*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Kameramann / Kamerafrau

Datenbasis: 63 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.978 € 2.852 € 5.541 €
Baden-Württemberg 2.176 € 3.138 € 6.097 € Jobs Kameramann / Kamerafrau
Bayern 1.789 € 3.468 € 6.760 € Jobs Kameramann / Kamerafrau
Berlin 1.851 € 2.669 € 5.185 € Jobs Kameramann / Kamerafrau
Brandenburg 1.507 € 2.173 € 4.222 € Jobs Kameramann / Kamerafrau
Bremen 1.901 € 2.741 € 5.325 € Jobs Kameramann / Kamerafrau
Hamburg 1.978 € 2.852 € 5.541 € Jobs Kameramann / Kamerafrau
Hessen 2.289 € 3.301 € 6.413 € Jobs Kameramann / Kamerafrau
Mecklenburg-Vorpommern 1.454 € 2.097 € 4.074 € Jobs Kameramann / Kamerafrau
Niedersachsen 1.805 € 2.602 € 5.055 € Jobs Kameramann / Kamerafrau
Nordrhein-Westfalen 2.003 € 3.174 € 7.535 € Jobs Kameramann / Kamerafrau
Rheinland-Pfalz 1.766 € 2.547 € 4.948 € Jobs Kameramann / Kamerafrau
Saarland 1.881 € 2.712 € 5.269 € Jobs Kameramann / Kamerafrau
Sachsen 1.522 € 2.194 € 4.263 € Jobs Kameramann / Kamerafrau
Sachsen-Anhalt 1.318 € 1.901 € 3.693 € Jobs Kameramann / Kamerafrau
Schleswig-Holstein 1.737 € 2.505 € 4.867 € Jobs Kameramann / Kamerafrau
Thüringen 1.546 € 2.229 € 4.331 € Jobs Kameramann / Kamerafrau

Kameraleute:

1. Gehalt

Als Kameramann liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.852 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 63 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.978 € beginnen, Kameraleute in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.541 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.505 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.138 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Kameramann in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.373 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.398 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.586 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.016 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.260 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.890 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.542 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.309 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.927 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich zum Kameramann bzw. zur Kamerafrau ausbilden zu lassen, denn die Ausbildung ist nicht einheitlich geregelt. Interessenten können eine fotografische Ausbildung an einer Film- oder Fernsehakademie durchlaufen oder eine Lehre als Mediengestalter in Bild und Ton absolvieren. Eine weitere Möglichkeit ist eine Aus- oder Weiterbildung in Form eines Lehrgangs, der fachliche und praktische Abschnitte besitzt und in Voll- oder Teilzeit stattfindet. Die Dauer der Ausbildung hängt von der jeweiligen Institution ab, dauert aber mindestens ein Jahr. Rechtlich gibt es keine Voraussetzungen, die der Bewerber erfüllen muss. In Abhängigkeit von der Ausbildungsstätte ist es möglich, dass der Teilnehmer eine Aufnahmeprüfung bestehen muss.

In der Ausbildung zum/zur Kameramann /-frau werden unter anderem folgende Inhalte vermittelt:

  • Kamera- und Videotechnik
  • Videoformate
  • Grundlagen Tontechnik
  • Licht und Beleuchtung
  • Digitaler Schnitt
  • Bildgestaltung und Konzeption
  • Fotografische Optik
  • Kameraführung und Regie
  • Postproduktion von Bild und Ton
  • Physik

Die Ausbildung ist vor allem praxisorientiert. Die Azubis lernen mit der Kamera umzugehen und üben Lichtsetzung und Kameraführung in Studios und bei verschiedenen Drehs ein. Je nach Ausbildungsart können Kosten wie Prüfungsgebühren oder Teilnahmegebühren entstehen.

Alternativ kann zu den genannten Ausbildungsmöglichkeiten eine Lehre als Kamera-Assistent oder Fachkraft für Audiotechnik durchlaufen werden. Auch hier wirkt der Azubi bei Film- und Fernsehaufnahmen mit. Anschließend kann er sich weiterbilden oder er wird aufgrund seiner Fähigkeiten nach ein paar Jahren Berufserfahrung als Kameramann gebucht.

