Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen Ausbildung

Das Gesundheitswesen ist nicht zuletzt wegen des immer höheren Alters der Menschen ein stark wachsender Bereich. Dem wurde damit Rechnung getragen, dass im Jahr 2001 die Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen eingeführt wurde. Der Ausbildungsplatz und damit auch das spätere Tätigkeitsfeld liegen in den verschiedensten Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, bei medizinischen Diensten und Krankenkassen, in ärztlichen Organisationen und Praxen, bei Verbänden, Gesundheitsämtern und in Sanitätshäusern. Dort beinhaltet die Arbeit insbesondere verwaltende Tätigkeiten. Der Einkauf von Gesundheitsmitteln und Medikamenten, die allgemeine Buchhaltung, Lohnzahlungen und andere Abrechnungen, je nach Betrieb auch der Verkauf, Rechnungseingang und –zahlung sowie Kundenkommunikation, Terminplanung und Marketing zählen ebenfalls zum Beruf des Kaufmanns im Gesundheitswesen. Neben einem großen Interesse für das Kaufmännische sind vor allem gute Kenntnisse in Deutsch wichtig.

Ausbildungsgehalt Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen

In der Industrie und dem Handel Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 801 € 849 € 900 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 792 € 840 € 891 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Die Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen – alle wichtigen Infos

Ausgebildet wird im dualen System im Betrieb und in der Berufsschule. Regulär liegt die Ausbildungsdauer bei drei Jahren, mit einem hohen Schulabschluss oder einer qualifizierenden Ausbildung ist es aber auch möglich, im zweiten Lehrjahr zu beginnen oder die Ausbildungsdauer nach hinten um ein halbes Jahr zu verkürzen. Der Schulunterricht findet in der Regel im Blockunterricht statt, zu den Unterrichtsinhalten gehören zum Beispiel Geschäftsprozesse und Marketing, Abrechnung und Investitionen sowie Deutsch und Englisch. Am Ausbildungsplatz im Betrieb lernt der Azubi die verschiedenen Abteilungen kennen und besucht während seiner Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen zum Beispiel die Verwaltung, die Buchhaltung oder die Personalabteilung. Beendet wird die Ausbildung durch eine Abschlussprüfung, die aus drei Teilen besteht.

Es gibt eine ganze Reihe von Weiterbildungsmöglichkeiten, wenn man die Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen erfolgreich abgeschlossen hat. So ist es auf diesem Wege möglich, sich zum Kranken- oder Altenpfleger umschulen zu lassen. Darüber hinaus kann man sich mit einem Studium zum Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen, zum staatlich geprüften Betriebswirt im Krankenhaus, zum staatlich geprüften Fachwirt im Sozialwesen oder zum Betriebswirt mit IHK-Abschluss weiterbilden. Viele dieser Weiterbildungen führen in eine verantwortungsvollere Position und bringen auch ein besseres Gehalt mit sich.