisch deutlich verbessern und seine Aufstiegsmöglichkeiten steigern möchte, macht eine Weiterbildung zum Erzieher oder nimmt ggf. sogar ein Studium in Angriff.

Regionale Besonderheiten

Auch die Region, in der Sie arbeiten, kann Einfluss auf die Höhe Ihres Einkommens haben. Kinderpfleger/innen in Baden-Württemberg (2.513 €), Niedersachen (2.561 €) und Rheinland-Pfalz (2.515 €) liegen in der Regel gehaltstechnisch eher im oberen Bereich, wohingegen solche in Thüringen (1.880 €) und Brandenburg (1.833 €) meist deutlich weniger Lohn bekommen. Zumindest ein Teil dieser regionalen Unterschiede lässt sich durch die verschieden hohen Lebenshaltungskosten der einzelnen Regionen erklären. So ist das Leben meist im Osten günstiger als im Westen und in der Stadt teurer als auf dem Land.

Im Privathaushalt oder beim großen Träger arbeiten?

Ganz offenbar gilt auch in der Kinderpflege, was in vielen anderen Berufen gilt: Je mehr Mitarbeiter der Arbeitgeber beschäftigt, desto höher das Gehalt:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.387 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.441 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.458 Euro brutto

Sie möchten es noch genauer wissen?
Bei allen genannten Angaben zum Gehalt als Kinderpfleger bzw. Kinderpflegerin handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildung ist landesrechtlich geregelt und findet an einer Berufsschule oder an einem Berufskolleg statt. Die Berufsbezeichnung nach dem Abschluss richtet sich nach dem Bundesland, in dem die Lehre stattfindet. Ein weiterer Begriff für Kinderpfleger ist z.B. "Sozialpädagogischer Assistent". Eine Dauer der Lehre von zwei bis drei Jahren ist vorgesehen und geht mit zusätzlichen Qualifikationen einher.

Der Inhalt der Ausbildung und die abschließende Prüfung richten sich nach den internen Regelungen der gewählten Bildungseinrichtung. Innerhalb der zwei bis drei Jahre geht es darum, den Umgang mit den Kindern zu erlernen und Grundsätze zu verstehen. Dazu gehört die Art und Weise, wie man Kinder anleitet und ihre Unterhaltung gestalten kann. Weiterer Bestandteil ist die Unterstützung von Kindern bei der körperlichen Pflege, beim Essen und allen anderen Tätigkeiten.
Nach der theoretischen Ausbildung findet ein Praktikum statt. Dies geschieht in Kinderkrippen oder -gärten, sowie in Einrichtungen für Kinder und Jugendliche. Ebenso ist es in einer Kinderklinik oder in anderen Einrichtungen möglich, die den Lerninhalt der Ausbildung gewährleisten.

Die schulische Ausbildung beinhaltet folgende Themenfelder:

  • Arbeits- und Familienrecht,
  • Psychologie und Pädagogik,
  • Literatur für Kinder,
  • Spiel- und Umwelterziehung,
  • Werken und Kunst,
  • Zubereitung von Nahrung für Kinder und Ernährungslehre.

Des Weiteren zählen die Unterrichtsfächer Englisch, Deutsch, Sozialkunde, Sport sowie Religion und Philosophie dazu. Der Unterricht an der Berufsschule findet in Unterrichtsräumen und Räumen wie Sporthallen und schulischen Küchen statt. Voraussetzung für den Beginn dieser Lehre ist ein Hauptschulabschluss oder der mittlere Bildungsabschluss. Dies variiert nach Bundesland, möglicherweise gelten weitere Voraussetzungen wie ein Notendurchschnitt von 3,4 bei einem Hauptschulabschluss. Ein ärztliches Attest ist überall gefordert und nicht zu umgehen.

Liegen ein vorangegangener Besuch einer Pflegeschule oder einige Jahre Berufserfahrung vor, besteht die Chance auf eine verkürzte Ausbildung. Zwei Jahre berufliche Erfahrung zeigen sich als vorausgesetzt, um eine Verkürzung des Praktikums zu erlangen. Dies gilt für die Bundesländer Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern. Als Abschluss der Lehre ist eine staatliche Prüfung vorgesehen, die nach Bestehen die Bezeichnung als staatlich anerkannte/r Kinderpfleger/in vorsieht.

Wer die Ausbildung mit der abschließenden Note von 3,0 absolviert, erhält den Realschulabschluss. Gleichzeitig geht damit die Zulassung einher, künftig an weiterbildenden Maßnahmen teilzunehmen. Dies bezieht sich auf einen Fachberuf im medizinischen oder sozialen Bereich. Dazu gehört der Beruf als Erzieher/in, Altenpfleger/in und weitere innerhalb dieser Branche. Mit der Fachhochschulreife ist die Weiterbildung als Fachwirt/Fachwirtin und Betriebswirt/Betriebswirtin für Erziehungs- oder Sozialwesen möglich. Dabei geht es vor allem um das Ziel eines führenden Postens in entsprechenden Einrichtungen.

3. Studium

Für die Teilnahme an einem Studium ist eine abgeschlossene Lehre als Kinderpfleger /-in mit Hochschulberechtigung vorgesehen. Folgende Studiengänge eignen sich:

  • Erziehungswissenschaft und Bildungswissenschaft,
  • Waldorfpädagogik,
  • Pädagogische Psychologie,
  • Soziale Arbeit.

Wahlweise finden die Studiengänge an einer Hochschule oder über ein Fernstudium statt. Welcher Studiengang an welchem Ort möglich ist, und was er kostet, hängt von der Institutionen und der Dauer ab. Ein Studium bietet sich vor allem zur Umschulung an, oder um das Wissen nach der abgeschlossenen Ausbildung zu vertiefen. Es kann aber auch ein dualer Studiengang gewählt werden. Beim dualen Studium ist das Studieren mit dem Sammeln praktischer Erfahrungen verbunden und findet in der Regel im Wechsel statt. So ermöglicht das duale Studium, während der Lehrzeit einen praktischen Umgang mit Kindern und einen Einblick in den Berufsalltag zu erhalten, um später darauf aufzubauen.
In gesonderten Fällen besteht die Chance, ohne Hochschulberechtigung Zugang zu einem Studium zu erhalten. Weitere Informationen liefert die gewählte Hochschule oder das Institut des Fernlehrgangs.

4. Tätigkeit

Als Kinderpfleger oder Kinderpflegerin arbeitet man in Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderheimen, Privathaushalten, in sonder- oder heilpädagogischen Einrichtungen, in Kinderkliniken oder bei einem sozialen Dienst. Man unterstützt sozialpädagogische Fachkräfte wie z.B. Erzieher bei der Arbeit oder hilft Eltern in privaten Haushalten bei der Betreuung und Erziehung von ihren Kindern oder auch Säuglingen. Neben diesen sozialen Aufgaben fallen auch organisatorische und verwaltende Büroarbeiten in das Berufsbild von Kinderpflegern.

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