*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Orthopädieschuhmacher

Datenbasis: 49 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.562 € 2.206 € 3.328 €
Baden-Württemberg 1.718 € 2.427 € 3.661 € Jobs Orthopädieschuhmacher
Bayern 2.011 € 2.303 € 3.080 € Jobs Orthopädieschuhmacher
Berlin 1.461 € 2.064 € 3.114 € Jobs Orthopädieschuhmacher
Brandenburg 1.190 € 1.680 € 2.534 € Jobs Orthopädieschuhmacher
Bremen 1.501 € 2.120 € 3.198 € Jobs Orthopädieschuhmacher
Hamburg 1.657 € 2.340 € 3.530 € Jobs Orthopädieschuhmacher
Hessen 1.808 € 2.553 € 3.851 € Jobs Orthopädieschuhmacher
Mecklenburg-Vorpommern 1.148 € 1.622 € 2.447 € Jobs Orthopädieschuhmacher
Niedersachsen 1.425 € 2.013 € 3.037 € Jobs Orthopädieschuhmacher
Nordrhein-Westfalen 1.577 € 2.333 € 3.124 € Jobs Orthopädieschuhmacher
Rheinland-Pfalz 1.403 € 1.981 € 2.989 € Jobs Orthopädieschuhmacher
Saarland 1.486 € 2.098 € 3.165 € Jobs Orthopädieschuhmacher
Sachsen 1.202 € 1.697 € 2.560 € Jobs Orthopädieschuhmacher
Sachsen-Anhalt 1.178 € 1.663 € 2.509 € Jobs Orthopädieschuhmacher
Schleswig-Holstein 1.372 € 1.937 € 2.922 € Jobs Orthopädieschuhmacher
Thüringen 1.212 € 1.711 € 2.581 € Jobs Orthopädieschuhmacher

Orthopädieschuhmacher / Orthopädieschuhmacherin:

1. Gehalt

Als Orthopädieschuhmacher liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.206 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 49 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.562 € beginnen, Orthopädieschuhmacher in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.328 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.937 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.427 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Orthopädieschuhmacher in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.955 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.050 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.214 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.368 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.785 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.461 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.196 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.312 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.969 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf Orthopädieschuhmacher /-in ist ein staatlich anerkannter Beruf im Handwerk. Die Ausbildung für diesen Beruf dauert dreieinhalb Jahre. Schüler mit einem mittleren oder höheren Bildungsabschluss werden von den Orthopädie-Betrieben für die Ausbildung gern eingestellt. Es ist aber in manchen Betrieben möglich, mit einem Hauptschulabschluss die Ausbildung zu beginnen.

Die Anforderungen an die Orthopädieschuhmacher-Ausbildung sind in erster Linie handwerkliches Geschick, zeichnerische Fähigkeiten und der Umgang mit dem Kunden. Da die orthopädischen Schuhe oder Einlagen von Hand gefertigt werden, ist ein Interesse an praktisch-konkreten Tätigkeiten unabdingbar. In diesem Beruf werden orthopädische Schuhe mit Handwerkzeugen hergestellt und repariert. Alle Entwürfe sind Unikate und müssen individuell gestaltet werden. Dabei werden die Kunden über das geeignete Schuhwerk beraten. Die zukünftigen Auszubildenden in diesem Beruf müssen demzufolge auf die Belange der Kunden eingehen können.

Der Beruf Orthopädieschuhmacher /-in wird im Rahmen einer dualen Ausbildung gelehrt. Das bedeutet, dass die praktische Ausbildung im Betrieb und der theoretische Teil begleitend in der Berufsschule stattfindet. Überdurchschnittlich häufig bewerben sich Menschen mit einer korrespondierenden körperlichen Behinderung auf diese Ausbildung. Diese Bewerber können die Ausbildung im Berufsbildungswerk oder in anderen Einrichtungen der Rehabilitation absolvieren.

Folgende Ausbildungsinhalte stehen während der Ausbildung in der Praxis an:

  • Planen von Arbeitsabläufen
  • Messen der orthopädischen Hilfsmittel
  • Beratung und Betreuung der Patienten
  • Herstellen von Modellen
  • Anfertigen von Unterschenkel- und Fußprothesen
  • Anpassen der Prothesen
  • Medizinische Fußpflegemaßnahmen

In der Berufsschule werden die praktischen Lerninhalte vertieft. Zudem werden theoretische Ausbildungsinhalte in verschiedenen Schulfächern, wie Mathematik, Kunst, Werken und Biologie vermittelt.

Die Ausbildung endet mit der Gesellenprüfung. Nach bestandener Prüfung kann man dann als Orthopädieschuhmacher arbeiten. Es ist während der Ausbildung erwägenswert, die Zusatzqualifikation „Europaassistent /- in im Handwerk“ zu erwerben. Durch eine Prüfung als Orthopädieschuhmachermeister /-in ist es denkbar, Führungspositionen anzustreben oder den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

Weitere Informationen zum Gehalt in der Ausbildung als Orthopädieschuhmacher/-in.

