*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Sozialpädagoge / Sozialpädagogin

Datenbasis: 877 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.185 € 2.764 € 4.109 €
Baden-Württemberg 2.203 € 3.134 € 4.024 € Jobs Sozialpädagoge
Bayern 2.294 € 2.858 € 4.235 € Jobs Sozialpädagoge
Berlin 2.198 € 2.636 € 5.335 € Jobs Sozialpädagoge
Brandenburg 1.821 € 2.399 € 3.342 € Jobs Sozialpädagoge
Bremen 2.251 € 2.662 € 2.752 € Jobs Sozialpädagoge
Hamburg 2.361 € 2.815 € 4.309 € Jobs Sozialpädagoge
Hessen 2.258 € 2.876 € 3.992 € Jobs Sozialpädagoge
Mecklenburg-Vorpommern 1.920 € 2.430 € 4.045 € Jobs Sozialpädagoge
Niedersachsen 2.013 € 2.812 € 3.998 € Jobs Sozialpädagoge
Nordrhein-Westfalen 2.281 € 2.965 € 4.349 € Jobs Sozialpädagoge
Rheinland-Pfalz 2.111 € 2.686 € 4.149 € Jobs Sozialpädagoge
Saarland 2.216 € 2.803 € 4.167 € Jobs Sozialpädagoge
Sachsen 1.691 € 2.475 € 4.657 € Jobs Sozialpädagoge
Sachsen-Anhalt 2.041 € 2.551 € 3.331 € Jobs Sozialpädagoge
Schleswig-Holstein 2.222 € 2.863 € 4.306 € Jobs Sozialpädagoge
Thüringen 1.875 € 2.641 € 5.058 € Jobs Sozialpädagoge

Sozialpädagoge / Sozialpädagogin:

1. Gehalt

Wer Sozialpädagoge wird, hat in der Regel andere berufliche Ziele, als das große Geld zu verdienen. Er möchte mit Menschen arbeiten und diesen helfen. Dennoch ist das Einkommen natürlich auch für Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen ein wichtiger Punkt im Berufsleben. Wer sich genauer mit seinem Gehalt auseinandersetzt, kann dieses natürlich besser einschätzen, wenn er weiß, was andere Menschen mit dem gleichen Beruf verdienen. Und da kommen wir ins Spiel.

Auf Basis von 877 Datensätzen, die wir innerhalb der letzten zwei Jahre ermittelt haben, wissen wir, dass Sozialpädagogen im bundesweiten Durchschnitt 2.764 € monatlich verdienen. Das entspricht einem Jahresgehalt von 33.168 €. Wie das bei Durchschnittswerten so ist, gibt es natürlich auch Abweichungen nach unten und oben: So verdienen 25% weniger als 2.185 €, dafür aber auch 25% mindestens 4.109 €.

Einstiegsgehalt und mehr

Das durchschnittliche Einstiegsgehalt nach der Ausbildung, in der Sozialpädagogik in der Regel also nach dem Studium, liegt bei 2.298 €. Mit steigender Erfahrung, steigt in den folgenden Jahren auch das Einkommen – statistisch gesehen am meisten im Alter zwischen 35 und 40 Jahren. Ein möglicher Grund für einen stärkeren Gehaltsanstieg: Weiterbildungen, die Ihre Verhandlungsposition deutlich verbessern.

  • 25 Jahre = 2.598 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.685 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.783 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.903 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.929 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.799 Euro brutto

Im Vergleich zu vielen anderen Berufen, ist die Gehaltsschere zwischen Männern und Frauen in diesem weiblich geprägten Berufsfeld eher gering. Haben Sozialpädagogen ein Durchschnittsgehalt von 2.950 €, liegt das der Sozialpädagoginnen bei 2.704 €.

Andere Bundesländer, andere Gehälter

Bei der Betrachtung regionaler Unterschiede fällt auf, dass im Bereich der Sozialpädagogik in Hessen und Bayern durchschnittlich am meisten gezahlt wird. Insgesamt sind die regionalen Unterschiede aber eher gering – abgesehen von den östlichen Bundesländern, in denen im Mittel deutlich geringer entlohnt wird. Rühmliche Ausnahme: Mecklenburg-Vorpommern. Hier bewegen sich die Gehälter häufig auf westdeutschem Niveau.

