*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Fahrdienstleiter / in

Datenbasis: 27 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.850 € 2.545 € 3.823 €
Baden-Württemberg 2.026 € 2.555 € 3.539 € Jobs Fahrdienstleiter / in
Bayern 2.235 € 2.785 € 3.252 € Jobs Fahrdienstleiter / in
Berlin 1.731 € 2.381 € 3.577 € Jobs Fahrdienstleiter / in
Brandenburg 1.528 € 2.102 € 3.158 € Jobs Fahrdienstleiter / in
Bremen 1.778 € 2.446 € 3.674 € Jobs Fahrdienstleiter / in
Hamburg 1.963 € 2.700 € 4.056 € Jobs Fahrdienstleiter / in
Hessen 2.403 € 3.306 € 4.966 € Jobs Fahrdienstleiter / in
Mecklenburg-Vorpommern 1.511 € 2.078 € 3.121 € Jobs Fahrdienstleiter / in
Niedersachsen 1.688 € 2.322 € 3.488 € Jobs Fahrdienstleiter / in
Nordrhein-Westfalen 2.150 € 2.545 € 2.947 € Jobs Fahrdienstleiter / in
Rheinland-Pfalz 1.819 € 2.503 € 3.760 € Jobs Fahrdienstleiter / in
Saarland 1.759 € 2.420 € 3.635 € Jobs Fahrdienstleiter / in
Sachsen 1.423 € 1.957 € 2.940 € Jobs Fahrdienstleiter / in
Sachsen-Anhalt 1.394 € 1.918 € 2.881 € Jobs Fahrdienstleiter / in
Schleswig-Holstein 1.625 € 2.235 € 3.357 € Jobs Fahrdienstleiter / in
Thüringen 1.446 € 1.989 € 2.988 € Jobs Fahrdienstleiter / in

Fahrdienstleiter / Fahrdienstleiterin:

1. Gehalt

Als Fahrdienstleiter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.545 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 27 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.850 € beginnen, Fahrdienstleiter in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.823 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.235 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.555 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Fahrdienstleiter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.076 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.674 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.674 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.034 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.228 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.212 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.090 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.441 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.995 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

In Deutschland herrscht ein Mangel an Fahrdienstleitern. Personen, die sich für diesen Beruf entscheiden, haben gute Karrierechancen. Der/die Fahrdienstleiter /-in ist eine Berufsbezeichnung für den Eisenbahner. Der anerkannte Ausbildungsberuf dauert drei Jahre und findet im Dualen System statt. Der Auszubildende lernt im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung gibt es nicht. Die meisten Betriebe stellen allerdings nur Bewerber mit mittlerer Reife oder Abitur ein. Lediglich ein Prozent der Auszubildenden verfügt über einen Hauptschulabschluss.

Die angehenden Fahrdienstleiter lernen während der Ausbildung, wie Bahnanlagen und Gleisanlagen funktionieren, und wie man Bahnübergangsanlagen bedient. Die Auszubildenden befassen sich mit Stellwerkseinrichtungen und dessen Bedienung sowie mit der Bildung von Zügen und Betriebssicherheit. Weiterhin lernen sie die Infrastruktur eines Bahnbetriebs kennen. In der Ausbildung werden neben den berufsspezifischen Lerninhalten Kenntnisse des Umweltschutz sowie Rechtskunde und Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet.

Die wichtigsten Ausbildungsinhalte sind:

  • Betriebliche und technische Kommunikation,
  • Infrastruktur von Bahnbetrieben,
  • Eisenbahnbetrieb, Rangieren und Bilden von Zügen,
  • Streckensicherung und Prüfen von Wagen,
  • Zugfahrten durchführen und Züge im Regelbetrieb leiten,
  • Logistische Prozesse und Qualitätsmanagement,
  • Stellwerkseinrichtungen bedienen,
  • Maßnahmen bei gefährlichen Ereignissen,
  • Verkehrsleistungen durchführen, planen und bewerten,
  • Sozialkunde und Recht,
  • Deutsch und Betriebswirtschaft.

Am Ende des dritten Ausbildungsjahrs findet eine Abschlussprüfung statt, die aus zwei schriftlichen, einer praktischen und einer mündlichen Prüfung besteht und vier Bereiche abfragt. Die schriftlichen Prüfungen umfassen Themen der Wirtschafts- und Sozialkunde und des Betriebsdienstes. In der praktischen und mündlichen Prüfung muss der Azubi Arbeitsaufträge im Stellwerk durchführen. Die Prüfung wird von der Industrie- und Handelskammer durchgeführt.

Der/die Fahrdienstleiter /-in kann nach erfolgreichem Ablegen der Prüfung eine Weiterbildung zum/zur Meister /-in für Bahnverkehr absolvieren und dadurch eine Führungsposition anstreben.

Um seine Fachkenntnisse aktuell zu halten, sollte der/die Fahrdienstleiter /-in regelmäßig Weiterbildungen besuchen. Lehrgänge zum Thema Schienenverkehr, Verkehrssicherheit und Unfallverhütung bieten sich an.

3. Studium

Fahrdienstleiter können nach der Ausbildung studieren, um ihre Kenntnisse zu vertiefen und auszubauen. Ein Bachelorstudium in Verkehrsingenieurwesen ist am besten geeignet. Zulassungsvoraussetzungen sind eine Fachhochschulreife oder Abitur. Verkehrswesen oder Verkehrsingenieurswesen wird in Deutschland an der Technischen Universität Berlin, der Universität Dresden, der RWTH Aachen, der Technischen Universität Braunschweig, der Universität Wuppertal, der Fachhochschule Erfurt und der Universität Stuttgart angeboten. Alternativ können Interessenten das Studienfach Bauingenieurwesen belegen und sich im Hauptstudium auf Verkehrswesen spezialisieren. Der Studiengang besitzt eine Regelstudienzeit von 10 Semestern.

