*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Leitung Rechtsabteilung

Datenbasis: 42 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 3.605 € 5.651 € 10.462 €
Baden-Württemberg 3.476 € 5.449 € 10.088 € Jobs Leitung Rechtsabteilung
Bayern 4.738 € 5.464 € 6.733 € Jobs Leitung Rechtsabteilung
Berlin 3.373 € 5.287 € 9.788 € Jobs Leitung Rechtsabteilung
Brandenburg 2.746 € 4.305 € 7.970 € Jobs Leitung Rechtsabteilung
Bremen 3.464 € 5.430 € 10.053 € Jobs Leitung Rechtsabteilung
Hamburg 3.824 € 5.994 € 11.097 € Jobs Leitung Rechtsabteilung
Hessen 4.964 € 5.870 € 9.046 € Jobs Leitung Rechtsabteilung
Mecklenburg-Vorpommern 2.650 € 4.154 € 7.691 € Jobs Leitung Rechtsabteilung
Niedersachsen 3.289 € 5.156 € 9.546 € Jobs Leitung Rechtsabteilung
Nordrhein-Westfalen 4.370 € 5.242 € 7.306 € Jobs Leitung Rechtsabteilung
Rheinland-Pfalz 3.545 € 5.557 € 10.288 € Jobs Leitung Rechtsabteilung
Saarland 3.428 € 5.374 € 9.949 € Jobs Leitung Rechtsabteilung
Sachsen 2.772 € 4.346 € 8.046 € Jobs Leitung Rechtsabteilung
Sachsen-Anhalt 2.717 € 4.259 € 7.885 € Jobs Leitung Rechtsabteilung
Schleswig-Holstein 3.166 € 4.963 € 9.188 € Jobs Leitung Rechtsabteilung
Thüringen 2.853 € 4.472 € 8.279 € Jobs Leitung Rechtsabteilung

Leitung Rechtsabteilung:

1. Gehalt

Als Leiter der Rechtsabteilung liegt das deutschlandweite Gehalt bei 5.651 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 42 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 3.605 € beginnen, Leiter in der Rechtsabteilung in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 10.462 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 4.963 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 5.449 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Leiter der Rechtsabteilung in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 4.775 Euro brutto
  • 30 Jahre = 4.775 Euro brutto
  • 35 Jahre = 5.585 Euro brutto
  • 40 Jahre = 5.666 Euro brutto
  • 45 Jahre = 7.035 Euro brutto
  • 50 Jahre = 9.993 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 4.047 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 5.729 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 8.115 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Ein juristisch geprägtes Studium ist Pflicht für all diejenigen, die Leiter /-in einer Rechtsabteilung werden wollen. Daran führt kein Weg vorbei. Wer allerdings über keine Hochschulzugangsberechtigung verfügt, muss sich einen alternativen Weg an die Universität bahnen. Und dieser sieht vor zunächst eine Ausbildung zu absolvieren, eine Weiterbildung anzuschließen und so die Hochschulzugangsberechtigung zu erlangen.

Wer eine Ausbildung absolvieren möchte, die möglichst nah an den Rechtswissenschaften liegt, könnte eine der folgenden dualen Ausbildungen absolvieren: Justizfachangestellte /-r, Notarfachangestellte /-r, Patentanwaltsfachangestellte /-r, Rechtsanwaltsfachangestellte /-r oder alternativ eine Ausbildung zum /zur Sozialversicherungsfachangestellten mit dem Schwerpunkt Krankenversicherung, Sozialversicherung, Rentenversicherung oder Unfallversicherung machen.

