*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Versicherungsvertreter

Datenbasis: 12 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.840 € 3.452 € 7.381 €
Baden-Württemberg 2.025 € 3.799 € 8.123 € Jobs Versicherungsvertreter
Bayern 1.958 € 3.674 € 7.856 € Jobs Versicherungsvertreter
Berlin 1.722 € 3.230 € 6.906 € Jobs Versicherungsvertreter
Brandenburg 1.402 € 2.630 € 5.623 € Jobs Versicherungsvertreter
Bremen 1.768 € 3.317 € 7.092 € Jobs Versicherungsvertreter
Hamburg 1.952 € 3.662 € 7.830 € Jobs Versicherungsvertreter
Hessen 2.130 € 3.996 € 8.544 € Jobs Versicherungsvertreter
Mecklenburg-Vorpommern 1.353 € 2.538 € 5.427 € Jobs Versicherungsvertreter
Niedersachsen 1.466 € 2.751 € 5.882 € Jobs Versicherungsvertreter
Nordrhein-Westfalen 1.862 € 3.493 € 7.469 € Jobs Versicherungsvertreter
Rheinland-Pfalz 1.810 € 3.395 € 7.259 € Jobs Versicherungsvertreter
Saarland 1.750 € 3.283 € 7.020 € Jobs Versicherungsvertreter
Sachsen 1.415 € 2.655 € 5.677 € Jobs Versicherungsvertreter
Sachsen-Anhalt 1.387 € 2.602 € 5.564 € Jobs Versicherungsvertreter
Schleswig-Holstein 1.754 € 3.290 € 7.035 € Jobs Versicherungsvertreter
Thüringen 1.438 € 2.698 € 5.769 € Jobs Versicherungsvertreter

Versicherungsvertreter / Versicherungsvertreterin:

1. Gehalt

Als Versicherungsvertreter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.452 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 12 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.840 € beginnen, Versicherungsvertreter in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 7.381 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.290 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.799 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Versicherungsvertreter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.290 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.890 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.910 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.254 Euro brutto
  • 45 Jahre = 5.109 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.289 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.290 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = - Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.820 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Versicherungs-Vertreter gehört zu den bekannten Berufen der Versicherungs-Branche. Dennoch existiert keine gleichnamige Ausbildung, die gezielt auf die Tätigkeit vorbereitet. Aus diesem Grund bestehen unterschiedliche Wege, die einen Zugang zum vorgestellten Beruf ermöglichen.

Als Mindest-Qualifikation gilt die erfolgreich abgelegte Prüfung zum Versicherungs-Fachmann. Die von der Industrie- und Handelskammer verantwortete Weiterbildung informiert die Teilnehmer über die Grundlagen der Versicherungs-Branche. Sie lernen beispielsweise rechtliche Vorgaben und die Eigenschaften verschiedener Versicherungs-Typen kennen. Die Weiterbildung steht für sämtliche Interessierte offen. Es gibt keine vorgeschriebenen schulischen oder beruflichen Vorkenntnisse.

Ein alternativer Weg, um später als Versicherungs-Vertreter zu arbeiten, stellt die klassische Kaufmanns-Ausbildung dar. Im Hinblick auf den angestrebten Beruf liegt die Wahl der Ausbildung zum Versicherungs-Kaufmann nahe. Seit 2006 trägt die Berufsausbildung den Namen "Kaufmann für Versicherungen und Finanzen". Die durch das Berufsbildungs-Gesetz geregelte Lehre baut auf dem dualen System auf. Sie nimmt insgesamt drei Jahre in Anspruch, wobei im letzten Jahr eine Spezialisierung ansteht. Die Auszubildenden wählen im dritten Lehrjahr, ob sie den Fachbereich der Versicherungen oder der Finanzen vertiefen.

