*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Bewährungshelfer

Datenbasis: 2.589 Datensätze
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 2.319 € 3.036 € 4.357 €
Baden-Württemberg 2.389 € 3.208 € 4.481 € Jobs Bewährungshelfer
Bayern 2.421 € 3.286 € 4.426 € Jobs Bewährungshelfer
Berlin 2.276 € 2.842 € 3.891 € Jobs Bewährungshelfer
Brandenburg 2.077 € 2.611 € 3.545 € Jobs Bewährungshelfer
Bremen 2.388 € 3.069 € 3.940 € Jobs Bewährungshelfer
Hamburg 2.302 € 2.996 € 4.165 € Jobs Bewährungshelfer
Hessen 2.440 € 3.226 € 4.698 € Jobs Bewährungshelfer
Mecklenburg-Vorpommern 2.226 € 2.788 € 3.751 € Jobs Bewährungshelfer
Niedersachsen 2.251 € 2.987 € 4.215 € Jobs Bewährungshelfer
Nordrhein-Westfalen 2.375 € 3.143 € 4.508 € Jobs Bewährungshelfer
Rheinland-Pfalz 2.456 € 3.169 € 4.311 € Jobs Bewährungshelfer
Saarland 2.573 € 3.215 € 4.362 € Jobs Bewährungshelfer
Sachsen 1.985 € 2.683 € 3.331 € Jobs Bewährungshelfer
Sachsen-Anhalt 2.063 € 2.764 € 4.112 € Jobs Bewährungshelfer
Schleswig-Holstein 2.366 € 3.207 € 4.314 € Jobs Bewährungshelfer
Thüringen 1.994 € 2.661 € 3.664 € Jobs Bewährungshelfer

Bewährungshelfer:

1. Gehalt

Als Bewährungshelfer liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.036 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 2.589 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.319 € beginnen, Bewährungshelfer in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.357 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.207 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.208 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Bewährungshelfer in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.703 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.791 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.929 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.028 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.125 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.233 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.909 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.150 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.534 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Bewährungshelfer /-innen müssen in der Regel ein Studium des Fachs Soziale Arbeit nachweisen. Ihr Tätigkeitsfeld erstreckt sich auf die Betreuung von Menschen, die zur Bewährung auf freiem Fuß sind. Als Vorbereitung zum Studium eignen sich folgerichtig Ausbildungsberufe im sozialen Bereich. Hierzu bietet sich zum Beispiel der Beruf des/der Heilerziehungspflegers /-in oder des/der Erzieher /-in an. Erzieher /-innen beschäftigen sich mit der Betreuung und Förderung von Kindern und Jugendlichen. Sie sind schwerpunktmäßig in der vorschulischen Erziehung tätig und finden Anstellung in Kindergärten, Kinder- und Jugendwohngruppen sowie Erziehungsheimen. Doch auch Familienberatung- und Suchberatungsstellen sind ihr Einsatzgebiet. Über eine Fortbildung im Bereich Psychologie, Erziehungsberatung, Pädagogik oder Erwachsenenbildung erweitern sie ihr berufliches Profil entsprechend.

Generell gilt, dass Bewährungshelfer /-innen eine hohe soziale Kompetenz mitbringen müssen, die sich nirgendwo per Studium oder per Schule erlernen lässt. Hier kommt es ganz besonders auf die persönlichen Voraussetzungen der Auszubildenden und Studenten an. Beginnt man die Karriere zunächst mit dem Beruf des/der Erziehers /-in, dann erwarten den Auszubildenden mindestens 3 Jahre Ausbildung in Vollzeit oder bis zu 6 Jahre Ausbildung in Teilzeit. Erzieher /-innen müssen in Ihrer Ausbildung theoretische und praktische Module leisten. Zum theoretischen Unterricht besuchen sie Fachschulen, Akademien oder Berufskollegs, für die praktischen Teile arbeiten sie in sozialpädagogischen Einrichtungen. Die Inhalte der Ausbildung beziehen sich auf Erziehungsziele und Erziehungsmaßnahmen. Außerdem lernen die Auszubildenden, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren. Erst dadurch sind sie in der Lage, ihre berufliche Identität zu entwickeln.

Weitere wichtige Ausbildungsinhalte sind

  • wie man Kinder und Jugendliche fördert und ihre Kompetenzen sowie Entwicklungsmöglichkeiten findet,
  • wie man Angebote zur Erziehungsbildung und Betreuung aufstellt,
  • welche psychologischen Entwicklungsschritte bei den Betreuten zu erwarten sind,
  • welchen Grundprobleme es in der Heil-, Sonder- und Heimpädagogik gibt,
  • wie man gesundheitliche Störungen und Schädigungen erkennt und damit umgeht.

Die Prüfungen erfolgen schriftlich und mündlich und erstrecken sich auf die Förderung von Entwicklung und Bildung sowie die Unterstützung von Kindern in besonderen Lebenssituationen. Außerdem wird in den Fächern Deutsch, Sozialkunde, Religion, Erziehungswissenschaften, Ökologie und Gesundheit sowie Organisation, Recht und Verwaltung geprüft.

