*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz MTLA

Datenbasis: 141 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.897 € 2.439 € 3.411 €
Baden-Württemberg 1.974 € 2.448 € 3.830 € Jobs Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz MTLA
Bayern 1.914 € 2.428 € 3.710 € Jobs Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz MTLA
Berlin 2.100 € 2.521 € 2.887 € Jobs Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz MTLA
Brandenburg 1.808 € 1.995 € 2.084 € Jobs Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz MTLA
Bremen 1.829 € 2.352 € 3.289 € Jobs Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz MTLA
Hamburg 2.258 € 2.414 € 2.746 € Jobs Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz MTLA
Hessen 2.196 € 2.823 € 3.948 € Jobs Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz MTLA
Mecklenburg-Vorpommern 1.395 € 1.793 € 2.508 € Jobs Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz MTLA
Niedersachsen 1.948 € 2.467 € 4.181 € Jobs Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz MTLA
Nordrhein-Westfalen 1.999 € 2.762 € 3.309 € Jobs Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz MTLA
Rheinland-Pfalz 1.997 € 2.469 € 2.823 € Jobs Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz MTLA
Saarland 1.804 € 2.319 € 3.243 € Jobs Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz MTLA
Sachsen 1.722 € 1.875 € 2.029 € Jobs Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz MTLA
Sachsen-Anhalt 1.430 € 1.838 € 2.570 € Jobs Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz MTLA
Schleswig-Holstein 1.666 € 2.142 € 2.996 € Jobs Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz MTLA
Thüringen 1.361 € 1.750 € 2.447 € Jobs Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz MTLA

Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz:

1. Gehalt

Als Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.439 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 141 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.897 € beginnen, Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.411 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.142 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.448 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.196 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.274 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.398 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.444 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.734 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.742 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.253 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.516 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.688 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der/die medizinisch-technische /-r Laboratoriumsassistent /-in kann über eine dreijährige Ausbildung in einer Berufsfachschule oder einem Krankenhaus erlernt werden. Voraussetzungen für die Ausbildung ist eine mittlere Reife oder ein Hauptschulabschluss mit anschließender Berufsausbildung. Bewerber müssen über gute Leistungen in naturwissenschaftlichen Fächern verfügen und vor dem Eintritt in die Berufsfachschule einen Aufnahmetest ablegen, bei der sie ihre persönliche und fachliche Eignung unter Beweis stellen. Weiterhin benötigen sie ein ärztliches Attest und müssen verschiedene Impfungen vorweisen können. Die Ausbildung findet in Vollzeit statt.

In der Ausbildung lernen die Teilnehmer, wie man Proben entnimmt, Körperflüssigkeiten chemisch bestimmt, Instrumente sterilisiert und desinfiziert, Analysegeräte aufbaut, Ergebnisse auswertet, Geräte einstellt und verschiedene Krankheiten, Viren, Pilze und Bakterien in den Proben erkennt. Die Auszubildenden erhalten profunde Medizinkenntnisse und befassen sich mit dem menschlichen Körper, dem Atmungssystem, der Immunologie und der Epidemiologie. Im praktischen Teil der Ausbildung, der in Krankenhaus stattfindet, vertiefen und wenden Sie das Gelernte an. Zudem absolvieren sie verschiedene Laborpraktika.

Wichtige Fächer der Ausbildung zum medizinisch-technischen Laboratoriumsassistenten sind:

  • Berufskunde,
  • Staatskunde und Recht,
  • Mathematik,
  • Biologie,
  • Ökologie,
  • Hygiene,
  • Physik,
  • Statistik,
  • EDV,
  • Chemie,
  • Biochemie,
  • Anatomie,
  • Krankheitslehre,
  • Physiologie,
  • Psychologie,
  • Fachenglisch,
  • Immunologie,
  • Histologie,
  • Hämatologie,
  • Klinische Chemie,
  • Mikrobiologie,
  • Gerätekunde.

Nach der Ausbildung können die medizinisch-technischen Laboratoriumsassistenten eine Fortbildung zum biomedizinischen Fachanalytiker durchlaufen und eine Führungsposition erreichen. Da der Beruf große Verantwortung mit sich bringt, muss der medizinisch-technische Laboratoriumsassistent seine Fachkenntnisse regelmäßig an aktuelle Entwicklungen anpassen und sein Fachwissen in verschiedenen Bereichen, wie dem medizinischen Labor, der Hygiene, der klinischen Chemie oder medizinischen Dokumentation erweitern. Ein Studium ermöglicht weitere Berufschancen. Der medizinisch-technische Laboratoriumsassistent kann mit seinem Berufsabschluss Zugang zu einem Studium erhalten, auch wenn er kein Abitur oder Fachabitur besitzt.

