*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Leitung Betriebliche Aus- u. Weiterbildung

Datenbasis: 132 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.558 € 3.913 € 6.416 €
Baden-Württemberg 3.044 € 4.231 € 7.002 € Jobs Leitung Betriebliche Aus- u. Weiterbildung
Bayern 2.646 € 3.906 € 6.554 € Jobs Leitung Betriebliche Aus- u. Weiterbildung
Berlin 2.393 € 3.661 € 6.003 € Jobs Leitung Betriebliche Aus- u. Weiterbildung
Brandenburg 1.949 € 2.981 € 4.888 € Jobs Leitung Betriebliche Aus- u. Weiterbildung
Bremen 2.482 € 3.796 € 6.224 € Jobs Leitung Betriebliche Aus- u. Weiterbildung
Hamburg 3.199 € 3.736 € 4.592 € Jobs Leitung Betriebliche Aus- u. Weiterbildung
Hessen 2.961 € 4.529 € 7.426 € Jobs Leitung Betriebliche Aus- u. Weiterbildung
Mecklenburg-Vorpommern 1.880 € 2.876 € 4.716 € Jobs Leitung Betriebliche Aus- u. Weiterbildung
Niedersachsen 2.334 € 3.570 € 5.854 € Jobs Leitung Betriebliche Aus- u. Weiterbildung
Nordrhein-Westfalen 2.878 € 4.052 € 6.394 € Jobs Leitung Betriebliche Aus- u. Weiterbildung
Rheinland-Pfalz 2.516 € 3.848 € 6.309 € Jobs Leitung Betriebliche Aus- u. Weiterbildung
Saarland 2.432 € 3.721 € 6.101 € Jobs Leitung Betriebliche Aus- u. Weiterbildung
Sachsen 1.968 € 3.010 € 4.935 € Jobs Leitung Betriebliche Aus- u. Weiterbildung
Sachsen-Anhalt 1.928 € 2.949 € 4.835 € Jobs Leitung Betriebliche Aus- u. Weiterbildung
Schleswig-Holstein 2.449 € 3.747 € 6.144 € Jobs Leitung Betriebliche Aus- u. Weiterbildung
Thüringen 1.999 € 3.058 € 5.014 € Jobs Leitung Betriebliche Aus- u. Weiterbildung

Leitung Betriebliche Aus- u. Weiterbildung:

1. Gehalt

Als Leiter der Betrieblichen Aus- u. Weiterbildung liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.913 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 132 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.558 € beginnen, Leiter in Betriebliche Aus- u. Weiterbildung in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 6.416 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.747 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.231 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Leiter der Betrieblichen Aus- u. Weiterbildung in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.442 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.583 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.912 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.565 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.777 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.289 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.128 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.801 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.172 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Leiter /-in für betriebliche Aus- und Weiterbildung ist ein Beruf, bei dem die Person sich um die Fortbildung der Mitarbeiter in einem Unternehmen kümmert. In der Regel ist ein pädagogisches Studium die Voraussetzung für die Ausübung des Berufs.

Quereinsteiger können über eine entsprechende Weiterbildung Zugang zu der Tätigkeit erlangen. Eine andere Möglichkeit bietet sich über eine Ausbildung zum/zur Aus- und Weiterbildungspädagogen /-in. Diese berufliche Ausbildung dauert in Vollzeit fünf Monate und in Teilzeit bis zu zwei Jahren. Sie findet bei einem Bildungsanbieter statt. Die Voraussetzungen für die Ausbildung sind ein anerkannter Ausbildungsberuf mit einschlägiger Berufserfahrung. In einigen Fällen kann durch entsprechende Nachweise, dass die nötige Erfahrung vorhanden ist, eine Zulassung erreicht werden.

Die Lehrgangsinhalte sind:

  • Gestaltung von Lernprozessen
  • Lern- und Arbeitsmethoden
  • Medienauswahl und Medieneinsatz
  • Planung beruflicher Bildunsgprozesse
  • Qualitätssicherung
  • Bewertung von Lernleistungen
  • Prüfungsgestaltung
  • Psychologisch-pädagogische Lernbegleitung
  • Projektarbeiten
  • Didaktik

Der Teilnehmer lernt Lernprozesse zu gestalten, Lehr- und Lernmittel gezielt einzusetzen, Aus- und Weiterbildungen zu entwickeln und zu planen und sich pädagogisch an Zielgruppen zu orientieren. Zudem wird ihm in der Ausbildung vermittelt, wie er Lernleistungen anerkennen, bewerten und beurteilen kann und wie Prüfungen konzipiert werden. Der Teilnehmer befasst sich auch mit Präsentations- und Moderationstechniken. Abgeschlossen wird mit einer Prüfung.