Zielführender ist eine der erstgenannten Ausbildungen, denn dabei sind Auszubildende bei Notaren, Anwälten und am Gericht tätig und lernen dort sowohl juristische Grundlagen in der Praxis kennen als auch theoretische Inhalte zum Verfahrensrecht, zu Grundbuch- und Erbschaftsangelegenheiten, zu Strafrecht, Strafprozessrecht, zum Recht der Ordnungswidrigkeiten und zu Rechtsschutzangelegenheiten sowie zum Verfahrens- und Vollstreckungsrecht. Bei der Ausbildung zum /zur Sozialversicherungsfachangestellten hingegen steht zwar auch Rechts- und Wirtschaftslehre auf dem Stundenplan, jedoch liegt der Fokus klar auf versicherungsrelevanten Themen wie zum Beispiel Sozialversicherung, Familienversicherung, Beitragsberechnung, Versicherungspflicht /-freiheit und dem richtigen Verhalten im Leistungsfall.

Anschließend kann eine Weiterbildung zum /zur Fachwirt /-in angeschlossen werden. Diese Weiterbildungsmaßnahme gibt es mit dem Schwerpunkt Notariat oder Recht. Eine weitere Möglichkeit ist die Weiterbildung zum /zur Betriebswirt /-in für Recht. Bereits nach dem erfolgreichen Abschluss einer Fachwirtausbildung erhalten die Absolventen eine Hochschulzugangsberechtigung, die den Zugang zu einem der juristischen Studiengänge ermöglicht.

Eine alternative juristisch geprägte Ausbildung ist die Beamtenlaufbahn im mittleren Dienst. Diese Ausbildung gibt es mit verschiedenen Schwerpunkten, jedoch sind auf dem Stundenplan immer Staats- und Verfahrungsrecht, Verwaltungsrecht, bürgerliches Recht sowie die Rechte des öffentlichen Dienstes zu finden. Dazu werden Kenntnisse der öffentlichen Finanzwirtschaft sowie der Verwaltungsorganisation vermittelt.

3. Studium

Wer Leiter /-in der Rechtsabteilung werden möchte, muss ein Studium abschließen und sollte anschließend – um in einer Führungsposition tätig zu sein – zunächst Erfahrungen im Berufsalltag sammeln. Als Studienfächer empfehlen sich Öffentliches Recht, Rechtswissenschaften oder Wirtschaftsrecht.

Beim Studiengang Öffentliches Recht stehen die folgenden Themen auf dem Stundenplan:

  • Grundständiges Studium: Staatslehre, Europarecht, Öffentliches Recht, Bau- und Raumplanungsrecht, Staatsrecht, Umsatzsteuerrecht, Verfassungs- /Verwaltungsrecht, Umweltrecht, Völkerrecht, Wirtschaftsverwaltungsrecht
  • Weiterführendes Studium: E-Government, Recht (einfaches, höherrangiges, relevantes), Handlungs- und Organisationsformen, Verwaltungsentscheidungen, Personalmanagement, Verhandlungsführung, Streitschlichtung, Vollzug /Vollstreckung, Kosten von Verwaltungsentscheidungen

Beim Studiengang Rechtswissenschaften stehen die folgenden Themen auf dem Stundenplan:

  • Grundständiges Studium: Arbeitsrecht, Ausländisches Recht, Erbrecht, Umweltrecht, Wirtschaftsverwaltungsrecht, Handelsrecht, Privatrecht (Kreditsicherungsrecht, Sachenrecht, Vertragsrecht), Strafrecht (Strafgesetzbuch, Eigentums- /Vermögensdelikte), Verfassungsrecht (Grundrechte, Staatsorganisationsrecht, Verfassungsprozessrecht), Zivil- und Zwangsvollstreckungsrecht sowie optionale Module wie Europäisches Recht, Gesundheits- und Medizinrecht, Immobilienrecht, Rechte der Informationsgesellschaft, Strafrecht, Unternehmensrecht. Hinweis: Nach diesem Studiengang kann die Erste juristische Prüfung abgelegt werden.
  • Weiterführendes Studium: Bürgerliches Recht, Internationalisierung, Europäisierung, staatliche und internationale Ordnung, Handel und Wirtschaft, Informationsrecht, Öffentliches Recht, Rechtsgeschichte, Strafrecht, Kriminologie, deutsches Verwaltungsrecht