Die angesprochene Prüfung zum Versicherungs-Fachmann oder die Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen ermöglicht einen soliden Berufseinstieg. Später besitzen die Versicherungs-Vertreter die Option, ihr Fachwissen auszubauen. Angesichts der kontinuierlichen gesetzlichen Änderungen in der Versicherungs-Wirtschaft empfiehlt es sich, Weiterbildungen zu besuchen. Gleichzeitig erweitern die Versicherungs-Vermittler ihre Kompetenzen und empfehlen sich für höhergestellte Positionen.

Als eine der potenziellen Weiterbildungen gilt der Versicherungs-Fachwirt. Die Fortbildung bereitet die Teilnehmer auf die mittlere Management-Ebene vor. Versicherungs-Fachwirte gehören zu den Experten ihres Gebietes. Sie arbeiten beispielsweise in Banken, Versicherungs-Unternehmen, bei Kredit-Instituten oder bei Finanz-Dienstleistern. Die Versicherungs-Fachwirte erlernen im Rahmen der Weiterbildung folgende Kompetenzen:

  • Leitung von Versicherungs-Direktionen und Geschäftsstellen,
  • Abschluss von Finanzierungen und Versicherungen,
  • fundierte Beratung gewerblicher und privater Kunden
  • Akquise neuer Kunden,
  • Kalkulation von Tarifen und Entschädigungen
  • Bewerten von Risiken einer Anlage,
  • Bearbeitung von Schadensfällen,
  • Planung und Steuerung innerbetrieblicher Abläufe,
  • Analyse der Wettbewerbs- und Markt-Situation,
  • Marketing,
  • Einführung neuer Versicherungs-Angebote.
3. Studium

Der Berufseinstieg eines Versicherungs-Vertreters erfolgt nach der vorgestellten Ausbildung oder der Prüfung zum Versicherungs-Fachmann. In der Regel fordern die einstellenden Unternehmen aus der Versicherungs-Wirtschaft von ihren Vertretern kein Studium an einer Universität oder Hochschule. Allerdings besitzen Versicherungs-Vertreter die Option, im Rahmen eines Studiums ihr Fachwissen zu vertiefen. Dadurch verbessern sich die Aufstiegs-Perspektiven und das Gehalt steigt an.

Es liegt nahe, sich nach dem erfolgten Berufseinstieg bei seinem Arbeitgeber auf ein berufsbegleitendes Studium zu bewerben. Der Großteil der Versicherungs-Unternehmen bietet in Kooperation mit einer Hochschule duale Studiengänge an. Meistens handelt es sich hierbei um ein betriebswirtschaftliches Studium, das seinen Schwerpunkt auf das Versicherungswesen richtet.

In den Theoriephasen an der Hochschule lernen die Studierenden zunächst die Grundlagen der BWL kennen:

  • Investition und Finanzierung,
  • Rechnungswesen und Controlling,
  • Personal und Organisation,
  • Strategisches Management,
  • Innovations- und Dienstleistungs-Management.

Später folgen vertiefende Vorlesungen, die sich mit der Versicherungs-Branche befassen. Während der Praxis-Phasen erhalten die Studierenden einen Einblick in die alltäglichen Prozesse und Abläufe eines Versicherungs-Betriebs.

4. Tätigkeit

Der Versicherungsvertreter oder die Versicherungsvertreterin findet ein Arbeitsumfeld bei Versicherungsgesellschaften, Banken und anderen Kreditinstituten mit angeschlossener Versicherungssparte, bei einschlägigen Agenturen oder in der Selbstständigkeit. Angehörige dieser Berufsgruppe sind für Akquisition und Betreuung von Kunden zuständig. Sie prüfen die Verhältnisse neuer Kunden im Hinblick auf ihr Einkommen, ihre Lebensumstände sowie ihre Vermögensverhältnisse und erstellen auf dieser Basis ein Angebot. Sie beraten den im Versicherungsfall, nehmen seine Angaben auf und leiten diese an die Gesellschaft weiter. Das Gehalt kann abhängig vom Arbeitgeber variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.