Mit der Unternehmensgröße wächst auch das Gehalt

Maßgeblicher als die regionalen Unterschiede, sind die Unterschiede zwischen Arbeitgebern verschiedener Größe. Statistisch gesehen ist die Entwicklung eindeutig: Je größer das Unternehmen, desto größer auch das Monatsgehalt.

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.710 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.875 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.267 Euro brutto

Falls Sie genauer wissen möchten, ob Ihr eigenes Gehalt angemessen ist, empfiehlt sich ein individueller Gehaltsvergleich, der Ihre persönliche Situation berücksichtigt.

2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf Sozialpädagoge bzw. Sozialpädagogin ist nur über ein Studium erlernbar. Interessenten, die über keine Hochschulzugangsberechtigung verfügen, können den Einstieg in diesen Beruf über eine Ausbildung im pädagogischen Bereich erreichen. Anschließend werden sie zu einem Studium zugelassen.

Ein möglicher Beruf, der Teiltätigkeiten des Sozialpädagogen umfasst und auf das Studium vorbereitet, ist der Beruf des Erziehers. Die Ausbildung geht über zwei bis drei Jahre und findet in schulischer Form an einer Fachschule statt. Die Zugangsvoraussetzung ist die mittlere Reife. Teilweise muss der Bewerber ein Vorpraktikum absolvieren. Zudem verlangen viele Fachschulen als Vorbildung eine mindestens einjährige praktische Tätigkeit in einer sozialen Einrichtung. Einige Bildungseinrichtungen richten ihre Ausbildung speziell an Personen mit mehrjähriger Berufserfahrung.

Die Ausbildung vermittelt dem Teilnehmer sozioökonomische Bedingungen, soziale, religiöse und kulturelle Normen, pädagogische Beziehungen und Entwicklungs- und Bildungsprozesse. Der Azubi lernt, diese einzusetzen und zu gestalten und neue Konzepte zu entwickeln. Zudem erhält er Kenntnisse über die finanziellen, rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und befasst sich mit verschiedenen sozialen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und der Bildungsinstitutionen. Er lernt, Gruppenarbeiten durchzuführen und mit Eltern und Bezugspersonen zusammenzuarbeiten. In verschiedenen Praktika setzt der Teilnehmer die theoretischen Inhalte um und wendet sie an. Der Azubi sammelt Erfahrungen in berufstypischen Methoden und erhält Einblick in die Struktur und Organisation einer Einrichtung. Die Ausbildung schließt der Teilnehmer mit einer staatlichen Prüfung ab, die aus einem schriftlichen, praktischen und mündlichen Teil besteht und erzieherische Aufgaben abfragt. Nach der Ausbildung kann er ein Studium absolvieren und sich zum Sozialpädagogen weiterbilden.

Die Weiterbildung hört hier aber nicht auf. Personen, die als Sozialarbeiter tätig sind, sollten ihr Fachwissen regelmäßig aktualisieren und ausbauen. Je nach dem, in welchem Tätigkeitsbereich sie arbeiten, müssen sie sich darüber hinaus zusätzliche Kenntnisse aneignen.

Mögliche Weiterbildungsinhalte für Sozialpädagogen sind:

  • Soziale Beratung,
  • Coaching,
  • Sozialarbeit,
  • Sozialpädagogik,
  • Konfliktmanagement,
  • Sozialrecht,
  • Gruppenarbeit,
  • Kommunikationstraining,
  • Sozialmanagement,
  • Frühpädagogik,
  • Elternberatung,
  • Erwachsenenbildung,
  • Sucht- und Drogenberatung,
  • Heil- und Sonderpädagogik.
3. Studium

Die Ausbildung zum Sozialpädagogen bzw. zur Sozialpädagogin erfolgt über den Studiengang Soziale Arbeit. Er wird in Deutschland von Fachhochschulen und Universitäten angeboten. Die Studienzeit beträgt in der Regel sechs Semester. Das Studium kann der Teilnehmer in Voll- oder Teilzeit durchlaufen. Es besteht keine Zulassungsbeschränkung. Eventuell muss der Bewerber ein Vorpraktikum ableisten.

