*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Facharzt für Innere Medizin / Internist

Datenbasis: 18 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 5.203 € 6.428 € 9.143 €
Baden-Württemberg 5.434 € 6.713 € 9.548 € Jobs Facharzt für Innere Medizin / Internist
Bayern 5.537 € 6.841 € 9.730 € Jobs Facharzt für Innere Medizin / Internist
Berlin 4.869 € 6.015 € 8.556 € Jobs Facharzt für Innere Medizin / Internist
Brandenburg 3.964 € 4.897 € 6.965 € Jobs Facharzt für Innere Medizin / Internist
Bremen 5.000 € 6.177 € 8.786 € Jobs Facharzt für Innere Medizin / Internist
Hamburg 4.920 € 6.078 € 8.645 € Jobs Facharzt für Innere Medizin / Internist
Hessen 6.022 € 7.440 € 10.582 € Jobs Facharzt für Innere Medizin / Internist
Mecklenburg-Vorpommern 3.825 € 4.725 € 6.721 € Jobs Facharzt für Innere Medizin / Internist
Niedersachsen 4.847 € 5.988 € 8.517 € Jobs Facharzt für Innere Medizin / Internist
Nordrhein-Westfalen 5.265 € 6.504 € 9.251 € Jobs Facharzt für Innere Medizin / Internist
Rheinland-Pfalz 5.117 € 6.322 € 8.992 € Jobs Facharzt für Innere Medizin / Internist
Saarland 4.948 € 6.113 € 8.695 € Jobs Facharzt für Innere Medizin / Internist
Sachsen 4.002 € 4.944 € 7.032 € Jobs Facharzt für Innere Medizin / Internist
Sachsen-Anhalt 3.922 € 4.845 € 6.891 € Jobs Facharzt für Innere Medizin / Internist
Schleswig-Holstein 4.569 € 5.645 € 8.029 € Jobs Facharzt für Innere Medizin / Internist
Thüringen 4.066 € 5.023 € 7.145 € Jobs Facharzt für Innere Medizin / Internist

Facharzt / Fachärztin für Innere Medizin | Internist / Internistin:

1. Gehalt

Als Internist liegt das deutschlandweite Gehalt bei 6.428 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 18 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 5.203 € beginnen, Internisten in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 9.143 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 5.645 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 6.713 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Internist in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = - Euro brutto
  • 30 Jahre = 6.633 Euro brutto
  • 35 Jahre = 6.414 Euro brutto
  • 40 Jahre = 6.198 Euro brutto
  • 45 Jahre = 6.018 Euro brutto
  • 50 Jahre = 6.559 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 6.530 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 6.633 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 6.319 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Facharzt / Fachärztin für Innere Medizin, im Allgemeinen als "Internist / Internistin" bekannt, ist ein durch die deutsche Ärztekammer geschützter und zugelassener Berufsbegriff. Mit einem abgeschlossenen Medizinstudium und dem erfolgreichen Abschluss des erforderlichen 2. Staatsexamens als Arzt kann die fachspezifische Spezialisierung zum Facharzt erfolgen. Diese Weiterbildung zum Facharzt bzw. zur Fachärztin für Innere Medizin erfolgt in der Regel in einem Zeitraum von sechs Jahren. Hierbei ist zu beachten, dass die Inhalte für diese Weiterbildungsmaßnahme in den jeweiligen Verordnungen der einzelnen Bundesländer festgelegt sind und abhängig vom Bundesland auch variieren können. Die jeweilige Landesärztekammer legt fest, wie lange die Qualifizierungsmaßnahme dauern und in welcher Form sie erfolgen soll.

Die Weiterbildung zum / zur Facharzt / Fachärztin für Innere Medizin ist formal in zwei Abschnitte unterteilt. Die ersten drei Jahre sind inhaltlich mit der Facharztausbildung zum Allgemeinmediziner identisch, weshalb in vielen Bundesländern die Berufsbezeichnung Facharzt /-ärztin für Allgemeinmedizin und Innere Medizin gebräuchlich ist.
Erst im zweiten Abschnitt der Weiterbildung erfolgt die Spezialisierung auf den Bereich der Inneren Medizin. Neben den fachspezifischen Inhalten werden auch Grundlagen der Psychosomatik vermittelt. Nach der 72-monatigen Weiterbildungszeit zum Facharzt (Uni) Innere Medizin schließt sich die Weiterbildungsmaßnahme in einer der möglichen Schwerpunkte an. Dies können beispielsweise sein:

  • Pneumonologie
  • Kardiologie
  • Angiologie
  • Hämatologie
  • Onkologie
  • Gastroenterologie
  • Endokrinologie
  • Diabetologie

Eine derart spezialisierter Facharzt muss also in der Regel eine bis zu 9-jährige Weiterbildungsphase durchlaufen haben, um in seinem Fachgebiet diese durch die Ärztekammer zugelassene Berufsbezeichnung führen zu dürfen. Es ist heute nicht mehr möglich, Facharzt oder Fachärztin Innere Medizin ohne Schwerpunktbildung zu werden. Im Anschluss an die allgemeinmedizinisch orientierte Grundausbildung muss zwingend eine Schwerpunktsetzung erfolgen.

