*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Goldschmied

Datenbasis: 169 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.616 € 2.175 € 3.097 €
Baden-Württemberg 1.543 € 2.090 € 3.079 € Jobs Goldschmied
Bayern 1.657 € 2.530 € 4.020 € Jobs Goldschmied
Berlin 1.857 € 1.889 € 2.393 € Jobs Goldschmied
Brandenburg 1.231 € 1.657 € 2.359 € Jobs Goldschmied
Bremen 1.553 € 2.090 € 2.976 € Jobs Goldschmied
Hamburg 1.719 € 2.313 € 3.293 € Jobs Goldschmied
Hessen 1.835 € 2.472 € 3.892 € Jobs Goldschmied
Mecklenburg-Vorpommern 1.177 € 1.584 € 2.255 € Jobs Goldschmied
Niedersachsen 1.578 € 1.758 € 2.175 € Jobs Goldschmied
Nordrhein-Westfalen 1.616 € 1.984 € 3.310 € Jobs Goldschmied
Rheinland-Pfalz 1.470 € 2.038 € 4.203 € Jobs Goldschmied
Saarland 1.537 € 2.068 € 2.945 € Jobs Goldschmied
Sachsen 1.243 € 1.673 € 2.382 € Jobs Goldschmied
Sachsen-Anhalt 1.218 € 1.639 € 2.334 € Jobs Goldschmied
Schleswig-Holstein 1.419 € 1.910 € 2.720 € Jobs Goldschmied
Thüringen 1.108 € 1.491 € 2.123 € Jobs Goldschmied

Goldschmied / Goldschmiedin:

1. Gehalt

Als Goldschmied liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.175 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 169 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.616 € beginnen, Goldschmiede in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.097 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.910 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.090 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Goldschmied in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.910 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.080 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.090 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.090 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.356 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.539 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.153 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.747 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 1.991 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Goldschmiede designen und formen Schmuckstücke aller Art. Sie kreieren und reparieren Juwelierwaren aus verschiedenen Materialien. Für diesen Beruf ist eine manuelle Begabung ausschlaggebend. Interessenten erlernen den Job in einer dreieinhalb Jahre dauernden Ausbildung. Um als Lehrling zum/zur Goldschmied /-in angenommen zu werden, fordern Betriebe oft eine Probearbeit. Schulnoten sind eher zweitrangig.

Schulabgänger, die Goldschmied /-in werden möchten, sind kreativ und ideenreich. Bei der Herstellung von Schmuckstücken setzen sie eigene Ideen und Kundenwünsche um. Es ist nicht immer möglich, anhand von Vorlagen zu arbeiten. Künstlerisches Geschick ist von Vorteil. Neben handwerklichen Grundkenntnissen sollten Bewerber eine Affinität für Chemie mitbringen. Schmuck und Geräte werden per Ultraschall oder mittels chemischer Bäder gereinigt. Metalle oder Legierungen werden beim Bearbeiten erhitzt. Daher erleichtert Wissen um chemische Reaktionen die Ausbildung zum/zur Goldschmied /-in.

Bewerber für die Berufsausbildung als Goldschmied /-in stellen sich auf nachstehende Arbeitsabläufe und –bedingungen ein:

  • Praktische Mithilfe bei Schmuckdesign, Gold gießen, Weichglühen und Schmieden von Werkstücken,
  • Arbeit in Werkhallen oder –stätten,
  • Belastung durch Feinstaub oder Gerüche,
  • Tragen von Schutzkleidung (Handschuhe, Brille, Arbeitskittel)

Während der Ausbildung erarbeiten die Goldschmiedelehrlinge

  • wie Werkstücke vermessen, angerissen, gekörnt und gewogen werden,
  • wie Werkstücke geschmiedet werden,
  • wie Mehrfachlötungen montiert werden,
  • welche physikalischen und chemischen Vorgängen ablaufen beim Legieren, Glühen und Schmelzen von Metallen,
  • wie Entwürfe unter Berücksichtigung technischer Möglichkeiten und Grenzen realisiert werden,
  • wie Arbeitsabläufe geplant und durchgeführt werden,
  • welche Methoden für Oberflächenbehandlungen existieren,
  • manuelles und maschinelles Schleifen, Bürsten, Polieren und Mattieren,
  • wie Edelmetalle hinsichtlich Metallart und Feingehalt korrekt gestempelt werden,
  • wie Punzen zur Schmuckformung verwendet werden,
  • wie Fassungen für Edelsteine justiert werden,
  • wie Zargen- und Krappenfassungen hergestellt werden,
  • wie Schmuck aufgearbeitet, repariert und umgearbeitet wird,
  • wie ein- und mehrteilige Gussmodelle angefertigt werden.

Goldschmiede haben die Option, nach einer Fortbildung den Meistertitel zu erwerben. Mit einer Zulassung für die Hochschule studieren Goldschmiede beispielsweise Schmuckdesign. Eine freiberufliche Tätigkeit ist durch eine eigene Schmiedewerkstatt für Goldschmiede zu verwirklichen.

