Jobangebote für Gerüstbauer (+15km)

Geschätztes Bruttogehalt  
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Gerüstbauer

Datenbasis: 45 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.682 € 2.467 € 3.445 €
Baden-Württemberg 1.851 € 2.715 € 3.791 € Jobs Gerüstbauer
Bayern 2.334 € 2.533 € 3.031 € Jobs Gerüstbauer
Berlin 1.574 € 2.308 € 3.223 € Jobs Gerüstbauer
Brandenburg 1.281 € 1.879 € 2.624 € Jobs Gerüstbauer
Bremen 1.617 € 2.371 € 3.311 € Jobs Gerüstbauer
Hamburg 1.784 € 2.617 € 3.654 € Jobs Gerüstbauer
Hessen 1.947 € 2.855 € 3.987 € Jobs Gerüstbauer
Mecklenburg-Vorpommern 1.237 € 1.814 € 2.533 € Jobs Gerüstbauer
Niedersachsen 1.701 € 2.495 € 3.484 € Jobs Gerüstbauer
Nordrhein-Westfalen 1.995 € 2.401 € 3.071 € Jobs Gerüstbauer
Rheinland-Pfalz 1.911 € 2.086 € 2.485 € Jobs Gerüstbauer
Saarland 1.600 € 2.346 € 3.276 € Jobs Gerüstbauer
Sachsen 1.160 € 1.702 € 2.377 € Jobs Gerüstbauer
Sachsen-Anhalt 1.268 € 1.860 € 2.597 € Jobs Gerüstbauer
Schleswig-Holstein 1.477 € 2.166 € 3.025 € Jobs Gerüstbauer
Thüringen 1.413 € 2.073 € 2.895 € Jobs Gerüstbauer

Gerüstbauer:

1. Gehalt

Als Gerüstbauer liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.467 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 45 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.682 € beginnen, Gerüstbauer in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.445 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.166 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.715 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Gerüstbauer in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.467 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.201 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.072 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.520 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.559 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.233 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.467 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.627 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.148 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Das Berufsbildungs-Gesetz und die Handwerks-Ordnung erkennen die Tätigkeit des Gerüstbauers als Ausbildungsberuf an. Die zugehörige bundesweit einheitliche Ausbildung nimmt drei Jahre in Anspruch. Es handelt sich um eine duale Berufsausbildung. Deswegen erwarten die Auszubildenden theoretischer Unterricht in Schulen und Praxis-Aufenthalte im Betrieb. Zusätzlich entfallen 25 Wochen auf eine sogenannte überbetriebliche Ausbildungszeit. Vor dem Ablauf des zweiten Jahres der Ausbildung erfolgt eine Zwischen-Prüfung.

Am Ende steht die abschließende Prüfung mit einem praktischen und einem theoretischen Teil an. Den Prüfling erwarten im praktischen Abschnitt zwei Aufgaben. Er stellt seine Fähigkeiten im Planen eines Arbeitsablaufs, im Erkennen von Arbeits-Zusammenhängen und in der Kontrolle des Ergebnisses unter Beweis. Das Gesetz schlägt bezüglich der praktischen Aufgaben diese Tätigkeiten vor:

  • Einrüsten eines Bauwerks und Abbauen des Gerüsts einschließlich dem fachgerechten Lagern von dessen Bauteilen,
  • Aufbauen einer Sonder-Konstruktion aus dem Gerüstbau oder der Aufbau eines Trag-Gerüstes unter Verwendung von Rüststützen und Rüstbinden. Anschließend baut der Prüfling das Gerüst wieder ab.

Der theoretische Teil der Abschluss-Prüfung umfasst Aufgaben aus den Bereichen Schutz-, Arbeits- und Trag-Gerüste, bewegliche Arbeits-Plattformen sowie Sonder-Konstruktionen. Außerdem steht eine Aufgabe aus dem Prüfungs-Bereich der Sozial- und Wirtschaftskunde an.

Ausgebildete Gerüstbauer besitzen durch diverse Angebote zur Weiterbildung gute Aufstiegs-Chancen. Eine naheliegende Fortbildung stellt der Besuch einer Meister-Schule dar. Die erfolgreiche Meister-Prüfung gilt als Voraussetzung, um selbstständig in der Branche zu arbeiten. Eine Alternative bietet die Weiterbildung zum "geprüften Gerüstbau-Kolonnenführer". Darüber hinaus empfiehlt sich für Stellen in mittleren Führungs-Positionen die Qualifizierung zum "staatlich geprüften Techniker". Interessierte Personen benötigen eine abgeschlossene Berufsausbildung und anschließend mindestens zwölf Monate praktische Erfahrung. Die Dauer der Aufstiegs-Fortbildung zum Techniker beläuft sich auf 2.400 Unterrichts-Stunden. Die zugehörigen Lehrgänge erstrecken sich in Vollzeit über zwei Jahre.

Weitere Details zum Gehalt in der Ausbildung als Gerüstbauer/-in.

3. Studium

Die Arbeit als Gerüstbauer gilt als reiner Ausbildungsberuf. Deswegen führt die vorgestellte Ausbildung an der Berufsschule und im Betrieb zum vorgestellten Beruf. Die einstellenden Unternehmen fordern von potenziellen Bewerbern kein abgeschlossenes Hochschul-Studium. Ausgebildete Gerüstbauer mit Hochschulzugangs-Berechtigung besitzen das Recht, ein Studium zu beginnen. Sie erweitern dadurch ihre Fähigkeiten und empfehlen sich für höher entlohnte Stellen im Gerüstbau.

Hinsichtlich der Studiengänge eignen sich sämtliche Angebote aus dem Bereich des Bauwesens. Dazu zählt beispielsweise der Beruf des Bau-Ingenieurs. Im Rahmen ihres Studiums befassen sich die Studierenden und angehenden Bau-Ingenieure mit den folgend genannten Inhalten:

  • Bauphysik und Baukonstruktion
  • Technische Mechanik
  • Höhere Mathematik
  • Bau-Betriebslehre
  • Baustatik
  • Werkstoffe im Bauwesen

Das Hochschul-Studium beginnt mit dem Bachelor über eine Regelstudienzeit von sechs bis sieben Semestern. Im Bachelor lehren die Dozenten die Grundlagen aus dem Fach des Bau-Ingenieur-Wesens. Im Anschluss vertiefen Absolventen mit guten Noten ihr Wissen durch ein aufbauendes Master-Studium. Mitunter bieten die Hochschulen hierfür spezialisierte Studiengänge an, die sich auf eine Teildisziplin fokussieren. So wählen zum Beispiel Master-Studenten der Universität Stuttgart zwischen dem Verkehrs- und Wasserwesen, dem konstruktiven Ingenieurbau sowie Methoden der Modellierung und Simulation.

4. Tätigkeit

Der Gerüstbauer oder die Gerüstbauerin findet ein Arbeitsumfeld in Betrieben des Baugewerbes, etwa in Gerüstbauerfirmen, Tunnel- oder Brückenfirmen oder bei Sanierungsbetrieben. Angehörige dieser Berufsgruppe errichten aus Fertigbauteilen aus Metall Baugerüste. Dazu wählen sie im Lager die geforderte Menge der Teile aus und transportieren diese zur Baustelle. Nach Errichtung des Gerüstes wird dieses nach Vorschrift in der Haus- oder Brückenwand verankert. Nach Beendigung der Arbeiten bauen sie die Gerüste wieder ordnungsgemäß ab. Das Gehalt kann abhängig vom Arbeitgeber variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.