Jobangebote für Rechtspfleger (+15km)

Geschätztes Bruttogehalt  
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.
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Gehalt Rechtspfleger

Datenbasis: 24 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.014 € 3.860 € 9.358 €
Baden-Württemberg 2.216 € 4.247 € 10.296 € Jobs Rechtspfleger
Bayern 2.143 € 4.108 € 9.959 € Jobs Rechtspfleger
Berlin 2.862 € 4.005 € 7.424 € Jobs Rechtspfleger
Brandenburg 1.534 € 2.940 € 7.128 € Jobs Rechtspfleger
Bremen 1.935 € 3.709 € 8.992 € Jobs Rechtspfleger
Hamburg 2.137 € 4.095 € 9.928 € Jobs Rechtspfleger
Hessen 2.331 € 4.468 € 10.832 € Jobs Rechtspfleger
Mecklenburg-Vorpommern 1.481 € 2.838 € 6.880 € Jobs Rechtspfleger
Niedersachsen 1.838 € 3.522 € 8.539 € Jobs Rechtspfleger
Nordrhein-Westfalen 1.801 € 3.451 € 8.366 € Jobs Rechtspfleger
Rheinland-Pfalz 1.981 € 3.796 € 9.203 € Jobs Rechtspfleger
Saarland 1.915 € 3.671 € 8.900 € Jobs Rechtspfleger
Sachsen 1.549 € 2.969 € 7.198 € Jobs Rechtspfleger
Sachsen-Anhalt 1.518 € 2.910 € 7.055 € Jobs Rechtspfleger
Schleswig-Holstein 1.769 € 3.390 € 8.219 € Jobs Rechtspfleger
Thüringen 1.574 € 3.016 € 7.312 € Jobs Rechtspfleger

Rechtspfleger / Rechtspflegerin:

1. Gehalt

Als Rechtspfleger liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.860 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 24 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.014 € beginnen, Rechtspfleger in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 9.358 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.390 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.247 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Rechtspfleger in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.261 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.042 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.434 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.727 Euro brutto
  • 45 Jahre = 6.695 Euro brutto
  • 50 Jahre = 9.358 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.727 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.857 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.129 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildung zum/zur Rechtspfleger /-in im gehobenen Beamtendienst erfolgt als Vorbereitungsdienst. In der Regel ist dieser über ein 3-jähriges Diplomstudium organisiert und durch die Verordnungen der Bundesländer geregelt. Die Ausbildung findet an einer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege und in den Büroräumen eines Staatsanwalts oder eines Gerichts statt.

Zugangsvoraussetzungen ist eine Fachhochschulreife oder Abitur sowie das Bestehen eines Auswahlverfahrens, in dem Allgemeinwissen, mathematisches Verständnis und soziale Kompetenz abgefragt werden. Um die Ausbildung erfolgreich zu durchlaufen, sind gute Kenntnisse in Wirtschaft, Recht und Deutsch notwendig. Neben theoretischen Unterrichtseinheiten gibt es in der Ausbildung auch praktische Studienabschnitte. Nach einem 14-monatigen Fachstudium absolviert der Teilnehmer ein Praktikum von zehn Monaten bei einem Gericht. Anschließend findet ein weiteres Fachstudium von sechs Monaten statt. Darauf folgt ein zweites Praktikum bei einer Staatsanwaltschaft.
Die Ausbildung schließt der Teilnehmer mit einer Laufbahn- und Rechtspflegerprüfung ab. Diese besteht aus einer wissenschaftlichen Diplomarbeit und einem mündlichen und schriftlichen Prüfungsteil. Die Prüfung kann der Student einmal wiederholen. Nach erfolgreichem Abschluss erhält er den Titel „Diplom-Rechtspfleger /-in“.

Die Ausbildungsinhalte zum Rechtspfleger umfassen folgende Bereiche:

  • Verfassungsrecht und Verwaltungsrecht,
  • Gerichtsverfassungsrecht und Rechtspflege,
  • Familienrecht und Verfahrensrecht,
  • Grundstücksrecht und Grundbucheinträge,
  • Nachlassrecht,
  • Handelsrecht und Registerverfahren,
  • Gesellschaftsrecht,
  • Vollstreckungsrecht und Insolvenzrecht,
  • Zivilprozessrecht,
  • Familiengericht,
  • Verwaltungskunde,
  • Strafrecht,
  • Strafprozessrecht,
  • Strafvollstreckungsrecht.

Wer als Rechtspfleger /-in beruflich weiterkommen möchte, kann ein Aufstiegsverfahren durchlaufen und in die nächsthöhere Laufbahn wechseln. Da sich Gesetze und Richtlinien ändern, erweitern oder neue hinzukommen, muss der Rechtspfleger sein Fachwissen in Lehrgängen und Seminaren regelmäßig aktualisieren. Themen in allen Rechtsbereichen, vor allem aber in der öffentlichen Verwaltung, im Handels– und Gesellschaftsrecht, im Insolvenzrecht und im Verwaltungsrecht, bieten sich an. Auch sollte der/die Rechtspfleger /-in seine kommunikativen Kompetenzen schulen.

