*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Medizinische Assistenz

Datenbasis: 2.202 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.705 € 2.430 € 3.474 €
Baden-Württemberg 1.879 € 2.571 € 3.382 € Jobs Medizinische Assistenz
Bayern 1.783 € 2.441 € 3.617 € Jobs Medizinische Assistenz
Berlin 1.572 € 2.301 € 3.092 € Jobs Medizinische Assistenz
Brandenburg 1.499 € 2.108 € 2.702 € Jobs Medizinische Assistenz
Bremen 1.997 € 2.227 € 2.494 € Jobs Medizinische Assistenz
Hamburg 1.646 € 2.451 € 3.345 € Jobs Medizinische Assistenz
Hessen 1.906 € 2.734 € 3.554 € Jobs Medizinische Assistenz
Mecklenburg-Vorpommern 1.402 € 1.902 € 2.712 € Jobs Medizinische Assistenz
Niedersachsen 1.665 € 2.333 € 3.497 € Jobs Medizinische Assistenz
Nordrhein-Westfalen 1.763 € 2.565 € 3.608 € Jobs Medizinische Assistenz
Rheinland-Pfalz 1.705 € 2.680 € 3.553 € Jobs Medizinische Assistenz
Saarland 1.867 € 2.889 € 3.398 € Jobs Medizinische Assistenz
Sachsen 1.428 € 1.854 € 2.696 € Jobs Medizinische Assistenz
Sachsen-Anhalt 1.407 € 1.936 € 2.988 € Jobs Medizinische Assistenz
Schleswig-Holstein 1.738 € 2.334 € 3.445 € Jobs Medizinische Assistenz
Thüringen 1.580 € 1.952 € 2.697 € Jobs Medizinische Assistenz

Medizinische Assistentin / Medizinischer Assistent:

1. Gehalt

Als Medizinische Assistenz liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.430 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 2.202 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.705 € beginnen, Medizinische Assistenten in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.474 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.334 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.571 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Medizinische Assistenz in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.179 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.355 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.447 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.539 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.655 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.715 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.331 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.469 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.780 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Medizinische Assistenz ist ein Sammelbegriff, der in der Regel für medizinische Fachangestellte verwendet wird. So zählen die folgenden Ausbildungsberufe zu den klassischen medizinischen Assistenzberufen:

  • Assistent /-in der Anästhesietechnik. Dabei stehen die folgenden Inhalte auf dem Stundenplan: Intensivmedizin, Anästhesie, Anatomie, Physiologie, Krankenhausbetriebslehre, Radiologie, Reanimation.
  • Chirurgisch-technischer Assistent /-in. Dabei stehen die folgenden Inhalte auf dem Stundenplan: Chirurgie, Anatomie, Arzneimittelkunde, Gynäkologie, Physiologie, Urologie, Rechtskunde, Traumatologie, Orthopädie.
  • Medizinische /-r Fachangestellte /-r. Dabei stehen die folgenden Inhalte auf dem Stundenplan: Betreuung und Beratung von Patienten, Arbeits- und Praxishygiene, Gesetze und Verträge zur medizinischen Versorgung, Assistenz bei Diagnostik und Therapie, Umgang mit Impfstoffen und Heilmitteln, Prävention, Rehabilitation, Schriftverkehr.
  • Operationstechnische /-r Fachangestellte /-r. Dabei stehen die folgenden Inhalte auf dem Stundenplan: Anatomie, Physiologie, Arzneimittellehre, Chemie, Physik, Krankheitslehre, Chirurgie, Mikrobiologie, Hygiene, Operationslehre, Krankenpflege, Endoskopie, Anästhesiologie, Radiologie, Psychologie.
  • Pharmazeutisch-technische /-r Assistent /-in. Dabei stehen die folgenden Inhalte auf dem Stundenplan: Arzneimittelkunde, Pharmazie, Botanik, Gefahrstoffe, Pflanzenschutz, Umweltkunde, Gesetzeskunde.
  • Zahnmedizinische /-r Fachangestellte /-r. Dabei stehen die folgenden Inhalte auf dem Stundenplan: Zahnarztlabor, Arbeits- und Praxishygiene, Umwelt- und Arbeitsschutz, Heil- und Arzneimittel, Anatomie, Physiologie, Pathologie, Fachbegriffe, Praxisabläufe, Prophylaxe, Röntgenstrahlen.
3. Studium

Assistenzberufe lernt man während einer Aus- oder einer Weiterbildung. Ein Studium ist dafür nicht nötig. Allerdings gibt es Studiengänge, die in ähnlichen Fachrichtungen qualifizieren, wie z.B. das Studium der medizinischen Assistenz. Dabei stehen die folgenden Studieninhalte auf dem Lehrplan:

  • Krankheitslehre der konservativen und der operativen Medizin,
  • Anamnese, Psychologie, Soziologie,
  • Anatomie und Untersuchungen, Diagnoseverfahren,
  • Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Prävention, Rehabilitation,
  • Dokumentation, Informationsmanagement,
  • Physiologie, Pathophysiologie,
  • Notfallmanagement, Rettungswesen,
  • Pharmakologie, Toxikologie,
  • Qualitätsmanagement.

Eine Perspektive nach dem Studium ist beispielsweise die Medizin- oder Pflegepädagogik oder das Pflegemanagement. Alternativ kann auch ein weiterführendes Studium der Pflegewissenschaft absolviert werden.

4. Tätigkeit

Medizinische Fachangestellte, die unter dem Begriff „medizinische Assistenz“ zusammengefasst werden, sind sowohl die rechte Hand von Ärzten und Ärztinnen und assistieren diesen bei Behandlungen und Untersuchungen, als auch für die Beratung und Betreuung von Patienten zuständig. Medizinische Fachangestellte übernehmen darüber hinaus Verwaltungsarbeiten und organisatorische Tätigkeiten. In der Regel arbeiten sie in Praxen oder Krankenhäusern. Doch auch im Gesundheitswesen, in Pflegediensten, in Laboren, in der Pharmaindustrie und in Forschungsabteilungen sind sie gefragtes Fachpersonal.

Je nach dem individuellen Fachbereich sind sie auch bei den jeweiligen Behandlungen und Untersuchungen aktiv dabei, werten Befunde im Labor aus und beraten Patienten über Vor- und Nachsorgemöglichkeiten.