*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Altenpfleger / Altenpflegerin

Datenbasis: 3.265 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.824 € 2.421 € 3.187 €
Baden-Württemberg 2.081 € 2.636 € 3.536 € Jobs Altenpfleger / Altenpflegerin
Bayern 1.988 € 2.570 € 3.326 € Jobs Altenpfleger / Altenpflegerin
Berlin 1.820 € 2.409 € 2.897 € Jobs Altenpfleger / Altenpflegerin
Brandenburg 1.819 € 2.252 € 2.711 € Jobs Altenpfleger / Altenpflegerin
Bremen 1.792 € 2.472 € 3.386 € Jobs Altenpfleger / Altenpflegerin
Hamburg 2.091 € 2.606 € 2.969 € Jobs Altenpfleger / Altenpflegerin
Hessen 1.853 € 2.364 € 3.192 € Jobs Altenpfleger / Altenpflegerin
Mecklenburg-Vorpommern 1.790 € 2.085 € 2.646 € Jobs Altenpfleger / Altenpflegerin
Niedersachsen 1.841 € 2.344 € 2.980 € Jobs Altenpfleger / Altenpflegerin
Nordrhein-Westfalen 1.973 € 2.539 € 3.499 € Jobs Altenpfleger / Altenpflegerin
Rheinland-Pfalz 2.042 € 2.564 € 3.566 € Jobs Altenpfleger / Altenpflegerin
Saarland 2.013 € 2.433 € 3.281 € Jobs Altenpfleger / Altenpflegerin
Sachsen 1.707 € 2.082 € 3.055 € Jobs Altenpfleger / Altenpflegerin
Sachsen-Anhalt 1.609 € 1.995 € 2.747 € Jobs Altenpfleger / Altenpflegerin
Schleswig-Holstein 1.928 € 2.459 € 3.138 € Jobs Altenpfleger / Altenpflegerin
Thüringen 1.648 € 2.094 € 2.820 € Jobs Altenpfleger / Altenpflegerin

Altenpfleger / Altenpflegerin:

1. Gehalt

Als Altenpfleger und Altenpflegerin beläuft sich das durchschnittliche Monatsgehalt in Deutschland auf rund 2.421 € brutto. Das Jahreseinkommen beträgt somit 29.052 €. Diese Angaben zum Gehalt von examinierten Altenpflegern haben wir anhand von 3.265 Datensätzen aus den letzten beiden Jahren ermittelt.

Die Gehaltsspanne:

  • 25% der Altenpfleger arbeiten für weniger als 1.824 € im Monat
  • 25% der Altenpfleger verdienen mehr als 3.187 € pro Monat

Der Großteil der Berufsangehörigen verdient zwischen 1.824 € und 3.187 €.

Einfluss auf den Lohn von Altenpflegern hat neben dem Standort auch das Alter der Fachkräfte. Die Firmengröße beeinflusst das Gehalt nur geringfügig.

Altenpfleger in Bayern beziehen das höchste Gehalt

Die Altenpfleger in Bayern beziehen mit durchschnittlich 2.570 € brutto die höchsten Gehälter in Deutschland. Danach folgen die Bundesländer Rheinland-Pfalz (2.564 €) und Hamburg (2.606 €). Das geringste Einkommen haben examinierte Altenpfleger und Altenpflegerinnen in Sachsen (2.082 €) und in Sachsen-Anhalt (1.995 €).

Einstiegsgehälter und Verdienstmöglichkeiten im Alter

Wer nach der Ausbildung als examinierter Altenpfleger einsteigt, bekommt ein Einstiegsgehalt von rund 2.323 € brutto monatlich. Männer und Frauen steigen übrigens mit einem ähnlichen Gehalt ein.
Im Laufe des Berufslebens steigt der Lohn von Altenpflegern zwar ununterbrochen, allerdings in sehr kleinen Schritten. Das Gehalt im 50. Lebensjahr beträgt dann durchschnittlich 2.449 €.

Gehalt als Altenpfleger/-in in Abhängigkeit vom Alter:

  • 25 Jahre = 2.344 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.370 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.408 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.438 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.435 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.449 Euro brutto

Ein Tarifgehalt für Altenpfleger

Was sich aber auch nicht ändert: während des Berufslebens steigt das Gehalt der männlichen Altenpfleger kaum mehr an, als das der Altenpflegerinnen. Diese faire Lohnpraxis kommt u.A. deshalb zustande, weil viele Altenpfleger in öffentlichen Einrichtungen angestellt sind. Dort ist ihr Gehalt durch Tarifverträge vorgegeben. In privatwirtschaftlichen Pflegeeinrichtung kann der Stundenlohn abweichen und ist damit meist geringer. Wenn es keinen Haustarif gibt, ist das Gehalt eines jeden Angestellten reine Verhandlungssache.

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.369 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.513 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.622 Euro brutto

Bei allen genannten Angaben zum Gehalt als Altenpfleger bzw. Altenpfegerin handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

Wie viel Netto vom Bruttogehalt übrig bleibt, können sie schnell und leicht in unserem Gehaltsrechner errechnen.

2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildung zum Altenpfleger bzw. zur Altenpflegerin unterliegt bundesweit einheitlichen Bestimmungen und dem Altenpflegegesetz. Dabei erfolgt der Unterricht im dualen System. Die Theorie erlernen Interessenten an der Berufsschule. Für den praktischen Teil sammeln sie in einer Pflegeeinrichtung Erfahrungen.

