*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Sozialarbeiter / Sozialarbeiterin

Datenbasis: 2.466 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.262 € 2.975 € 4.275 €
Baden-Württemberg 2.338 € 3.125 € 4.386 € Jobs Sozialarbeiter / Sozialarbeiterin
Bayern 2.361 € 3.220 € 4.343 € Jobs Sozialarbeiter / Sozialarbeiterin
Berlin 2.229 € 2.787 € 3.825 € Jobs Sozialarbeiter / Sozialarbeiterin
Brandenburg 1.997 € 2.558 € 3.418 € Jobs Sozialarbeiter / Sozialarbeiterin
Bremen 2.340 € 2.992 € 3.912 € Jobs Sozialarbeiter / Sozialarbeiterin
Hamburg 2.303 € 2.939 € 3.980 € Jobs Sozialarbeiter / Sozialarbeiterin
Hessen 2.380 € 3.157 € 4.649 € Jobs Sozialarbeiter / Sozialarbeiterin
Mecklenburg-Vorpommern 2.154 € 2.646 € 3.626 € Jobs Sozialarbeiter / Sozialarbeiterin
Niedersachsen 2.201 € 2.942 € 4.127 € Jobs Sozialarbeiter / Sozialarbeiterin
Nordrhein-Westfalen 2.325 € 3.089 € 4.420 € Jobs Sozialarbeiter / Sozialarbeiterin
Rheinland-Pfalz 2.419 € 3.136 € 4.302 € Jobs Sozialarbeiter / Sozialarbeiterin
Saarland 2.515 € 3.125 € 4.289 € Jobs Sozialarbeiter / Sozialarbeiterin
Sachsen 1.939 € 2.636 € 3.342 € Jobs Sozialarbeiter / Sozialarbeiterin
Sachsen-Anhalt 1.982 € 2.762 € 4.074 € Jobs Sozialarbeiter / Sozialarbeiterin
Schleswig-Holstein 2.309 € 3.145 € 4.223 € Jobs Sozialarbeiter / Sozialarbeiterin
Thüringen 1.948 € 2.609 € 3.676 € Jobs Sozialarbeiter / Sozialarbeiterin

Sozialarbeiter / Sozialarbeiterin:

1. Gehalt

Als Sozialarbeiter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.975 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 2.466 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.262 € beginnen, Sozialarbeiter in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.275 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.145 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.125 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Sozialarbeiter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.703 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.789 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.929 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.030 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.125 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.226 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.852 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.086 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.479 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Wer Sozialarbeiter /-in werden möchte, muss ein Studium absolvieren. Allerdings gibt es viele Ausbildungsberufe im sozialen Bereich, die alle eine Gemeinsamkeit haben: Die menschliche Herausforderung steht in der Regel vor allem, was in Schule und Ausbildung unterrichtet werden kann, deswegen ist auch die persönliche Komponente mindestens ebenso wichtig, wenn nicht gar wichtiger, als beispielsweise die schulischen Leistungen.

Der Klassiker unter den sozialen Ausbildungen ist die Ausbildung zum/zur Erzieher /-in. Die Ausbildung dauert drei bis sechs Jahre. Anschließend können Erzieher /-innen in Kindergärten, -krippen und Horten arbeiten, aber auch in Heimen, Beratungsstellen sowie in Tagessstätten, Wohnheimen und Ferienheimen. Wer eine kürzere Ausbildung absolvieren möchte, der kann die Ausbildung zum/zur Kinderbetreuer /-in, zum/zur Kindergartenhelfer /-in oder zum Kinderpfleger /-in machen. Allerdings bleibt zu bedenken, dass Kompetenzbereich und auch Gehalt sich nach der Länge der Ausbildung und der beruflichen Stellung richten.

