Jobangebote für Hebamme / Entbindungspfleger (+15km)

Geschätztes Bruttogehalt  
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.
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Gehalt Hebamme / Entbindungspfleger

Datenbasis: 47 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.892 € 2.712 € 4.073 €
Baden-Württemberg 2.208 € 2.712 € 3.063 € Jobs Hebamme / Entbindungspfleger
Bayern 1.287 € 2.525 € 2.848 € Jobs Hebamme / Entbindungspfleger
Berlin 1.599 € 2.292 € 3.442 € Jobs Hebamme / Entbindungspfleger
Brandenburg 1.361 € 1.951 € 2.930 € Jobs Hebamme / Entbindungspfleger
Bremen 2.482 € 2.946 € 3.477 € Jobs Hebamme / Entbindungspfleger
Hamburg 1.724 € 2.471 € 3.711 € Jobs Hebamme / Entbindungspfleger
Hessen 2.508 € 3.174 € 3.500 € Jobs Hebamme / Entbindungspfleger
Mecklenburg-Vorpommern 1.391 € 1.994 € 2.995 € Jobs Hebamme / Entbindungspfleger
Niedersachsen 1.755 € 2.516 € 3.779 € Jobs Hebamme / Entbindungspfleger
Nordrhein-Westfalen 1.914 € 2.744 € 4.121 € Jobs Hebamme / Entbindungspfleger
Rheinland-Pfalz 1.861 € 2.667 € 4.005 € Jobs Hebamme / Entbindungspfleger
Saarland 1.799 € 2.579 € 3.873 € Jobs Hebamme / Entbindungspfleger
Sachsen 1.455 € 2.086 € 3.133 € Jobs Hebamme / Entbindungspfleger
Sachsen-Anhalt 1.426 € 2.044 € 3.070 € Jobs Hebamme / Entbindungspfleger
Schleswig-Holstein 1.662 € 2.382 € 3.577 € Jobs Hebamme / Entbindungspfleger
Thüringen 1.478 € 2.119 € 3.182 € Jobs Hebamme / Entbindungspfleger

Hebamme / Entbindungspfleger:

1. Gehalt

Als Entbindungspfleger liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.712 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 47 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.892 € beginnen, Hebammen / Entbindungspfleger in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.073 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.382 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.712 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Entbindungspfleger in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.215 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.473 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.766 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.929 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.011 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.244 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.256 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.777 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.719 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Deutschlandweit gibt es rund 60 Hebammenschulen, die in der Regel einem Krankenhaus angegliedert sind. Die klassische Ausbildung zur Hebamme bedeutet, circa 1.600 Theoriestunden und rund 3.000 Praxisstunden während der dreijährigen Ausbildungszeit zu absolvieren. Geregelt ist die Ausbildung zur Hebamme / zum Entbindungspfleger in der gleichnamigen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung sowie in der Europäischen Richtlinie 2005/36/EC.

Die praktische Ausbildung einer Hebamme / eines Entbindungspflegers ist vielseitig und umfasst praktische Einsätze in einer freien Hebammenpraxis sowie im Krankenhaus. Kreißsaal, Wochenstation, Neugeborenen- und Kinderstation sowie Pflegestationen sind ebenfalls eine feste Station in der Ausbildung zur Hebamme / zum Entbindungspfleger. Darüber hinaus werden Hebammen/ Entbindungspfleger auch gelegentlich als Lehrkräfte an Schulen gebeten.

Mit Blick auf die Theorie erlangt die Hebamme / der Entbindungspfleger, medizinische und pflegerische Kenntnisse der Arzneimittellehre, der Anatomie, in Erster Hilfe, in Geburtshilfe, in Gynäkologie, in Krankheitslehre, in Krankenpflege, in Kinderheilkunde sowie in der Wochenpflege. Darüber hinaus stehen die Lehre der Instrumente und Apparate sowie die Krankenhausbetriebslehre auf dem Stundenplan. Dieser wird ergänzt durch klassische Fächer wie Biologie, Chemie, Physik, Psychologie, Pädagogik und Soziologie. Darüber hinaus steht Berufs-, Gesetzes- und Staatsbürgerkunde auf dem Lehrplan sowie Organisation und Dokumentation.

Nach der dreijährigen Ausbildungszeit muss die angehende Hebamme / der angehende Entbindungspfleger eine Prüfung absolvieren. Besteht er/sie dieses Hebammenexamen, so darf er/sie die Berufsbezeichnung Hebamme / Entbindungspfleger tragen. Damit ist aber die Ausbildung zur Hebamme / zum Entbindungspfleger nicht ein- für allemal beendet, denn die Berufsordnung verpflichtet dazu, regelmäßige Fortbildungen zu besuchen.

Themen dieser Fortbildungen können beispielsweise sein:

  • Emotionale Erste Hilfe, Bindungsförderung, Elternschulung
  • Evidenzbasierte Hebammenarbeit
  • Verbandsarbeit
  • Hebammentätigkeiten an Schulen
  • Die Hebamme als Leiterin einer Station
  • Rechte und Pflichten für Beleghebammen
  • Qualitätsmanagement, Audits
  • Interdisziplinäre Schwangerenbetreuung
  • Diabetes, Hypertension, Metabolic Syndrome während der Schwangerschaft
  • Still-und Laktationsberatung
3. Studium

Im Jahr 2008 startete in Osnabrück der erste Bachelorstudiengang in „Midwifery“. Heute gibt es bereits mehrere Studiengänge, die in einigen deutschen Städten absolviert werden können und zum Beruf der Hebamme / des Entbindungspfleger führen. Zudem gibt es mittlerweile Studiengänge, die sich explizit an Hebammen / Entbindungspfleger richten, die eine klassische Ausbildung absolviert haben und nun an einer fachspezifischen Weiterbildung interessiert sind.

