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Wie viel verdient man als Industriemechanikerin?

Wie viel verdient man als Industriemechanikerin?

Textilien zuschneiden, Papier pressen oder Anlagen warten – Industriemechanikerinnen verdienen gute Stundenlöhne

Der Beruf einer Industriemechanikerin ist so vielfältig wie die unterschiedlichen möglichen Einsatzgebiete. Industriemechanikerinnen haben keinen Job wie jeder andere. Sie arbeiten unter anderem in der Lebensmittelindustrie, in der Metall- oder Kunststoffindustrie, bei Holz- und Papierverarbeitungsunternehmen oder im Maschinen- und Fahrzeugbau. Eine Industriemechanikerin wirkt oft mitten im maschinellen Geschehen einer Werkshalle an Produktionsstraßen oder Fertigungsanlagen. Lärm und Schmutz beeindrucken sie nicht.

Wie kann ich Industriemechanikerin werden?

Jede Interessentin, die über einen mittleren Bildungsabschluss verfügt, kann sich um die dreieinhalbjährige, anerkannte Ausbildung bewerben. Gute Noten in Physik, Mathematik, Informatik und Technik sind dabei von Vorteil. Die Ausbildung schließt mit einer IHK-Prüfung ab. Besonders wichtig für Bewerberinnen ist ein großes Interesse an handwerklich-praktischen Tätigkeiten. Für die Herstellung von Baugruppen und einzelnen Bauteilen richten Industriemechanikerinnen Werkstücke aus und spannen sie. Maschinen und Systeme programmieren sie und richten sie gemäß Produktionsvorgabe ein. Sie montieren Baugruppen zu Maschinen und lernen, wie sie diese in Betrieb nehmen. Für die Ausbildung ist sorgfältiges Arbeiten vonnöten. Anhand von Checklisten müssen Anlagen gewartet und geprüft werden. Industriemechanikerinnen protokollieren die Resultate und leiten eventuell erforderliche Maßnahmen zur Störungsbeseitigung oder Instandhaltung ein.

Einblick in den Alltag einer Industriemechanikerin:

Melanie B. aus Bielefeld, 24, arbeitet bei einem Klärwerk als Industriemechanikerin. Sie hatte bereits früh den Wunsch, einen technischen Beruf zu erlernen. „Mein Vater ist Handwerker und mir war schon während der Schulzeit bewusst, dass ich keinen sitzenden Beruf in einem Büro machen wollte“. Anfangs hatte sie keine Ahnung, was im Job als Industriemechanikerin auf sie zukommen würde. „Nach einem Schulpraktikum war ich mir sicher, dass die Ausbildung zur Industriemechanikerin zu mir passt.“ Der Arbeitsalltag von Melanie B. beginnt früh am Morgen. „Dienstbeginn ist um 7:00 Uhr, vorher ziehe ich die vom Umweltbetrieb der Stadt bereitgestellte Arbeitskleidung an. Nach einer kurzen Dienstbesprechung und Auftragsverteilung durch den Meister packen wir die nötigen Werkzeuge in die Firmenfahrzeuge und brechen zur zugewiesenen Baustelle auf. Vor Ort müssen wir gefertigte Geländer montieren, oder Pumpen abbauen und reparieren. Nach einer Reparatur werden die fertigen Teile wieder eingebaut. Man macht jeden Tag etwas anderes: mal bohren oder schweißen, mal Gerätetechnik prüfen und nachmessen. Wir arbeiten oft draußen.“ Eine Mittagspause gibt es in der Regel von 12:00 h bis 13:00 h. Wenn keine Zwischenfälle passieren, hat Melanie B. um 16:00 h Feierabend.

Industriemechanikerin – ein Beruf mit Zukunft?

Industriemechanikerinnen haben zahlreiche Möglichkeiten für fachliche Fortbildungen oder Spezialisierungen. Sie können Kurse belegen in Metallbau, Metallverarbeitung oder Elektrotechnik. Eine Prüfung zur CNC-Fachkraft ist naheliegend. Maschinen- und Anlagenbau sowie Wartung und Instandhaltung sind Lehrgangsthemen für berufliche Qualifizierungsmaßnahmen. Wer strebsam ist, empfiehlt sich durch die Prüfung zur Industriemeisterin Metall für Führungspositionen. Eine Hochschulzugangsberechtigung ermöglicht ein Studium im Fach Maschinenbau. Da viele Industriebetriebe gut ausgebildete Mechanikerinnen benötigen, sind die Jobaussichten vielversprechend. Die Nutzung von Maschinen und fortschrittlicher Technik ersetzt nirgendwo die notwendige Einwirkung von Manpower.

Verdienstmöglichkeiten als Industriemechanikerin

Der Beruf im Bereich Industriemechanik ist immer noch von Männern stärker frequentiert. Industriemechanikerinnen verdienen besonders in kleineren Betrieben aus diesem Grunde weniger als ihre männlichen Kollegen. Gleichwertige Verdienste erzielen Industriemechanikerinnen bei Großunternehmen, die an einen Tarif gebunden sind. Die tariflichen Lohnzahlungen behandeln Männer und Frauen im Wesentlichen gleich. Bei einem großen Konzern liegt das monatliche Bruttoentgelt für Industriemechanikerinnen bei etwa 2.966 Euro. Dem gegenüber steht der etwas bessere Monatslohn für Männer in Höhe von 3.066 Euro. Eine Differenz, die durchaus zu verschmerzen ist. Das Gendergefälle macht sich in anderen Branchen wesentlich deutlicher bemerkbar.

Auffällig ist jedoch der Gehaltsunterschied, wie oben erwähnt, in Abhängigkeit der Unternehmensgröße. Kleinere Betriebe zahlen Industriemechanikerinnen im Durchschnitt 2.668 Euro pro Monat. Bei einer mittleren Mitarbeiterstärke von bis zu 1.000 Personen liegt der Verdienst schon bei 3.111 Euro. Topgehälter erreichen Industriemechanikerinnen bei Arbeitgebern mit mehr als 1.001 Mitarbeitern. Dort bekommen sie rund 3.451 Euro im Monat.

Gehalt als Industriemechaniker /-in nach Geschlecht brutto pro Monat
Frauen 2.966 €
Männer 3.066 €
Gehalt als Industriemechanikerin nach Firmengröße brutto pro Monat
klein ( < 101 MA) 2.668 €
mittel (101 - 1000 MA) 3.111 €
groß ( > 1001 MA) 3.451 €


Alle aktuellen Gehälter:

Gehalt als Industriemechaniker /-in

Gehalt als Industriefachwirt /-in

Gehalt als Industriemeister /-in

Weiterführende Infos zum Thema:

Das Einstiegsgehalt Industriemechaniker nach der Ausbildung

Wie viel verdient ein Industriekaufmann /eine Industriekauffrau?

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