Beim Studiengang Wirtschaftsrecht stehen die folgenden Themen auf dem Stundenplan:

  • Grundständiges Studium: Arbeitsrecht, BWL, Management, Europarecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Medienkompetenz, Vertragsgestaltung, Rechts- /Wirtschaftsenglisch, Verfassungsrecht, Wirtschaftsprivatrecht, Wirtschaftsverwaltungsrecht
  • Weiterführendes Studium: Banken- /Versicherungsrecht, Wirtschaftsrecht, Familien- /Erbrecht, Rechtsschutz, Urheberrecht, Insolvenzrecht, Medienrecht, E-Businessrecht, Prozessrecht, Schiedsgerichtswesen, Sozialrecht, Tarifvertragsrecht, Wettbewerbsrecht, Kartellrecht

Wer die jeweiligen Studieninhalte genau betrachtet, kann bereits daran eine Ableitung treffen, wohin der berufliche Weg nach einem Studium gehen wird. Wer Öffentliches Recht studiert wird später in Verwaltungen, Behörden oder anderen öffentlichen Einrichtungen tätig sein. Studenten /-innen der Rechtswissenschaften hingegen könnten auch als Rechtsanwalt tätig werden, denn das grundständige Studium schließt mit der Ersten juristischen Staatsprüfung, welches der erste nötige Grundstein einer Anwaltslaufbahn ist. Der Studiengang Wirtschaftsrecht hingegen ist allen zu empfehlen, die neben dem Interesse an Paragrafen auch Interesse an der Betriebswirtschaft mitbringen. Arbeiten werden Absolventen dann in Wirtschaftsunternehmen. Dort ist die Position des /der Leiter /-in der Rechtsabteilung durchaus möglich.

4. Tätigkeit

Der Leiter bzw. die Leiterin für die Rechtsabteilung findet ein breites Betätigungsfeld in zahlreichen mittleren und großen Unternehmen verschiedenster Branchen. Angehörige dieser Berufsgruppe führen die Abteilung, die für das Unternehmen betreffende Rechtsfragen zuständig sind und sind Berater bei juristischen Themen.

Dabei beherrschen sie die ganze Bandbreite an Gesetzesvorschriften vom Wettbewerbsrecht über Handels- und Vertragsrecht bis hin zu Finanz- und Steuerrecht. Auch die Ausarbeitung von Verträgen und Satzungen sowie Dienstanweisungen gehört zu ihrem Aufgabenbereich. Neben dem Fachwissen aus dem Studium berufen sich Leiter /-innen der Rechtsabteilung auch auf Fachliteratur und Rechtsdatenbanken.

Sie planen den Personaleinsatz, schreiben Dienstpläne und führen Besprechungen mit den Mitarbeitern durch. Von der Unternehmensführung oder anderen Abteilungsleitern werden sie von rechtsproblematischen Zuständen in Kenntnis gesetzt, zu deren Lösung sie ihre Mitarbeiter anweisen. Anstellung finden sie in allen Wirtschaftsbereichen sowie bei Verbänden, Interessenvertretungen, Behörden und Organisationen.

Diese Aufgaben gehören zu ihrem Tätigkeitsbereich:

  • Beratung der Fachabteilungen und der Geschäftsführung in Rechtsfragen
  • Überprüfung der Projekte auf rechtliche Umsetzbarkeit
  • Begleitung von vertrags-, dienst-, arbeits- und sozialrechtlichen Themen
  • Warnung der Geschäftsleitung vor etwaigen rechtlichen Hindernissen sowie Erarbeitung von Lösungsvorschlägen
  • Aktive Teilnahme an Gerichtsterminen
  • Enge Zusammenarbeit mit Schlichtungsstellen, Reklamations- /Beschwerdemanagement
  • Planung, Organisation, Optimierung der Rechtsabteilung als Einheit
  • Vermittlung von Rechtsseminaren innerhalb der Organisation