*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Heilerziehungspfleger

Datenbasis: 646 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.901 € 2.585 € 3.673 €
Baden-Württemberg 1.910 € 2.887 € 3.820 € Jobs Heilerziehungspfleger
Bayern 1.995 € 2.670 € 3.836 € Jobs Heilerziehungspfleger
Berlin 1.886 € 2.448 € 3.532 € Jobs Heilerziehungspfleger
Brandenburg 1.682 € 2.412 € 3.191 € Jobs Heilerziehungspfleger
Bremen 2.137 € 2.684 € 3.074 € Jobs Heilerziehungspfleger
Hamburg 1.726 € 2.567 € 3.953 € Jobs Heilerziehungspfleger
Hessen 1.762 € 2.600 € 4.256 € Jobs Heilerziehungspfleger
Mecklenburg-Vorpommern 1.623 € 2.181 € 2.851 € Jobs Heilerziehungspfleger
Niedersachsen 1.969 € 2.613 € 3.397 € Jobs Heilerziehungspfleger
Nordrhein-Westfalen 2.044 € 2.803 € 3.825 € Jobs Heilerziehungspfleger
Rheinland-Pfalz 1.944 € 2.909 € 4.250 € Jobs Heilerziehungspfleger
Saarland 1.808 € 2.458 € 3.493 € Jobs Heilerziehungspfleger
Sachsen 1.664 € 2.156 € 3.161 € Jobs Heilerziehungspfleger
Sachsen-Anhalt 1.563 € 2.552 € 3.528 € Jobs Heilerziehungspfleger
Schleswig-Holstein 1.669 € 2.270 € 3.225 € Jobs Heilerziehungspfleger
Thüringen 1.579 € 2.250 € 2.696 € Jobs Heilerziehungspfleger

Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegerin:

1. Gehalt

Heilerziehungspfleger oder Heilerziehungspflegerin ist ein Beruf, der sehr viel Verantwortung mit sich bringt. Ob sich diese Verantwortung auch im Gehalt widerspiegelt, ist allerdings eine ganz andere Sache. Hier erfahren Sie, was Heilerziehungspfleger verdienen und auch, was sie verdienen können.

Deutschlandweit bekommen Heilerziehungspfleger im Schnitt ein Gehalt von 2.585 € brutto im Monat. Dies entspricht einem Stundenlohn von 17,95 €. Abweichungen sowohl nach oben als auch nach unten sind dabei selbstverständlich.

  • So verdienen die unteren 25% der Gehaltsstatistik lediglich 1.901 € oder weniger,
  • die oberen 25% hingegen erhalten 3.673 € oder mehr.

Basis für diese Aussagen sind 655 Datensätze, die wir innerhalb der letzten beiden Jahre erhoben und ausgewertet haben.
Neben Tarifverträgen, die für einen Teil der Heilerziehungspfleger das Gehalt bestimmen, haben einige weitere Faktoren Einfluss auf die Höhe des Einkommens. Und auch eine weitere weit verbreitete Tatsache ist in diesem Beruf zu finden: die ungleiche Bezahlung zwischen Männern und Frauen. Obwohl Frauen das Berufsbild dominieren, verdienen Heilerziehungspfleger mehr als Heilerziehungspflegerinnen (2.799 € vs. 2.500 €).

Jede Region ist anders

Ein Punkt, der für Unterschiede bei der Bezahlung sorgen kann, ist die Region, in der sich der Arbeitgeber befindet. So ist das Durchschnittsgehalt der Heilerziehungspfleger/innen in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Schleswig-Holstein in der Regel deutlich höher als in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Die nach wie vor in vielen Berufen vorhandene Ost-West-Schere, finden wir auch in diesem Beruf. Zumindest ein Teil dieser Gehaltsunterschiede lässt sich mit den unterschiedlich hohen Lebenshaltungskosten erklären. So sind Miete, Konsumgüter und Dienstleistungen im Osten der Republik meist günstiger als im Westen.

Wenn Größe sich auszahlt

Finanziell kann auch die Größe einen Unterschied machen. Allerdings handelt es sich hier nicht um menschliche oder körperliche Größe, sondern um die Anzahl der Mitarbeiter, die ein Arbeitgeber beschäftigt.

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.445 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.666 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.019 Euro brutto

Offensichtlich gilt, wie in vielen anderen Berufen, auch in der Heilerziehungspflege: je größer der Arbeitgeber, desto größer das Gehalt.

Alles eine Frage des Alters?

Nach Beendigung der Ausbildung winkt durchschnittlich ein Einstiegsgehalt von 2.414 €. Doch dabei soll es nicht bleiben: Mit steigendem Alter und steigender Erfahrung, steigt in aller Regel auch das Gehalt. So verdienen Heilerziehungspfleger mit 30 Jahren im Schnitt bereits 2.539 €, mit 40 Jahren dann 2.703 € und im Alter von 50 Jahren 2.745 € brutto im Monat. Wer sich schneller finanziell verbessern und seine Aufstiegsmöglichkeiten steigern möchte, macht eine Weiterbildung oder nimmt unter Umständen sogar ein Studium in Angriff.

