News

Aussteiger werden – ein Leben nach der Arbeit

Aussteiger werden – ein Leben nach der Arbeit

Wenn der Frust über den Job immer größer wird und immer öfter überlegt wird, warum man morgens eigentlich aufsteht, sollte über eine Veränderung nachgedacht werden. Aussteigen aus dem Job ist möglich und es ist sogar möglich, komplett neu anzufangen und einen ganz anderen Lebensstil zu pflegen.

Raus aus dem Angestellten-Dasein und rein in die Selbstständigkeit

Man kann noch so viel verdienen – wenn der Spaß am Beruf verloren geht, hilft das beste Gehalt wenig. Die Lebensfreude lässt in sämtlichen Bereichen nach, wenn man täglich mehrere Stunden gefrustet und demotiviert am Arbeitsplatz verbringt. Schließlich wird ein Großteil der Lebenszeit im Job verbracht und deshalb sollte sich niemand durch den Arbeitsalltag quälen – dafür ist die Lebenszeit viel zu kurz und kostbar.

Einige Arbeitnehmer wagen den Sprung in die Selbstständigkeit. Vorher noch gut verdienende Juristin und nun Betreiberin eines Onlineshops, mit handgemachten Hundeleinen oder vom Architekt zum selbstständigen Coach – Möglichkeiten gibt es viele. Wichtig ist, dass diesmal der Berufung nachgegangen wird. Bei welcher Tätigkeit ist man mit Leidenschaft bei der Sache? Wobei brennt das innere Feuer? Und wo taucht Vorfreude auf, sobald man sich vorstellt, seine beruflichen Träume Wirklichkeit werden zu lassen?

Bei vielen Menschen, die von solch einem Schritt träumen, stellen die Finanzen eine Blockade dar. Wie soll das finanziert werden? Selbstständigkeit kostet Geld! Das kann ich gar nicht schaffen! Komme ich finanziell überhaupt über die Aufbauzeit hinweg? Mit all diesen und ähnlichen Fragen im Kopf ist bereits das Ziel zum Scheitern verurteilt. Das alte Sprichwort „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ trifft hier zu. Man braucht sich lediglich vorzustellen, wie das Leben weitergeht, wenn im jetztigen Job geblieben wird. Falls diese Zukunftsaussichten das Bedürfnis entstehen lassen, sich sofort im Bett verkriechen zu wollen, sollten Zweifel abgeschüttelt und das Ziel angegangen werden.

Einige finanzieren den Aufbau ihres Unternehmens aus Erspartem, andere leihen sich das Geld bei Familienmitgliedern und wieder andere suchen Finanzinvestoren. Zudem kann sich über Gründerkredite informiert werden. Banken vergeben in der Regel nur dann Kredite, wenn sie vom Businessplan überzeugt sind. Bei manchen Geschäftsideen blickt man eher in skeptische Augen des Bankberaters. Davon sollte man sich jedoch nicht von seiner Idee abhalten lassen, denn es geht schließlich um das eigene Lebensglück, das nicht von der Bank abhängig gemacht werden sollte. Lösungen werden sich immer finden, wenn der Traum stark genug ist.

Auswandern und Aussteiger werden – eine Option für Menschen mit Durchhaltevermögen

Einige Menschen würden gerne ihr komplettes Leben umkrempeln und nicht nur den Arbeitsplatz wechseln, sondern ebenfalls den Wohnort. Auswandern ist ein Traum, den viele träumen und wenige wagen. Auch bei diesem Wunsch stehen die eigenen Gedanken und Zweifel im Weg. Meistens geht es ums Geld, denn als Deutscher möchte man rundum abgesichert sein. Dies ist meistens nicht möglich, denn in keinem Land gibt es so viele Versicherungen, die scheinbar fast jedes Risiko minimieren. Die soziale Versicherung ist auch nicht unbedingt mit der Deutschlands zu vergleichen. Und trotzdem gibt es immer wieder Menschen, die sich nicht beirren lassen und auswandern.

Von den „Mutigen“, die tatsächlich auswandern, bleiben nur ganz wenige ihrem Traum treu. Es kann der beste Plan von Deutschland aus gemacht werden, oft führt der nicht weiter, da die Gepflogenheiten in einem anderen Land doch anders sind, als man sich vorgestellt oder im Internet gelesen hat.

Diejenigen, die bleiben und nicht wieder nach Deutschland zurückgehen, besitzen Durchhaltevermögen. Und sie wollen ihren Traum tatsächlich leben und haben sich diesen nicht in rosarot ausgemalt. Sie wussten, dass es Steine gibt, die umrundet werden müssen und sie gingen davon aus, dass auszuwandern nicht bedeutet, im Schlaraffenland anzukommen.

