*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Softwareentwickler

Datenbasis: 7.826 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.788 € 3.987 € 5.859 €
Baden-Württemberg 3.222 € 4.316 € 6.347 € Jobs Softwareentwickler
Bayern 2.890 € 4.156 € 5.940 € Jobs Softwareentwickler
Berlin 2.712 € 3.831 € 5.432 € Jobs Softwareentwickler
Brandenburg 2.271 € 3.599 € 4.969 € Jobs Softwareentwickler
Bremen 2.888 € 3.901 € 5.521 € Jobs Softwareentwickler
Hamburg 2.758 € 4.042 € 5.791 € Jobs Softwareentwickler
Hessen 2.865 € 4.221 € 6.510 € Jobs Softwareentwickler
Mecklenburg-Vorpommern 2.455 € 3.357 € 4.252 € Jobs Softwareentwickler
Niedersachsen 2.643 € 3.702 € 5.274 € Jobs Softwareentwickler
Nordrhein-Westfalen 2.661 € 3.888 € 5.653 € Jobs Softwareentwickler
Rheinland-Pfalz 2.613 € 3.662 € 5.654 € Jobs Softwareentwickler
Saarland 2.568 € 3.571 € 5.269 € Jobs Softwareentwickler
Sachsen 2.455 € 3.225 € 4.383 € Jobs Softwareentwickler
Sachsen-Anhalt 1.917 € 3.049 € 4.299 € Jobs Softwareentwickler
Schleswig-Holstein 2.757 € 3.820 € 5.428 € Jobs Softwareentwickler
Thüringen 2.114 € 3.097 € 4.077 € Jobs Softwareentwickler

Softwareentwickler / Softwareentwicklerin:

1. Gehalt
Mit Einsen und Nullen programmieren Softwareentwickler nicht nur komplexe Programme, auch der Verdienst kann sich mit diesen gefragten Fähigkeiten bestens entwickeln. Im bundesweiten Durchschnitt kommen Entwickler auf ein monatliches Gehalt von 3.987 € brutto. Hochgerechnet entspricht das einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 47.844 €. Schlechter und besser geht es aber immer:

  • So bekommt ein Viertel der Softwareentwickler monatlich lediglich 2.788 € oder weniger,
  • wiederum ein Viertel aber auch 5.859 € und mehr.

Alle anderen Gehälter liegen dazwischen. Diese Zahlen basieren auf 7.826 Datensätzen, die wir innerhalb der letzten zwei Jahre erfasst und analysiert haben. Welche Faktoren – neben den eigenen Fähigkeiten, dem Abschluss und dem Verhandlungsgeschick – die Höhe des Einkommens beeinflussen, schauen wir uns mal etwas genauer an.

Die Gehaltsentwicklung

Ein Faktor ist das Alter – oder besser, die Erfahrung, die in aller Regel mit dem Alter wächst und dadurch für steigende Löhne sorgt. So starten Berufseinsteiger nach abgeschlossener Ausbildung mit einem Einstiegsgehalt von 3.418 €. In den folgenden Jahren geht es dann Schritt für Schritt aufwärts:

  • 25 Jahre = 3.440 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.784 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.149 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.464 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.847 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.251 Euro brutto

Fort- und Weiterbildungen sowie ein Bachelor- oder Master-Studium sind zudem stets gute Möglichkeiten, nicht nur die Karriereleiter, sondern auch gehaltstechnisch aufzusteigen.

Mehr Mitarbeiter, mehr Entwicklungsmöglichkeiten

Ein weiteres Kriterium für den Verdienst in der Softwareentwicklung ist die Firmengröße des Arbeitsgebers. Kurz zusammengefasst: je mehr Mitarbeiter, desto höher die Vergütung:

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.661 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.100 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.857 Euro brutto

Unabhängig von der Größe der Firmen, fällt beim Blick auf die Gehaltszahlen auf, dass der Unterschied der Bezahlung von Männern und Frauen recht groß ist. So verdient ein Softwareentwickler im Schnitt 4.004 €, eine Softwareentwicklerin hingegen nur 3.739 €. Auf die statistischen Gesamtwerte hat dies allerdings nicht viel Einfluss, da der Beruf immer noch eine Männerdomäne ist und daher nur vergleichsweise wenige Frauen in die Statistik einfließen.

Anderer Arbeitsort - Anderes Softwareentwickler Gehalt?

Auch der Arbeitsort trägt zur Gehaltshöhe bei. So sind die Unterschiede zwischen einzelnen Bundesländern teilweise enorm. In Baden-Württemberg, Bayern und Hessen ist der Lohn zum Beispiel um einiges höher als in Thüringen, Sachsen-Anhalt oder Sachsen. Die unterschiedlich hohen Lebenshaltungskosten liefern zumindest teilweise eine Erklärung für diese Gehaltsschere.

