*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Gymnasiallehrer / Gymnasiallehrerin

Datenbasis: 265 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 3.104 € 4.394 € 6.764 €
Baden-Württemberg 2.569 € 4.306 € 6.936 € Jobs Gymnasiallehrer / Gymnasiallehrerin
Bayern 3.663 € 4.801 € 6.780 € Jobs Gymnasiallehrer / Gymnasiallehrerin
Berlin 3.181 € 5.126 € 8.729 € Jobs Gymnasiallehrer / Gymnasiallehrerin
Brandenburg 2.364 € 3.347 € 5.152 € Jobs Gymnasiallehrer / Gymnasiallehrerin
Bremen 2.982 € 4.222 € 6.499 € Jobs Gymnasiallehrer / Gymnasiallehrerin
Hamburg 3.552 € 4.049 € 4.589 € Jobs Gymnasiallehrer / Gymnasiallehrerin
Hessen 2.175 € 4.367 € 6.664 € Jobs Gymnasiallehrer / Gymnasiallehrerin
Mecklenburg-Vorpommern 2.282 € 3.230 € 4.972 € Jobs Gymnasiallehrer / Gymnasiallehrerin
Niedersachsen 2.826 € 4.730 € 7.068 € Jobs Gymnasiallehrer / Gymnasiallehrerin
Nordrhein-Westfalen 1.786 € 3.906 € 5.493 € Jobs Gymnasiallehrer / Gymnasiallehrerin
Rheinland-Pfalz 3.052 € 4.321 € 6.652 € Jobs Gymnasiallehrer / Gymnasiallehrerin
Saarland 3.300 € 4.671 € 7.190 € Jobs Gymnasiallehrer / Gymnasiallehrerin
Sachsen 2.388 € 3.380 € 5.203 € Jobs Gymnasiallehrer / Gymnasiallehrerin
Sachsen-Anhalt 2.340 € 3.312 € 5.098 € Jobs Gymnasiallehrer / Gymnasiallehrerin
Schleswig-Holstein 2.726 € 3.859 € 5.940 € Jobs Gymnasiallehrer / Gymnasiallehrerin
Thüringen 2.426 € 3.434 € 5.286 € Jobs Gymnasiallehrer / Gymnasiallehrerin

Gymnasiallehrer / Gymnasiallehrerin:

1. Gehalt

Sie sind Lehrer oder wollen es gerne werden? Dann fragen wir heute ausnahmsweise mal Sie, ob Sie Ihre Hausaufgaben gemacht haben. Und zwar im Fach „Gehalt“. Denn hier erfahren Sie, was Lehrer und Lehrerinnen am Gymnasium verdienen oder verdienen können.

Im bundesweiten Durchschnitt verdienen Gymnasiallehrer 4.394 € brutto im Monat. Das entspricht einem Jahresgehalt von 52.728 €. Basis für diese Zahlen sind 265 Datensätze, die wir innerhalb der letzten zwei Jahre erhoben und analysiert haben. Aus diesen Daten sind auch Abweichungen nach unten und nach oben ersichtlich:

  • So verdienen die unteren 25% der Einkommenstabelle 3.104 € und weniger,
  • die oberen 25% hingegen erhalten 6.764 € und mehr.

Insgesamt muss man festhalten, dass Lehrer in aller Regel entweder nach der Bundes- bzw. Landesbesoldungsverordnung (Beamte) oder dem Tarifvertrag im öffentlichen Dienst (Angestellte) bezahlt werden.

Keine Geschlechterunterschiede bei der Bezahlung

Diese verpflichtenden Verträge sorgen unter anderem dafür, dass Lehrer und Lehrerinnen das gleiche Gehalt bekommen und nicht, wie in vielen Berufen in der freien Wirtschaft, ein geschlechtsabhängiger Unterschied in der Bezahlung von Männern und Frauen besteht. Dass in unserer Statistik Gymnasiallehrer (4.242 €) im Schnitt mehr als Gymnasiallehrerinnen (4.008 €) verdienen, liegt daran, dass Lehrer häufiger länger im Beruf arbeiten. Gründen Lehrerinnen eine Familie, fallen sie möglicherweise für längere Zeit oder für immer aus. Dadurch arbeiten männliche Lehrer tendenziell etwas häufiger in höheren Positionen, die dann auch für höhere Besoldungsstufen oder Zulagen sorgen.

Gehaltsentwicklung im Laufe der Jahre

Nach dem Ende des Studiums beziehen Gymnasiallehrer im Schnitt ein Einstiegsgehalt von 3.906 €. Die Rahmenverträge sorgen dafür, dass das Gehalt alle paar Jahre um 3-6% angehoben wird.

Tabellarisch stellt sich der Verdienst als Gymnasiallehrer /-in in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar:

  • 25 Jahre = 3.712 Euro brutto
  • 30 Jahre = 4.018 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.295 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.666 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.839 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.882 Euro brutto

Die Höhe des Anstiegs und die Jahre, die zwischen den einzelnen Besoldungsstufen liegen, sind wiederum abhängig vom Bundesland, in dem der Lehrer oder die Lehrerin unterrichtet.