Das Gehalt je nach Alter im Überblick:

  • 25 Jahre = 2.418 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.539 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.656 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.703 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.668 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.745 Euro brutto

Bei allen genannten Angaben zum Gehalt als Heilerziehungspfleger bzw. Heilerziehungspflegerin handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Zugang zum Beruf des Heilerziehungspflegers beginnt mit einer schulischen Ausbildung. Letztere nimmt in Deutschland zwischen drei und fünf Jahren in Anspruch. Die konkrete Ausgestaltung der Ausbildung variiert in Abhängigkeit vom Bundesland, da das jeweilige Landesrecht den Umfang vorgibt. Als Zugangsvoraussetzung für die Teilnahme an einer Ausbildung zum Heilerziehungspfleger verlangen die infrage kommenden Einrichtungen einen mittleren Bildungsabschluss. Bei einer als Weiterbildung konzipierten Lehre setzen die Schulen eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie mindestens zwei Jahre nachweisbare Berufspraxis voraus.

Es existieren zwei unterschiedliche Formen der Berufsausbildung zum Heilerziehungspfleger:

  • die praxisintegrierte Form der Ausbildung,
  • die schulische Ausbildung in Vollzeit.

Bei der praxisintegrierten Ausbildung als Heilerziehungspfleger /-in leisten die Auszubildenden von Beginn an einen praktischen Arbeitseinsatz mit Bezug zur Heilerziehungspflege. Die Vermittlung schulischer Inhalte erfolgt begleitend.
Die Ausbildungsform der Vollzeitschule beginnt dagegen mit einem zweijährigen Besuch der Berufsfachschule. Daran schließen sich zwölf Monate in der Praxis an – das sogenannte Anerkennungsjahr. Im Rahmen ihrer Ausbildung lernen die angehenden Heilerziehungspfleger Inhalte aus unterschiedlichen Bereichen kennen. Die Lehrpersonen vermitteln Themen aus den Gebieten der Erziehung, der Heilpädagogik, der Psychologie, der Krankenpflege und der Medizin. Zudem stehen die Punkte Logopädie, Pädagogik, Musikerziehung, Gesundheitserziehung und Didaktik auf dem Lehrplan.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung arbeiten Heilerziehungspfleger in den unterschiedlichsten Einrichtungen. Zu den Arbeitgebern gehören Wohnheime für behinderte Menschen, Pflegeheime für psychisch Kranke, integrative Kindergärten oder Einrichtungen für Suchtkranke. Darüber hinaus bieten sich Stellen im familienentlastenden Dienst, in der offenen Behindertenarbeit oder Jobs für Integrationshelfer an. Im Laufe der Tätigkeit als Heilerziehungspfleger besteht die Option, mit diversen Weiterbildungen die Berufsperspektiven zu verbessern. Hierzu gehört die Weiterbildung zum Fachlehrer für Sonderschulbereiche. Außerdem sind die Ergotherapie, das Berufsfeld der Sozialen Arbeit, die Musiktherapie und die Heilpädagogik als Weiterbildungsgebiete zu nennen.

3. Studium

Der Zugang zum Beruf des Heilerziehungspflegers erfolgt über den erläuterten Ausbildungsweg. Zahlreiche Schulen bieten ihren Auszubildenden parallel die Möglichkeit, die Fachhochschulreife zu erlangen. Das erfordert zusätzliche Prüfungen in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch. Danach besteht die Option, nach der erfolgreichen Ausbildung ein zum Berufsfeld des Heilerziehungspflegers passendes Studium an einer Fachhochschule zu beginnen. Folgende Studiengänge bieten sich in dieser Hinsicht an:

  • Studium Soziale Arbeit,
  • Studium der Psychologie,
  • Studium der Heilpädagogik.

Der Studiengang der Heilpädagogik befasst sich mit der Erziehung und der Bildung von Personen mit körperlicher sowie geistiger Behinderung. Außerdem lernen die Studenten, mit verhaltensgestörten Menschen umzugehen. Der eng mit der Sonderpädagogik in Verbindung stehende Bereich setzt neben der Pädagogik Grundlagenwissen in den Gebieten Psychologie, Medizin und Soziologie voraus. Manche Fachhochschule lehrt im Laufe des Studiums zusätzlich Wissen aus der Betriebswirtschaftslehre und dem Recht. Gegen Ende des Studiums wählen die Studenten aus diversen Spezialisierungen.

4. Tätigkeit

Als Heilerziehungspfleger bzw. Heilerziehungspflegerin arbeitet man vorwiegend in Tagesstätten, Wohnheimen, Kindergärten, Pflegeheimen, in Reha-Kliniken, Sonderschulen oder bei Sozialen Diensten. In diesen Einrichtungen unterstützt und fördert man Menschen mit Behinderungen. Das Aufgabengebiet ist je nach Einsatzgebiet und dem Alter der zu betreuenden Menschen, sehr unterschiedlich. So unterstützen Heilerziehungspfleger junge Menschen bei der beruflichen und sozialen Eingliederung, übernehmen die pädagogische Betreuung in Sonderschulen oder Kindergärten oder unterstützen Kinder in Tagesstätten bei ihren sportlichen Aktivitäten.