*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt PKA - Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte

Datenbasis: 326 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.758 € 2.221 € 3.009 €
Baden-Württemberg 1.815 € 2.450 € 3.724 € Jobs PKA - Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte
Bayern 1.742 € 2.313 € 3.401 € Jobs PKA - Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte
Berlin 1.902 € 2.065 € 2.357 € Jobs PKA - Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte
Brandenburg 1.339 € 1.692 € 2.292 € Jobs PKA - Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte
Bremen 1.689 € 2.134 € 2.891 € Jobs PKA - Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte
Hamburg 1.794 € 2.462 € 2.941 € Jobs PKA - Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte
Hessen 1.752 € 2.162 € 3.104 € Jobs PKA - Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte
Mecklenburg-Vorpommern 1.293 € 1.633 € 2.212 € Jobs PKA - Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte
Niedersachsen 1.673 € 2.045 € 3.159 € Jobs PKA - Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte
Nordrhein-Westfalen 1.832 € 2.221 € 2.908 € Jobs PKA - Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte
Rheinland-Pfalz 1.834 € 2.274 € 3.135 € Jobs PKA - Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte
Saarland 1.578 € 1.904 € 2.231 € Jobs PKA - Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte
Sachsen 1.352 € 1.708 € 2.314 € Jobs PKA - Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte
Sachsen-Anhalt 1.325 € 1.674 € 2.268 € Jobs PKA - Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte
Schleswig-Holstein 1.807 € 2.057 € 2.411 € Jobs PKA - Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte
Thüringen 1.374 € 1.736 € 2.352 € Jobs PKA - Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte

Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA):

1. Gehalt

Als Pharmazeutisch-kaufmännischer Angestellter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.221 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 326 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.758 € beginnen, Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.009 € und mehr verdienen können.

Das Gehalt ist dabei vor allem vom Bundesland und dem Arbeitgeber abhängig – Apotheken zahlen unter Umständen einen anderen Lohn als zum Beispiel ein Labor. In Bezug auf den Standort des Arbeitgebers lässt sich sagen, dass das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.057 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.450 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Pharmazeutisch-kaufmännischer Angestellter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.977 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.158 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.145 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.210 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.415 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.463 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.166 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.483 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.927 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Pharmazeutisch kaufmännische Angestellte – kurz PKA – wirken meist als Herzstück in einer Apotheke. Schüler /-innen, die Freude daran haben, Kunden zu versorgen und mit Arzneien um zu gehen, benötigen einen mittleren Schulabschluss, um PKA zu werden. Je nach Schulabschluss liegt die Ausbildungsdauer zwischen zwei und drei Jahren. Die Lehre zur PKA ist eine duale Ausbildung, das bedeutet sie findet gleichermaßen in der Apotheke und in der Berufsschule statt. Ein praktischer Einsatz am Ausbildungsort ist in Abhängigkeit von den Öffnungszeiten auch an Samstagen vonnöten.

Möchte man eine Ausbildung zur pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten haben, sind Interesse an der Gesundheit des Menschen und gute Schulnoten in Mathematik und Deutsch also nützlich. Die meisten Auszubildenden (die übrigens überwiegend weiblich sind), haben deshalb mindestens die Mittlere Reife oder sogar Abitur. Im schulischen Unterricht dreht sich dabei alles um den kaufmännischen Bestandteil der Arbeit, also zum Beispiel Betriebswirtschaftslehre und Rechnungswesen, Marketing und Korrespondenzen. Im Betrieb lernt der Azubi darüber hinaus alles zu Arzneimitteln, Kosmetik, Diätprodukten und so weiter.

Angehende PKA beschäftigen sich in der Berufsausbildung mit berufsspezifischen Themen:

  • Apothekenübliche Dienstleistungen,
  • Apothekenbetriebsordnung,
  • Arzneistoffen und Darreichungsformen,
  • Arzneimittelgruppen,
  • apothekenspezifischer Fachsprache,
  • Beschaffung und Warenwirtschaft,
  • Chemikalien und Gefahrstoffe,
  • Informations- und Kommunikationssystemen,
  • Lagerlogistik,
  • Marketing
  • Preisfindung,
  • Qualitätssicherung,
  • Rechnerischer Abwicklung und Zahlungsverkehr.

PKA informieren über die Einnahme und mögliche Nebenwirkungen, beraten den Kunden aber auch zu rezeptfreien Medikamenten, Kosmetika und Wellnessprodukten. Lediglich Medikamente dürfen PKAs nicht ausgeben, das ist dem pharmazeutisch-technischen Assistenten vorbehalten.

Ausgebildete pharmazeutisch kaufmännische Angestellte, die beruflich vorankommen möchten und sich einen größeren Verantwortungsbereich wünschen, können nach der Berufsausbildung verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten in Betracht ziehen. Dazu gehören zum Beispiel Kurse, die im kaufmännischen Bereich spezialisieren, sich mit bestimmten Kassensystemen, Marketing oder Ausbildung beschäftigen. Technisch begabte PKA spezialisieren sich im Bereich Pharmatechnik.

