*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Wohnbereichsleitung

Datenbasis: 130 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.159 € 2.730 € 3.571 €
Baden-Württemberg 1.896 € 2.961 € 3.563 € Jobs Wohnbereichsleitung
Bayern 2.442 € 2.764 € 3.287 € Jobs Wohnbereichsleitung
Berlin 2.008 € 2.539 € 3.321 € Jobs Wohnbereichsleitung
Brandenburg 1.810 € 2.168 € 2.425 € Jobs Wohnbereichsleitung
Bremen 2.074 € 2.623 € 3.431 € Jobs Wohnbereichsleitung
Hamburg 2.686 € 3.046 € 3.134 € Jobs Wohnbereichsleitung
Hessen 2.499 € 3.160 € 4.133 € Jobs Wohnbereichsleitung
Mecklenburg-Vorpommern 1.587 € 2.007 € 2.625 € Jobs Wohnbereichsleitung
Niedersachsen 1.928 € 2.843 € 3.794 € Jobs Wohnbereichsleitung
Nordrhein-Westfalen 2.383 € 3.042 € 3.930 € Jobs Wohnbereichsleitung
Rheinland-Pfalz 2.420 € 2.894 € 4.587 € Jobs Wohnbereichsleitung
Saarland 2.053 € 2.596 € 3.396 € Jobs Wohnbereichsleitung
Sachsen 2.008 € 2.376 € 2.782 € Jobs Wohnbereichsleitung
Sachsen-Anhalt 1.628 € 2.058 € 2.692 € Jobs Wohnbereichsleitung
Schleswig-Holstein 1.885 € 2.392 € 2.859 € Jobs Wohnbereichsleitung
Thüringen 1.687 € 2.133 € 2.790 € Jobs Wohnbereichsleitung

Wohnbereichsleitung:

1. Gehalt

Als Wohnbereichsleiter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.730 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 130 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.159 € beginnen, Wohnbereichsleiter in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.571 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.392 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.961 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Wohnbereichsleiter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.645 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.654 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.708 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.082 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.975 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.848 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.677 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.764 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.154 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Arbeit als Wohnbereichsleiter besteht als Weiterbildungs-Beruf. Um diese Weiterbildung zu absolvieren, verfügen die Interessenten über eine abgeschlossene Ausbildung als Kranken- oder Altenpfleger. Sie besitzen eine mindestens einjährige Berufspraxis. Die Weiterbildungs-Kurse dauern in der Regel drei Jahre. Der theoretische Unterricht nimmt drei Semester in Anspruch. Ein weiteres Jahr lernen die zukünftigen Wohnbereichsleiter berufsbegleitend.

Die gesamte Weiterbildung besteht aus insgesamt 520 Theoriestunden. Sie gliedern sich in den Unterricht im Klassenverband und Phasen des Selbststudiums. Einige Lehrinstitute bieten einzelne Kurse an den Wochenenden an. Dazu gehören beispielsweise die obligatorischen Fächer Mitarbeiter-Führung und Rhetorik. Weiterhin beinhaltet die Weiterbildung:

  • die beruflichen Grundlagen,
  • Führung und Leitung,
  • die Management-Grundlagen von Sozialbetrieben,
  • soziologisch-medizinische Grundlagen
  • und eine Abschlussarbeit.

Bei ihrer Abschlussarbeit widmen sich die Lernenden einem Projekt ihrer Wahl. Zudem finden diverse Diskussionen und Gruppenarbeiten statt. Rollenspiele und Fallstudien bereiten die Interessierten auf den beruflichen Alltag vor. Nach der erfolgreich abgeschlossenen Prüfung erhalten die Absolventen ein Zertifikat.

