*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Anwendungsberatung

Datenbasis: 114 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.534 € 3.834 € 5.680 €
Baden-Württemberg 2.803 € 4.394 € 7.202 € Jobs Anwendungsberatung
Bayern 3.420 € 4.089 € 5.547 € Jobs Anwendungsberatung
Berlin 2.988 € 3.387 € 5.116 € Jobs Anwendungsberatung
Brandenburg 1.931 € 2.921 € 4.327 € Jobs Anwendungsberatung
Bremen 2.435 € 3.684 € 5.458 € Jobs Anwendungsberatung
Hamburg 2.688 € 4.067 € 6.025 € Jobs Anwendungsberatung
Hessen 3.343 € 4.073 € 5.113 € Jobs Anwendungsberatung
Mecklenburg-Vorpommern 1.862 € 2.818 € 4.175 € Jobs Anwendungsberatung
Niedersachsen 2.784 € 3.134 € 4.113 € Jobs Anwendungsberatung
Nordrhein-Westfalen 2.481 € 3.504 € 5.327 € Jobs Anwendungsberatung
Rheinland-Pfalz 2.492 € 3.771 € 5.587 € Jobs Anwendungsberatung
Saarland 2.410 € 3.646 € 5.401 € Jobs Anwendungsberatung
Sachsen 1.949 € 2.949 € 4.369 € Jobs Anwendungsberatung
Sachsen-Anhalt 1.910 € 2.890 € 4.281 € Jobs Anwendungsberatung
Schleswig-Holstein 2.225 € 3.367 € 4.988 € Jobs Anwendungsberatung
Thüringen 1.980 € 2.996 € 4.439 € Jobs Anwendungsberatung

Anwendungsberater / Anwendungsberaterin:

1. Gehalt

Als Anwendungsberater liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.834 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 114 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.534 € beginnen, Anwendungsberater in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.680 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.367 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.394 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Anwendungsberater in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.174 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.424 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.564 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.296 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.199 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.772 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.409 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.817 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.614 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Um als Anwendungsberater /-in tätig sein zu können, ist üblicherweise eine Ausbildung in den Bereichen Informatik oder Informationstechnik notwendig. Ein möglicher Ausbildungsberuf ist der des /-r Assistenten /-in Informatik. Bewerber für eine solche Ausbildung sollten allerdings nicht nur ein ausgeprägtes Interesse an Informatik, Computer- und Softwaresystemen mitbringen. In der IT-Programmierung spielen Zahlen und logische Sachverhalte eine bedeutende Rolle. Ein gewisses mathematisches Verständnis wird daher vorausgesetzt. Zudem werden gute Englischkenntnisse in der IT-Branche dringend benötigt, da viele Programme und Systeme ausschließlich in dieser Sprache zur Verfügung stehen.

Die Ausbildung zum /-r Assistenten /-in in Informatik dauert zunächst zwei Jahre. Es besteht allerdings die Möglichkeit, parallel zur Ausbildung die Fachhochschulreife zu erwerbe. In diesem Fall verlängert sich die Ausbildungszeit auf drei Jahre, da Studium und praktische Ausbildung kombiniert werden.

Anders als viele anderen Ausbildungsberufe in Deutschland wird der Beruf des /-r Assistenten in Informatik nicht in Form eines dualen Ausbildungsmodells erlernt. Zwar absolvieren die Auszubildenden ein mehrwöchiges Praktikum und sammeln auf diese Weise Praxiserfahrung. Eine regelmäßige Mitarbeit in einem Betrieb ist allerdings nicht vorgesehen. Stattdessen besuchen die zukünftigen Assistenten in Informatik Berufsfachschulen. Dort nehmen sie sowohl an theoretischen als auch an praktischen Unterrichtseinheiten teil.

Zu den Ausbildungsinhalten gehören:

  • IT-Systeme: Planung, Aufbau, Vernetzung, Überwachung
  • ,
  • das Anlegen und Pflegen von Datenbanken,
  • das Analysieren betrieblicher Arbeitsprozesse,
  • Anwendungssoftware: Entwickeln, Anpassen, Inbetriebnahme,
  • der Datenschutz und seine Bestimmungen,
  • die Energieversorgung von IT-Systemen.

Hinzu kommen übergreifende Fächer wie Deutsch, Wirtschaft oder Sozialkunde. Innerhalb der Informatikbranche bestehen Möglichkeiten zur Weiterbildung. So kann ein /-e ausgebildeter /-e Assistent /-in in Informatik sich beispielsweise zum /-r Softwareentwickler /-in fortbilden.

Wählt der/die Auszubildende das Lernmodell, bei dem parallel zur Ausbildung die Fachhochschulreife erworben wird, stehen ihm/ihr weitere Möglichkeiten offen. Ein Studium in Informatik an einer Fachhochschule könnte nun eine nächste attraktive Herausforderung sein. Liegt die allgemeine Hochschulreife vor, kann sogar an einer Universität studiert werden.

