*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Personalentwickler

Datenbasis: 926 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.568 € 3.906 € 6.494 €
Baden-Württemberg 2.894 € 4.212 € 7.397 € Jobs Personalentwickler
Bayern 2.809 € 4.115 € 7.645 € Jobs Personalentwickler
Berlin 2.314 € 3.203 € 5.199 € Jobs Personalentwickler
Brandenburg 2.141 € 3.081 € 4.788 € Jobs Personalentwickler
Bremen 3.607 € 4.103 € 5.113 € Jobs Personalentwickler
Hamburg 2.779 € 3.983 € 6.086 € Jobs Personalentwickler
Hessen 2.651 € 3.865 € 7.272 € Jobs Personalentwickler
Mecklenburg-Vorpommern 1.888 € 2.871 € 4.773 € Jobs Personalentwickler
Niedersachsen 2.758 € 3.794 € 8.100 € Jobs Personalentwickler
Nordrhein-Westfalen 2.602 € 3.922 € 6.515 € Jobs Personalentwickler
Rheinland-Pfalz 2.431 € 4.231 € 6.854 € Jobs Personalentwickler
Saarland 2.442 € 3.714 € 6.175 € Jobs Personalentwickler
Sachsen 2.643 € 3.157 € 3.979 € Jobs Personalentwickler
Sachsen-Anhalt 1.936 € 2.944 € 4.895 € Jobs Personalentwickler
Schleswig-Holstein 2.322 € 3.288 € 3.502 € Jobs Personalentwickler
Thüringen 2.227 € 3.387 € 5.631 € Jobs Personalentwickler

Personalentwicklung:

1. Gehalt

Als Personalentwickler liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.906 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 926 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.568 € beginnen, Personalentwickler in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 6.494 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.288 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.212 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Personalentwickler in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.214 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.518 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.967 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.650 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.760 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.396 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.103 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.808 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.551 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Beim Beruf des Personalentwicklers handelt es sich um einen kaufmännischen Beruf, in den Interessenten über eine entsprechende Weiterbildung oder ein Studium Zugang finden. Wer sich für diesen Beruf interessiert, muss zuerst eine Ausbildung im Personalbereich absolvieren. Eine gute Möglichkeit stellt die Ausbildung zum Personaldienstleistungskaufmann dar. Sie geht über drei Jahre. Bewerber müssen keine speziellen Voraussetzungen mitbringen, allerdings sollten sie gute Schulnoten besitzen.

In der Ausbildung befassen sich die Teilnehmer bereits mit allen wichtigen Bereichen des Personalwesens und der Personalführung. Dadurch bereiten sie sich optimal auf die anschließende Weiterbildung zum Personalentwickler vor. Wer keine Ausbildungsstelle erhält, kann alternativ über eine andere kaufmännische Ausbildung Zugang zur Weiterbildung erhalten.

Die Weiterbildung zum Personalentwickler ist in Deutschland nicht einheitlich geregelt. Entsprechende Lehrgänge und Seminare werden von der Industrie- und Handelskammer und verschiedenen Berufsverbänden angeboten. Der Teilnehmer kann sie berufsbegleitend in Teilzeit ableisten. Die Dauer der Weiterbildung hängt vom jeweiligen Bildungsinstitut ab. Der Teilnehmer lernt die Grundlagen des professionellen Personalmanagements, der Personalplanung und Organisationsentwicklung kennen. Weiterhin erhält er Fachwissen in Controlling und Rechnungswesen sowie der Personalentwicklung und befasst sich mit Instrumenten der Personalentwicklung und verschiedenen Rechtsgebieten. Darüber hinaus vermittelt die Weiterbildung Fachkenntnisse der Psychologie und der Pädagogik.

Inhalte der Weiterbildung zum/zur Personalentwickler /-in sind:

  • Personalentwicklung,
  • Rechnungswesen,
  • Betriebswirtschaftslehre,
  • Organisations- und Personalentwicklung,
  • Personalbedarf,
  • Personalentwicklungsinstrumente,
  • Aufbau- und Ablauforganisation,
  • Personalentwicklungsmaßnahmen,
  • Bildungsbedarfsplanung,
  • Potenzialanalyseverfahren,
  • Mitarbeiterbeteiligungsprojekte,
  • Unternehmensführung,
  • Personalmanagement,
  • Arbeitsrecht.

Die Weiterbildung schließt der Teilnehmer mit einer Prüfung ab, die ihn für die Ausübung des Berufs qualifiziert. Da die Unternehmen aufgrund der Globalisierung und der immer weiter voranschreitenden Digitalisierung ihre Strukturen ändern müssen, entwickelt sich auch das Personalwesen weiter. Die Personalentwickler unterstützen das Unternehmen dabei, konkurrenzfähig zu bleiben. Dafür müssen sie sich regelmäßig im Bereich der Personalplanung, der Personalentwicklung, der Personalberatung, und der Personalvermittlung weiterbilden.

3. Studium

Personalentwickler können ihr berufliches Fachwissen mit einem Studium der Wirtschaftspädagogik erweitern. Der Bachelorstudiengang umfasst eine Regelstudienzeit von sechs Fachsemestern und beginnt immer zum Wintersemester. Da der Studiengang ausschließlich von Hochschulen angeboten wird, benötigt der Bewerber ein Abitur, um eine Zulassung zu erhalten. In der Regel ist der Studiengang zulassungsbeschränkt.