Die Länge hängt davon ab, ob sich die Bewerber für Voll- oder Teilzeit-Ausbildungen interessieren. In Vollzeit umfasst diese Lehre eine Dauer von drei Jahren. Lernen die Teilnehmer in Teilzeit, benötigen sie dazu im Regelfall fünf Jahre. Daneben gibt es Modelle, in denen Interessierte in einem Aufbau-Unterricht weitere Abschlüsse erlangen. Diese Variante dauert dreieinhalb Jahre. Arbeitgeber sind Heime, stationäre Pflegeeinrichtungen oder solche für betreutes Wohnen und ambulante Pflegedienste.

Um von einem Ausbildungsbetrieb eine Zusage zu erhalten, benötigen die Interessenten in den meisten Fällen einen Realschulabschluss oder einen gleichwertigen Bildungsabschluss. Von Bewerbern mit einem Hauptschulabschluss verlangen die Unternehmen eine bereits abgeschlossene anderweitige Berufsausbildung.
Viele Ausbildungseinrichtungen prüfen zusätzlich, ob sich die Teilnehmer für eine Lehre in diesem Bereich eignen. Dazu fordern sie ein amtliches Führungszeugnis, das nicht älter ist als zwölf Wochen. Ebenso steht ein neues Gesundheitszeugnis im Fokus. Um dieses zu erlangen, prüft ein Arbeitsmediziner die Bewerber auf gesundheitliche Probleme. Spezielle Schwächen oder Süchte führen zu einer Berufsunfähigkeit in diesem Tätigkeitsbereich.

Während der Ausbildung zum Altenpfleger stehen u.A. die folgenden Themen auf dem Lehrplan:

  • Konzepte und Aufgaben in der Pflege älterer Personen,
  • Lebensgestaltung im Alter,
  • rechtliche Vorgaben und sonstige Rahmenbedingungen.

Der eigentliche Unterricht zeigt sich praxisnah. Die Teilnehmer bearbeiten im Beruf stattfindende Problematiken und lernen die entsprechenden Handlungsabläufe. Dabei teilt sich diese Lehre in vier Lernfelder. Inhalte stellen die theoretischen Grundlagen, das Planen und Durchführen der Pflege sowie das Beraten dar. Ebenso erhalten die medizinische Diagnostik und die Therapie hohe Relevanz.

Mit einer Weiterbildung können Altenpfleger ihre Fähigkeiten und Qualifikationen verbessern. Das erleichtert bzw. unterstützt den beruflichen Aufstieg. Im Gebiet der Alterspflege kommen verschiedene Fortbildungen infrage. Zum Beispiel die Weiterbildung zur geprüften Fachkraft für die Leitung einer Funktionseinheit. Die Teilnehmer qualifizieren sich dabei für die Stationsleitung in der professionellen Altenpflege. Es handelt sich um eine staatlich geregelte Weiterbildung, die mit einer entsprechenden Prüfung endet. Zulassungen zur Fortbildung erhält ausschließlich Pflegepersonal mit nachweisbarer Berufspraxis.

3. Studium

Die Tätigkeit als Altenpfleger stellt einen reinen Ausbildungsberuf dar. Deswegen suchen die Pflege-Einrichtungen in ihren Stellenausschreibungen nach ausgebildeten Fachkräften. Sofern der Altenpfleger eine Zugangsberechtigung für Hochschulen besitzt, steht ihm dennoch der Beginn eines Studiums offen. Dadurch erweitern und vertiefen die Altenpfleger ihre Kenntnisse.

Diverse Universitäten und Fachhochschulen bieten unterschiedliche Studiengänge mit Bezug zur Pflege älterer Personen an. Dazu gehören:

  • Altenpflege und Management,
  • Studium der Geronto-Psychologie,
  • Studium der Pflege-Pädagogik,
  • Studium der sozialen Arbeit,
  • Pflege-Wissenschaft.

Alle genannten Studiengänge weisen Schnittstellen mit dem Beruf des Altenpflegers auf.

Studenten der Pflegewissenschaften lernen zunächst die notwendigen Grundlagen aus Fächern wie der Anatomie, der Biologie sowie der Psychologie, der Pflege und der zugehörigen Ethik. Später spezialisieren sich die Studierenden auf Schwerpunkte. Die Auswahl hängt von der Hochschule ab. Ein Studium der Geronto-Psychologie legt seinen Fokus auf den sich im Alterungsprozess befindenden Teil der Gesellschaft. Die Studierenden lernen, wie sie das Erleben und Verhalten von Patienten im hohen Alter beeinflussen.

Das Studium beginnt mit dem mindestens sechs Semester andauernden Bachelor. Erfolgreiche Absolventen schließen in der Regel ein Master-Studium über weitere vier Semester an. Eine interessante Option für ausgebildete Altenpfleger stellen berufsbegleitend konzipierte Studienangebote dar. Derartige Studiengänge richten sich an Pflegekräfte, die einen akademischen Abschluss und eine Führungs-Position anstreben.

4. Tätigkeit

Ein Altenpfleger oder eine Altenpflegerin findet ein Arbeitsumfeld in Kliniken für Alterskrankheiten, in Seniorenpflegeheimen und bei ambulanten Pflegediensten. Angehörige dieser Berufsgruppe beschäftigen sich mit alten Menschen und pflegen diese. Sie helfen Senioren bei der Verrichtung ihrer täglichen Tätigkeiten. Sie unterstützen sie bei der Körperhygiene, kochen für sie und füttern sie gegebenenfalls. In Krankenhäusern verabreichen sie punktgenau die Medizin oder lassen ihnen andere Behandlungen angedeihen. Zudem bereiten sie die Patienten für Operationen vor. Sie motivieren die Senioren zur sinnvollen Tages- und Freizeitgestaltung. Das Gehalt kann abhängig vom Arbeitgeber variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.