Erzieher /-innen lernen während ihrer Ausbildung die folgenden Inhalte:

  • Ziele und Maßnahmen von Erziehung, Erziehung bei Spielen, Festen und Feierlichkeiten,
  • Bedürfnisse, Entwicklungen und Kompetenzen von Kindern in Abhängigkeit von ihrem Alter,
  • Bildung, Betreuung und Bildung nach Plan inkl. Reflexion und Bewertung,
  • Psychologische Veränderungen und gesundheitliche Schädigungen erkennen und reagieren
  • Sonderpädagogik und Heilpädagogik,
  • Medienkonsum (und Anleitung),
  • Sprachentwicklung, Sprachkulturen, Tanz, Bewegung, Musik.

Eine Alternative, die auch eine praktische Grundlage für ein Studium der Sozialen Arbeit darstellen könnte, ist die Ausbildung zum/zur Heilerziehungspfleger /-in, die sowohl Inhalte aus dem medizinisch-pflegerischen Bereich als auch aus der Heilerziehung umfasst. Daher treffen Psychiatrie, Pflege, Gesundheit, Heilerziehung, Organisation sowie Recht und Verwaltung auf Musik, Rhythmik, Werken, Spielen, Gestalten, Fördermaßnahmen zur Sprachbildung, zur Bewegung, zur Organisation und zur Technik. Die Ausbildung zum/zur Heilerziehungspfleger /-in ist keine duale Ausbildung. Theoriephasen an der Schule folgen Praxisphasen in Einrichtungen mit Menschen allen Alters und Handicaps jeder Ausprägung.

3. Studium

Eingangs wurde bereits deutlich: Wer Sozialarbeiter /-in werden möchte, muss ein Studium absolvieren. Nun soll vorgestellt werden, welches Studium sich am besten eignet – nämlich das Studium der Sozialen Arbeit, was nicht nur namentlich, sondern auch inhaltlich nahe liegt.

  • Folgende Studiengänge mit Bachelorabschluss werden unter dem Oberbegriff „Soziale Arbeit“ angeboten: Internationale Soziale Arbeit; Arbeit, Integration und soziale Sicherung; Arbeit mit behinderten Menschen; Bildung und Beruf; Soziale Arbeit in Pflege und Rehabilitation; Kinder- und Jugendhilfe; Soziale Arbeit mit Kranken und Suchtkranken
  • An Masterstudiengängen stehen die Folgenden zur Auswahl: Case Management, Beratung; Forschung, Entwicklung, Management in der Sozialen Arbeit; Konzeptionsentwicklung, Organisationsgestaltung; Inklusion und Exklusion; Planen und Leiten; Soziale Dienste; Sozialpädagogik; Therapeutische Soziale Arbeit.

Wer Sozialarbeiter werden möchte muss sich entscheiden, mit welchem Klientel er arbeiten will, denn bereits beim Blick auf die Studiengänge zeigt sich, dass sowohl eine Spezialisierung nach dem Alter, als auch nach der Einschränkung, die die Menschen haben, möglich ist. Beim Studium der Sozialen Arbeit verhält es sich im Übrigen wie bei den meisten Studienabsolventen: Je höher der Abschluss ist, desto weiter weg führt der berufliche Werdegang von der praktischen Arbeit. Oft sind die Absolventen von Masterstudiengängen im Qualitätsmanagement tätig, gehen in die Forschung, Entwicklung oder ins Management.

Neben dem Studium der Sozialen Arbeit gibt es auch noch weitere Studiengänge, die – wie eingangs erwähnt – alle die menschliche Komponente verbindet. Bei den folgenden Studiengängen ist die menschliche Kompetenz mindestens genauso wichtig wie das vermittelte Fachwissen, grundsätzlich aber gilt: Trägt ein Studiengang bereits das Wort „Management“ im Titel, so ist dort die Vermittlung von Führungsqualitäten sowie betriebswirtschaftlichen Handlungsweisen sehr wahrscheinlich.

Alternative Studiengänge zum Studium der Sozialen Arbeit sind: Coaching, Beratung, Supervision; Erziehungs- und Bildungswissenschaft; Gerontologie; Gesundheitsförderung /-pädagogik; Gesundheitsmanagement /-ökonomie; Heilpädagogik; Pflegemanagement /-wissenschaft; Rehabilitations- /Sonderpädagogik; Sozialmanagement.

