*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Chefarzt / Chefärztin

Datenbasis: 527 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 8.587 € 13.833 € 23.330 €
Baden-Württemberg 9.538 € 15.085 € 24.250 € Jobs Chefarzt / Chefärztin
Bayern 8.759 € 13.424 € 21.305 € Jobs Chefarzt / Chefärztin
Berlin 7.421 € 13.020 € 21.275 € Jobs Chefarzt / Chefärztin
Brandenburg 6.808 € 14.240 € 18.119 € Jobs Chefarzt / Chefärztin
Bremen 9.294 € 14.972 € 25.251 € Jobs Chefarzt / Chefärztin
Hamburg 6.640 € 14.842 € 23.981 € Jobs Chefarzt / Chefärztin
Hessen 8.495 € 11.637 € 17.861 € Jobs Chefarzt / Chefärztin
Mecklenburg-Vorpommern 6.313 € 10.169 € 17.150 € Jobs Chefarzt / Chefärztin
Niedersachsen 8.266 € 13.833 € 27.368 € Jobs Chefarzt / Chefärztin
Nordrhein-Westfalen 9.130 € 17.385 € 30.109 € Jobs Chefarzt / Chefärztin
Rheinland-Pfalz 9.024 € 12.043 € 19.839 € Jobs Chefarzt / Chefärztin
Saarland 9.765 € 11.392 € 27.667 € Jobs Chefarzt / Chefärztin
Sachsen 6.604 € 10.639 € 17.943 € Jobs Chefarzt / Chefärztin
Sachsen-Anhalt 6.473 € 10.427 € 17.586 € Jobs Chefarzt / Chefärztin
Schleswig-Holstein 7.541 € 12.148 € 20.488 € Jobs Chefarzt / Chefärztin
Thüringen 6.441 € 13.345 € 22.646 € Jobs Chefarzt / Chefärztin

Chefarzt / Chefärztin:

1. Gehalt

Das Gehalt eines Chefarztes hängt von der jeweiligen Berufserfahrung sowie der Krankenhausgröße ab. Darüber hinaus bestehen starke regionale Unterschiede bezüglich des Lohns. Unikliniken bezahlen ihre Chefärzte in der Regel nach einem Tarifvertrag. Darüber hinaus hat der Chefarzt (Uni) die Möglichkeit, die Honorare seiner privat versicherten Patienten zu kassieren. Folglich steigert sich sein Gehalt mit der Zahl der Privatpatienten. Einige Chefärzte leiten eine Klinik oder besitzen eine Privatpraxis. Damit erhöht sich ihr monatlicher Lohn. Das durchschnittliche Monatsgehalt eines Chefarztes beträgt in Deutschland 8.900 Euro.

2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Tätigkeit als Chefarzt (Uni) setzt ein erfolgreiches Studium der Medizin voraus. Der Numerus clausus stellt eine Hürde dar ? Studieninteressierte benötigen für das Medizinstudium einen guten Abiturschnitt. Es erstreckt sich über rund sechs Jahre. Anschließend erfolgen in der Regel das Schreiben der Doktorarbeit sowie die Tätigkeit als Assistenzarzt. Eine Facharztausbildung schließt sich an. Nicht zuletzt benötigt der angehende Arzt für die Stelle als Chefarzt ein umfangreiches Fachwissen im Bereich der Medizin. Häufig gelten diverse Publikationen in Fachzeitschriften und sonstigen Medien als Voraussetzung für die Zulassung.

3. Studium

Wer an dem Beruf des Chefarztes interessiert ist, benötigt hierfür ein abgeschlossenes Medizinstudium. Aufgrund der hohen Bewerberzahl besteht an allen deutschen Universitäten eine Zulassungsbeschränkung. Einige Hochschulen verwenden darüber hinaus den Test für medizinische Studiengänge zur Selektion der Studierenden. Die Regeldauer des Medizinstudiums beträgt in Deutschland zwölf Semester und neun Monate. Innerhalb dieser Zeit durchläuft der Studierende den Vorklinischen sowie den Klinischen Teil.

Im Zuge des vorklinischen Abschnitts erlernt der Medizinstudent wichtige natur- und sozialwissenschaftliche Grundlagen. Krankheiten sowie deren Behandlung zählen nicht zu den Lehrinhalten dieses Studienbereiches. Stattdessen lernt der angehende Arzt den Aufbau des menschlichen Körpers. Ziel des vorklinischen Teils ist es, wissenschaftliche Prinzipien zu vermitteln. Darüber hinaus soll der Studierende am Ende dieses Abschnitts wissen, wie der menschliche Körper im Gesundheitszustand funktioniert. Damit sich das theoretische Grundwissen festigt, absolviert der Medizinstudent ein Krankenpfleger-Praktikum. Dieses erstreckt sich über 90 Tage. Außerdem ist der Nachweis über einen Erste-Hilfe-Kurs im vorklinischen Abschnitt erforderlich.