3. Studium

Um als Wohnbereichsleiter zu arbeiten, eignet sich ein Fernstudium im Bereich Wohnbereichsleitung. Der Fernlehrgang dauert in der Regelstudienzeit 15 Monate. Diese Zeit beinhaltet ein drei Monate umfassendes Praktikum. Speziell eignet sich das Fernstudium für Interessenten mit einer entsprechenden Vorbildung. Grundlegende Kenntnisse im Bereich Pflege erweisen sich für die Lernenden vorteilhaft. Die Lerninhalte gliedern sich in:

  • geronto-psychatrische und geriatrische Krankheitsbilder,
  • Arbeiten mit Dementen,
  • Validation,
  • Ethik,
  • Personalführung,
  • Personalwirtschaft,
  • Zeitmanagement und Qualitäts-Management,
  • Haftungsrecht, Heimrecht und Betreuungsrecht,
  • Sozialrecht und Arbeitsrecht,
  • Arbeitsschutz
  • sowie Dienstplan-Gestaltung.

Zu den Lehrgangs-Materialien zählen 33 Lehrbriefe. Am Ende des Fernstudiums erwartet die Teilnehmer eine Abschlussprüfung. Um an dieser teilzunehmen, zeigen sie einen Leistungsnachweis vor. Bestehen sie die Prüfung, erhalten sie ein Zertifikat. Dieses berechtigt in allen Bundesländern für die Arbeit im Bereich Wohnbereichsleitung.

Alternativ wählen Interessierte ein Studium im Pflege-Management. Hier erhalten sie einen Überblick über Fachwissen und entsprechende Kompetenzen. Des Weiteren beschäftigt sich das Studium mit den Themen Management und persönlichkeits-bezogene Qualifikationen. Die Studierenden spezialisieren sich auf eine bestimmte Fachrichtung. Beispielsweise wählen sie die Rubriken Gesundheits-Wissenschaften oder Gesundheits-Ökonomie.

Das Studium im Bereich Pflegemanagement beinhaltet umfassende Praxis-Phasen. In diesen arbeiten die Lernenden in Unternehmen und Pflege-Einrichtungen. Zu den fakultativen Fächern gehören die Human- und die Biologie-Wissenschaften. Ebenso zählen die Pflegeforschung und die Psychologie in diese Kategorie.

Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester und endet mit einer Bachelor-Arbeit. Der akademische Titel lautet Bachelor of Science. Dabei wählen die Studierenden zwischen einem Studium in Vollzeit oder Teilzeit. Einen Numerus clausus gibt es nicht. Einige Universitäten führen Eignungstests in Form von Bewerber-Gesprächen durch. Vor Beginn des Studiums absolvieren die Interessenten zwingend ein mehrwöchiges Pflege-Praktikum.

4. Tätigkeit

Die Berufsbezeichnung Wohnbereichsleiter oder Wohnbereichsleiterin wird in Pflegeeinrichtungen verwendet. Eine Wohnbereichsleitung ist zuständig für alle Belange, die einen Bereich in der Einrichtung betreffen. Das bedeutet, dass sich die Bereichsleitung sowohl um den Dienstplan der Mitarbeiter kümmern muss, als auch die Visite der Hausärzte von den Bewohnern begleiten sollte. Wer den Platz einer Wohnbereichsleitung annimmt, der sollte nicht ausschließlich auf sein Gehalt achten. Der Lohn für diese verantwortungsvolle Tätigkeit ist nie angemessen und kann bei der Berufswahl keine übergeordnete Rolle spielen. Das Durchschnittsgehalt für die Wohnbereichsleitung ist sehr unterschiedlich und hängt von einigen Faktoren ab. So spielt die Zahl der Bewohner für einen Bereich eine große Rolle. Auch die Anzahl der Mitarbeiter wird bei dem Verdienst einer Bereichsleitung berücksichtigt. Das Einzige was bei dieser Tätigkeit zählt ist die Tatsache, dass die Wohnbereichsleitung über eine gute abgeschlossene Ausbildung verfügt. Das kann das Krankenpflegeexamen sein aber auch das Examen in der Altenpflege reicht für die Ausübung des Berufes. Wohnbereichsleiter/in, das kann man nur werden, wenn eine entsprechende Fortbildung abgeschlossen wurde. Dabei schreibt der Gesetzgeber sehr genau vor, wie hoch die Anzahl der Stunden bei der entsprechenden Fortbildung sein muss.