*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Konzepter

Datenbasis: 266 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.398 € 3.383 € 5.707 €
Baden-Württemberg 2.296 € 3.267 € 6.347 € Jobs Konzepter
Bayern 2.672 € 3.903 € 6.944 € Jobs Konzepter
Berlin 2.187 € 3.245 € 6.306 € Jobs Konzepter
Brandenburg 1.827 € 2.577 € 4.347 € Jobs Konzepter
Bremen 2.304 € 3.251 € 5.484 € Jobs Konzepter
Hamburg 2.398 € 3.581 € 5.595 € Jobs Konzepter
Hessen 2.415 € 2.877 € 8.272 € Jobs Konzepter
Mecklenburg-Vorpommern 1.763 € 2.487 € 4.195 € Jobs Konzepter
Niedersachsen 2.359 € 3.328 € 5.614 € Jobs Konzepter
Nordrhein-Westfalen 2.425 € 3.491 € 5.070 € Jobs Konzepter
Rheinland-Pfalz 2.358 € 3.327 € 5.613 € Jobs Konzepter
Saarland 2.280 € 3.217 € 5.427 € Jobs Konzepter
Sachsen 1.844 € 2.602 € 4.389 € Jobs Konzepter
Sachsen-Anhalt 1.808 € 2.550 € 4.302 € Jobs Konzepter
Schleswig-Holstein 2.106 € 2.971 € 5.012 € Jobs Konzepter
Thüringen 1.874 € 2.644 € 4.460 € Jobs Konzepter

Konzepter / Konzepterin:

1. Gehalt

Als Konzepter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.383 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 266 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.398 € beginnen, Konzepter in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.707 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.971 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.267 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Konzepter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.679 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.200 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.581 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.161 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.394 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.324 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.202 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.845 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.450 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der/die Konzepter /-in auch unter dem Namen Konzeptionist, Konzeptioner oder Multimediafachmann /-frau bekannt, ist ein Beruf im Bereich Werbung, Marketing und Multimedia, den man über eine Fortbildung erlernen kann. Eine kaufmännische, medientechnische oder kreative Ausbildung ist für die Tätigkeit von Vorteil. Zudem benötigen Interessenten gestalterische und technische Fähigkeiten, betriebswirtschaftliches Fachwissen und Kreativität.

Die Bildungsinstitute und Kammern, die Weiterbildungen zum/zur Konzepter /-in anbieten, führen in der Regel ein Auswahlverfahren durch und verlangen eine abgeschlossene Ausbildung sowie gute PC-Kenntnisse. Man kann aus verschieden Lehrgängen mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung auswählen. Die Weiterbildung findet im Präsenzunterricht in Voll- oder Teilzeit statt und geht über mehrere Wochen oder Monate. Der Teilnehmer beschäftigt sich mit Marketing, Webprogrammierung, Präsentationstechniken, Zeitmanagement, Neue Medien, Online Marketing, Grundlagen der Audio- und Videotechnik sowie Animations- und Tricktechniken und Mediengestaltung. Während des Lehrgangs lernt der Teilnehmer die Rahmenbedingungen, Grobkonzeption und Kalkulation von Projekten kennen und ist anschließend in der Lage, Produktionsabläufe inhaltlich, zeitlich und technisch zu planen. Die Teilnehmer werden zu eigenständigen und kreativen Fachpersonen ausgebildet, die sie für die selbstständige Ausübung als Konzepter /-in benötigen. Die Weiterbildung zum/zur Konzepter /-in endet in der Regel mit einer internen Prüfung.

Personen, die bereits als Konzepter tätig sind, sollten regelmäßig Anpassungsweiterbildungen durchführen, um sich weiterzuentwickeln und um beruflich auf dem Laufenden zu bleiben.

Weiterbildungen in den folgenden Bereichen sind für Konzepter geeignet:

  • Mediengestaltung,
  • Multimedia-Produktion,
  • Programmierung,
  • CAD Programme,
  • Informations- und Kommunikationstechnik,
  • Digitale Bildbearbeitung,
  • Computergrafik und Computeranimation,
  • Kommunikation,
  • Audiovisuelle Medien,
  • Kundenbetreuung,
  • Redaktion,
  • Storyboarderstellung,
  • Medienrecht und Urheberrecht,
  • Autorensysteme,
  • Kalkulation,
  • Präsentationstechniken,
  • Screendesign,
  • Webdesign,
  • Projektmanagement.

Wer als Konzepter /-in seine Karrierechancen verbessern möchte, kann eine Aufstiegsweiterbildung als staatlich geprüfte/-r Gestalter /-in für Werbe- und Mediengestaltung absolvieren oder sich selbstständig machen und eine Agentur im Bereich Multimedia gründen.

3. Studium

Eine Möglichkeit, um sich als Konzepter /-in zu qualifizieren, bietet ein Studium der Medieninformatik, des Mediendesigns, der Medientechnik oder des Medienmanagements. Mediendesign wird an fast allen Hochschulen und Fachhochschulen angeboten und auch Medienmanagement findet sich häufig im Studienangebot einer Universität. Gleiches gilt für Medieninformatik und Medientechnik. Die Studiengänge sind fachlich recht breit angelegt und beinhalten Management- und Wirtschaftsfächer, Kommunikations- und Designtheorie, Projektmanagement, Konzeption und wissenschaftliche Methodik. Für angehende Konzepter ist der Studiengang Mediendesign allerdings am geeignetsten. Zulassungsvoraussetzungen sind eine allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife sowie das Bestehen eines Auswahlverfahrens mit Eignungstest. In einigen Fällen verlangt die Hochschule ein Vorpraktikum. Der Studiengang ist in der Regel mit einem NC versehen, da er sehr beliebt ist.