Der Studiengang umfasst 180 Leistungspunkte und beschäftigt sich mit allen Bereichen der sozialen Arbeit, wie Kinder- und Jugendhilfe, Gemeinwesenarbeit und Sozialberatung. Das sozialwissenschaftliche Studium ist transdisziplinär und vermittelt Humanwissenschaften, Pädagogik und Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Der Student behandelt alle relevanten Grundlagen, befasst sich in Vorlesungen mit zentralen Fragen der sozialen Arbeit und analysiert verschiedene Blickwinkel. Er setzt sich mit der Entstehungsgeschichte und den Theorien der sozialen Arbeit auseinander und wählt im Verlauf des Studiums einen Schwerpunkt. Weiterhin beschäftigt sich der Student mit sozialer Benachteiligung von einzelnen Menschen und Gruppen und lernt, diese Probleme der Gesellschaft zu lösen, zu verbessern oder zu vermindern.

Er erlernt zudem Bereiche der Einzelfallhilfe und der sozialen Gruppenarbeit kennen. In den Praktika, die in einem Altersheim, einem Jugendzentrum oder bei einer Beratungsstelle stattfinden, erhält der Studierende eine fundierte Ausbildung in den beruflichen Handlungsmethoden. Die wichtigsten Inhalte des Studiengangs Soziale Arbeit sind:

  • Soziale Arbeit,
  • Sozialpädagogik,
  • Sozialforschung,
  • Sozialkompetenzen,
  • Psychologie,
  • Politikwissenschaften,
  • Berufliches Handeln,
  • Humanwissenschaften,
  • Erziehungswissenschaften,
  • Sozialwirtschaft,
  • Sozialökonomie,
  • Sozialrecht,
  • Information und Kommunikation.

Am Ende des Studiums verfassen die Studierenden eine Bachelorthesis. Anschließend empfiehlt sich ein weiterführendes Masterstudium. Dort können sich Absolventen in einem speziellen Bereich, wie Sozialpolitik oder Sozialmanagement weiterbilden. Sie setzen sich wissenschaftlich mit allen Arbeitsfeldern der sozialen Arbeit auseinander und es wird ihnen eine individuelle Profilbildung ermöglicht. Nach dem erfolgreich absolvierten Masterstudiengang erhalten die Studierenden den anerkannten Titel "Master of Science in Social Work". Darauf aufbauend können sie mit einem Doktorat beginnen.

4. Tätigkeit

Das Berufsfeld von Sozialpädagogen befasst sich mit vielerlei Facetten rund um die sozialen Bereiche. Die Berufsangehörigen beschäftigen sich im Allgemeinen mit der Prävention, der Bewältigung und der Lösung von sozialen Problemen. Sie beraten und betreuen Familien, Personengruppen oder einzelne Personen in schwierigen Situationen und übernehmen helfende, unterstützende, fördernde oder betreuende Aufgabenbereiche. Auch planerische und organisatorische Tätigkeiten und die Vertretung individueller oder kollektiver Interessen in Verwaltung, Politik und Gesellschaft gehören zu ihrem Berufsalltag.

Sozialpädagogen finden in Kinder- und Altenheimen, Tagesstätten, Pflegeheimen, Familien- und Suchtberatungsstellen, Sozial- und Jugendämtern, Kindergärten und Schulen oder in Justizvollzugsanstalten eine Anstellung. Ihre Tätigkeiten hängen im Einzelnen vom gewählten Schwerpunkt ab. Das kann die Kinderbetreuung, die Sozialberatung, die Bildungsberatung, die Sonderpädagogik oder psychologische Analyse und Beratung sein. Ziel der Arbeit von Sozialpädagogen ist die Optimierung der Lebensqualität der Betroffenen.

Das Gehalt richtet sich dann nach der konkreten Tätigkeit. Nachtdienste, beispielsweise in Heimen, werden in der Regel höher vergütet. Ebenso haben Absolventen, die den Master (vorher Diplom) an einer Universität erworben haben, die Chance auf einen höheren Dienst.

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