Schifffahrtskaufmann/-frau Ausbildung

Ganz gleich, ob es um Reisen oder um den Transport von Waren geht – das Schiff gehört hier immer noch zu den wichtigsten Verkehrsmitteln. Damit jede Fahrt auch reibungslos abläuft, bereitet der Schifffahrtskaufmann alles Wichtige vor. Das Tätigkeitsfeld ist dabei breit gefächert, so dass die Ausbildung zum Schifffahrtskaufmann in der Regel in den Fachrichtungen Linien- und Trampschifffahrt angeboten wird. Zu den Aufgaben des Kaufmanns gehört es zum Beispiel, Verträge für den Transport von Personen und Waren abzuschließen, die Beladung des Schiffes richtig zu planen, sowie die Verladung und das Löschen zu überwachen. Auch die Abfertigung des Schiffes durch Lotsen, Reparaturen und das Zusammenstellen der Mannschaft gehört zu den Aufgaben, die Schifffahrtskaufleute übernehmen. Aber auch der Kauf und Verkauf von Schiffen kann zur Arbeit in diesem Beruf gehören. Alles in allem ist die Ausbildung zum Schifffahrtskaufmann also vergleichbar mit der des Speditionskaufmannes, nur in größerem Ausmaß.
Fremdsprachenkenntnisse und sehr gute Schulnoten sind die Grundvoraussetzung, um einen Ausbildungsplatz in diesem anspruchsvollen Beruf zu bekommen. Gelernt und gearbeitet wird später vor allem an Seehäfen, die in der ganzen Welt liegen. Die Aussichten auf einen Arbeitsplatz sind dabei mit abgeschlossener Berufsausbildung sehr gut, allerdings sollte man sehr flexibel sein, da man nicht unbedingt eine Arbeit in der Nähe des eigenen Wohnortes findet.

Ausbildungsgehalt Schifffahrtskaufmann/-frau (alle Fachrichtungen)

Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 664 € 769 € 875 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 0 € 0 € 0 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

So läuft die Ausbildung zum Schifffahrtskaufmann ab

In der Regel beträgt die Ausbildungsdauer in diesem Beruf bei drei Jahren, bei guten Leistungen kann sie aber um sechs bis zwölf Monate verkürzt werden. Während der Ausbildung zum Schifffahrtskaufmann spezialisiert man sich auf eine der Fachrichtungen Schiffsmaklerei, An- und Verkaufsmakler, Klarierungsagent oder Linienagent. Meist gibt der Ausbildungsbetrieb, bei dem man lernt, die Fachrichtung vor, da er nur in einem der Bereiche tätig ist. Im Betrieb, aber auch in der Berufsschule, wird der Azubi dann mit allen Bereichen vertraut gemacht, die später für die Arbeit relevant sind. Insbesondere Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen, Logistik, Recht und Englisch sind wichtige Schulfächer in der Ausbildung zum Schifffahrtskaufmann.
Hat man die Ausbildung zur Schifffahrtskauffrau beendet, kann man sein Gehalt noch durch ein Studium erhöhen. Typische Weiterbildungsmöglichkeiten sind zum Beispiel der Betriebswirt und der Verkehrsfachwirt; für beide Studiengänge gibt es auch eine Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer.