*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Graveur

Datenbasis: 169 Datensätze
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1.599 € 2.153 € 3.066 €
Baden-Württemberg 1.527 € 2.069 € 3.048 € Jobs Graveur
Bayern 1.640 € 2.504 € 3.979 € Jobs Graveur
Berlin 1.838 € 1.870 € 2.369 € Jobs Graveur
Brandenburg 1.218 € 1.640 € 2.335 € Jobs Graveur
Bremen 1.537 € 2.069 € 2.946 € Jobs Graveur
Hamburg 1.701 € 2.289 € 3.260 € Jobs Graveur
Hessen 1.816 € 2.447 € 3.853 € Jobs Graveur
Mecklenburg-Vorpommern 1.165 € 1.568 € 2.232 € Jobs Graveur
Niedersachsen 1.562 € 1.740 € 2.153 € Jobs Graveur
Nordrhein-Westfalen 1.599 € 1.964 € 3.276 € Jobs Graveur
Rheinland-Pfalz 1.455 € 2.017 € 4.160 € Jobs Graveur
Saarland 1.521 € 2.047 € 2.915 € Jobs Graveur
Sachsen 1.230 € 1.656 € 2.358 € Jobs Graveur
Sachsen-Anhalt 1.205 € 1.622 € 2.310 € Jobs Graveur
Schleswig-Holstein 1.404 € 1.890 € 2.692 € Jobs Graveur
Thüringen 1.096 € 1.476 € 2.101 € Jobs Graveur

Graveur:

1. Gehalt

Als Graveur liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.153 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 169 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.599 € beginnen, Graveure in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.066 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.890 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.069 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Graveur in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.890 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.059 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.069 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.069 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.332 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.513 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.131 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.719 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 1.971 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Graveure verzieren Oberflächen von Metallen und sonstigen Materialien mit Schriftzügen und Symbolen. Sie finden in zahlreichen Branchen Beschäftigung. Eine anerkannte Berufsausbildung zum/zur Graveur /-in können Schulabgänger beispielsweise im Graveur-, Galvaniseur- oder Metallhandwerk starten. Folgende Fähigkeiten und Fertigkeiten kommen Bewerbern /-innen zugute:

  • Fundiertes Allgemeinwissen und intellektuelles Leistungsvermögen,
  • Räumliches Vorstellungsvermögen,
  • Aufmerksamkeit und Beobachtungsgabe,
  • Handwerkliches Geschick,
  • Technisches Verständnis,
  • Zeichnen und Skizzieren,
  • Gespür für Ästhetik.

Betriebe erwarten meist einen Hauptschulabschluss für künftige Auszubildende zum/zur Graveur /-in. In der Ausbildung führen die Lehrlinge Maßberechnungen durch und skalieren Objekte. Dazu sind Kenntnisse in Mathematik und den Grundrechenarten erforderlich. Für die Entgegennahme von Kundenaufträgen müssen die Lehrlinge mündliche Äußerungen verstehen. Anschließende Kundengespräche bedingen ein gutes eigenes Ausdrucksvermögen.

Im praktischen Ausbildungsteil lernen angehende Graveure

  • das Lesen und Umsetzen von technischen Zeichnungen,
  • die unterschiedlichen Formen des Fügens, unter anderen Verklebung, Verschraubung, Verstiftung, hartes und weiches Löten von Werkstücken,
  • das Zeichnen von Körpern in räumlicher und perspektivischer Darstellung,
  • die Erstellung von Programmen für die CNC-Gravierfräsmaschine und die korrekte Anwendung,
  • die Herstellung von Punzen und Meißeln durch Formschleifen und Schmieden,
  • die Anfertigung von Schildern, Platten und Bedientableaus aus Stahl, Nichteisenmetall, Kunststoff.

In Abhängigkeit vom Ausbildungsbetrieb ergeben sich für die Auszubildende während der Lehrzeit Schwerpunkte. Einer ist der Bereich Flachgraviertechnik. Diese Technik umfasst das Stechen von Emblemen, Firmenlogos, Schriften, Gebäude, Landschaften, Porträts und individuellen Vorlagen.

Flachgraviertechnik beinhaltet die Herstellung von sogenannten Damaszierungen, das sind feine Muster in Metall, sowie Guillochierungen, verschlungene Linienzeichnungen. Ebenso gehören Tauschierungen in dieses Gebiet. Hierbei hämmern die Auszubildenden Edelmetalle zur Verzierung in unedle Metalle ein. Ein anderer Kernpunkt ist die Reliefgraviertechnik. Lehrlinge produzieren Prägewalzen und entwickeln Reliefgravierprogramme für Stempel und Prägewerkzeuge.