Das Studium der Wirtschaftspädagogik erforscht systematische Prozesse und Bedingungen sowie Fördermöglichkeiten des beruflichen Lernens und Lehrens und befasst sich mit dem persönlichen Entwickeln von Mitarbeitern an verschiedenen Arbeitsorten. Ziel des Studiengangs ist es, Methoden zu entwickeln, die Lern-, Lehr- und Entwicklungsprozesse im Hinblick auf verschiedene Arbeitsplatzanforderungen und neue berufliche Tätigkeiten effizient und effektiv gestalten. Der Student beschäftigt sich mit Humanressourcen, Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaft und Pädagogik. Neben der Wirtschaftspädagogik kann sich der Student in einem Gebiet der Betriebswirtschaft vertiefen. Ihm stehen Fächer wie, Unternehmensrechnung, Finanzen, Management, Marketing oder Innovation zur Auswahl. Die Wahlpflichtfächer geben dem Studenten die Möglichkeit, sein Profil gemäß seiner Neigungen weiter auszubauen.

Nach der wirtschaftswissenschaftlichen Grundausbildung in den ersten Semestern, fördert das Studium die sozialen Kompetenzen des Studenten. Er lernt zu argumentieren, zu präsentieren, im Team zu arbeiten und Aufgaben des Projektmanagements zu übernehmen. Wichtige Fächer des Studiengangs Wirtschaftspädagogik sind:

  • Betriebswirtschaftslehre,
  • Volkswirtschaftslehre,
  • Human Ressource Education,
  • Wirtschaftspädagogik,
  • Management,
  • Unternehmensführung,
  • Marketing,
  • Finanzierung,
  • Investition,
  • Produktion und Organisation,
  • Wirtschaftsinformatik,
  • Rechnungswesen,
  • Mikroökonomie,
  • Makroökonomie,
  • Mathematik,
  • Wirtschaftsrecht,
  • Wirtschaftspolitik,
  • Finanzwissenschaften,
  • Digitale Unternehmen,
  • Berufsbildungspolitik,
  • Lehren, Lernen und Entwickeln,
  • Englisch,
  • Soft Skills.

Der Studierende schließt das Studium im letzten Semester mit einer wissenschaftlichen Bachelorthesis ab. Anschließend kann der Absolvent einer Tätigkeit im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung nachgehen oder im Personalwesen, in einem Forschungsinstitut oder der öffentlichen Wirtschaft tätig werden. Alternativ kann er auch einen weiterführenden Masterstudiengang besuchen, der ihm weitere wirtschaftspädagogische Kenntnisse vermittelt.

4. Tätigkeit

Der/die Personalentwickler /-in ist in der Personalabteilung eines Unternehmens tätig und erarbeitet Grundsätze und Leitlinien der Personalführung, der Zusammenarbeit, der Information sowie der Kommunikation. Er/sie ergänzt klassische Verwaltungsaufgaben durch die Betreuung der Mitarbeiter hinsichtlich ihres jeweiligen Werdeganges. Dabei werden gezielt Instrumente der Weiterqualifizierung entwickelt und angeboten. Zeitgemäße Interaktionen in Form qualitativer Anpassungen der Mitarbeiterfähigkeiten erhalten die Wettbewerbsfähigkeit. Der Personalentwickler und die Personalentwicklerin begleiten Mitarbeiter auf dem Weg nach oben. Ihre Karriere startet in der Regel in operativen Positionen, in denen sie alltägliche Aufgaben der Personalabteilung kennenlernen.

Ziel seiner Aufgaben ist es, ein optimales Verhältnis von Personalleistung und Personalaufwand zu erhalten. Dafür analysiert er den Personalbestand und ermittelt den Personalbedarf. Zudem erstellt der Anforderungs- und Kompetenzprofile und wirkt bei der Einstellung von neuen Arbeitskräften mit. Weiterhin übernimmt er Aufgaben des Recruiting und sucht in Datenbanken, bei Jobmessen und im Internet nach geeigneten Nachwuchskräften. Zu seinen Aufgaben gehören auch das Vorbereiten des Vorstellungsgesprächs, das Durchführen von Potenzialanalysen sowie das Ermitteln der Bedürfnisse von Mitarbeitern bezüglich der Weiterbildung. Er führt außerdem Mitarbeiterumfragen durch, organisiert die Betriebsausbildung und setzt Ergebnisse in Maßnahmen um. Das heißt, er kümmert sich um Inhouse-Seminare oder konzipiert selbst Trainingsmaßnahmen.

Personalentwickler benötigen Einfühlungsvermögen, Überzeugungskraft, kaufmännisches und betriebswirtschaftliches Wissen sowie Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein. Sind sie für ein internationales Unternehmen tätig, müssen sie ausgezeichnete Englischkenntnisse besitzen.

Während das Einstiegsgehalt nach Unternehmensgröße, Werdegang im Zusammenhang mit beruflicher Erfahrung und Region variiert, richtet sich das erreichbare Durchschnittsgehalt nach der Funktion im Unternehmen. Aufgaben wie die der Personalabteilung gehören der Führungsebene an und werden entsprechend vergütet.

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