*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Estrichleger

Datenbasis: 260 Datensätze
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1.730 € 2.318 € 3.166 €
Baden-Württemberg 1.910 € 2.790 € 3.511 € Jobs Estrichleger
Bayern 1.920 € 2.345 € 3.144 € Jobs Estrichleger
Berlin 1.689 € 2.025 € 15.573 € Jobs Estrichleger
Brandenburg 1.709 € 1.815 € 2.234 € Jobs Estrichleger
Bremen 1.852 € 2.482 € 3.389 € Jobs Estrichleger
Hamburg 1.721 € 2.189 € 2.296 € Jobs Estrichleger
Hessen 1.676 € 2.320 € 2.643 € Jobs Estrichleger
Mecklenburg-Vorpommern 1.320 € 1.769 € 2.415 € Jobs Estrichleger
Niedersachsen 1.581 € 2.141 € 2.967 € Jobs Estrichleger
Nordrhein-Westfalen 1.580 € 2.330 € 3.434 € Jobs Estrichleger
Rheinland-Pfalz 1.776 € 2.215 € 3.144 € Jobs Estrichleger
Saarland 1.766 € 2.367 € 3.233 € Jobs Estrichleger
Sachsen 1.629 € 1.776 € 2.141 € Jobs Estrichleger
Sachsen-Anhalt 1.441 € 1.931 € 2.637 € Jobs Estrichleger
Schleswig-Holstein 1.534 € 2.075 € 4.461 € Jobs Estrichleger
Thüringen 1.351 € 1.811 € 2.474 € Jobs Estrichleger

Estrichleger:

1. Gehalt

Als Estrichleger liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.318 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 260 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.730 € beginnen, Estrichleger in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.166 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.075 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.790 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Estrichleger in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.118 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.225 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.236 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.379 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.428 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.322 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.283 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.451 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.400 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf Estrichleger /-in ist ein klassischer Handwerksberuf mit einer langen Tradition und ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet abwechselnd im Betrieb und in der Berufsschule statt. Wenn der Betrieb die geforderten Ausbildungsinhalte nicht komplett vermitteln kann, darf der Auszubildende diese Teile in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte erlernen.

Rechtlich sind keine Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung zum/zur Estrichleger /-in vorgesehen. Viele Betriebe stellen Bewerber mit Hauptschulabschluss ein. In einigen Bundesländern wird vor der Ausbildung eine Einstiegsqualifizierung verlangt. In dieser Zeit absolviert der Bewerber ein Betriebspraktikum von sechs bis zwölf Monaten. Wichtige Schulfächer sind Mathematik, Physik und Technik. In der Ausbildung lernen die Azubis den kompletten Arbeitsablauf kennen – vom Einrichten der Baustelle über das Vorbereiten des Untergrunds und das Herstellen des Estrichs bis hin zum Einbauen von Bodenbelägen und das Prüfen von Estrichen.

Inhalte der Ausbildung zum/zur Estrichleger /-in sind:

  • Sichern, Einrichten und Räumen von Baustellen,
  • Prüfen und Auswählen von Baustoffen,
  • Anfertigen von Bauplänen und Skizzen,
  • Durchführen von Messungen,
  • Herstellen von Baukörpern sowie Bauteilen,
  • Einbauen von Dämmstoffen,
  • Herstellen von Putzen, Stuck und Estrichen,
  • Verlegen von Platten- und Fliesenboden,
  • Prüfen und Vorbereiten von Untergründen,
  • Sanieren und Instandsetzen von Estrichen und Bodenbelägen,
  • Berichtwesen und qualitätssichernde Maßnahmen,
  • Herstellen von Fußböden in der Industrie.

Abgeschlossen wird die Ausbildung mit einer Gesellenprüfung, die aus einer praktischen und schriftlichen Prüfung besteht. Der Azubi muss einen Estrichboden erstellen und schriftliche Aufgaben zum Thema Bodenbeläge und Wirtschafts- und Sozialkunde beantworten.

Estrichleger können, um beruflich voranzukommen, eine Aufstiegsweiterbildung zum/zur Estrichlegermeister /-in absolvieren. Diese wird von der Industrie und Handelskammer angeboten. Um beruflich auf dem aktuellen Stand zu bleiben, sollten Estrichleger regelmäßig Weiterbildungen zum Thema Trockenbau und Estrichlegerei besuchen.

