Kaufmann/-frau im Einzelhandel Ausbildung

Inhaltsverzeichnis

Die Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel zählt in Deutschland zu den beliebtesten Berufen: Man arbeitet hier mit viel Kundenkontakt, gleichzeitig sind die Hürden für einen Ausbildungsplatz sehr niedrig: Freude an der Arbeit mit Kunden und gute Noten in Mathematik sind das Wichtigste, ein Hauptschulabschluss ist in vielen Betrieben ausreichend. Wer mit einem höheren Abschluss diese Arbeit ergreift, hat darüber hinaus sehr gute Aussichten, einmal in eine verantwortungsvolle Position wie die des Filialleiters aufzusteigen. Mitarbeiter im Einzelhandel arbeiten in erster Linie im Verkauf. Sie beraten ihre Kunden zu Produkten und kassieren den Preis ab. Daneben gehören aber auch Arbeiten im Lager, die Bestellung neuer Ware, das Aufstellen von Personalplänen, die Ladengestaltung und das Rechnungswesen zu den Aufgaben, die man als Kauffrau im Einzelhandel übernimmt. Je nach Größe des Geschäfts ist man nach der Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel im Büro, im Verkauf, im Lager oder in allen drei Bereichen tätig.

Ausbildungsgehalt Kaufmann/-frau im Einzelhandel

In der Industrie und dem Handel Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 751 € 837 € 958 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 676 € 754 € 869 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Über die Ausbildung zum/r Kaufmann/-frau im Einzelhandel

Mit fast 30.000 Menschen, die 2011 einen Ausbildungsplatz in diesem Beruf ergriffen haben, ist die Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel die beliebteste in ganz Deutschland. Ausgebildet wird im Handel unter Berücksichtigung der Berufsschule. Wer bereits das Abitur oder einen anderen höheren Schulabschluss hat, der kann seine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel darüber hinaus von drei auf bis zu zwei Jahre verkürzen.

Ausbildungsinhalte und Ablauf

Während einer Ausbildungsdauer von üblicher Weise drei Jahren befassen sich angehende Einzelhandelskaufleute mit den Inhalten:

  • Überblick über das Warensortiment der ausbildenden Firma,
  • Berücksichtigung wesentlicher Aspekte bei
    • persönlicher Kundenberatung,
    • Verkaufsgesprächen,
  • der Behandlung von Konfliktsituationen,
  • Reklamationen und beim Umtausch von Artikeln,
  • Serviceorientiertes Auftreten im Kassenbereich,
  • Entgegennahme unterschiedlicher Zahlungsmittel,
  • Durchführung von Kassenabrechnungen,
  • Information von Kunden über bestehende Dienstleistungen und aktuelle Werbeangebote,
  • Verkaufsfördernde Präsentation und Etikettierung von Waren,
  • Erfassung von Produktflüssen,
  • Aufgabe von Bestellungen inklusive Annahme von Warenlieferungen und deren Kontrolle,
  • Durchführung von Inventuren,
  • Erstellung von Kalkulationen und Erfassung kaufmännischer Vorgänge,
  • Einordnung der Prozessabläufe im Einzelhandel (Einkauf, Sortimentsgestaltung, Logistik, Verkauf) in eine vollständige Wertschöpfungskette einschließlich der Begründung von Wechselwirkungen.

Die Abschlussprüfung erfolgt dann vor der Industrie- und Handelskammer.

Möglichkeiten nach der Ausbildung zum/r Kaufmann/-frau im Einzelhandel

Das Gehalt von Kaufleuten im Einzelhandel ist eher gering, gearbeitet wird überwiegend in Teilzeitstellen. Wer ein höheres Einkommen haben möchte, der sollte sich nach der Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel deshalb um entsprechende Fortbildungen kümmern. Bei guten Noten kommt zum Beispiel ein Studium der Betriebswirtschaft in Frage. Größere Handelsketten bieten ihren Mitarbeitern auch interne Fortbildungsmaßnahmen an, durch die man sich für verantwortungsvollere Positionen qualifizieren kann.