4. Tätigkeit

Die Hauptaufgabe von Sozialarbeitern /-innen besteht darin, soziale Probleme zu bewältigen, Lösungsstrategien aufzuzeigen, diese selbstständig auszuführen sind und dabei noch vorausschauend Präventionsarbeit zu leiten.
Sozialarbeiter werden dann tätig, wenn sich Einzelpersonen oder Gruppen in der Gesellschaft in einer schwierigen Lebenslage befinden und es ihnen nicht möglich ist, diese alleine zu bewältigen. Dieses Schicksal ereilt Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren. Einen Großteil der Arbeit leistet der Sozialarbeiter über das beratende Gespräch, da die Betroffenen mit seiner Unterstützung eine Lösung erarbeiten. Wer im sozialen Bereich tätig ist, ist meist durch mehr als nur monetäre Gründe motiviert. Soziale Arbeit als Berufsfeld erfordert eine hohe Eigenmotivation wie etwa das Bedürfnis, Menschen in Not zu helfen.

Tätigkeitsfeld:

Sozialarbeiter sind in den verschiedensten Bereichen einsetzbar. Sie arbeiten in Tagesstätten, in Jugend- /Kinder- und Altenheimen, in Resozialisierungseinrichtungen oder Obdachloseneinrichtungen. Eine Anstellung finden sie auch in Kindergärten, -horten sowie Schulen. Außerdem bei staatlichen, karitativen oder kirchlichen Beratungsstellen für Familien, Suchtkranke oder Pflegebedürftige und Selbsthilfegruppen.

Bei der Arbeit mit Kindern achten sie darauf, dass diese Zugang zu Bildungs- und Berufschancen bekommen. In der Arbeit mit Häftlingen führen Sozialarbeiter Gespräche, um sie bei einer Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu unterstützen. In der Schuldnerberatung weisen sie auf Möglichkeiten hin, Schulden abzubauen oder vorzubeugen und helfen bei der Umsetzung. So beugen sie der Marginalisierung verschiedener Gesellschaftsgruppen vor. Die Tätigkeit im Bereich der sozialen Arbeit umfasst besonders die Schlichtung von Konflikten und die Erarbeitung von Problemlösungen mit den betroffenen Parteien. Sie sind stets daran interessiert, dass alle Teile der Gesellschaft ähnliche Zugriffsmöglichkeiten auf Ressourcen der Lebensbewältigung haben.

Je nach dem Ort der Anstellung sind auch ganz unterschiedliche Kompetenzen gefragt. Im großen Bereich der Sozialberatung sind Sozialarbeiter nicht die Einzigen, die zwar über theoretisch fundierte Fachwissen zu Theorien, Beratungsmethoden und Hilfen haben, aber sich vieles erst im Beruf oder durch eine ganz spezielle Weiterbildung aneignen können. Weitere Beispiele verwandter Berufe sind: Bewährungshelfer /-innen, Erziehungsberater /-innen, Familientherapeuten /-innen, Gerichtshelfer /-innen, Jugendberater /-innen, Jugendpfleger /-innen sowie Sozialpädagogen /-innen, Konfliktberater /-innen und Streetworker /-innen.

Eigenschaften:

Das Hauptinstrument eines Sozialarbeiters und einer Sozialarbeiterin ist die Kommunikation. Ein geeigneter Kandidat oder eine geeignete Kandidatin ist daher kontaktfreudig und besitzt grundlegende Kommunikationsfähigkeiten. Sozialarbeiter sind geschickt im Umgang mit Menschen und haben besonderes Fingerspitzengefühl im Umgang mit Konflikten. Im Hintergrund der Arbeit stehen jedoch auch detaillierte Dokumentation und strukturierte Organisation. Um die Fallbearbeitung zur Überprüfung transparent zu gestalten, verfügt die Sozialarbeiterin über ein hohes Maß an Strukturiertheit und Eigenorganisation. Für das Berufsfeld der sozialen Arbeit ist genaues Arbeiten ebenso Voraussetzung wie die Liebe zur Arbeit mit Menschen und den grundlegenden Gesprächskenntnissen.

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