3. Studium

Wer sein Fachwissen als medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent ausbauen will, kann ein Bachelorstudium der Biomedizin absolvieren. Das Studium verknüpft naturwissenschaftliche Inhalte mit medizinischem Fachwissen. Es besitzt eine Regelstudienzeit von sechs Semestern und ist mit einem Numerus Clausus zulassungsbeschränkt. Bewerber benötigen ein Abitur, da der Studiengang ausschließlich an Universitäten angeboten wird.

Die Biomedizin ist ein interdisziplinäres Fachgebiet, das Medizin und Biologie wissenschaftlich miteinander vereint. Es behandelt Inhalte und Fragenstellungen der experimentellen Medizin und vermittelt Methoden der Molekularbiologie sowie der Zellbiologie. Der Student lernt die Funktionen und Grundlagen des menschlichen Körpers und setzt sich mit verschiedenen Krankheitsbildern auseinander. Ziel des Studiums ist es, die Studenten für die biomedizinische Forschung zu qualifizieren. Deshalb ist der Studiengang praxisnah und beinhaltet viele praktische Übungen, Laborarbeiten und Praktika. Wie in einem klassischen Medizinstudium durchläuft der Student in den ersten Studienjahren den vorklinischen Teil. Im Hauptstudium erhält der Student wichtige Schlüsselqualifikationen und essenzielles Fachwissen der Biomedizin. Darüber hinaus vermittelt der Studiengang Kenntnisse in der biologischen Sicherheit, im Strahlenschutz, in der Gefahrenstoffkunde und im Tierschutz.

Die wichtigsten Fächer des Studiengangs Biomedizin sind:

  • Physik,
  • Chemie,
  • Mathematik,
  • Biologie,
  • Anatomie,
  • Physiologie,
  • Physiologische Chemie,
  • Organische Chemie,
  • Bioethik,
  • Bioinformatik,
  • Virologie,
  • Mikrobiologie,
  • Pathologie,
  • Immunologie,
  • Pharmakologie,
  • Toxikologie,
  • Histopathologie,
  • Humangenetik,
  • Zellbiologie,
  • Neurobiologie,
  • Experimentelle Medizin,
  • Pharmakologie.

Die wissenschaftliche Abschlussarbeit besteht aus einem eigenen Forschungsprojekt, deren Ergebnisse der Student im Rahmen eines Kolloquiums vorstellt. Anschließend kann der Student einen Masterstudiengang besuchen und sich dort unter anderem in der Neurobiologie, der molekularen Onkologie oder der kardiovaskulären Biologie spezialisieren und sein Fachwissen ausbauen. Während des Masterstudiengangs arbeitet er in einem Forschungslabor mit. Nach Abschluss des Masters kann der Absolvent promovieren oder einer praktischen und wissenschaftlichen Tätigkeit im Bereich der Lebenswissenschaften nachgehen.

4. Tätigkeit

Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten arbeiten in einem Krankenhaus, einer Arztpraxis einem medizinischen Labor oder einem Blutspendedienst. Sie führen Laboruntersuchungen von Urin, Blut, Magensaft und menschlichen Gewebe durch. Dafür entnehmen sie entsprechende Proben oder assistieren dem Arzt dabei. Anschließend bereiten sie die Proben für die Untersuchung vor.

Sie legen Gewebe- und Erregerkulturen an, zentrifugieren Flüssigkeiten, führen Tests und Messungen durch, analysieren Gene und kontrollieren die Proben auf ihre Beschaffenheit und mögliche Krankheitserreger. Dabei dokumentieren den Untersuchungsverlauf und halten die Ergebnisse fest. Vor jeder Untersuchung sterilisieren sie die Instrumente und halten sich streng an die vorgegebenen Hygienevorschriften. Sie bedienen Fotometer, Mikroskope, und Analyseautomaten und benutzen Pipetten, Reagenzgläser und Petrischalen. Weiterhin entwickeln sie labormedizinische Untersuchungsverfahren und Konzepte der Labordiagnostik und übernehmen das Qualitätsmanagement sowie die IT Systemverantwortung.

Um sich vor ätzenden Chemikalien und Infektionen zu schützen, tragen sie Schutzkleidung und Handschuhe. Für die Ausübung ihrer Tätigkeit benötigen die medizinisch-technischen Laboratoriumsassistenten Geschicklichkeit und Konzentration sowie Verantwortungsbewusstsein. Da sie mit vertraulichen Patientendaten umgehen, sind sie zu strenger Verschwiegenheit verpflichtet.

Das durchschnittliche Gehalt liegt bei den medizinisch-technischen Laboratoriumsassistenten etwa bei 24.000 Euro brutto im Jahr, bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von etwa 40 Stunden. Dabei ist der Verdienst u. a. abhängig von der Qualifikation, der Berufserfahrung und dem Verantwortungsbereich.