3. Studium
Estrichleger haben die Möglichkeit, nach ihrer Ausbildung ein Studium in Fach Bauingenieurwesen abzulegen. Das Studium ermöglicht gute Karrierechancen. Das Bachelorstudium geht über sechs bis acht Semester. Zulassungsvoraussetzungen sind ein Abitur oder Fachabitur. In einigen Fällen erfolgt der Einstieg auch mit einer abgeschlossenen Ausbildung, wenn die Person über keine Hochschulzugangsberechtigung verfügt.

Der Bauingenieurwesen-Studiengang gehört zu den klassischen Ingenieurswissenschaften. Während des Studiums lernt der Studierende wie man Bauwerke richtig plant, wie man den Bau technisch umsetzt und wie man Gebäude und Bauwerke instand hält. Naturwissenschaften und Technik sind die wichtigsten Inhalte. Das Studium vermittelt verschiedene Aufgabengebiete. Der Student befasst sich zum Beispiel mit der Konzeption von Wasserversorgungsanlagen, mit dem Bau von Brücken oder mit der Planung von Hochhäusern. Neben theoretischen Inhalten, erhält der Student eine praxisnahe Ausbildung und profunde Kenntnisse in Baustoffkunde, Konstruktionslehre und Statik. Der Unterricht findet in Vorlesungen und Seminaren sowie praktischen Übungen statt.

Die wichtigsten Fächer des Bauingenieurwesens:

  • Mathematik und Physik,
  • Baustoffkunde und Bauchemie,
  • Statistik und Informatik,
  • Bauentwurf und Baukonstruktion,
  • Bauinformatik und CAD-Programme,
  • Ingenieurbaustoffe und Straßenbaustoffe,
  • Festigkeitslehre und Statik,
  • Holzbau und Stahlbau,
  • Hydromechanik und Geotechnik,
  • Baubetrieb und Arbeitssicherheit,
  • Massivbau und Siedlungswasserwirtschaft,
  • Straßenplanung und städtisches Verkehrswesen,
  • Kommunikation und Management,
  • Betriebswirtschaft und Recht,
  • Baubetrieb und Brückenbau,
  • Straßenbautechnik und Eisenbahnbau.

Ein Praxissemester ist fester Bestandteil des Studiengangs. Es findet in der Regel im fünften Semester statt. Im letzten Semester müssen die Studierenden eine Bachelorarbeit verfassen. Anschließend erhalten Sie den Titel Bachelor of Science.

Wenn der Absolvent seine Kenntnisse noch weiter vertiefen möchte, kann er im Anschluss ein Masterstudium belegen. Das weiterführende Studium geht über vier Semester und bereitet den Studierenden auf komplexe Bau-, Planungs- und Infrastrukturprojekte vor. Die Studierenden können zudem einen Studienschwerpunkt setzten. Das erhöht die Karrierechancen und erleichtert den Einstieg als Bauingenieur.

4. Tätigkeit

Estrichleger arbeiten in einem Unternehmen der Hoch- und Ausbaubranche oder in einem speziellen Estrichbetrieb für Fußböden. Angehörige dieser Berufsgruppe gießen den Fußboden, auf den ein späterer Bodenbelag kommt. Zuvor verlegen sie Platten für die Wärme- und Trittschalldämmung, zudem, auf speziellen Wunsch der Kunden, Rohre für eine Fußbodenheizung. Sie erstellen Estriche für die Industrie, für Sportstätten und in Wohnhäusern. Für den Wärme- und Feuchtschutz nutzen sie Sperr- und Dämmschichten. Sie bereiten die Estrichmörtelmischung vor und verteilen diese mit einer Fördermaschine oder einem Fließestrich. Nachdem die Estrichleger den Estrich verlegt haben, versiegeln, imprägnieren und verdichten sie ihn chemisch.

Zu ihren Aufgaben gehört auch das Verlegen von anderen Bodenbelägen, wie Laminat oder PVC-Böden. Der/die Estrichleger /-in ist während des ganzen Bauprozesses auf der Baustelle anwesend. Bereits im Rohbau arbeitet er an den Böden und gleicht Unebenheiten im Untergrund aus. Der/die Estrichleger /-in arbeitet dabei mit Kollegen in einer Akkordkolonne. Nach Abschluss der Arbeit erstellt er eine Dokumentation in der er die verwendeten Materialen, Techniken und Arbeitsschritte festhält. Dieser sogenannte Fußbodenpass liefert eine detaillierte Übersicht über die Bodenstruktur und hilft dabei, zukünftige Bodenbeläge zu verbessern.

Weitere Gehälter für Estrichleger