*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Lebensmittelchemiker

Datenbasis: 19 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.694 € 3.662 € 5.440 €
Baden-Württemberg 2.965 € 4.030 € 5.987 € Jobs Lebensmittelchemiker
Bayern 3.171 € 3.864 € 4.552 € Jobs Lebensmittelchemiker
Berlin 2.520 € 3.426 € 5.089 € Jobs Lebensmittelchemiker
Brandenburg 2.053 € 2.790 € 4.145 € Jobs Lebensmittelchemiker
Bremen 2.589 € 3.519 € 5.228 € Jobs Lebensmittelchemiker
Hamburg 3.039 € 4.131 € 6.137 € Jobs Lebensmittelchemiker
Hessen 3.118 € 4.239 € 6.297 € Jobs Lebensmittelchemiker
Mecklenburg-Vorpommern 1.980 € 2.692 € 3.999 € Jobs Lebensmittelchemiker
Niedersachsen 2.458 € 3.341 € 4.963 € Jobs Lebensmittelchemiker
Nordrhein-Westfalen 2.726 € 3.705 € 5.504 € Jobs Lebensmittelchemiker
Rheinland-Pfalz 2.918 € 3.966 € 5.892 € Jobs Lebensmittelchemiker
Saarland 2.562 € 3.482 € 5.173 € Jobs Lebensmittelchemiker
Sachsen 2.072 € 2.817 € 4.185 € Jobs Lebensmittelchemiker
Sachsen-Anhalt 2.030 € 2.760 € 4.100 € Jobs Lebensmittelchemiker
Schleswig-Holstein 2.366 € 3.216 € 4.777 € Jobs Lebensmittelchemiker
Thüringen 2.105 € 2.862 € 4.252 € Jobs Lebensmittelchemiker

Lebensmittelchemiker / Lebensmittelchemikerin:

1. Gehalt

Als Lebensmittelchemiker liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.662 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 19 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.694 € beginnen, Lebensmittelchemiker in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.440 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.216 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.030 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Lebensmittelchemiker in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.517 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.662 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.675 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.837 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.966 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.515 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.662 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.675 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.604 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Untersuchung chemischer Zusammensetzungen von Lebensmitteln und Gebrauchsgütern ist die tägliche Aufgabe von Lebensmittelchemikern. Dabei bewerten die Chemiker die Wechselwirkungen der vorhandenen Inhaltsstoffe. Um Lebensmittelchemiker zu werden, ist ein Hochschulstudium erforderlich. Eine direkte klassische Ausbildung existiert nicht.

Wer sich für industriell gefertigte Nahrungsmittel begeistert, und später als Lebensmittelchemiker /-in arbeiten möchte, beginnt eine Ausbildung als Fachkraft Lebensmitteltechnik. Die traditionelle Berufsausbildung zur Fachkraft Lebensmitteltechnik dauert drei Jahre. Bewerber verfügen über einen mittleren Schulabschluss. Sie erlernen die Praxis im Ausbildungsbetrieb und besuchen wöchentlich eine Berufsschule. Unterschiedliche Industriebetriebe der Lebensmittelindustrie bieten die Lehre an. Interessierte Bewerber haben gute Noten in den Schulfächern Mathematik, Biologie und Chemie.

In Abhängigkeit des Produktionsschwerpunktes im Ausbildungsbetrieb variieren die Kernthemen der Ausbildung. Grundsätzlich beschäftigen sich angehende Fachkräfte Lebensmitteltechnik mit

  • der Bereitstellung von Roh-, Zusatz- und Hilfsstoffen, von Halbfabrikaten und Fertigprodukten nach ökonomischen und produktionstechnischen Aspekten,
  • der Vorbereitung von vorgenannten Stoffen für die Produktion anhand von Rezeptvorgaben,
  • der effizienten Vorbereitung von Verpackungsmaterialen und Fertigprodukten,
  • der Anwendung rechtlicher und betriebsbezogener Richtlinien des Qualitätsmanagements,
  • qualitätserhaltender, logistisch sinnvoller Einlagerung von Roh-, Hilfs- und Zusatzstoffen,
  • fachgerechter Überprüfung aller Stoffe hinsichtlich Menge, Gewicht, Beschaffenheit,
  • der Ermittlung von Materialbedarf und Warenbestellung,
  • der Prüfung von Wareneingängen und Warenannahme,
  • der Verwendung von verschiedenen Verpackungstechniken,
  • der Steuerung und Überwachung von Fertigungsprozessen hinsichtlich verfahrenstechnischer und betriebsbezogener Verordnungen,
  • der Erkennung von Störungen im Produktions- und Verpackungsablauf,
  • der Durchführung von betriebsbezogenen Maßnahmen im Störungsfall,
  • der Kontrolle und Auswertung von Arbeitsergebnissen.

Mit dem IHK-Abschluss der Ausbildung zum/zur Fachkraft Lebensmitteltechnik sind die Absolventen befähigt, die industrielle Herstellung von Lebensmitteln in großen Mengen zu leiten und zu beaufsichtigen. Sie sind Experten für computergesteuerte Fertigungsanlagen. Die Produktion von fett- oder zuckerreduzierten Lebensmitteln fällt ebenso in ihr Verantwortungsgebiet wie Trendprodukte, etwa Finger-Food oder sogenanntes Mood-Food. Letztgenannte Nahrungsmittel sollen beim Konsumenten gute Laune hervorrufen.