Sie möchten es noch genauer wissen?
Bei allen genannten Angaben zum Gehalt als Softwareentwickler bzw. Softwareentwicklerin handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Softwareentwickler gestaltet das Design einer Software, implementiert vom Kunden gestellte Anforderungen und führt Tests durch. Vor dem Beginn seiner beruflichen Laufbahn absolviert er eine geeignete Ausbildung oder ein Studium. Hinsichtlich der Ausbildungen bietet sich beispielsweise der Beruf des seit 2007 vorhandenen mathematisch-technischen Softwareentwicklers an. Die ausgebildeten Fachkräfte befassen sich später mit der Planung und der Umsetzung von Software-Systemen. Ihre Arbeit basiert überwiegend auf Modellen der Mathematik. Die folgenden Qualifikationen erlernt ein mathematisch-technischer Softwareentwickler im Laufe seiner Ausbildung:

  • mathematische Modelle auf die Problemlösung in der Informatik anzuwenden,
  • Anforderungen und Problemstellungen der Softwareentwicklung zu analysieren,
  • Maßnahmen zur Qualitätssicherung zu organisieren und durchzuführen,
  • geeignete Testverfahren zu ergreifen,
  • Methoden aus dem Projektmanagement kennen,
  • Anwender von Software zu beraten und schulen.

Neben der vorgestellten Berufsausbildung existiert eine gleichnamige Weiterbildung zum Softwareentwickler. Es handelt sich um eine im Selbststudium zu absolvierende Fortbildung, deren Vorgaben sich in der IT-Fortbildungs-Verordnung finden. Diese unterteilt die für die IT-Branche angebotenen Weiterbildungen in drei aufeinander aufbauende Phasen. Sie tragen die Namen Spezialisten, operative Professionals sowie strategische Professionals.

Die angesprochene Fortbildung zum Software-Entwickler gehört zur Ebene der Spezialisten. Da es sich um eine Weiterbildung im Selbststudium handelt, variiert die Dauer. Die Fortbildungs-Verordnung schreibt keinen festen Zeitraum vor. Durchschnittlich benötigen die Teilnehmer rund sechs Monate.

3. Studium

Als Alternative zum Berufszugang über Aus- beziehungsweise Weiterbildung bieten Universitäten und Fachhochschulen Studiengänge im Bereich der Softwaretechnik an. Die Studenten erwerben theoretisches und praktisches Wissen aus den Fächern der Informatik, der Elektrotechnik und der Mathematik. Die konkrete Bezeichnung des Studiengangs hängt von der jeweiligen Hochschule ab. Diese Studiengänge gehören zur Liste der potenziellen Namen:

  • Informatik,
  • Informatik mit Schwerpunkt Softwaresysteme,
  • Kommunikations- und Softwaretechnik,
  • IT Systems Engineering,
  • Softwaresystementwicklung,
  • Software Engineering,
  • Softwaretechnik.

Ein Softwaretechnik-Studium beginnt mit dem Bachelor, der mindestens sechs Semester in Anspruch nimmt. Erfolgreiche Absolventen erhalten nach ihrer Abschlussarbeit den Titel "Bachelor of Science". An das Bachelor-Studium schließt sich optional der Master an (häufig vier Semester).

Im Laufe ihres Studiums besuchen die Studenten unterschiedliche Vorlesungen wie Programmierung, Softwareentwicklung, Software-Qualität, Datenstrukturen oder Programmier-Paradigmen. Die exakten Namen der Vorlesungen variieren erneut in Abhängigkeit von der jeweiligen Hochschule. Einheitlich gestaltet sich dagegen der grobe Ablauf des Studiums. In den ersten Semestern erwarten die Studenten Grundlagen-Vorlesungen. Der Lehrplan sieht hierfür diverse Basismodule vor. Später wählen die Studenten aus verschiedenen angebotenen Spezialisierungen. Die Wahl der Schwerpunkte richten sie an ihren persönlichen Interessen und Berufsplänen aus.

Erfolgreiche Absolventen besitzen sehr gute berufliche Aussichten. Studierte Softwaretechniker gelten als gefragte Arbeitskräfte auf dem Arbeitsmarkt mit attraktiver Bezahlung. Entwickeln die Absolventen während ihres Studiums ein großes Interesse an Themen der Forschung, bietet sich optional eine Hochschulkarriere an. Das erfolgt über eine Promotion an einem Informatik-Lehrstuhl.

4. Tätigkeit

Ein Softwareentwickler entwickelt Software. Sagt ja schon die Berufsbezeichnung. Doch gehen wir ein bisschen mehr ins Detail: Neben dem Schreiben von Code gehören zur Entwicklung auch Analyse, Planung und Implementierung von Datenbanken oder Software-Bausteinen –die meist sehr komplexe Logik der Programme muss erdacht, umgesetzt und fortlaufend gepflegt werden. So ist zum Beispiel ein Teil des Entwickler-Alltags damit verbunden, in existierenden Programmen Fehler aufzuspüren und diese zu beseitigen.

Und da Software inzwischen in fast alle Bereiche des täglichen Lebens Einzug erhalten hat, ist das Berufsbild des Softwareentwicklers entsprechend vielseitig. Denn Software braucht man nicht nur für klassische Computer-Programme, wie sie jeder von uns zu Hause auf seinem Rechner hat. Egal, ob wir im Supermarkt einkaufen, beim Arzt untersucht werden oder Auto fahren – überall kommt Software zum Einsatz. So werden Softwareentwickler nicht nur im IT-Sektor, sondern quasi in jeder Branche gebraucht.

Zusammenfassend können wir festhalten, dass im Zuge der Digitalisierung fast aller Bereiche, der Bedarf an Softwareentwicklern weiterhin steigen wird. Schon jetzt kann der Bedarf von 25.000 Entwicklern pro Jahr durch die jährlich etwa 16.000 Absolventen nicht gedeckt werden. Der Beruf hat also ohne Zweifel Zukunft.