Das Mediendesignstudium bietet dem Studenten eine konzeptorientierte Ausbildung. Es vermittelt verschiedene Bereiche der Print- und Werbegestaltung und befasst sich mit Design, Fotografie, audiovisuellen Medien, Marketing und Informationsvisualisierung. Die Studenten erhalten die notwendigen Kenntnisse, um Design und Technik miteinander zu verbinden und erlernen künstlerische und technische Verfahren, die für das Management der Gestaltungs- und Produktionsprozesse benötigt werden. Das Mediendesignstudium ist stark praxisorientiert. Praxissemester, verschiedene Praktika und die Durchführung von Medienprojekten stehen an der Tagesordnung. Im Laufe des Studiums realisieren die Studierenden Filmideen, Animationen, Webseiten und Werbekonzepte. Im Hauptstudium können sich die Studenten auf bestimmte Fachbereiche spezialisieren.

Fächer und Inhalte des Mediendesign-Studiums sind:

  • Design und Mediendesign,
  • Medientheorie,
  • Designgeschichte,
  • Designtechnik,
  • Gestaltung,
  • Mediengeschichte,
  • Grafik und Bildbearbeitung,
  • Farbenlehre,
  • Typografie,
  • Multimediadesign,
  • Medienökonomie,
  • Mediendidaktik,
  • Audiovisuelle Medien,
  • Projektmanagement,
  • Kommunikationsmanagement,
  • Marketing,
  • Betriebswirtschaft,
  • Fremdsprachen,
  • Soft Skills.

Als Bachelorarbeit muss der Studierende innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Projekt des Mediendesigns wissenschaftlich und/oder künstlerisch-gestalterisch nach fachrelevanten Methoden selbstständig erarbeiten. Ein anschließender Masterstudiengang im Bereich Medien bietet sich an. Dort lernt der Absolvent die Erforschung und Realisation von neuen Konzepten und Anwendungen im Bereich der digitalen Medien und beschäftigt sich mit interaktiven Kommunikationssystemen.

4. Tätigkeit

Als Konzepterin bzw. als Konzepter nimmt man eine Schlüsselrolle zwischen dem Design und der Durchführung ein. Eine solche wird vor allem im Multimedia- und IT-Bereich benötigt, für die Erstellung von strategischen Grobkonzepten sowie von detaillierteren Feinkonzepten. Konzepter arbeiten in der Praxis häufig in Mediaagenturen, in der Werbung, den Medien oder in der PR- und Marketingabteilung eines Unternehmens. Sie erstellen zusammen mit Projektmanagern sowie Designern und Programmierern Konzepte, Projekte, Werbekampagnen und Marketingstrategien. Weiterhin kreieren sie Kunden-Events, Messeauftritte und Produktpräsentationen sowie strategische Konzepte, die als Grundlage für die Gestaltung der Inhalte und deren technischer Umsetzung dienen. Dafür recherchieren, strukturieren und bewerten sie Informationen mit Verantwortlichen.

Der/die Konzepter /-in berät Kunden hinsichtlich der zielgruppengerechten Aufbereitung von Kommunikationszielen und entwickelt Projekte, die Text, Bild und Toninformationen beinhalten. Im Bereich der Live-Kommunikation und künstlerischen Produktion erstellt er Drehbücher, Exposés, Storyboards, Regiepläne und Visualisierungen und überprüft die Konzepte auf Realisierbarkeit. Ist der/die Konzepter /-in in den Neuen Medien tätig, fertig er technische Zeichnungen an und kreiert Oberflächen. Es ist auch üblich, dass er oder sie an Ideen und Strategien für Websites, mobile Anwendungen, Responsive Designs und Social Media Kampagnen arbeitet.

Um die Rolle zwischen Marketing/Design und Technik auszufüllen zu können, sind eine Reihe von Fähigkeiten notwendig. Neben Kreativität und Ausdrucksvermögen muss man in der Lage sein, sich einem Sachverhalt strukturiert und analytisch zu nähern. Konzepte müssen Antworten darauf liefern, was wie getan werden muss, dazu muss man Probleme auch „vordenken“ können. Um einen kommunikativen Brückenschlag zu ermöglichen, sind interdisziplinäres Denken und Kommunikationsfähigkeit notwendig. Grundkenntnisse in Programmierung und Design, aber auch im Marketing und in anderen Gebieten sind von Vorteil. Zudem sollte man flexibel und teamfähig sein und unter Zeitdruck arbeiten können.

Der Verdienst einer Konzepterin oder eines Konzepters hängen von verschieden Faktoren ab. Gerade das Einstiegsgehalt wird nicht nur durch eigene Fähigkeiten und Erfahrung bestimmt. Auch die Marktlage und benötigte Kenntnisse und Fähigkeiten für die Erstellung eines Konzeptes sind ausschlaggebend. Ein Durchschnittsgehalt kann zur Orientierung dienen, welches Gehalt oder welcher Stundensatz am Ende anfällt hängt jedoch davon ab, wie abgerundet das eigene Profil ist und wie sehr es zu den zu erstellenden Konzepten passt.