3. Studium

Der Weiterbildungsmaßnahme zum / zur Facharzt /-ärztin für Innere Medizin geht ein abgeschlossenes Studium der Medizin voraus. Die Approbationsordnung für Ärzte regelt bundeseinheitlich die Voraussetzungen für den Erwerb des Zugangs zu diesem Beruf. Hierzu ist in Deutschland ein 12 Semester umfassendes Medizinstudium erforderlich.

Ein Studienplatz für die Fachrichtung Medizin ist äußerst begehrt. Auf einen Studienplatz kommen derzeit vier bis fünf Bewerber. Die Universitäten nehmen nur die besten von ihnen. Aus diesem Grund ist die Zulassung durch einen Numerus clausus beschränkt. Wer sich um einen Studienplatz in Medizin bewerben möchte, muss seine Bewerbung an die Stiftung für Hochschulzulassung richten. Das Auswahlverfahren erfolgt nach drei verschiedenen Kriterien. Wichtigstes Kriterium ist die Note, mit der die Allgemeine Hochschulreife absolviert wurde. Nur mit einem hervorragenden Ergebnis haben Bewerber Chancen auf einen sofortigen Studienplatz.

Wer hier nicht berücksichtigt wird, muss sich unter Umständen auf eine längere Wartezeit einstellen, denn das zweite Kriterium des Auswahlverfahrens ist der Zeitraum, in dem Bewerber bereits auf einen Studienplatz warten. Wer auf einer Warteliste vermerkt ist, ist gut beraten, die Wartezeit mit einem Praktikum oder einer Aushilfstätigkeit in einem medizinischen Bereich zu absolvieren oder im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres erste Berufserfahrungen im Gesundheitswesen zu sammeln. Persönliches Engagement wird langfristig belohnt. Ein weiterer Teil der Bewerber wird nach individuellen Zulassungskriterien der jeweiligen Hochschule ausgewählt. Medizin kann ausschließlich an Universitäten studiert werden. Das Studium ist in zwei große Teilabschnitte untergliedert.

Im vorklinischen Abschnitt, der das 1. Bis 4. Studiensemester umfasst stehen folgende Inhalte:

  • Grundlagen der Medizin
  • Anatomie
  • Biologie
  • Chemie
  • Psychologie

Ebenso ist in diesem vorklinischen Teil die so genannte Famulatur zu absolvieren, ein dreimonatiges Pflegepraktikum. Nach diesem Grundstudium steht das 1. Staatsexamen, im Fachbereich Physikum genannt.

Das 5. Bis 10. Semester umfasst den klinischen Abschnitt, der Einführungen in die verschiedenen Fachrichtungen der Medizin beinhaltet. Nach dem 10. Semester absolvieren zukünftige Ärzte das zweisemestrige Praktische Jahr, das schließlich mit dem Ablegen des 2. Staatsexamens das Medizinstudium abschließt.

4. Tätigkeit

Fachärzte und Fachärztinnen für innere Medizin arbeiten an der Vorbeugung, der Diagnose und der Therapie von Erkrankungen der inneren Organe (Lunge, Herz, Verdauungstrakt, Nieren, Blut und anderen). Da Berufsangehörige heutzutage einen fachlichen Schwerpunkt wählen, ist die Art der speziellen Tätigkeit später davon abhängig.

Nachdem der Patient umfassend befragt und körperlich untersucht wurde und ggf. noch Blutuntersuchungen, bildgebende Diagnostik und andere Diagnoseverfahren durchgeführt wurden, entscheiden die auch als Internisten bekannten Fachärzte über eine angemessene Behandlung. Auch die Gesundheitsberatung und die Rehabilitation gehört zu ihren Aufgaben.

Arbeitgeber sind die einzelnen Fachabteilungen der Krankenhäuser, Forschungseinrichtungen und private Praxen. Die Karrierechancen stehen äußerst gut. Ein / eine Facharzt / -ärztin für Innere Medizin kann zunächst zum / zur Oberarzt /-ärztin der Abteilung aufsteigen, später zum / zur Chefarzt /-ärztin. Unabhängig von der fachlichen Qualifikation muss der Chefarzt hier auch den besonderen persönlichen Anforderungen gewachsen sein. So müssen Chefärzte Aufgaben delegieren, die Arbeit der Stationsärzte und des Fachpflegepersonals überwachen und übergeordnet organisatorische Aufgaben übernehmen.

Bei entsprechender Eignung sind Fachärzte auch im Bereich der medizinischen wissenschaftlichen Forschung und als Referenten, Professoren und Dozenten an Universitätskliniken tätig.