*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Werkzeugmachermeister

Datenbasis: 11 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.617 € 4.296 € 7.422 €
Baden-Württemberg 2.702 € 4.435 € 7.662 € Jobs Werkzeugmachermeister
Bayern 2.785 € 4.572 € 7.899 € Jobs Werkzeugmachermeister
Berlin 2.449 € 4.020 € 6.945 € Jobs Werkzeugmachermeister
Brandenburg 1.993 € 3.272 € 5.653 € Jobs Werkzeugmachermeister
Bremen 2.515 € 4.128 € 7.132 € Jobs Werkzeugmachermeister
Hamburg 2.776 € 4.557 € 7.873 € Jobs Werkzeugmachermeister
Hessen 3.029 € 4.972 € 8.590 € Jobs Werkzeugmachermeister
Mecklenburg-Vorpommern 1.924 € 3.158 € 5.456 € Jobs Werkzeugmachermeister
Niedersachsen 2.388 € 3.920 € 6.772 € Jobs Werkzeugmachermeister
Nordrhein-Westfalen 2.623 € 4.306 € 7.439 € Jobs Werkzeugmachermeister
Rheinland-Pfalz 2.574 € 4.225 € 7.299 € Jobs Werkzeugmachermeister
Saarland 2.488 € 4.085 € 7.057 € Jobs Werkzeugmachermeister
Sachsen 2.013 € 3.304 € 5.708 € Jobs Werkzeugmachermeister
Sachsen-Anhalt 1.972 € 3.238 € 5.594 € Jobs Werkzeugmachermeister
Schleswig-Holstein 2.298 € 3.773 € 6.518 € Jobs Werkzeugmachermeister
Thüringen 1.788 € 2.935 € 5.071 € Jobs Werkzeugmachermeister

Werkzeugmachermeister:

1. Gehalt

Als Werkzeugmachermeister liegt das deutschlandweite Gehalt bei 4.296 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 11 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.617 € beginnen, Werkzeugmachermeister in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 7.422 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.773 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.435 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Werkzeugmachermeister in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.539 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.935 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.935 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.992 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.301 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.306 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 4.296 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.929 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.061 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Werkzeugmacher-Meister gehören zu den weitergebildeten Fachkräften aus der Werkzeug-Branche. Am vorgestellten Beruf interessierte Personen absolvieren zunächst eine Ausbildung. Daran schließt sich die berufsbezogene Weiterbildung an, die gezielt auf die Aufgaben eines Meisters vorbereitet und die zum Titel gehörenden Rechte verleiht.

Der berufliche Werdegang eines Meisters für die Herstellung von Werkzeugen beginnt mit der Ausbildung zum Werkzeug-Mechaniker. Hierbei handelt es sich um eine 3,5 Jahre dauernde Berufsausbildung; der Schwerpunkt liegt wahlweise auf:

  • der Formentechnik,
  • der Instrumenten-Technik,
  • der Stanztechnik,
  • oder der Vorrichtungs-Technik.

Bewerber benötigen mindestens den Abschluss einer Hauptschule. Im Laufe der Ausbildung lernen die Teilnehmer, wie sie unter Einsatz von computergesteuerten Maschinen unterschiedliche Werkzeuge herstellen. Das schließt die Programmierung und Bedienung der zugehörigen Anlagen ein. Ferner befassen sich die Auszubildenden mit der Prüfung von Werkzeugen hinsichtlich ihrer Funktionsfähigkeit und der Qualität. Zum Ende der Lehre steht eine Abschluss-Prüfung an.

Nach der abgeschlossenen Ausbildung zum Werkzeug-Mechaniker besitzen die Personen unterschiedliche Aufstiegs-Chancen. Dazu gehört neben anderen die erwähnte Weiterbildung zum Werkzeugmacher-Meister. Sie erfolgt über die Prüfung zum Industrie-Meister in der Fachrichtung Metall. Alle Personen, die eine erfolgreich absolvierte Abschluss-Prüfung in einem Ausbildungsberuf aus der Metallbranche nachweisen, gelten als zulassungsberechtigt. Für sie besteht kein Bedarf an einer Praxis-Phase zwischen der Ausbildung und der Prüfung zum Meister.

In der Regel besuchen die Interessenten vor der Meister-Prüfung vorbereitende Lehrgänge. Die Länge der Weiterbildung hängt von der gewählten Art ab. In Vollzeit dauert die Fortbildung zwischen sechs und zwölf Monate. Die Prüfung findet vor der Industrie- und Handelskammer statt. Die geprüften Inhalte stammen aus den Bereichen "fachrichtungs-übergreifende Basis-Qualifikationen" sowie "handlungs-spezifische Qualifikationen". Der letztgenannte Abschnitt setzt sich aus den Bereichen Technik, Organisation und Personalführung zusammen.

Den Großteil der Aufgaben beantworten die Prüflinge schriftlich. Im Handlungsbereich "Führung und Personal" steht ein Fachgespräch an, das sich auf eine vorgegebene Situation bezieht. Bestehen die Teilnehmer die Prüfung mit Erfolg, erhalten Sie den Titel "Werkzeugmacher-Meister". Damit geht das Recht zur Selbstständigkeit und zur Ausbildung anderer Personen im entsprechenden Berufsfeld einher.

3. Studium

Um als Werkzeugmacher-Meister zu arbeiten, reicht der erläuterte Weg mit Aus- und Weiterbildung aus. Da es sich um einen handwerklichen Beruf handelt, benötigen interessierte Personen kein Studium. Dennoch besitzen geprüfte Meister mit einer Zugangs-Berechtigung für Hochschulen das Recht, sich an einer Universität einzuschreiben. Ein ergänzendes Studium stellt eine zusätzliche Möglichkeit der Weiterbildung dar. Als potenzielle Studiengänge kommen die Kunststoff-Technik und der Maschinenbau infrage.

Werkzeugmacher-Meister, die zusätzlich ein Studium beginnen, treffen zuvor die Entscheidung zwischen einem Vollzeit- oder einem Fernstudium. Um weiterhin Geld zu verdienen und den gelernten Beruf auszuüben, empfiehlt sich ein Fernstudium. Die Studiengemeinschaft Darmstadt bietet beispielsweise ein Hochschul-Studium im Fachbereich Maschinenbau in Form von Fernkursen an.

4. Tätigkeit

Der Werkzeugmachermeister oder die Werkzeugmachermeisterin sind Fachkräfte im Bereich der Herstellung von Werkzeugen wie Umform- und Stanzwerkzeugen. Neben den handwerklichen Aufgaben sind sie auch für die Materialbeschaffung, die Kostenrechnung, die Ausbildung der Auszubildenden, die Qualitätsprüfung, die Qualitätssicherung und den Einsatzplan, der ihnen unterstellten Mitarbeiter zuständig. Sie übernehmen Führungsaufgaben und können einen Betrieb eigenverantwortlich führen. Der Verdienst von Werkzeugmachermeistern bzw. Werkzeugmachermeisterinnen ist abhängig von dem Verantwortungsbereich, in dem eingesetzten Unternehmen. Das Durchschnittsgehalt liegt bei einem Stundenlohn von etwa 48.000 EUR im Jahr.