3. Studium

Wer als Bewährungshelfer /-in arbeiten möchte, benötigt einen Abschluss im Studienfach Soziale Arbeit. Der Studiengang wird an Universitäten und Fachhochschulen angeboten, erfordert also eine Hochschulreife oder Fachhochschulreife. Einige Hochschulen lassen auch Studenten ohne Hochschulzugangsberechtigung zu, fordern dafür aber besonders geeignete berufspraktische Qualifikationen an. Das Studium dauert in der Regel 6-8 Semester und schließt mit dem Bachelor ab.

Es vermittelt den Studenten praktisches Wissen über Sozialpsychiatrie, Beratungen von Familien und Schulen, Rehabilitation und Sozialarbeit. Duale Studiengänge sind möglich und können in Abhängigkeit von der Hochschule im Bereich Jugendhilfe, Mediation oder klinische Sozialarbeit erfolgen. Das Studium der Sozialen Arbeit wird auch unter anderen Bezeichnungen geführt und mit verschiedenen Schwerpunkten angeboten. Dazu gehören unter anderem diese:

  • Internationale Soziale Arbeit,
  • Soziale Arbeit Schwerpunkt Arbeit, Integration und soziale Sicherung,
  • Soziale Arbeit, Schwerpunkt Arbeit mit behinderten Menschen,
  • Soziale Arbeit, Schwerpunkt Bildung und Beruf,
  • Soziale Arbeit, Schwerpunkt soziale Arbeit in Pflege und Rehabilitation.

Der letztgenannte Schwerpunkt ist die direkte Hinleitung auf eine Tätigkeit als Bewährungshelfer /-in. Das Studium umfasst Fächer zu den Themen

  • Beratung in Familie und Schule,
  • Grundlagen der Psychologie,
  • Geschichte,
  • Sozialarbeit,
  • Verwaltung und Organisation,
  • Sozialarbeit mit Erwachsenen,
  • rechtliche Grundlagen,
  • soziale Ungleichheit,
  • Sozialpsychiatrie,
  • Sozialpolitik.

Mit dem Abschluss stehen den Absolventen diverse Möglichkeiten offen. Zum einen können Sie einen Masterstudiengang dranhängen, um direkten Einstieg in Führungsebenen zu erhalten. Doch auch der Bachelor Abschluss öffnet Tür und Tor für soziale Einrichtungen und die freie Wirtschaft. Neben einer Tätigkeit als Bewährungshelfer /-in kann man ins Coaching, in die Beratung und die Supervision einsteigen. Ausbildungs- und Berufsberatung, Sonderpädagogik, Heilerziehungspflege und Soziales Gesundheitsmanagement sind mit einem Abschluss im Studienfach Soziale Arbeit möglich.

4. Tätigkeit

Ein Bewährungshelfer findet in den entsprechenden Abteilungen der Rechtspflege gute Beschäftigungsfelder. Die Kernaufgabe von Bewährungshelfer besteht darin, die Probanden individuell oder in Gruppen zu betreuen. Als Proband sind Verurteilte gemeint, die eine Freiheitsstrafe bekommen haben, die jedoch zur Bewährung ausgesetzt wurde. Bewährungshelfer /-innen nehmen ihre Probanden in ihre Betreuung auf und kontrollieren, dass diese die im Urteil festgelegten Auflagen und Anweisungen auch befolgen. Es ist nicht selten auch ihr Verdienst, wenn keine Rückfälligkeit mehr auftritt. Sie beraten dabei die Betroffenen über die Konsequenzen einer Rückfälligkeit und über die verschiedenen Möglichkeiten deren soziales Umfeld und ihr Lebensalltag zu gestalten. Dabei kann es sich zum Beispiel um eine Therapie handeln oder um die Auflage, gemeinnützige Stunden abzuleisten.

Ein weiterer wichtiger Tätigkeitsbereich liegt darin, den verurteilten Menschen bei der Suche nach einer Unterkunft und Arbeit zu helfen. Auch die Vermittlung von Umschulungsmaßnahmen oder Rehabilitationskursen fällt in den Aufgabenbereich eines Bewährungshelfers bzw. einer Bewährungshelferin. Fallen im persönlichen und privaten Umfeld der Probanden Schwierigkeiten an, unterstützen Bewährungshelfer bei der Bewältigung von zwischenmenschlichen Konflikten und leiten Familien- und auch Paargespräche ein. Ihr Ziel ist es durch eingehende Gespräche, die Betroffenen aus ihren bisherigen Lebensstrukturen zu holen und Neuanfänge deutlich zu machen. In der Suchtkrankenhilfe unterstützen und motivieren sie die Probanden dazu, die notwendigen Schritte zur Suchtbekämpfung zu gehen. Auch hinsichtlich der Finanzen unterstützen Bewährungshelfer. Sie vermitteln Kontakte zu Schuldnerberatungsstellen und anderen sozialen Einrichtungen.

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