3. Studium

Der/die Rechtspfleger /-in hat nach der Fachhochschulausbildung die Möglichkeit, sein Fachwissen in einem weiterführenden Studiengang zu erweitern. Mögliche Masterstudiengänge, die sich anbieten, sind Rechtswissenschaften, öffentliches Recht oder Staats- und Verwaltungswissenschaft. Auch kann der Rechtspfleger einen Aufbaustudiengang in Verwaltungsbetriebswirtschaftslehre durchlaufen. Dieser richtet sich an Beamten, die weitere Erfahrung in der Justizverwaltung sammeln möchten. Der Studiengang wird von einzelnen Oberlandgerichten angeboten und umfasst zwei Blöcke von jeweils sechs Wochen. Nach diesem Studium kann der Rechtspfleger zum Bereichsleiter oder Geschäftsleiter eines Gerichtes aufsteigen. Der Masterstudiengang hat den Vorteil, dass der Rechtspfleger sich in einem speziellen Rechtsbereich, wie europäische oder internationale Verwaltung oder Europarecht spezialisieren kann. Zudem hilft der Master, mit den zunehmenden Managementaufgaben in der öffentlichen Verwaltung zurechtzukommen.

Für die Zulassung muss der Rechtspfleger keine besonderen Beschränkungen beachten. Bei einem englischsprachigen Masterstudiengang ist der Nachweis guter Englischkenntnisse nötig. Die Studienzeit eines Masters beträgt in der Regel drei Semester. Er kann oft berufsbegleitend absolviert werden. Inhalte eines rechtswissenschaftlichen Masterstudiengangs sind das Verwaltungsrecht und die rechtlichen Beziehungen zwischen den Organen des Staates und den Bürgern.

Das Studium befasst sich mit Prozessen und Funktionsweisen einer administrativen Institution und dem Rechtsschutz der Bürger gegenüber der Exekutive. Der Student erhält profunde Kenntnisse und Methoden in den Bereichen Vollzug, Verwaltungsrecht, Vollstreckung, europäische Integration, Politikorganisation, Rechtsmanagement und Konfliktmanagement. Das Management-Know-how ist notwendig, da der Studierende diesen Bereich im Erststudium nicht gelernt hat. Weiterhin behandeln einige Masterstudiengänge spezielles Verwaltungsrecht, wie Ausländerrecht oder Baurecht. Das Masterstudium ist erfolgreich abgeschlossen, wenn der Student eine Masterarbeit verfasst und 90 Leistungspunkt erreicht hat.

Die wichtigsten Inhalte eines rechtswissenschaftlichen Masterstudiengangs sind:

  • Verwaltungsrecht,
  • Völkerrecht,
  • Europarecht,
  • Diplomatische Staatengeschichte,
  • Politikwissenschaft,
  • Verfassungsrecht,
  • Wirtschaftsrecht,
  • Steuerrecht,
  • Volkswirtschaft,
  • Betriebswirtschaft,
  • Öffentliches Vertragsrecht,
  • Finanzmanagement und Controlling,
  • Marketingmanagement,
  • E-Government,
  • Vergaberecht,
  • Sicherheit und Haftung,
  • Projektmanagement,
  • Qualitätsmanagement.

Der Master qualifiziert für die Laufbahn des höheren Dienstes und eröffnet einen Weg zur Promotion.

4. Tätigkeit

Der Rechtspfleger bzw. die Rechtspflegerin ist ein selbstständiges Organ der Rechtspflege. Er/sie setzt Entscheidungen in bestimmten Rechtsgebieten fest und ist für Einträge in Registern, wie dem Handelsregister zuständig. Ein Arbeitsumfeld finden sie an Gerichten, bei Staatsanwaltschaften oder in der Justizverwaltung.

Zu ihren Aufgaben gehört das Entscheiden über Anträge auf Eintragung oder Löschungen von Grundschulden, Erbbaurechten, Hypotheken, Wohnrechten und Wegerechten, das Eröffnen von Testamenten und das Erteilen von Erbscheinen. Weiterhin ordnet der/die Rechtspfleger /-in Betreuungen, Vormundschaften und Pflegschaften an und kontrolliert die Betreuer bei deren Tätigkeiten. Er nimmt Klageanträge auf und verfasst rechtliche Schriftsätze. Bei einem Prozess setzt er die zu zahlenden Verwaltungskosten fest und bearbeitet Mahn-und Vollstreckungsbescheide.

Rechtspfleger entscheiden über Pfändungen von Arbeitseinkommen und Sparguthaben und leiten Gerichtstermine und Gläubigerversammlungen ein. Ferner übernehmen sie auch Strafvollstreckungen und laden verurteilte Personen zum Haftantritt. Arbeiten sie in der Justizverwaltung sind sie darüber hinaus für die Personal- und Haushaltsplanung zuständig und sorgen für einen reibungslosen Geschäftsbetrieb. Rechtspfleger müssen unbedingt unparteiisch und objektiv Entscheidungen treffen und über Verantwortungsbewusstsein verfügen.