Das Studium beschäftigt sich mit dem Fachgebiet der Verkehrswissenschaften und der Betriebsführung sowie dem technologischen Management von Verkehrssystemen im öffentlichen Verkehr. Der Studierende lernt in diesem ingenieurwissenschaftlichen Studiengang system- und prozessorientierte Inhalte, die ihm helfen, den aktuellen Anforderungen des Verkehrswesens gerecht zu werden. Zudem erlernt er wissenschaftliche Methoden und befasst sich mit Wirtschaftswissenschaften und Naturwissenschaften. Im Grundstudium findet ein Grundpraktikum statt. Im Hauptstudium kann sich der Studierende in einer Studienrichtung wie Verkehrsplanung und Verkehrstechnik spezialisieren. Dem Studenten erschließt sich dadurch ein breites Spektrum von Möglichkeiten für die spätere berufliche Tätigkeit.

Die wichtigsten Inhalte des Verkehrsingenieurswesen-Studiengangs sind:

  • Wirtschaftswissenschaften,
  • Informatik,
  • Mathematik und Physik,
  • Technische Mechanik,
  • Verkehrsmaschinentechnik,
  • Fahrdynamik und Aerodynamik,
  • Elektrische Verkehrssysteme,
  • Landverkehrsanlagen,
  • Verkehrswissenschaften,
  • Verkehrsökologie,
  • Verkehrssicherheit,
  • Elektrotechnik,
  • Bauingenieurwesen,
  • Maschinenbau,
  • Arbeits- und Verkehrspsychologie,
  • Straßenverkehrsanlagen und Eisenbahnanlagen,
  • Infrastrukturplanung,
  • Projekt- und Qualitätsmanagement,
  • Arbeitswissenschaften,
  • Verkehrsrecht,
  • Distributionstechnik,
  • Logistische Systeme,
  • Entwürfe und Bauen von Bahnen,
  • CAD-Systeme,
  • Digitale Signalverarbeitung,
  • Gestaltung von Bahnanlagen,
  • Schienenfahrzeugtechnik.

Nach Einreichen der Bachelorarbeit und erfolgreichem Abschließen des Studiums verfügen die Absolventen über fundierte praktische und theoretische Kenntnisse der Ingenieurwissenschaften, um komplexe Systeme im Verkehrswesen zu planen, zu bemessen und auszuführen.

4. Tätigkeit

Jeden Tag fahren in Deutschland tausende Menschen mit der Bahn ohne sich wirklich darüber bewusst zu sein, welch ein Arbeitsaufwand hinter dem mehr oder weniger pünktlich eintreffenden Zug steckt und welche mitunter schwerwiegenden Entscheidungen im normalen Bahnalltag gefällt werden müssen. Einer der hauptverantwortlichen Berufe, wenn es um die Sicherheit und Pünktlichkeit auf deutschen Schienen geht ist der des Fahrdienstleiters bzw. der Fahrdienstleiterin.

Seine/ ihre Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die ein- und ausgehende Züge auf den richtigen Gleisen unterwegs sind und sich Strecken nicht so kreuzen, dass dies eine Gefährdung für alle Beteiligten darstellen könnte. Sie sind damit für die Zulassung von Zugfahrten und deren sichere und pünktliche Durchführung zuständig. Außerdem erledigen sie Sicherungsaufgaben, wobei sie streng nach Fahrdienstvorschrift arbeiten. Bevor ein Zug startet, prüfen sie den Fahrweg, ohne ihre Zustimmung fährt kein Zug aus und in den Bahnhof. Mit Hauptsignalen geben sie eine Fahrt frei. Die Erlaubnis übertragen sie auch mündlich oder schriftlich. Dies alles gilt es unter der Zielvorgabe zu koordinieren, dass Zeitplane und Fahrten eingehalten werden und sich Passagiere und Zugpersonal über wenige Verspätungen ärgern müssen. Natürlich darf hierbei auch nie die Wirtschaftlichkeit außer Acht gelassen werden, da jedes Unternehmen darauf bedacht ist, effektiv zu arbeiten und Kosten zu sparen.

Der Arbeitsplatz des/der Fahrdienstleiter /-in ist ein Stellwerk oder eine Fernsteuerungszentrale. Von dort aus stellen sie die Weichen um. Normalerweise sind sie für mehrere große Stellbereiche zuständig. Neben der Überprüfung und Kontrolle des Zugverkehrs führen die Fahrdienstleiter auch selbst Fahrten durch und kümmern sich um den Zugleitbetrieb. Weiterhin sichern sie Bahnübergänge, rangieren Züge und sorgen dafür, dass die Wagen in der erforderlichen Anzahl und an die jeweilige Lok gekoppelt werden. Bei Störungen und gefährlichen Ereignissen sperren sie die Gleise oder veranlassen einen Nothalt. Ferner führen die Fahrdienstleiter Kundenberatungen durch und wickeln Transportdispositionen ab.

Die große Verantwortung, von der letztendlich das Leben der Passagiere abhängig sein kann, spiegelt sich in dem durchschnittlich hohen Verdienst des Fahrdienstleiters/ der Fahrdienstleiterin wieder. Während das Einstiegsgehalt noch weit unter dem Durchschnittsgehalt liegt, welches eine jahrelange Berufserfahrung und regelmäßige Checks bezüglich der körperlichen und geistigen Fitness voraussetzt, wird diese Berufsgruppe von Anfang an gefordert und geschult. Immer in dem Bewusstsein, nicht nur für Pünktlichkeit, sondern auch für die Gesundheit aller zu arbeiten.

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