3. Studium

Um den Beruf als Goldschmied /-in auszuüben, können Interessenten ein Studium absolvieren. Folgendes erwarten die Hochschulen und Fachhochschulen von Studierenden: Hand-Augen-Koordination, Kreativität, Zeichentalent und Vorstellungskraft.

Angehende Studenten sollten Interesse an digitalen Zeichen- und Designprogrammen haben. Sie begeistern sich für Wirtschaft und Marktbeobachtung, haben ein Gespür für Trends. Eine Vorliebe für edle Metalle, gutes Sehvermögen und Fremdsprachenkenntnisse runden die Anforderungen an Studenten des Schmuckdesigns ab.

Den Bachelor of Arts Abschluss im Fach Schmuckdesign erreichen Studierende in der Regel nach sechs bis acht Semestern. Das Studium befasst sich schwerpunktmäßig mit Materialkunde. Studenten erlangen Wissen über Edelsteine, Gold, Silber, weitere Edelmetalle und Perlen.

Das Studienfach Schmuckdesign beinhaltet außerdem Know-how über neue Materialien wie künstlich produzierte Schmucksteine, Kunststoffe und Glas. Die Studenten zeichnen ihre Entwürfe manuell auf Papier oder nutzen gesonderte digitale Zeichensoftware. Sie lernen die Materialkosten und den Arbeitsaufwand vor Beginn eines Auftrages korrekt einzuschätzen und zu kalkulieren. Studienabsolventen sind flexibel in ihrer Berufswahl. Sie können ebenso als Atelierleiter /-in oder Grafikdesigner /in aktiv werden.

Eine Alternative zum Schmuckdesignstudium ist das Studienfach Metallgestaltung. Hier büffeln Studenten ebenfalls für den Bachelortitel. Das Studium beschäftigt sich mit diversen Werkbereichen:

  • Schmuck und Kleinobjekte,
  • Geräte und Gefäße,
  • Architekturbezogene Arbeiten aus Metall.

Studenten der Metallgestaltung konzipieren ihre Entwürfe entweder für Unikate oder eine serielle Produktion. Sie lernen, die Ergebnisse in Präsentationen anschaulich darzustellen. Das Studium erörtert Themen zwischen angewandter und freier Kunst. Es beinhaltet die Kernpunkte von Gestaltungs-Dienstleistungen. Mit Praxisprojekten setzen die Studenten das theoretische Fachwissen in die Realität um. Sie reflektieren ihre Ergebnisse.

Für die künftige Wirkung als Goldschmied /-in im Bereich Werkstatt und Verkauf tragen die Studierenden die gelisteten Kompetenzen zusammen:

  • Kundenberatung,
  • Verkauf,
  • Edelsteinbestimmung und –bewertung,
  • Einzel- und Kleinserienfertigung,
  • Emaillieren,
  • Gravieren,
  • Be- und Verarbeitung von Nichtedelmetallen,
  • Qualitätsprüfung und –sicherung,
  • Restaurierungsarbeiten.
4. Tätigkeit

Goldschmiede arbeiten sowohl in der Werkstatt als auch im Verkauf. In der Schmiedewerkstatt gestalten und formen sie Ringe, Armbänder und Anhänger. Zu ihren Arbeitsmaterialien gehören Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin etc., Edelstein und Perlen. Auf der einen Seite reinigen und restaurieren sie ältere Schmuckstücke und bringen diese wieder in Form. Auf der anderen Seite entwerfen und fertigen Goldschmiede neuen Feinschmuck entweder in Eigenkreation oder nach den Vorstellungen der Kunden. Dafür müssen die Werkstücke erhitzt und anschließend gewalzt, gezogen oder gehämmert werden.

Mit handwerklicher Geschicklichkeit erledigen Goldschmiede formgerechte Schmiedearbeiten. Durch Fräsen oder vorsichtiges Abschlagen entfernen sie Kanten. Für die Verzierung von Hals-, Ohr- oder Armschmuck ist außerordentliche Sorgfalt geboten. Goldschmiede feinschleifen, reinigen und polieren Schmuckstücke. Mit genauer Beobachtungsgabe entdecken sie Unebenheiten in Oberflächen. Sie haben Sinn für Ästhetik und viel Geduld, denn manche Schmuckstücke erfordern stundenlangen filigranen Arbeitseinsatz. Außerdem reparieren sie kaputten Schmuck.

Weiterhin gehört das Präsentieren von Verkaufsware in ihren Aufgabenbereich. Goldschmiede dekorieren die Schaufenster der Verkaufsräume und führen Kundengespräche. Sie beraten die Kunden in bezüglich Wert und Pflege der Schmuckstücke und kassieren. Ein freundliches Wesen und sicheres Auftreten ist für Goldschmiede unabdingbar.

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