3. Studium

Hat der Schüler eine Hochschulzugangsberechtigung, kann er studieren. Beispielsweise wäre der Bachelorabschluss im Studienfach Orthopädie- und Rehabilitationstechnik interessant.

Bewerber mit einem guten Berufsabschluss zum Orthopädietechnik-Gesellen können studieren und sich zum Bachelor of Engineering qualifizieren. Das Studium eröffnet den Zugang zu allen akademischen Abschlüssen. Nach dem Bachelor-Studium besteht die Möglichkeit, durch einen Masterstudiengang die fachlichen und technischen Befähigungen zu vertiefen – weit über die Meisterqualifikation hinaus. Typische Studieninhalte sind beispielsweise:

  • Biomechanik
  • Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen
  • Berufs- und Arbeitspädagogik
  • Messtechnik
  • Orthetik
  • Prothetik
  • Reha- und Sitzschalentechnik
  • Bandagen, Kompression
  • Elektrotechnik
  • Werkstoffe
  • Informatik

Eine praktikable Alternative ist das ausbildungsbegleitende Studium. Diese dualen Studien sind sehr beliebt, denn die Studenten nehmen nicht nur theoretische Kenntnisse in der Hochschule auf, sondern sie verknüpfen diese Kenntnisse mit praktischen Fertigkeiten im Unternehmen. Auf diese Weise entwickeln sie eine fundierte berufliche Basis, die sich günstig auf die spätere Karrieregestaltung auswirkt.
Im Rahmen eines Fernstudiums kann man sich ebenfalls selbstständig neben seiner beruflichen Tätigkeit weiterbilden. Dabei handelt es sich um private Hochschulen, die vergleichsweise kostenintensiv sind. Die Studienabschlüsse werden aber in demselben Maße anerkannt wie auf staatlichen Hoch- oder Fachschulen.

4. Tätigkeit

Orthopädieschuhmacher /-innen arbeiten für Kunden und Patienten, die vom Facharzt Verordnungen für orthopädisches Schuhwerk oder Prothesen erhalten. Auch Einlagen oder Korrekturschienen gehören zum Handwerk des Orthopädieschuhmachers.

Die Ursachen für die Inanspruchnahme orthopädischer Hilfsmittel der Patienten und Kunden sind sehr unterschiedlich. Beispielsweise können Skelettverformungen oder ungleiche Beinlängen zu Beschwerden führen, die alleine durch Einlagen oder Spezialschuhe dauerhaft schonend reguliert werden können. Die handwerklichen Fähigkeiten des Schuhmachers beeinflussen ganz konkret das Wohlbefinden und den Alltag eines Patienten. Jedes angefertigte Einzelstück kann eine neue Lebensqualität der Patienten bedeuten. Deshalb müssen die Orthopädieschuhmacher /-innen die Kundenwünsche beachten und in der Lage sein, persönlich und fachlich zu beraten.

In der Werkstatt des Orthopädieschuhmachers werden Fußabdrücke aus Gips oder Knete hergestellt. Diese Abdrücke bilden die Basis für alle weiteren orthopädischen Hilfsmittel des Patienten. Dabei berät der Orthopädieschuhmacher seine Kunden immer in Ab- und Rücksprache mit dem jeweiligen Facharzt. Das Ergebnis muss passen und die individuellen Schwächen so ausgleichen, dass eine dauerhaft stützende und schmerzlindernde Wirkung erreicht wird.

Weiterhin sind fußpflegerische Maßnahmen in diesem Beruf unabdingbar. Grund hierfür ist, dass es bei Diabetiker /-innen oft zu Druckstellen, Hornbildungen oder eingewachsenen Nägeln kommt. Nagelkorrekturen, Schneiden und Schleifen gehören deshalb zum täglichen Handwerk eines Orthopädieschuhmachers. Die Tätigkeiten der Orthopädieschuhmacher /-in beinhalten im Einzelnen:

  • Vorarbeiten (Maß nehmen, Abdrücke nehmen)
  • Orthopädische Maßschuhe herstellen
  • Fußstützen und Einlagen herstellen
  • Orthesen herstellen (beispielsweise Beinleisten und Schienen)
  • Orthesen anpassen (zum Beispiel Bandagen und Kompressionsstrümpfe)
  • Orthopädische Schuhe instand setzen und repariere
  • Orthopädische Zurichtungen an Schuhen anbringen (z. B. Absätze)
  • Medizinische Fußpflege durchführen
  • Kunden beraten

Das Gehalt eines Orthopädieschuhmachers bzw. einer Orthopädieschuhmacherin hängt sehr von der spezifischen Tätigkeit des Beschäftigten ab. Ist er oder sie bei einem absoluten Spezialunternehmen beschäftigt, so können die Stundenlöhne dieser Fachkräfte doch recht deutlich höher liegen als bei Orthopädieschuhmachern, die bei großen Unternehmen mit viel Konkurrenz arbeiten. Der hohe Konkurrenzdruck aus Asien hat den Beruf des Orthopädieschuhmachers zudem sehr unter Druck gebracht, auch in Osteuropa werden Schuhe für einen Bruchteil des Geldes wie in Deutschland gefertigt. Die Gehälter sind deshalb in den letzten Jahren deutlich gefallen.

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