3. Studium

Viele berufliche Kameraleute haben ein Filmstudium an einer Filmhochschule, einer Filmakademie oder einer Fachhochschule absolviert. Diese Art der Ausbildung ist wesentlich umfassender als ein Lehrgang. Den Studenten werden dort alle Produktionsbereiche, die es bei Film und Fernsehen gibt, vermittelt. Gleichzeitig kommen sie mit anderen Kollegen in Kontakt, mit denen sie ein Netzwerk aufbauen können.

Die Professoren, die an diesen Schulen unterrichten, sind meistens erfahrene Filmschaffende, die nicht nur fundiertes Fachwissen vermitteln, sondern gleichzeitig ein zukünftiger Arbeitgeber für den Studenten sein können. Im Studium arbeiten die Studenten im Team, erlernen Grundlagen der professionellen Kameratechnik, erhalten Einblicke in die Kameraführung, Bildkomposition und Lichtgestaltung und erstellen eigenständig Beiträge, die von erfahrenen Dozenten betreut werden. Sie lernen eine geschriebene Szene in bewegtes Bildmaterial umzusetzen und Drehbücher zu schreiben. Während des Studiums werden zudem ein Praktikum und/oder ein Auslandssemester absolviert, damit der/die angehende Kameramann /-frau die nötige Berufserfahrung erhält.

Diese Fächer bilden die Hauptinhalte des Film-Studiums:

  • Kameratechnik und Lichttechnik
  • Bildgestaltung und Videoschnitt
  • Fernsehtechnik und Studiotechnik
  • Medienkunde, Medienpolitik und Medienrecht
  • Programmwirtschaft, Programmplanung und Medienbetriebswirtschaft
  • Dramaturgie und Filmgeschichte
  • Business-Englisch
  • Postproduktion

Voraussetzungen für ein Kamerastudium sind eine Hochschulreife oder Fachabitur. Der Studiengang findet in Vollzeit statt und wird an privaten und öffentlichen Hochschulen sowie Akademien angeboten. Beliebte Universitäten sind die Macromedia Hochschule, die Dekra Hochschule, die Hochschule Mittweida, die Merz Akademie, die Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam, die Universität Mainz und die Universität Kiel. Abgeschlossen wird das Studium mit einer Bachelorprüfung. Die Regelstudienzeit beträgt sechs bis sieben Semester.

Anschließend kann der Kameramann /-frau einen Master ablegen und sein Wissen in einem Bereich, wie zum Beispiel Schnitt, Film, Bildtechnik oder Lichtsetzung vertiefen.

4. Tätigkeit

Dem Kameramann und der Kamerafrau stehen verschiedene Tätigkeitsfelder offen. Sie können für das Fernsehen arbeiten, dort die aktuelle Berichterstattung übernehmen und Live-Events übertragen. Außerdem können sie beim Film arbeiten und die künstlerische Bildgestaltung bei Kinofilmen, Videoproduktionen, TV-Werbung, Imagefilmen oder Dokumentarfilmen übernehmen. Im Film bezeichnet man den Kameramann als Director of Photography, kurz DoP, in der aktuellen Berichterstattung und bei Sportevents ist er ein Kameraoperator, und damit mit einem Bildreporter vergleichbar. Bei Studioübertragungen spricht man dagegen von einem/einer EB-Kameramann /-frau.

Zu ihren Aufgaben zählt nicht nur das Bedienen der Kamera, Kameraleute machen sich mit dem Drehbuch vertraut, besprechen sich mit dem Regisseur und besucht mit ihm die Drehorte. Sie bestimmen dann die Lichtsetzung und legen fest, welches technische Equipment für den Dreh benötigt wird. Zudem setzen sie einen Kameraplan für die einzelnen Einstellungen auf.

Bei der Nachbearbeitung ist der/die Kameramann /-frau ebenfalls anwesend. Er/sie sichtet und überprüft das gefilmte Material und bearbeitet dieses nach Absprache mit dem Regisseur oder Produzenten. Das heißt, er/sie übernimmt den Schnitt, die Korrektur von Kameraeinstellungen und die Farbangleichung.

Kameraleute besitzen ein hohes Maß an künstlerischen und technischen Fähigkeiten. Da sie von der Planung bis zur Fertigstellung in den filmischen Prozess mit eingebunden sind, tragen sie eine große Verantwortung. Das Berufsbild des/der Kameramanns /-frau wandelte sich im Laufe der Jahre durch die immer komplexer werdende Technik und Filmausrüstung. Heute wird für die Produktion ein ganzes Kamerateam benötigt.

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