Um sich für Führungspositionen zu qualifizieren, legen Graveure nach entsprechenden Fortbildungsmaßnahmen die Prüfung zum/zur Meister /-in ab. Graveure spezialisieren mit Weiterbildungen sich auf einem bestimmten Feld wie Produktgestaltung mittels CAD. Betriebswirtschaftliche Lehrgänge befähigen Graveure, sich mit einem eigenen Graveurbetrieb selbstständig zu machen.

3. Studium

Eine berufliche Laufbahn als Graveur /-in ist durch ein Hochschulstudium realisierbar. Fachhochschulen und Hochschulen bieten unterschiedliche Studienfächer an, die sich für eine spätere Funktion als Graveur /-in eignen. Ein adäquater Studiengang ist „Bildende Kunst“. Das Studium befasst sich mit den diversen Kunstformen. Die Hauptthemen sind Malerei, Bildhauerei, Grafik und Baukunst. Neue Medien haben die viele tausend Jahre alten bildenden Künste außerordentlich verändert. Ein historischer Überblick über die Dynamik der bildenden Kunst erfolgt über die Einteilung in verschiedene Epochen. Studenten behandeln die Romantik und die Gotik. Sie erfahren Basiswissen der Künste in Barock, Realismus, Moderne und Postmoderne. Die Studierenden unterscheiden außerdem nach geografischen Kriterien. Sie studieren europäische, afrikanische, chinesische und japanische Kunst.

Studenten der bildenden Kunst besuchen Vorlesungen über Bildhauerei, Fotografie und Zeichnen. Sie erörtern die theoretischen Themen Kunstgeschichte, Kunstdidaktik und Kunsttheorie. Je nach Hochschule variieren die möglichen Fachrichtungen innerhalb der bildenden Kunst. Einige Universitäten bieten schwerpunktmäßig Malerei, Grafik oder Keramik- und Glasgestaltung an. Studienabsolventen haben die Chance, freiberuflich in eigenen Ateliers als Künstler zu schaffen.

Ein denkbarer alternativer Studienweg für Graveure ist das Fach Materialwissenschaft und Werkstofftechnik. Der Bachelorstudiengang beleuchtet Materialen und Techniken, die für Produktinnovationen, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung äußerst wichtig sind. Materialwissenschaft und Werkstofftechnik ist nicht zu entbehren für große Branchen, beispielsweise Maschinenbau, Feinmechanik, Optik, Fahrzeugherstellung, Chemie oder Bauwesen.

An das Grundstudium schließt sich der passende Masterstudiengang der Kategorie Metallkunde an. Die Metallkunde ist ein Wissenschaftszweig der Werkstoff- und Materialwissenschaften. Die strukturellen, chemischen, physikalischen und werkstofflichen Eigenschaften von Metallen und Metallwerkstoffen stehen in diesem Studium im Mittelpunkt. Metallurgie und Metallografie sind zwei ingenieurwissenschaftliche Techniken, die dieses Studienfach erforscht. Designierte Ingenieure schulen sich in Pädagogik für metallver- und bearbeitende Berufe. Auf dem Studienplan stehen Inhalte wie:

4. Tätigkeit

Graveure sind bei Gravierbetrieben, Service-Unternehmen für Schilderdruck und Gravur oder bei Werkzeugherstellern angestellt. Ebenso haben andere produzierende Industriebetriebe Bedarf an Graveuren. Der Arbeitsplatz eines/r Graveurs /-in befindet sich in einer Werkstatt, hier weilen die entsprechenden Maschinen und Geräte für Gravuren. Angehörige dieser Gruppe fertigen mit Hilfe von Maschinen Gravuren für Schmuck, Zier- und Gebrauchsgegenstände. Zudem bringen sie Ornamente und Beschriftungen auf Kunststoff oder Porzellan auf.

Graveure übertragen Entwürfe und Designs von Papier auf Metall. Sie überwachen die Aktivitäten der Graviermaschinen. In Übereinstimmung mit Kundenbestellungen kommen dabei Lasergravier- oder Laserbeschriftungsanlagen zum Einsatz. Graveure stechen Muster in Metalle. Für ihre Arbeit nutzen sie Stichel, Meißel, Graviernadel oder Punzen. Sie sind in der Lage, Störungen an Graviermaschinen zu beheben. In der Oberflächenveredelung mit Ornamenten oder Schriftzügen sind sie Experten. Graveure erledigen ferner administrative Angelegenheiten. Sie planen Arbeitsabläufe und kontrollieren Arbeitsergebnisse.

Graveure programmieren CNC-Fräsmaschinen für individuelle Konzepte. In ihrem eigenen Betrieb verantworten sie die Kosten- und Leistungsrechnung.Meist arbeiten sie in Werkstätten, in Verkaufsräumen sind sie mit der Kundenberatung bezüglich der Schriftart und -größe sowie mit dem Verkauf von Namensschildern und ähnlichem beschäftigt. Das Gehalt kann abhängig vom Arbeitgeber variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.

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