Der klinische Ausbildungsabschnitt umfasst sämtliche Bereiche, die sich mit Krankheiten des Menschen befassen. Hierzu zählen beispielsweise folgende Fächer:

  • Innere Medizin,
  • Chirurgie,
  • Augenheilkunde,
  • Rechtsmedizin,
  • Kinderheilkunde,
  • Orthopädie.

Darüber hinaus erbringt der Studierende in einigen Querschnitts-Bereichen einen Leistungsnachweis. Zusätzlich absolviert er im Laufe seines Studiums eine Famulatur von insgesamt vier Monaten. Diese findet in einer ambulanten Einrichtung oder einem Krankenhaus statt.

Am Ende des Medizinstudiums steht ein praktisches Jahr. Dabei erhält der Studierende einen Einblick in die tägliche Arbeit eines Arztes. Außerdem soll sich das erworbene Wissen verfestigen und vertiefen. Um Einblicke in die verschiedenen Bereiche der Medizin zu erhalten, gliedert sich das praktische Jahr in drei Abschnitte. Hierzu zählen die innere Medizin, die Chirurgie und die Allgemeinmedizin. Alternativ besteht die Möglichkeit, den dritten Abschnitt in einem anderen Fachbereich der Medizin zu absolvieren.

Während des gesamten Medizinstudiums finden mündliche, schriftliche und praktische Prüfungen statt. Besteht der Studierende diese, ist er in der Lage, die medizinische Promotion anzuschließen. Diese erstreckt sich über weitere ein bis zwei Semester. Schreibt der angehende Arzt seine Doktorarbeit parallel zu seinem Studium, verlängert sich die Promotionsdauer.

4. Tätigkeit

Ein Chefarzt / eine Chefärztin (Uni) arbeitet in einer Klinik oder Arztpraxis. Dabei übernimmt er, beziehungsweise sie, eine leitende Rolle. Zu den Aufgaben eines Chefarztes gehören sowohl die medizinische Versorgung der Patienten als auch deren Beratung und Begleitung. Darüber hinaus leitet er die Ober- und Assistenzärzte sowie sonstige Pflegekräfte.

Ein Chefarzt (Uni) arbeitet eng mit den Oberärzten seiner Institution zusammen. Seine Aufgabe ist es, deren Tätigkeit zu überwachen und gegebenenfalls anzuleiten. Im Team bespricht er das Krankheitsbild jedes Patienten. Anschließend beraten sich die Fachkräfte bezüglich des weiteren Vorgehens. Darüber hinaus ist der Chefarzt für die Ausbildung der Assistenzärzte zuständig. Er plant deren Einsatzgebiet und begleitet sie im Umgang mit den Patienten. Neben seiner Tätigkeit als Arzt übernimmt der Chefarzt eine Bildungsrolle. Er besucht diverse Kongresse und Tagungen und bildet zusätzlich neue Ärzte aus.

Chefärzte, die eine Klinik oder Abteilung leiten, übernehmen für diese die Verantwortung. Sie sichern die ökonomische Lage und organisieren die Teamzusammensetzung sowie die täglichen Abläufe. Im Rahmen der Chefarztvisite besuchen sie ihre Patienten und bemühen sich um eine angemessene Therapie. Je nach Zusammensetzung des Teams übernimmt der Chefarzt mehrmals pro Jahr den Bereitschaftsdienst. Hinzu kommen Nacht- und Wochenenddienste.

In einem Krankenhaus arbeitet der Chefarzt nach einem Tarifvertrag. Dieser regelt die Arbeitszeit und die Freiheiten des Arztes. Je nach Einsatzort besteht für den Chefarzt die Möglichkeit, sämtliche Behandlungen von Privatpatienten abzurechnen. Das Krankenhaus beansprucht einen Anteil an diesen Einnahmen. Privatpatienten erhalten mehr Leistungen durch den Chefarzt als andere Patienten. Bei Bedarf führt der Chefarzt die Visite sowie sämtliche Behandlungen durch. Darüber hinaus begleitet er seine Privatpatienten durch die Therapie und steht ihnen als Berater zur Seite.