3. Studium

Wer Informatik studieren möchte, steht zunächst vor einer großen Auswahl. Neben dem klassischen Modell kann Informatik in Form eines dualen Studiums, als Fernstudiengang oder im Rahmen eines Lehramt-Studiums belegt werden. Ebenso sind Kombinations-Bachelor-Studiengänge nicht selten. Hier wird Informatik durch ein zweites Fach, z.B. Wirtschaftswissenschaften oder Mathematik, ergänzt. Inhaltlich umfasst das Studium die Bereiche Entwicklung, Einsatz und Evaluierung von Softwaresystemen. Die Anwendungsgebiete sind dabei vielfältig. Konkret setzt sich der Studiengang unter anderem aus folgenden Modulen zusammen:

  • Mathematische Grundlagen der Informatik,
  • Statistische Methoden,
  • Betriebssysteme,
  • Technische Mechanik,
  • Informationssysteme und Datenbanken,
  • Bioinformatik (Grundlagen),
  • Programmierung und ihre Konzepte,
  • Multimediale Systeme,
  • Software-Engineering.

Je nach Studienausrichtung kommen Vertiefungen in Computergrafik, Physik oder Technischer Thermodynamik hinzu. Der Lernfortschritt der Studenten wird während des Studiums anhand von Klausuren, Hausarbeiten oder freien Vorträgen geprüft. Nach durchschnittlich sechs bis acht Semestern ist mit dem Bachelor ein erster berufsqualifizierender Abschluss erreicht. Der/die Studentin hat dann die Möglichkeit, direkt ins Berufsleben einzusteigen. Oder aber er/sie entscheidet sich für die Fortsetzung des Studiums in Form eines Masters. Dieser kann ebenfalls in Informatik abgelegt werden. Jedoch kann der/die Studentin auch eine Spezialisierung vornehmen, beispielsweise im Bereich Medieninformatik oder Softwaretechnik.

Als Grundvoraussetzung für die Aufnahme eines Informatikstudiums gilt ein überdurchschnittliches Interesse an diesem Fachgebiet. Jedoch sind Sachverhalte und Problematiken innerhalb der Informatik oft nur mit Hilfe mathematischer Kenntnisse nachvollziehbar. Ferner ist die IT-Brache stark international ausgerichtet. Gute Englischkenntnisse sind daher ebenfalls unverzichtbar.

Der Studiengang der allgemeinen Informatik ist universell angelegt. Wer sich lieber bereits zu Beginn des Studiums auf ein bestimmtes späteres Arbeitsfeld festlegen möchte, kann aus einem vielfältigen Studienangebot auswählen. Einige Beispiele aus diesem Spektrum sind:

  • Medizinische Informatik,
  • Bioinformatik, Umweltinformatik,
  • Ingenieurinformatik,
  • Wirtschaftsinformatik, Verwaltungsinformatik,
  • Computermathematik,
  • Medieninformatik,
  • Informations- und Kommunikationstechnik,
  • Technische Informatik.
4. Tätigkeit

Ein Anwendungsberater oder eine Anwendungsberaterin findet ein Arbeitsumfeld bei Herstellern von Software oder direkt bei Unternehmen, die einen Großteil ihres Geschäfts mit Hilfe von Computersystemen abwickeln. Angehörige dieser Berufsgruppe analysieren die computergestützten Arbeitsabläufe einer Firma und suchen Schwachstellen der verwendeten Software. Zusammen mit dem Management erstellen sie ein Anforderungsprofil an die Computersysteme und empfehlen dazu passende Software. Bei Programmierfirmen angestellt, geben sie entsprechende Anweisungen an die Programmierer weiter und helfen so, die Arbeitsabläufe der Kunden zu optimieren.

Computerprogramme und -systeme unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Handhabung, ihrer Wirtschaftlichkeit und der sich durch sie eröffnenden Möglichkeiten. Den Kunden auf solche Unterschiede hinzuweisen und entsprechend zu beraten ist die zentrale Aufgabe eines /-r Anwendungsberaters /-in. Er/Sie erstellt sowohl Ist- als auch Bedarfsanalysen. Mit deren Hilfe gelingt es, Systeme zu optimieren und sie auf die individuellen Bedürfnisse der Kundschaft anzupassen. Dabei gilt es stets im Blick zu behalten, welche Projekte technisch wie wirtschaftlich überhaupt realisierbar sind. Häufig besteht die Aufgabe des /-r Anwendungsberaters /-in nicht darin, völlig neue Systeme einzurichten, sondern neuartige Teilsysteme einzubauen und mit den bereits bestehenden Programmen zu vernetzen.

Da Fehler innerhalb der Computertechnologien weitreichende Folgen haben können, sind regelmäßige Tests und deren Dokumentation wichtig. Bei diesen Testverfahren wird neben der Anfälligkeit für Störungen ebenso die Benutzerfreundlichkeit erfasst. Ferner übernehmen Anwendungsberater bei Bedarf die Einführung und Schulung der Benutzer.