Lebensmittelchemiker haben die Möglichkeit zur beruflichen Höherqualifikation und Spezialisierung mit folgenden Weiterbildungsthemen: Chemische Technik, Analytische Chemie, Biotechnologie, Lebensmittelrecht, Forschung und Entwicklung Lebensmitteltechnik, Qualitätsmanagement.

3. Studium

Eine berufliche Karriere als Lebensmittelchemiker /-in starten Interessenten mit der Hochschulreife mittels eines Studiums. Das naheliegende Studienfach heißt Lebensmittelchemie. Allgemein wird die Wissenschaft vom Aufbau und Verhalten von Stoffen als Chemie bezeichnet. Als außerordentlich weites Forschungsgebiet ist die Chemie in diverse Einzelforschungsbereiche unterteilt. Besonders wichtig sind Angewandte Chemie und Lebensmittelchemie. Die angewandte Chemie behandelt die Verwendung chemischer Erkenntnisse für menschliche Bedürfnisse. Dazu gehört die Entwicklung von Kunstfasern für die Produktion bestimmter Textilien. In der Lebensmittelchemie behandeln Studierende den Einsatz von chemischen Analysemethoden zur Bestimmung der Qualität und Reinheit von Nahrungsmittelprodukten. Chemie kommt ebenfalls bei der Herstellung von Verpackungsmaterialen und Tabakwaren zum Einsatz.

Einen Bachelorabschluss in Lebensmittelchemie erwerben Studenten in der Regel nach einem Vollzeitstudium von sechs Semestern. Sie befassen sich mit dem Einsatz chemischer Prozesse bei der Herstellung und Einlagerung von Lebensmitteln. Der ausschlaggebende Focus für Lebensmitteltechniker liegt auf der Durchführung von Qualitätskontrollen anhand besonderer Analyseverfahren. Diese Verfahren kommen gleichermaßen bei der Herstellung von Spielzeug, Kleidung und Reinigungsmitteln zum Einsatz. Die Studierenden verbringen viel Zeit in Labors zur Übung der entsprechenden Analysen. Die nachfolgende Auswertung und der vorschriftsgemäße Umgang mit den ermittelten Daten ist ein weiterer wichtiger Punkt des Lebensmittelchemiestudiums. Studenten dieses Fachs büffeln deshalb Mathematik und Statistik. Außerdem stehen Vorlesungen aus der Rechtswissenschaft auf dem Lehrplan.

Eine alternative Studienmöglichkeit für den beruflichen Werdegang als Lebensmittelchemiker /-in ist ein duales Studium. Einige Universitäten arbeiten mit freien Handelslabors aus Industrie und Ämtern zusammen. Hier erwerben Studenten das erste Staatsexamen als Lebensmitteltechniker inklusive der wissenschaftlichen Abschlussarbeit in etwa neun Semestern. Die ersten zwei Jahre bilden das Grundstudium, in dem Studenten die Fächer Physik, Biologie/Botanik, Chemie und Mathematik behandeln. Nach einer Zwischenprüfung schließt sich das zweijährige Hauptstudium an.

Die Studenten analysieren Lebensmittel, Kosmetika und Bedarfsgegenstände. Sie vertiefen Kenntnisse in

  • Mikrobiologie,
  • Lebensmitteltechnologie,
  • Lebensmitteltoxikologie,
  • Umwelt- und Wasserchemie,
  • Biochemie,
  • Ernährungswissenschaften,
  • Lebensmittelrecht.
4. Tätigkeit

Lebensmitteltechniker wirken in erster Linie

  • bei Instituten der Lebensmitteluntersuchung und -überwachung,
  • in Labors der Lebensmittelindustrie,
  • an Hochschulen,
  • bei Verbraucherorganisationen,
  • bei Gesundheitsämtern,
  • bei Umweltinstituten,
  • in chemischen und pharmazeutischen Industriebetrieben.

Die Einführung des eigenständigen Berufes Lebensmittelchemiker /-in sollte Bürger vor Risiken durch Nahrungsmittel und Gegenstände des alltäglichen Bedarfs schützen. Lebensmittelchemiker beobachten alle Stufen der Herstellung, von der Rohstoffproduktion über die Produktentwicklung und Lagerung bis hin zur Vermarktung und Aushändigung an den Verbraucher. Lebensmittelchemiker sind Hygieneexperten und befolgen die Grundlagen des HACCP-Systems (Hazard Analysis and Critical Control Points/Gefahrenanalyse und kritische Lenkungspunkte). Lebensmittelchemiker verfolgen Kontaminationen bei Lebensmitteln. Sie verfassen Stellungnahmen für Behörden, Gerichte und die Staatsanwaltschaft. Bei Bedarf informieren Lebensmittelchemiker die Öffentlichkeit und Verbraucherverbände über Ergebnisse der amtlichen Lebensmittelüberwachung.

Der Lohn und das Gehalt eines Lebensmittelchemikers oder einer Lebensmittelchemikerin hängt grundsätzlich davon ab, welche konkreten Aufgaben er oder sie gerade ausführt. Ist ein Lebensmittelchemiker zwar an einer Uni beschäftigt, forscht aber hauptsächlich im Auftrage privater Unternehmen, dann kann sein oder ihr Gehalt sehr schnell weit anwachsen. Ist ein Lebensmittelchemiker oder eine Lebensmittelchemikerin allerdings ganz normal lehrend an der Uni tätig, ohne Nebenbei noch Forschungen in Auftragsarbeit durchzuführen, dann fällt der Stundesatz deutlich niedriger aus. Gerade für Lebensmittelchemiker und Lebensmittelchemikerinnen ist es daher sehr wichtig, sich neben der Lehrtätigkeit noch andere Berufsfelder zu erschließen.

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