3. Studium

Ein abgeschlossenes Hochschulstudium gestattet Interessenten /-innen, als pharmazeutisch kaufmännische /-r Angestellte /r (PKA) in die Berufswelt zu starten. Der Studiengang ist außerordentlich anspruchsvoll. Der Begriff Pharmazie vereint die Entwicklung, Herstellung und Qualitätssicherung von Medikamenten. Dafür sind gute Kenntnisse in Chemie und Biologie erforderlich. Die Pharmazie gehört zu den ältesten Wissenschaften der Menschheit. Sie ist in diverse Fachgebiete gegliedert. Pharmakologie beschäftigt sich mit der Auswirkung von Arzneimitteln auf den menschlichen Körper. Pharmazeutische Chemie ergründet vorrangig die chemische Struktur von Medikamenten. Ein weiteres Teilgebiet ist die pharmazeutische Technologie – sie bietet die Hilfsmittel zur Herstellung des Trägerstoffes mittels dessen Wirkstoffe in den Körper gelangen (Tabletten, Flüssigkeit/Tropfen oder Zäpfchen).

Studierende der Pharmazie belegen neben Chemie, Biologie und Physik folgende Fächer:

  • Anatomie,
  • Mikrobiologie,
  • Toxikologie,
  • Morphologie,
  • Biogene Medikamente,
  • Mathematik.

Ein wesentlicher Bereich des Studiums Pharmazie sind die Grundlagen der Arzneimittelproduktion. Das Studium funktioniert äußerst praxisorientiert. Häufige Laborübungen und eine mehrmonatige Tätigkeit in einer Apotheke gehören zum Lehrplan.

Wer ein duales Studium absolvieren möchte, um anschließend als PKA zu arbeiten, hat den Vorteil, dass er/sie bereits während der Studienzeit ein Entgelt erhält. Ein praxisbezogener Studiengang ist Pharmatechnik. Er schließt mit einem Bachelor of Science ab. Wie im vorgenannten Studienfach Pharmazie geht es auch in der Pharmatechnik um die Entstehung, Produktion und Überprüfung von Medikamenten und ihren Darreichungsformen. Um die Qualitätsanforderungen an die Arzneien zu garantieren, werden Pharmatechniker /-innen aktiv. Sie erlernen die Eignung von Medizin für unterschiedliche Klimazonen und forschen an kontrollierter Wirkstofffreisetzung. Dafür sind fundierte Kenntnisse der Natur-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaft vorausgesetzt.

Studierende des Faches Pharmatechnik behandeln Themen der Herstellung von

  • Kapseln,
  • Tabletten,
  • Dragées,
  • Salben,
  • Cremes,
  • Tinkturen.

Pharmatechniker /-innen finden in Apotheken und der industriellen Pharmazie Arbeit. Sie bringen den Sachverstand für die technischen Prozesse mit und sind in der Lage, diese vom Ausgangsmaterial bis hin zum fertigen Medikament zu steuern und zu überwachen. Diese Rolle ist in der Wirtschaft zentral. Die Studieninhalte räumen neben dem branchenbezogenen Einsatz auch eine Tätigkeit bei Zulieferern der Industrie sowie bei Beratungs- und Dienstleistungsbetrieben ein.

4. Tätigkeit

Pharmazeutisch kaufmännische Angestellte (PKA) sind primär in niedergelassenen Apotheken, Klinikapotheken oder Versandapotheken tätig. Sie können auch im pharmazeutischen Großhandel oder der pharmazeutischen Industrie arbeiten.

Der Tätigkeitsbereich ist dreigeteilt, mit einem klaren Fokus auf betriebswirtschaftliche und buchhalterische Aufgaben.

Warenwirtschaft/Büro:
Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte bestellen Waren, überprüfen deren Eingang, kalkulieren entsprechende Preise und verwalten die Produkte mithilfe eines Warenwirtschaftssystems. Darüber hinaus werden Abrechnungen von Rezepten und mit Krankenkassen durchgeführt. Mit Blick auf das Unternehmen Apotheke wird stets das aktuelle Marktgeschehen mit berücksichtigt.

Kundenberatung, Marketing, Vertrieb:
PKA sind für die Präsentation der Waren im Verkaufsraum zuständig. Bei der Beratung der Kunden müssen sie allerdings vorsichtig sein, weil sie nur frei verkäufliche Produkte abgegeben dürfen. Dazu gehören Nahrungsergänzungsmittel, Pflegeprodukte und Kosmetika. Verschreibungspflichtige Medikamente hingegen dürfen nur Pharmazeutisch-technische Angestellte verkaufen.

Labor, Lager:
Bei der Herstellung von Medikamenten dürfen Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte unterstützen, jedoch nicht selbst Hand anlegen. Das Abfüllen, Abpacken sowie das korrekte Lagern dürfen sie wiederum übernehmen.

PKA sind ständig unterwegs zwischen dem Lager einer Apotheke, den Büros und Verkaufsräumen. Sie laufen viel und werden gelegentlich körperlich tätig, zum Beispiel beim Auspacken von Lieferungen und Einräumen von Regalen.