Die Ausbildung zum/zur Aus- und Weiterbildungspädagogen /-in kann bei der Industrie- und Handelskammer durchlaufen werden. Die Fortbildung richtet sich an betriebliche Ausbilder, Personalentwickler, Dozenten in Betrieben, Mitarbeiter in Bildungsstätten und Trainer bzw. Coaches. Anschließend kann eine Anstellung als Leiter /-in für betriebliche Aus- und Weiterbildung angestrebt werden. Personen, die bereits als Leiter /-in für betriebliche Aus- und Weiterbildung tätig sind und ihre Fachkompetenzen verbessern oder erweitern möchten, können eine berufliche Anpassung zum Beispiel in dem Bereich Erwachsenenbildung, Didaktik, Lernmethoden, Lernpädagogik, Lernberatung, Arbeitsrecht, Mitarbeiterführung und Personalplanung absolvieren. Die Lehrgänge werden von Berufsverbänden und privaten Bildungsinstitutionen angeboten.

3. Studium

Ein Berufspädagogik Studium ist der ideale Einstieg für Leiter /-innen für betriebliche Aus- und Weiterbildung. Das Studienfach ist eine Teildisziplin der Pädagogik mit Schwerpunkt auf Aus- und Weiterbildungsprozesse. Nach dem Studium verfügt der Absolvent über eine Lehrbefugnis an beruflichen Schulen. In Deutschland werden momentan rund 45 Bachelor-Studiengänge der Berufspädagogik angeboten. Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester. Zulassungsvoraussetzungen sind eine abgeschlossene Fach- oder Hochschulreife. In der Regel sind die Berufspädagogik Studiengänge zulassungsfrei.

Im Studiengang lernt der Student Methoden zu entwickeln und berufsbezogene Lernprozesse zu organisieren und durchzuführen. Der Student befasst sich mit der Weiterentwicklung des beruflichen Bildungssystems und der Förderung von Menschen, die sich im Übergang zwischen Ausbildung und Berufsleben befinden. Zudem werden Bereiche der Erziehung, Bildung, der Psychologie, der Soziologie und der Sonder- und Heilpädagogik vermittelt. Weiterhin erhält der Student eine didaktische Ausbildung, das heißt, er lernt unterschiedliche Unterrichtsformen und Lerntheorien kennen. Das Studium umfasst insgesamt die drei Teilbereiche Berufspädagogik, berufliche Fachrichtung und allgemeinbildende Fachrichtung. Die Fachrichtung kann vom Studierenden frei gewählt werden. Meistens werden technische, wirtschaftliche oder hauswirtschaftliche Fachrichtungen angeboten.

Allgemeine Studieninhalte des Berufspädagogik Studiums:

  • Erziehungswissenschaften
  • Aufbau des Bildungssystems
  • Pädagogische Psychologie
  • Psychologische Diagnostik
  • Kommunikation und Interaktion
  • Lernmedien
  • Alternative Lernkonzepte
  • Lern- und Lehrformen
  • Empirische Sozialforschung
  • Teambildung
  • Mitarbeiterführung und Personalentwicklung
  • Wirtschaftlichkeit in Berufsbildung
  • Bildungscontrolling
  • Konzepte in der Berufsbildung
  • Didaktische Modelle
  • Entwicklungspsychologie
  • Erwachsenenbildung und Gesellschaft
  • Berufsbildungsberatung
  • Heterogene Lerngruppen
  • Praxisprojekt
  • Praktikum

Das Studium ist in verschiedene Module eingeteilt. Ein Modul setzt sich aus unterschiedlichen Lehrveranstaltungen oder Seminaren zusammen. Nach jedem Modul wird eine Prüfung absolviert. Abgeschlossen wird das Studium mit einer Bachelorarbeit. Der Absolvent erhält anschließend den Titel Bachelor of Education. Anschließend kann ein Master in Education in Berufspädagogik durchlaufen werden, um das Studium zu komplimentieren.

4. Tätigkeit

Leiter und Leiterinnen der betrieblichen Aus- und Weiterbildung geben Menschen, die eine berufliche Weiterbildung, Fortbildung, Umschulung oder Ausbildung anstreben, fachqualifizierten Unterricht. Angehörige dieser Berufsgruppe sind meist in Unternehmen mit einer großen Zahl Beschäftigter zu finden. Dabei finden sie in Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche eine Anstellung oder sie machen sich selbstständig. Sie sind verantwortlich für alle Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen im Unternehmen.

Die Leiter /-innen planen und überwachen dabei die Berufsausbildung und erarbeiten die entsprechenden Unterrichtskonzepte. Sie wählen in einem Auswahlverfahren die Bewerber aus und leiten das Ausbilderteam. Sind sie in oder für ein Unternehmen tätig, übernehmen die Leiter /-innen der betrieblichen Aus- und Weiterbildung auch die Personalentwicklung. Das bedeutet, sie analysieren den Bildungsbedarf der Mitarbeiter und organisieren auf dieser Grundlage Seminare und Lehrgänge für die Weiterbildung. Sie unterstützen das Unternehmen beim Bildungscontrolling und führen Kosten-Nutzen Rechnungen durch, damit die Bildungsmaßnahmen im Unternehmen gewährleistet werden können.

Zudem haben die Leiter /-innen der betrieblichen Aus- und Weiterbildung Kontakte zu Bildungseinrichtungen und Berufsschulen und der Agentur für Arbeit. Von ihnen werden Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Diskretion, Kommunikationsfähigkeit und Organisationstalent verlangt.

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