Die folgenden Studienmöglichkeiten gibt es für angehende Hebammen / Entbindungspfleger. Manche Studiengänge können in die klassische Ausbildung zur Hebamme/ zum Entbindungspfleger integriert werden:

  • Spezielle Bachelorstudiengänge: Hebammenkunde, Midwifery, Hebammenwesen
  • Thematisch ähnliche Bachelorstudiengänge: angewandte Gesundheitswissenschaften, Interprofessionelle Gesundheitsversorgung, Gesundheit & Pflege, Management für Gesundheitsfachberufe, Gesundheits-/pflegewissenschaften
  • Masterstudiengänge: Gesundheits-/Pflegewissenschaften, Midwifery

Wer bereits den Beruf der Hebamme / des Entbindungspflegers ausüben darf und entsprechend berechtigt ist, die Berufsbezeichnung zu tragen, der hat je nach individueller Interessenlage die Möglichkeit, mit einem Studium im pädagogischen, betriebswirtschaftlichen oder medizinischen Bereich die Karriereleiter zu erklimmen. Grundsätzlich gibt es natürlich die Möglichkeit, sich fachspezifisch weiterzubilden, ein Studium der Pflegewissenschaften oder gar der Medizin zu verfolgen.

Weniger bekannt sind hingegen pädagogische Studienfächer, die Inhalte der Medizin und der Pädagogik zusammenführen. Hier seien folgende Studiengänge genannt:

  • Medizin- und Pflegepädagogik
  • Mentoring in Gesundheitsberufen
  • Lehramtsstudiengang (berufsbildende Schulen Gesundheit und Pflege)
  • Pflegemanagement
  • Berufspädagogik im Gesundheitswesen
  • Ehe-, Familien- und Lebensberatung

Auch im Gesundheitsbereich gibt es mittlerweile eine Reihe von Studiengängen, die als Fernstudium zu absolvieren sind. Dies ermöglicht es Fachkräften, die bereits im Berufsleben stehen, sich berufsbegleitend weiter zu qualifizieren. Gerade der Fernstudienbereich ermöglicht es, einen internationalen Bachelor- oder Masterstudiengang zu absolvieren oder sich mit einem Zertifikatskurs nur für eine zeitlich begrenztere Weiterbildung zu entscheiden.

Zu den Zertifikatskursen zählen beispielsweise Prävention und Gesundheitsförderung, aber auch Marketing im Gesundheitswesen, Wissens- und Netzwerkmanagement sowie Rechtsfragen der Pflege. Bachelor- und Masterstudiengänge beinhalten im Fernstudium meist ähnliche Inhalte und Zielrichtungen wie bei einem Studium an einer klassischen Hochschule, nur sind die Zugangsvoraussetzungen oft einfacher zu nehmen.

4. Tätigkeit

Als Hebamme darf sich eine staatlich geprüfte und anerkannte Geburtshelferin bezeichnen. Seit 1985 werden für diesen Beruf auch Männer zugelassen, sie werden Entbindungspfleger genannt. Eine Hebamme bzw. ein Entbindungspfleger ist nach bestandener Ausbildung im Krankenhaus, in Hebammenpraxen, in Geburtshäusern, bei sozialen Diensten, bei Gesundheitsämtern oder freiberuflich tätig.

Aufgabe der Hebammen bzw. Entbindungspfleger ist, die schwangere Frau während ihrer Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit zu unterstützen, zu betreuen und, sehr wichtig, zu beraten. Das beinhaltet die folgenden Aufgabenbereiche:

  • Begleitung der Schwangerschaft
    Hebammen / Entbindungspfleger können schwangere Frauen auf dem Weg zur Entbindung begleiten. Meist sie Dokumentationen zu Wachstum, Gewicht, Blutdruck von Kind und Mutter da. Bei Unregelmäßigkeiten übergeben sie an einen Arzt.
  • Kurse für Schwanger und Mütter
    Geburtsvorbereitungskurse sowie Rückbildungskurse für Mütter werden oft von Hebammen abgehalten. Auch bieten sie Säuglingspflegekurse, Stillseminare oder Babymassagen an.
  • Geburtshilfe
    Hebammen / Entbindungspfleger können unproblematische Geburten eigenständig begleiten und fungieren in Kreißsälen, in Geburtshäusern oder bei Hausgeburten aus Geburtshelfer. Auch die anschließende Wochenbettbetreuung gehört dazu.
  • Hebammen als Familienbegleiter
    In der Regel begleitet eine Hebamme / ein Entbindungspfleger die Mutter bis zum Ende der Stillzeit. In Ausnahmefällen betreuen sie über diesen Zeitraum hinaus, wenn die Mütter alleinerziehend, minderjährig oder chronisch krank sind.
  • Hebammen / Entbindungspfleger als Führungskräfte
    Als Leiter einer Geburtshilfestation oder eines Geburtshauses sind sie auch für Schichtpläne sowie für die Optimierung von Prozessen und Abläufen zuständig.