Weil viel Durchhaltevermögen erforderlich ist, sollte die Tätigkeit Spaß machen, die in einem anderen Land ausgeübt wird. Wer Existenzängste hat und stets einen prall gefüllten Sparstrumpf als Sicherheit benötigt, sollte sich lieber von seinen Auswanderungswünschen verabschieden. Das gilt übrigens auch für diejenigen, die von einem Leben in der Sonne und von wenig Arbeit bei gleichbleibendem Lebensstandard träumen. Urlauber bekommen selten mit, dass in vielen sonnigen Ländern mehr gearbeitet wird, als in Deutschland. Mit wie viel Geld man auskommt, hängt selbstverständlich von jeder einzelnen Person ab. Manche begnügen sich mit wenigen materialistischen Dingen und sind zum wahren Lebenskünstler geworden – auch wenn sie vielleicht vor der Auswanderung materiell gesehen reich waren. Sie fühlen sich in ihrem „neuen“ Leben reicher, als je zuvor – denn es kommt auf die innere Einstellung an, ob die Auswanderung glücklich oder unglücklich macht.

Berufsfrust ade - So gelingt der Start ins „neue“ Leben

Egal, ob man in die Selbstständigkeit oder in ein anderes Land wechseln möchte, für diese Veränderungen sind grundsätzlich einige Faktoren notwendig:

  • Glaube an sich selbst
  • Um sich aus dem bisherigen Berufsleben zu verabschieden und etwas Neues zu beginnen, muss der Glaube an sich selbst vorhanden sein. Die Gedanken sollten auf das Ziel fokussiert werden und Grübeleien über mögliches Scheitern direkt im Ansatz erstickt werden.

  • Selbsterfüllende Prophezeiung
  • Der Glaube an sich selbst und der Wunsch, sein Ziel zu erreichen hängt wiederum mit der Kunst des positiven Denkens zusammen. Egal ob jemand hauptsächlich negativ oder positiv denkt – Gedanken formen die Realität. Das nennt man selbsterfüllende Prophezeiung. Wer über das Scheitern nachdenkt und seine Gedanken in erster Linie dorthin lenkt, wird die Menschen und Ereignisse anziehen, die zum Scheitern führen. Die gute Nachricht lautet aber, dass es genauso mit positiven Gedanken funktioniert und der Weg mit fördernden Menschen und hilfreichen Ereignissen gepflastert wird.

  • Über Neider und Miesmacher
  • Sobald man von seinen Plänen erzählt, werden Neider und Miesmacher erscheinen. Sie möchten einem von dem Ziel abraten, reden einem ein schlechtes Gewissen ein oder bringen Negativbeispiele an die zeigen, dass der Traum nicht funktionieren kann. Damit sich die Worte der Neider und Miesmacher nicht als Blockade in den Weg stellen, muss wiederum der Glaube an sich und das Ziel groß und stark genug sein. Zudem hilft auch wieder die positive Grundeinstellung.

  • Mut sich auszuprobieren
  • Oft werden sich ganz neue Seiten zeigen, die man von sich noch gar nicht kannte. Da tauchen Ressourcen und Fähigkeiten auf, die bisher ungenutzt schlummerten und nun wach werden. Wer sich selbstständig macht oder auswandert, sollte ruhig den Mut aufbringen und sich selbst ausprobieren. Ideen, die im ersten Moment verrückt klingen, könnten die erfolgreiche Geschäftsidee sein. Manchmal tauchen auch Einfälle auf, die mit irgendeiner Fähigkeit verbunden sind. Bevor man direkt sagt „Das kann ich nicht!“, sollte erst einmal probiert werden, ob man es nicht doch kann. Das ist einer der Vorteile, wenn man nicht mehr angestellt ist: Nun ist kein Chef mehr vorhanden, der einem sagt, was zu tun ist.

  • Offen für Neues
  • Offenheit Neuem gegenüber ist bei Auswanderern besonders wichtig. Doch auch als frischgebackener Unternehmer sollte diese Offenheit bestehen. An Altbewährtem hat man lange genug festgehalten. Bevor irgendetwas abgelehnt wird, sollte man es sich angehört oder angeschaut haben.

  • Bei Problemen und schlechten Phasen – Blick nach vorne
  • Im Leben läuft nicht immer alles glatt und die guten Phasen wechseln sich ab mit den schlechten Phasen. Das Durchhaltevermögen wurde bereits angesprochen, denn das ist in den nicht so guten Phasen notwendig. Der Blick sollte dabei nach vorne gerichtet und zuversichtlich sein. Auf Regen folgt Sonnenschein – schwierige Zeiten gehören zum Leben. Hinterher zeigt sich stets, dass diese scheinbar schlechten Phasen gar nicht so schlecht waren. Oft musste sich dadurch etwas ändern und über diese Veränderung hätte man ohne diese Probleme entweder nicht nachgedacht oder man schob sie zu lange vor sich her.

  • Auf der Suche nach Ratgebern, immer den fragen, der schon am Ziel ist
  • Manchmal ist Rat nötig und dann wird oft der Fehler begangen, den falschen Ratgeber zu fragen. Wer bisher nicht ausgewandert ist oder sich nicht selbstständig gemacht hat, wird keine guten Ratschläge geben können. Er kann Tipps geben, die er mal irgendwo gehört oder gelesen hat, aber sie stammen nicht aus eigenen Erfahrungen.

    Weiterführende Infos zum Thema:

    Lebensarbeitszeitkonto: Schuftest Du noch oder geniesst Du schon?

    Arbeiten in der Rente: Die einen müssen, den anderen bringt es einfach Spaß