2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildung zum Lehrer oder zur Lehrerin für Gymnasien (Sekundarstufe I und II) erfolgt an Universitäten und in einzelnen Fällen im Bereich der künstlerischen Fächer, wie Kunsterziehung und Musik, auch an Hochschulen für Bildende Künste und Musik. Eine klassische dreijährige Berufsausbildung gibt es hierbei nicht. Es gibt allerdings die Möglichkeit, als Seiten- oder Quer-Einsteiger den Lehrerberuf auszuüben. Beide absolvieren kein Studium auf Lehramt. Der Unterschied in den Bezeichnungen liegt darin, dass Quereinsteiger im Gegensatz zu Seiten-Einsteigern ein Referendariat beziehungsweise einen Vorbereitungsdienst absolvieren. Seiten-Einsteiger kommen in der Regel direkt aus dem Beruf an eine Schule. Es ist von Vorteil einige persönliche Fähigkeiten mitzubringen. Das sind vor allem die Freude an und Eignung für pädagogischen Tätigkeiten und die persönliche Motivation.

Wer die Befähigung für ein Lehramt am Gymnasium erreicht, hat auch die Möglichkeit, an anderen Bildungseinrichtungen zu arbeiten. Hierzu zählen:

  • Fachoberschulen,
  • Wirtschaftsschulen,
  • Berufsoberschulen,
  • berufliche Schulen
  • sowie private Gymnasien und Internate.

Sie haben zusätzlich die Möglichkeit, an ausländischen Schulen oder an deutschen Schulen im Ausland zu unterrichten.

3. Studium

Die Regelstudienzeit bei Studiengängen auf Lehramt mit dem ersten und zweiten Staatsexamen, beträgt durchschnittlich neun bis zehn Semester. Jedes Bundesland legt sie selbst fest. Auch der Studieninhalt der Lehramtsausbildung kann von Bundesland zu Bundesland variieren, wird aber überall gleich anerkannt. Die Dauer der gestuften Lehrerausbildung liegt beim Bachelorstudium durchschnittlich bei sechs Semestern und beim anschließenden Masterstudium bei vier Semestern. Das europäische System zur Anrechnung von Studienleistungen bewertet die Semester mit 300 Leistungspunkten. Deutschlandweit sind keine einheitlich festgelegten Standards zum Studium auf Lehramt vorgegeben. Daher ist es sinnvoll, das Studium in dem Bundesland zu absolvieren, in dem der Student später auch das Arbeitsverhältnis aufnehmen möchte.

Bei der Bewerbung an einer Hochschule für ein Studium auf Lehramt wählt der Bewerber bereits seine beiden späteren Unterrichtsfächer. Das Studium zum Lehrer an Gymnasien teilt sich in drei Teile auf:

  • das Studium der gewählten Unterrichtsfächer,
  • das erziehungswissenschaftliche Studium,
  • und mehrere Schulpraktika.

Der Verlauf des Studiums orientiert sich an diesen zwei Fächern, was einen Gesamtanteil von rund 75 Prozent ausmacht. Der erziehungswissenschaftliche Teil schult die Studenten im Umgang mit ihren zukünftigen Schülern. Die Praktika liefern ihnen einen authentischen Einblick in den Beruf und geben ihnen die Möglichkeit, bereits Erlerntes zu erproben.

An das Studium schließt das Referendariat an. Dieses dauert je nach Bundesland in der Regel 18 bis 24 Monate. Hierbei sammeln die angehenden Gymnasiallehrer Erfahrungen in den Bereichen Methodik, Pädagogik und Didaktik. Die Chancen auf einen Arbeitsplatz nach dem Studium sind unterschiedlich. Besonders gefragt sind Berufsschullehrer. Solange ein Gymnasiallehrer sich nicht auf einen bestimmten Ort für seine Tätigkeit beschränkt, gibt es für ihn aber keinen Grund, sich um die Zukunft zu sorgen. Die Chancen hängen zudem von der Wahl der Fächer ab. Schulen benötigen vor allem Lehrer für natur-wissenschaftliche Fächer wie Physik, Mathematik oder Elektrotechnik.
Nach einigen Jahren Berufserfahrung besteht für Gymnasiallehrer die Möglichkeit, den Rang eines Studienrates zu erreichen und zukünftig als Beamter tätig zu sein. Nach mehreren weiteren Jahren kommt, bei positiver Bewertung durch das Schulamt und den Direktor, eine Beförderung zum Oberstudienrat in Betracht.

4. Tätigkeit

Die Haupttätigkeit eines Gymnasiallehrers ist in den meisten Fällen – wenig überraschend – das Unterrichten, Erziehen und Beraten an Gymnasien oder Gesamtschulen. Doch Lehrer sein, heißt nicht nur unterrichten. Zahlreiche zusätzliche Aufgaben, wie zum Beispiel die folgenden, gehören dazu:

  • Unterrichtsvorbereitung und Korrekturen
  • Konferenzen und Elternabende
  • Schulprogramm- und Lehrplanarbeit
  • Fort- und Weiterbildungen
  • Klassenfahrten, Wandertage und weitere schulische Veranstaltungen

Inhaltlich folgen die Lehrer und Lehrerinnen zwar einem vom Gesetzgeber vorgegebenen Lehrplan, können aber innerhalb dieses Rahmens eigenverantwortlich ihren Unterricht gestalten. Dies nennt man pädagogische Freiheit. Ein Teil der Lehrer-Arbeit sind auch Kooperationen mit außerschulischen Einrichtungen, wie zum Beispiel Beratungsstellen, Firmen oder Forschungs- und Bildungseinrichtungen.

Und wer als Lehrer nicht (dauerhaft) in Schulen tätig sein möchte, hat auch die Möglichkeit, an Studienseminaren, Schulämtern, Ministerien oder Universitäten zu arbeiten.